Hallo CJ,
du bist seit einer Woche für den Austausch freigeschaltet, aber es tut sich nichts. Hast du Probleme mit der Forenbedienung?
Leider ist es so, daß man als Angehörige absolut nichts erreichen kann, wenn der Alkoholiker nicht aufhören will. Wenn deine Mutter trocken geworden und geblieben ist, dann ist das schön. Aber du kannst das nicht auf deine Schwester übertragen. Vielleicht kommt sie selber erst in ein paar Jahren - oder gar nicht - drauf etwas zu ändern. Das haben Angehörige nicht in der Hand.
Wie kann ich helfen und wie kann ich mir helfen, das ich nicht wieder so erledigt bin, wie damals?
Das sind zwei völlig verschiedene Themen.
Du hast dich hier angemeldet und Priorität solltest du selbst sein, also was kannst du an deiner Situation und deiner Einstellung ändern, damit es dir besser geht?
Mir hat Abstand und Therapie geholfen. Ich habe den Fokus weg von meinen Angehörigen hin zu mir gelenkt. Nur bei mir kann ich etwas ändern und bewirken. Die anderen sind für sich selbst verantwortlich.
Als Angehörige kann man leicht in Co-Abhängigkeit verfallen und will am liebsten die Welt trockenlegen. Das funktioniert aber nicht und ist auch nicht der Job. Dafür ist der Alkoholiker selbst zuständig.
Liebe Grüße, Linde