Beiträge von Linde66

    Hallo Jessy,

    fühl dich gut aufgehoben hier bei uns EK's...

    Wenn die Mutter trinkt, dann ist das, wie wenn da innendrin ein ewiger Hunger brennt. So fühlte es sich bei mir an.

    Ich wurde nie nie nie wirklich an dem satt gemacht, was ich als Kind so notwendig brauchte: Mutterliebe. Meine Mutter war immer betrunken, aber irgendwie hat sie den Haushalt trotzdem gut hingekriegt. Sie kann unglaublich gut kochen, hat uns satt gemacht am Körper, aber nicht an der Seele.

    Da blieb mein Hunger bestehen... So dachte ich bis letztes Jahr noch, ich hätte was zu kriegen von ihr. Ich dachte, sie MUSS doch irgendwann dieses alte Loch in mir stopfen, diesen uralten Hunger stillen... Tut sie aber nicht. Kann sie nicht. Und warum das so ist, das ist in ihrer eigenen Biographie begründet.

    Im Dezember wird es ein Jahr, wo ich den Kontakt zu meiner Familie habe einschlafen lassen. Das geht. Ich lebe noch. Sie leben noch. Sie trinkt noch. Alles ist wie immer, nein, nicht ganz:

    Mir geht es besser.

    Ich mach mich jetzt selber satt. Ich umgebe mich mit lieben Menschen, die gerne mit mir zusammen sind und mich wertschätzen. Ich versorge mich, mit allem was ich brauche.

    Ich habe mit 42 die Verantwortung für mein Leben übernommen. Meine Mutter konnte und kann mir nicht mehr geben als sie gegeben hat. Jetzt bin ich zuständig für mich und das lebe ich auch so.


    Abstand ist gut, und wenn du mal nicht so genau weißt wie groß oder klein der sein sollte, dann frag deinen Bauch, der weiß das meist besser als der Kopf. Mit dem Kopf kann man andere Sachen anstellen... :wink:


    Ich wünsche dir einen guten Austausch hier.

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo liebe Caro,

    gute Besserung wünsche ich dir!

    Weißt du was heute vor einem Jahr war? 8)

    Da hast DU mich im Forum begrüßt! Da habe ich mich sofort so gut aufgehoben gewußt, viiielen lieben Dank dafür.

    Wenn ich daran denke, was in der Zwischenzeit alles seinen Platz in mir gefunden hat... Echt gut.


    Schön deine Entwicklung zu lesen. Lieber Gruß, schlaf dich gesund! :wink:

    Linde

    Hallo Lavandula,

    herzlich Willkommen hier bei uns EK's.

    Die Wut ist eine prima Angelegenheit, schön, daß du sie spüren kannst!

    Da ist so viel Kraft, wenn man sie nicht gegen jemand oder etwas, sonder FÜR sich nutzt... woah!

    Danke für deine klaren Beiträge in unserem gemeinsamen Thread 'Merkmale für ein EK'. Da habe ich mich in sehr, sehr vielem wiedergefunden...


    Lieber Gruß und einen guten Austausch,

    Linde

    Hallo Uschi,

    du hast doch so viel Kraft, die ist doch da.

    Du nimmst sie zum Aushalten, zum Wegsehen, zum Durchhalten, zum Atemanhalten, zum Hoffen, zum Kontrollieren, zum über IHN schreiben, zum Anhören, zum Flaschen zählen, zum dir was vormachen, zum Schönreden und vielem, vielem mehr.

    Das kannst du alles tun.

    Du kannst diese Riesenkraft aber auch für was anderes nehmen. Das ist an dir.

    Vielleicht beginnst du erst dann deine wirklichen Kräfte zu spüren, WÄHREND zu gehst? So war das bei mir auf dem Jakobsweg. Da wuchsen meine Kräfte von Schritt zu Schritt...

    Gruß, Linde

    Hallo Uschi,

    da bist du ja.

    Zitat

    was wird passieren, was muss passieren, damit ich endlich begreife? wie ?

    Du wartest darauf, daß da von Außen irgendwas passiert?

    Übermorgen ist es ein Jahr, wo du hier zum ersten mal geschrieben hast.

    Ein Jahr.


    Lieber Gruß, Linde

    Moin,

    seit ich nur noch an mich denke, geht's mir gut, und ich werde da immer besser drin... Das hat nichts mit Egoismus zu tun, sondern mit gesunder Lebensführung.

    Und im selben Atemzug, wo ich an mich denke, für mich sorge, da gebe ich den anderen IHRE Verantwortung für IHR Leben zurück. Was sie damit anstellen ist ihre Angelegenheit! Ich ent-laste mich damit. Ich be-frei-e mich.

    Meine Wege hier kenne ich inzwischen wie meine Hosentasche. Ich weiß, wo der tolle Birnbaum wächst und wann die Birnen reif sind. Ich weiß wann wo zu welcher Tageszeit welche Stimmung ist und wenn mir danach ist, kann ich genau da spazieren gehen wo es paßt. Die Landschaft wird mit der Zeit zur inneren Landschaft, ich kann sie einatmen, essen, mich darin bewegen.

    Mit so einer Vermietung kenne ich mich nicht aus, aber früher oder später findet sich da jemand, vielleicht mit Hilfe eines Maklers oder der Immobilienabteilung deiner Bank. Wer wagt gewinnt, alter Spruch, grins. Fröhliches weiterwurschteln!


    Da wo du bist, gibt es da auch Pferde?

    Gruß, Linde

    Hallo Manfred,

    ich wohne nun schon über 15 Jahre auf dem Dorf, winziges Seitengäßchen, jeder kennt jeden, man gewöhnt sich dran.

    Die längeren Wege sind aber auch Wege, die ich genießen lernte mit der Zeit. Wenn ich nach der Arbeit raus in die Landschaft und heim fahre, dann tauche ich ein in eine andere Welt. Mir gefällt das. Mit Auto geht heute alles ziemlich einfach und als ich den Unfall hatte und nicht fahren konnte, da nahm ich den Bus oder fragte in der Nachbarschaft herum. Und siehe da, in meiner kleinen Straße wurde ich wie in einem guten Netz aufgefangen... Ob das in der Stadt auch so gewesen wäre wage ich zu bezweifeln.

    Daß auch positive Veränderungen einem bis auf den Grund aufwühlen können, das kenne ich auch. Du kannst dir ja jetzt alle Zeit der Welt lassen, um anzukommen und dich zu sortieren.

    Viele Grüße, Linde

    Hallo Löwin,

    Zitat

    Es ist kein festgefahrenes Muster sondern die Transaktionen verändern sich genauso wie mein Bewusstsein für die "Rollen".


    Das ist Denkstoff, danke.

    Das tippt irgendwas in mir an.

    In der Quantenphysik wurde es glaube ich mal von jemandem beschrieben. Und zwar der Effekt, daß das Experiment sich verändert mit dem, der es betrachtet. Weil der sich ja im Verlauf selbst verändert...

    Muß ich mal bissel drüber nachgrübeln. :wink:


    Lieber Lindengruß!

    Hallo Manfred,

    genau, du hast da jetzt einen Anfang gemacht. Das heißt ja noch lange nicht, daß von einer Sekunde auf die nächste alles anders sein muß. Es ist ein Anfang und jetzt kommt ein Schritt nach dem anderen. In DEINE Richtung!

    Lieber Gruß,

    Linde

    Hallo Löwin,

    geht mir auch so, daß ich diese ganzen Muster auf einmal in aller Deutlichkeit in meinem Umfeld wahrnehme. Familien funktionieren so, Firmen, Vereine, es ist einfach überall.

    Diese Zusammenhänge zu erkennen macht mich handlungsfähig. Find ich gut, grins.


    Schlaf gut!

    Linde

    Hallo Manfred,

    gaaaanz selten, manchmal morgens wenn ich zufällig unter der Woche frei habe, da höre ich meine Nachbarin Klavier spielen. Dann lasse ich alles stehen und liegen und höre einfach nur zu. Es sind kostbarste Momente für mich, ein Geschenk.


    Einmal war ich in einer Jugendherberge gerade beim Frühstück, da hörte ich wunderschönstes Klavierspiel. Solcherart Klänge hatte ich noch nie zuvor gehört. Ich ließ mein Essen stehen, ging den Tönen nach und gelangte in den Keller. Da stand mitten im Flur eine Werkzeugkiste, eine Tür war angelehnt. In dem schmucklosen Kellerraum saß ein begnadeter Pianist und spielte und spielte - in dreckigen Monteursklamotten. Selbstvergessen, ganz vertieft.

    Ich zog mich zurück und als ich ihn später oben ansprach war er ganz jung, schüchtern und rot auf den Wangen, ja, es war ein eigenes Stück und er freut sich immer in der Jugendherberge zu arbeiten, da steht ein Klavier, daheim hat er nur so ein doofes Keyboard. Einen Lehrer hat er nicht und er hat noch nie vor Publikum gespielt, doch, sagte ich, gerade eben... Mich hat das glücklich gemacht.


    Lieber Gruß, Linde

    Hi Löwenherz,

    Zitat

    COOOLLLLL

    da schließe ich mich einfach mal an. :lol:


    Mir kam neulich ein wunderbarer Satz vor die Nase, gibt es als Buchtitel:

    Ich stehe nicht mehr zur Verfügung!


    Liebe Grüße,

    Linde

    Hallo Ninus,

    herzlich Willkommen bei uns EK's, komm in Ruhe an und fühl dich wohl hier. Viele kommen hier aus den unterschiedlichsten Gründen sehr, sehr aufgewühlt an und bringen teils ziemlich schräge Verhaltensweisen mit. Aber mit der Zeit klärt es sich, je länger man liest oder selber schreibt und man merkt: he, ich bin ein gaaanz normales EK! :wink:

    Wenn du magst, lies mal unseren oben angepinnten Thread: Merkmale für ein EK, es sind nur paar Seiten, aber voller Überraschungen! https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…topic16098.html

    Hm, jetzt wo du es sagst: ich konnte über viele Jahre auch in keinen Apfel beissen. Seltsam. Ich kann in Kohlrabi und Karotten und Birnen und sonstwas beissen, aber Äpfel? Hm. Erst seit - weiß gar nicht genau - geht das, aber ungern. Ich esse auch lieber geraspelten Apfel oder Mus oder gaaanz kleine Scheibchen.

    Bananen geht bei mir, aber am liebsten mag ich sie zerdrückt.

    Dein Traum ist voller starker Bilder. Apfel steht ja für Weiblichkeit, Banane, ja klar... Vielleicht dauert das alles einfach noch seine Zeit bei dir. Laß dir doch die Zeit.

    Warum dich zu etwas zwingen? Wenn da ganz früh eine Traumatisierung stattfand, welche auch immer, da mußt du dich doch nicht absichtlich triggern... Wenn es dir vor was graust, dann kannst du das in Ruhe lassen, bis es sich von selber auflöst. Oder stehst du da unter einem Druck?

    Zitat

    weil ich halt immer gerne bis zur Ursache vordringe, um den Dingen die Macht zu nehmen.


    Das hier kann ich unterschreiben. Ist bei mir genauso. Nur habe ich in jahrelanger Traumatherapie (wegen 6uellem Mißbrauch) gelernt, daß es besser ist, nichts zu forcieren. Es kommt alles dann hoch, wenn ich innendrin soweit bin, da kann ich ganz gelassen darauf vertrauen, daß mein Unterbewußtsein das schon für mich regelt. Ich mische mich da nimmer ein. Ist besser so. Inzwischen habe ich auf diese schonende Art nach und nach sooo viele meiner Rätsel lösen können.

    Ich habe viele schräge Verhaltensweisen, z. B. darf nichts auf mich zeigen, kein Bleistift oder so etwas. Ist so, darf so sein.


    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Manfred,

    wie sehr ich mich freue, daß du wieder da bist!

    Da hast du ja so etwas Entscheidendes für dich verändert, ich kann gut verstehen, daß da jetzt Ängste hochkommen. Nach einer Woche kann kein Mensch schon in einer neuen Umgebung angekommen sein... sowas dauert.

    Alle Kisten ausgepackt, alles seine Ordnung gefunden, alle Bilder hängen, die Abläufe verinnerlicht, im Dunkeln alle Lichtschalter gleich finden, alle Gerüche und Geräusche als vertraut empfinden, die Nachbarn kennengelernt, die neuen Wege und Orte der Umgebung verinnerlicht.... :shock::lol::wink: Laß dir Zeit, schließlich hast du gerade dein ganzes Leben auf den Kopf gestellt! Was für ein Schritt, ich freu mich für dich!

    Zitat

    Ich habe unglaubliche Angst vor Lärm von Nachbarn, Angst es hier nicht auszuhalten.

    Das kommt mir so vor, wie die ALTE Angst, die du schon beschrieben hattest. Wie gelähmt, wie innerlich erstarrt, wie das Kaninchen das auf die Schlange starrt ob die nun beißt oder nicht... Vielleicht kannst du ja mal sortieren, was ist alt und was ist neu. Und für die neue Situation ins neue Handeln kommen, aktiv werden.

    Deine Nachbarn sind nicht deine Eltern. Du kannst dich ganz neu verhalten, wie es JETZT paßt.

    Mich haben alle Umbruchsituationen, Umzüge oder Arbeitsplatzwechsel z. B., erst mal eine Weile in so eine labile Fassung gebracht. Da habe ich innendrin mit mir selber "Grundsatzdiskussionen" angefangen, ob das denn nun sinnvoll war oder nicht usw. Aber irgendwann hörte das Kopfkino auf und ich war wieder im Hier und Heute und wurde handlungsfähig. Und ich konnte die Chance in der neuen Situation wahrnehmen und nutzen.

    Wenn das Alte vorbei ist und man im Neuen noch nicht so recht angekommen ist, dann sitzt man gerne mal im Loch, kenne ich gut. Aber die Lücke füllt sich wieder mit lebendigem Leben, so wie man selber das gestalten mag...

    Wie geht's dir mit der Geige?


    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Löwenherz,

    ich habe nicht zwischenreingeschrieben, weil da so viel Bewegung war, die ich einfach mal aus der Ferne sich bewegen lassen wollte. Und das Spannende ist, daß du in diesen drei letzten Beiträgen von dir eine Sache total gut auf den Punkt gebracht hast.

    Erst mal in der Peripherie jmd. wahrnehmen der jammert und nix tut. Dann deine Wut. Dann die Abgrenzung vom anderen und die Annahme deiner Gefühle. Und zu guter letzt und wirklich gut ist, daß du deine aktuelle Wut in Bezug setzt zu uralten Emotionen in dir.

    Was für eine tolle Entwicklung! Vielleicht ganz gut gewesen, daß du mal "im eigenen Saft geköchelt hast", oder?

    Das mit dem alleine auf den Weg machen kenne ich gut. Da tut sich auf einmal eine immer größer werdende Lücke im Familien- und Bekanntenkreis auf. "Es" paßt einfach nicht mehr, die Jammerer und die Süchtigen habe ich nach und nach weggelassen, das geschieht einfach, wir hatten uns nichts mehr zu sagen. Und wenn man dann bei sich bleibt, dann ist diese Lücke ziemlich erholsam. Und sie füllt sich auch wieder mit neu und jetzt passenden Menschen und Aktivitäten. Aktivitäten auch außerhalb der Paarbeziehung, das ist wichtig.


    Bei mir im Tagebuch schreibt oft tagelang niemand, das ist so, dann ist es auch mal wieder anders... Den Weg gehen müssen wir ja eh in unserem real life und ich brauche nicht für jeden Impuls die unmittelbare Resonanz der Gruppe. Aber wirklich, wenn mal die berühmte Kacke am Dampfen ist, dann ist IMMER jemand dagewesen! Immer. Es ist ein gutes Netz hier und so souverän wie du darin rumturnst macht es Freude dich zu lesen.

    Lieber Gruß, Linde