Schokohase - Endlich frei sein!!

  • Hallo zusammen,

    endlich habe ich mich hier angemeldet. Ich bin 49, habe 2 Kinder und will mich von meinem Partner, der seit 5 Jahren sehr viel Alkohol trinkt, trennen. Wir leiden alle sehr und Ich brauche dringend Hilfe und Unterstützung, ich hoffe ich bin hier richtig?

  • Hallo Schokohase !

    Herzlich willkommen im Forum, du bist hier ganz richtig. Leider kann du deinem Partner nicht helfen wenn er nicht aufhören will zu trinken. Du kannst aber viel für dich und deine Kinder tun damit es euch wieder besser geht.

    Wenn du möchtest kannst du dich gerne mit anderen Betroffenen austauschen. Wenn du auf diesen Link klickst

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    verschiebe ich dich in den Angehörigenbereich.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Schokohase .

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Danke, Kraft habe ich nämlich kaum noch! Will aber nicht aufgeben und kämpfe weiter für ein neues, schönes Leben!!

    Meine Geschichte:

    Mein Partner (Ex) hat vor 5 Jahren, während der COVID Zeit angefangen jeden Tag zu trinken. Schnaps, Bier, Wein eigentlich alles! Er hat seit dem sich charakterlich und äusserlich sehr verändert!! Letztes Jahr, nachdem er einen Bauchspeicheldrüsen Entzündung hatte, war er 3 Wochen in der Entzugsklinik, aber hat leider ein paar Wochen später wieder angefangen zu trinken!

    Seit dem wollen wir nur noch weg von ihm und suchen verzweifelt nach eine neue Wohnung!! In Februar habe ich mich endlich getraut ihn zu sagen, dass die Kinder (10 und 14) und ich, nicht mehr mit ihm zusammen leben können und wollen! Er ist sehr wütend geworden und hat mich wie immer beleidigt und rum geschrien!! Wir versuchen so gut es geht ihn aus dem Weg zugehen, aber ab und zu rastet er aus und dann schliessen wir uns drei ins Schlafzimmer ein und hoffen das er bald schlafen geht. Er geht nur ab und zu arbeiten, schläft viel und macht sonst nichts!! Ausser jeden Tag eine Flasche Whisky und 2 Flaschen Wein“ heimlich“ in seinem Zimmer zu trinken!

    Ich ertrage alles nicht mehr, der Gestank im Haus, sein Lebensstil, seine Lügen, seine Launen..,.ich will ihn einfach nicht mehr sehen!!!

    Aber wie wird er reagieren, wenn wir anfange zu packen und ausziehe? Davor habe ich Angst!!! Ein normales Gespräch mit ihm ist schon lange nicht mehr möglich und ich müsste noch wichtige Fragen zum Thema Unterhalt der Kinder usw mit ihm klären!! Ich befürchte er wird wieder aggressiv und handgreiflich!!!

    Einmal editiert, zuletzt von Linde66 (8. August 2025 um 00:17) aus folgendem Grund: Fettschrift rausgenommen.

  • Hallo Schokohase,

    erstmal herzlich willkommen.

    Warst du denn schonmal bei einem Anwalt? Es gibt die Möglichkeit, ein Erstgespräch, Informationsgespräch zu führen. Mich hat das damals schon sehr entlastet als ich rechtliche Infos hatte.

    Es gibt auch die Möglichkeit, Beratungsstellen aufzusuchen. Caritas, Diakonie, Suchtberatungsstelle ( geht auch für Angehörige), Beratungsstellen für Frauen, Sozialpsychiatrischer Dienst. Also Hilfe vor Ort. Du hast Angst und die hast du ja aus einem Grund. Da kannst du dir Hilfe holen. Vielleicht auch durch Freunde, Verwandte.

    Es ist gut, dass du hier bist. Hier kannst du deine Sorgen und Gedanken lassen. Aber bitte achte darauf, dass ER es nicht herausfindet. Hier ist einzig und alleine DEIN Ort.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo Aurora

    Beim Anwalt war ich noch nicht, werde ich noch machen!

    Wir sind nicht verheiratet, waren 18 Jahre zusammen.Wir sind aus Deutschland ausgewandert, als ich das erste Mal schwanger war. Seit dem bin ich Hausfrau und Mutter. Habe nie Haushaltsgeld, oder Kindergeld bekommen. Ich muss immer fragen, wenn ich was einkaufen muss oder die Kinder was brauchen!! Als ich ihn vor den Sommerferien sagte, ich würde gerne mit den Kindern ein paar Tage wegfahren, sagte er wir können uns das nicht leisten!! Und seit 5 Jahren versauft er das Geld!!! Er hat mich immer sehr„ klein gehalten“, dass wurde mir in den letzten Jahren erst bewusst!! Ich war verliebt , sehr naiv und habe zu wenig auf mich geschaut!!!!
    Meine Kinder sind seit 2 Jahren in psychologischer Behandlung.
    Ich war letztes Jahr( 8 Sitzungen) aber bevor er in der Entzugsklinik war. Die Therapeutin war mir sehr unsympathisch und hat nicht wirklich geholfen! Ich habe bei der Sucht Beratungsstelle nächste Woche einen Termin für mich abgemacht! Ich hoffe die können mir helfen!
    Und euch, habe Ich jetzt auch!!! Es tut wirklich gut einfach zu schreiben und verstanden zu werden!

    Liebe Grüsse, Schokohase

    PS Entschuldige bitte die Schreibfehler !! Deutsch ist nicht meine Muttersprache!

    Einmal editiert, zuletzt von Linde66 (8. August 2025 um 14:26) aus folgendem Grund: Fettschrift entfernt.

  • Hallo Schokohase,

    herzlich Willkommen hier bei uns! :)

    Mir wäre es nie aufgefallen, daß Deutsch nicht deine Muttersprache ist.

    Kannst du mal schauen, daß du deine Beiträge nicht in fetter Schrift schreibst? Also nicht oben auf das B kommen.

    Ich drücke dir die Daumen, daß du in der Suchtberatungsstelle Tipps bekommst!

    Liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Seit dem bin ich Hausfrau und Mutter. Habe nie Haushaltsgeld, oder Kindergeld bekommen

    Zu Kindesunterhalt ist er auch verpflichtet wenn ihr nicht verheiratet seid und er als Vater eingetragen ist. Hast du einen Beruf erlernt, so dass du selbst für deinen Lebensunterhalt sorgen kannst? Oder gibt es eine Arbeit, die dir gefallen würde?

  • Hallo AnnaBlume

    Einzelhandelskauffrau habe ich nur gelernt und 14 Jahre jetzt nicht mehr gearbeitet!! Das wird eine grosse Umstellung, aber ich bin optimistisch!! Ich habe nur Bedenken, dass meine Kinder dann zu kurz kommen. Wir reden sehr viel miteinander und haben eine sehr enge Bindung! Der Vater hat schon lange nichts mehr mit oder für die Kinder gemacht! Sie haben kein Vertrauen mehr in ihn und meine Tochter sagt sie liebt ihn nicht mehr! Mein Sohn hat letztes Wochenende ihn gesagt, dass er kein guter Vater ist, weil er zu viel Alkohol trinkt! Er ist dann ausgerastet und wir haben uns im Zimmer eingesperrt bis er ins Bett gegangen ist! Es war schrecklich!! Dann fühle ich mich so hilflos, könnte nur noch heulen, aber ich reisse mich für die Kinder dann zusammen! Am nächsten Tag hat er getan, als ob nichts gewesen wäre!
    Ich empfinde nur noch Ekel und Wut für ihn und es wird immer schwieriger für mich es zu verstecken.

  • Einzelhandelskauffrau ist doch gut- da findest du immer was. Und die Kinder sind ja auch in der Schule und unterwegs. Da könnt ihr eben die geringere Zeit intensiver nutzen. Aber eins nach dem anderen. Ihr müsst unbedingt da raus. Ich drücke die Daumen für eine Wohnung und über die praktische Umsetzung machst du dir Gedanken wenn du eine Wohnung hast.

  • Hallo ihr Lieben!

    Ich bin gerade sehr wütend, verzweifelt und leide so sehr!!!

    ER geht nicht mal mehr arbeiten und wenn nur für ein paar Stunden! Ich kann dann hier im Haus nichts machen…..wichtige Telefonate, Umzugskartons packen usw. alles Sachen, die er nicht mitbekommen soll!
    Ich habe mich heute Morgen so gefreut, als er gesagt hat, dass er erst am Abend heute heim kommt!‘ Er hat es nur zum nächsten Laden geschafft und mit 2 Flaschen Wein, Wodka und 1 Flasche Whisky wieder nach Hause gekommen. Ich musste so weinen! NIE bin ich alleine!! Er stehlt mir die Luft zum atmen!!

    Dazu kommt, dass er seit Monaten starke Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall hat. Er geht nicht zum Arzt!!! Ich habe letztes Jahr 3mal den Krankenwagen rufen müssen!!! Nach eine schwere Bauchspeicheldrüsenentzündung und entfernte Gallenblase befürchte ich, dass er jetzt vielleicht eine Leberzirrhose haben könnte ( aufgeblähte Bauch, übermässiges Schwitzen).


    Merkt oder sieht ein Alkoholiker nicht wie seine Mitmenschen leiden???!!!

  • Hi,

    Das zu lesen ist worklich nicht leicht, er scheint sich ja mittlerweile in einer mehr als ernsten Situation zu befinden. Aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass Du zu ihm in diesem Zustand kaum durchdringen wirst.

    Um deine Frage zu beantworten: Der Alkoholiker sieht und weiss was er da anstellt. Jedoch hinterfragt er sein Verhalten und kommt alkoholinduziert zu dem Schluss, dass das was er macht ja nicht so schlimm ist. Andere trinken schliesslich auch Alkohol und die Probleme wären nicht da, wenn man einfach akzeptieren würde, dass er nunmal trinkt. Er sieht nicht, was er für riesen Schaden verursacht, denn er sieht den Schaden, aber versteht nicht wieso er jetzt daran Schuld sein sollte. Er schadet ja nur sich selbst.

    Hinzu kommt, besoffen ist es einem egal. Die Einsicht kommt erst wieder wenn man halbwegs klar im Kopf ist. Dieser klare Zustand ist aber sehr unangenehm, daher schnell wieder der Griff zur Flasche.

    Wünsche dir viel Kraft! Gute Tipps was Du machen kannst hab ich leider nicht. Ausser vlt die Konfrontation nicht zu suchen. Bringt eh nichts ausser mehr Schaden.

    Liebe Grüße,

    Paul

  • Hallo Paul,

    danke für die schnelle Antwort!!!

    Er hat letztes Jahr nach 3 Wochen im Krankenhaus, einen Entzug ( 3 Wochen)gemacht und als er aus der Klinik kam, haben wir oft und lange geredet! Ich dachte er schafft es!! Er hat nach ein paar Wochen wieder angefangen zu saufen! Und alles was er uns versprochen hat war vergessen!!!

    Eine Frage hätte ich noch!

    Er hat aus der Klinik ohne Ende Tabletten bekommen u.a. welche, die verhindern sollen das er Lust auf Alkohol bekommt?! Gibt’s das wirklich und wenn, dann wieso nimmt er die dann nicht einfach ?!

    Lieben Gruss

  • Hallo AnnaBlume
    Ich habe leider keine Familie oder Verwandte hier in der Nähe!! Zu
    eine Nachbarin/ Freundin könnte ich, zu Not gehen, aber natürlich nur vorübergehend. Ich versuche gerade alles, um eine Wohnung zu finden!!!!

  • Hallo Schokohase,

    wenn er nicht ernsthaft aufhören will, dann nützen auch die besten Tabletten nichts.

    Zu eine Nachbarin/ Freundin könnte ich, zu Not gehen,

    Wann ist die Not groß genug? Das wäre doch mal ein erster Schritt da raus. Und von der Freundin aus könntest du weiter schauen.

    Liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hi!

    Über die Medikamente kann ich nichts sagen, ich weiss schliesslich nichts über den genauen Zustand und was er deswegen wohl verschrieben bekommen hat. Hier wird auch das Thema "Medikamente" nicht groß besprochen.

    Aber was ich dir sagen kann:

    Es gibt Medikamente die das Verlangen nach Alkohol mindern können sollen. Funktioniert nicht bei jedem und schon garnicht bei Leuten die weiter trinken wollen. Also keine Wunderpille, eher eine Unterstützung die das Craving lindert.

    Es gibt sonst noch Mittel die sich mit Alkohol nicht vertragen und bei gleichzeitigem Konsum schwerste Reaktionen auslösen, wird aber meines Wissens in Deutschland nicht verwendet.

    Wie dem auch sei: Ohne den Entschluss des Trinkers nichts mehr zu trinken wirkt kein Medikament so, dass der Trinker plötzlich keine Lust mehr auf Alk hat. Schön wärs vlt, aber da muss Er ganz alleine den ersten Schritt machen.

    Liebe Grüße,

    Paul

    Edit: Bitte auf keinem Fall Medikamente "irgendwie" besorgen und dann verabreichen. Es gibt Medikamente die heftigste Wechselwirkungen in Kombination mit Alkohol entwickeln. Das Ergebnis kann tödlich enden.

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