Beiträge von Linde66

    Liebes Glitzersternchen,

    wenn man in einem Alkoholikerhaushalt aufwächst, dann macht das was mit einem. Du hast ja erst als Erwachsene überhaupt die Möglichkeit, dich von ihrem Verhalten zu distanzieren.

    Damals war es so, daß es einfach ums Überleben ging. Es ging darum "irgendwie" den Tag rumzukriegen. Die Gedanken kreisten nur um ein Thema: wie ist sie heute drauf? und wie verhalte ich mich als Kind daraufhin, damit der ganze Laden am Laufen bleibt?

    Das alles macht was mit uns Kindern. Mit der Frage "oder bin ich vieleicht doch nicht normal? " sind hier fast alle Kinder angekommen.

    Ja, du bist normal. Du bist ein ganz normales EK. :wink:

    Schau mal hier, hier haben wir EK so einiges zusammengetragen was uns hilft, unsere Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen besser einsortieren zu könnne. https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…pic16098-0.html

    Wenn du magst, lies dich mal durch die paar Seiten.


    Wir lesen uns. Grüße,

    Linde

    Hallo Glitzersternchen,

    herzlich Willkommen hier bei uns EK!

    Schreib, schreib, schreib, laß alles raus, in 22 Jahren wird sich da viel angesammelt haben. Ich fing mit 42 an alles herauszuschreiben, ich bin jetzt fast ein Jahr hier. Meine Mutter trinkt auch schon, so lange ich denken kann.

    Es sortiert sich innendrin. Und es tut gut zu erfahren, daß man eben nicht alleine ist mit seinen Erfahrungen und Gefühlen.


    Liebe Grüße und einen guten Austausch!

    Linde

    Hallo caro,

    guten Morgen!

    Zitat

    mein innen drinnen ist negativ und zu dem positiven bekomm ich kaum "verbindung"

    WER ist das da in dir drin?

    Vielleicht mal in einem ganz ruhigen Moment innehalten und nach innen lauschen. Und bitten: zeig dich bitte, wer bist du? hab Vertrauen..

    Und IHM/IHR, wer auch immer sich dann zeigt vermitteln, daß DU hier und heute gut für es sorgen kannst. Hör dir die Sorgen und Bedenken von ihm innendrin an, es hat seine Gründe, warum es nicht EINFACH SO wie du positiv sein kann oder will. Vielleicht ist da noch etwas, was ihm Angst macht, wo es sich nicht ran traut. Vielleicht ist da noch eine Erinnerung, vor der es Angst hat daß sie hochkommt, wenn DU auf deinem guten Weg unterwegs bist.

    Das innere Kind sagt nein. So hört sich das im Moment für mich an, wenn ich dich lese liebe caro. Es sagt nein auf SEINE Weise. Genau das kann der Schlüssel zu ihm sein: wie alt ist es, wie handelt es, kann es schon sprechen? Es mag gerne im Kreis der engsten Familie sein und es mag "Magie", klare reine Momente der Stille.

    Kinder gehen langsamer als wir, manchmal müssen wir im außen bissel warten, bis sie nachkommen...

    Fühl dich mal gedrückt, liebe caro. Ich wünsche dir für heute einen guten Gesprächstermin.


    Lieber Gruß, Linde

    "... der ewige Teufelskreis... "

    Hm, self fulfilling prophecy? Vielleicht wäre ein neuer Threadtitel überdenkenswert, um mal ein Ziel aus dem Kreis heraus anzupeilen?

    Nu komm erst mal in Ruhe an, liebes Weib. Ich hab "damals" bei dir mitgelesen, aber nicht geschrieben.

    Was ist ES?

    Und DU bist hier, es geht hier um dich. Und gegen den Alkohol hat noch nie einer gewonnen.


    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Glenny,

    die Frage, ob dir eine bestimmte Therapie etwas bringt, ist vom Ansatz her eine Überlegung wert.

    Therapie BRINGT dir in dem Sinne nichts. In der Therapie hast du die Chance, etwas zu BEKOMMEN, nämlich das, was du gerade brauchst, erfragst, erbittest, forderst. Du bist dort eigenverantwortlich und aktiv, bzw. kannst lernen aus der Passivität herauszukommen und die Verantwortung für dich zu übernehmen. Die hast nämlich du und nicht der Therapeut, egal wie gut der ist...

    Verantwortung abgeben, das ist, wie wenn man zum Arzt geht und sagt: machen Sie mich mal gesund, ich mach's mir derweil gemütlich!

    Ich kann gut verstehen, daß du so viel wie möglich vorher wissen willst. Du gehst ja Schritte ins Neuland. Aber selbst wenn einer 5 Minuten vor dir genau den Weg gegangen wäre, hätte er ihn sicher ganz anders erlebt, weil jeder ja andere Erfahrungen aus seiner Biographie mitbringt.

    Es wird dir nichts übrig bleiben, als dich auf's Unbekannte einzulassen und so viel versuchen herauszuziehen für dich wie es für dich paßt. Das wird schon! :wink:


    Liebe Grüße, Linde

    Hallo MaMejo,

    hört sich gut an, was du da in die Wege geleitet hast.

    Zitat

    man muss wohl erkennen, das man ihnen nicht helfen kann auch wenn man es gerne möchte....da hilft wohl nur Abstand, weil einen der Kontakt und die Elternliebe doch krank macht....

    Das ist das Entscheidende. Wir können ihnen wirklich nicht helfen. Sie müssen es von sich aus verändern wollen.

    Du hast recht, es ist SEINE Entscheidung.

    Wie geht es DIR, als erwachsene Tochter? Hast du schon unsere "gesammelten Werke" entdeckt? Der Thread 'Merkmale für ein EK', der oben angepinnt ist, wenn du magst, dann lies dich mal durch die paar Seiten. Ich konnte mich in sooo vielem wiederfinden, das hat mir weitergeholfen und mir gute Impulse gegeben.

    Lieber Sonntagabendgruß, Linde

    Hallo MaMeJo,

    herzlich Willkommen hier im Forum! Ich wünsche dir einen guten Erfahrungsaustausch.

    Ich selber habe keine Kinder, bin aber erwachsenes Kind einer Alkoholikerin. Auch mein Großvater war Alkoholiker.

    Aus dieser Sicht kann ich dir sagen, daß es für mich zutiefst verstörend war, den betrunkenen Großvater immer und immer wieder so erleben zu müssen. Seinen Verfall mitzuerleben, später dann sein Sterben, als ich etwa 12 oder 14 war. Es war wirklich schrecklich für mich. Dieser eklige Geruch, die unkoordinierten Bewegungen, seine Ausfälligkeiten gegenüber der Großmutter, seine verdreckte Kleidung, sein ganzes Verhalten widerte mich an und verstörte mich.

    Ja klar, er hatte auch nüchterne Momente... Aber in mir war immer die Ungewißheit, was mich erwartete. Da gab es nichts Beständiges, nichts, worauf ich mich verlassen konnte.

    Meine Eltern arbeiteten beide Vollzeit und 'parkten' uns Kinder bei den Großeltern, ich war dem Szenario jahrelang ausgesetzt. War schwierig für mich, auch als Kind schon. Ich konnte nie Schulfreundinnen einladen, das fand ich schrecklich. Und er maltraitierte die Haustiere. Oh Mann....


    Ich kann dir nur raten, auf deinen Bauch zu hören. Und vielleicht glasklare Ansage ihm gegenüber, daß Begegnungen nur und ausschließlich im nüchternen Zustand möglich sein werden. Und sich daran auch konsequent halten.

    In der Konsequenz kann es dann aber sein, daß es keine Begegnungen mehr geben wird. Hm. Ich wollte, mich hätte damals jemand herausgeholt...


    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Spiegel,

    du hast am 12. hier deinen Thread eröffnet. Hier sind 7 Beiträge von dir zu lesen.

    Dagegen stehen 21, teils seitenlange Beiträge in anderen Threads.


    Wo bist du?

    Du kannst dich natürlich hier gerne auf 'Nebenkriegsschauplätzen' tummeln, aber es geht hier um DICH. Um deine tägliche Trockenheitsarbeit an DIR.

    Man kann sich wunderbar mit anderen beschäftigen und ihnen ausführlich Ratschläge geben, wie sie dieses oder jenes tun sollten..., in deinem Fall kommt mir das wie ein groß inszeniertes Ablenkungsmanöver vor. Und deine Flapsigkeit, Ironie und deine Phrasen, das wirkt auf mich wie eine Maske.

    Wo bist du? Es geht hier um dich.


    Gruß, Linde

    Hallo Wilson,

    nochmal herzlich Willkommen außerhalb des Vorstellungsbereichs! Ich bin zwar nicht Jana, aber eine 66 hab ich auch hintendran, grins. :D

    Zitat

    Ich will hier und jetzt nüchtern das Leben mit allen Sinnen genießen.


    Da genau kannst du ansetzen. Lecker kochen und essen, Blumen auf den Tisch, Photographieren, Hund kraulen - was auch immer das für dich ist, DEINE Sinne satt zu machen und den Tag gut und sinnvoll zu gestalten.

    Den Fokus auf DICH lenken ist wie die anderen schon geschrieben haben wichtig, denn die Gesellschaft ist draußen...

    DU bist jetzt dran.


    Lieber Gruß und gutes Ankommen hier,

    Linde

    Hallo Dream,

    ich gehöre zu denen, die dich gleich gelesen haben. Nur ist es so, daß ich mir mit einer Antwort meistens erst mal etwas Zeit lasse. Erst mal das Gelesene auf mich wirken lassen und dann erst schreiben...

    So auch bei dir. Denn vieles von dem, was du beschreibst, kommt mir sehr bekannt vor. Das berührt alte Stellen in mir.

    Vor allem, wenn du von bruchstückhaften Erinnerungen schreibst und der Frage, ob sich da noch mehr verbirgt.

    Wenn du magst, dann lies mal den Thread, der oben angepinnt ist: Merkmale für ein EK. Sind paar Seiten, in denen wir hier so einiges zusammengetragen haben, was UNSERE Gemeinsamkeiten sind. Vieles davon trifft bei mir zu und es war interessant, daß ich so einige Aha-Effekt-Erlebnisse hatte, wenn ich las, was andere EK's schrieben... Mir hat das geholfen, mich eben NICHT als vom anderen Stern kommend zu sehen, sondern als Überlebende einer unglaublich schwierigen Kindheitssituation.

    Hier ist fast immer jemand online, aber nicht immer kann oder möchte jemand sofort antworten. Manchmal ist man still bei jemandem dabei und es fehlen einfach erst mal die Worte... Aber du kannst jederzeit dir hier alles von der Seele schreiben und auch bei den anderen lesen.

    Ich wünsche dir ein gutes Ankommen und einen guten Austausch. Danke für deinen Besuch in meinem Thread!


    Lieber Gruß, Linde

    Hallo liebe Sonnenstrahl,

    wenn er Alkoholiker ist, dann HAST du ihn schon verloren...

    an die Sucht.


    Es ist wirklich gut, daß du das was dir aufgefallen ist und deine Gefühle dazu, artikulieren konntest.

    Er braucht Bedenkzeit? :shock: Was meint er damit? Hm. Was auch immer, es ist seins.


    Du kannst für dich deinen klaren Weg weitergehen.

    Dicke Umarmung, Linde

    Hallo Lüttenjule,

    laß dir Zeit mit deinen Entscheidungen. Wie auch immer sie ausfallen, sie wollen ja auch ohne Bauchweh gelebt werden...

    Das mit neutralem Ort, mit Partner und Zeitbegrenzung auf eine Stunde hört sich sehr gut an.

    WENN du dich mit ihr triffst und dich dabei dermaßen unwohl fühlst und alle Grenzen in dir überschreitest, dann baue dir wenigstens vorher ein paar sehr gute Sicherungen ein. So als Vorbeugung.

    Das mit dem Geruch ist so eine Sache. Meine Mutter trank literweise Wein, der saure Geruch war für mich als Kind "normal". Ich fand ihn immer abstoßend, fremd, unpassend. Aber er gehörte zu ihr, das war einfach so. Ich habe das bewußt auch erst gerochen, als ich räumlichen Abstand hatte und immer mal wieder zu Besuch ins Elternhaus kam. Vor einem guten Jahr hatte ich sie bei mir für eine wenige hundert Meter lange Strecke im Auto dabei, mir wurde schlecht. Und sie faselte etwas von "ich hab alles im Griff, du riechst verkehrt...!" :shock: Ich rieche also verkehrt, aha.

    Auch kleine Kinder kriegen alles mit, ungefiltert. Nur können sie es nicht benennen. Später vielleicht mal.

    Vielleicht bringst du einfach ein Photoalbum mit zu dem Treffen. Nur so eine Idee.

    Es gibt viele Wege und du bist ihr nichts schuldig.

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Lüttenjule,

    herzlich Willkommen hier im Forum bei uns EK's.

    Sooo durcheinander ist das überhaupt nicht, wie du da schreibst! :wink: Und erfahrungsgemäß sortiert man sich innendrin immer besser, wenn man einfach immer und immer weiter schreibt.

    Meine Mutter ist auch Alkoholikerin, ich habe den Kontakt abgebrochen, weil er mir alles andere als gut tut.

    Bei dir lese ich von Angst, schlechtem Gewissen, Schuldgefühlen... Da steht nicht der Satz: ach wie sehr freu ich mich, nach all der Zeit meine Mutter wiederzusehen... Was hat dein Kind wohl davon, seine betrunkene Oma kennenzulernen? Ihren Geruch zu riechen? Die merkwürdige Spannung im Raum zu spüren?

    Hm.

    Wenn die Eltern über Jahrzehnte trinken, dann haben sie ihre Gründe dafür. Und wir Kinder können uns auf den Kopf stellen, wir erreichen den Alkoholiker nicht. Das liegt in der Suchterkrankung begründet. Veränderung könnte nur aus dem Alkoholiker selbst heraus kommen. Und wenn der sich nicht ändern will, dann bleibt uns nur, dies zu akzeptieren, so schwer uns das fällt.

    Wieso also hinfahren? Wenn alle deine Alarmglocken anspringen?

    Wenn du magst, lies dich mal durch den Thread "Merkmale für ein EK". Vielleicht entlastet und sortiert es dich.


    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Micha,

    bei AIDA denke ich erst mal an Oper, dann an Kreuzfahrten... aber deine Variante von AIDA ist echt augenöffnend. Danke.

    Eigentlich ein ganz einfaches Strickmuster, was die Werbeprofis da anwenden. Immer wieder variiert. Alle Konsumenten sind ja täglich die Versuchskaninchen, welche der Strategien am besten wirken.

    Da dachte ich, ich wäre resistent, hihi. Von wegen. Nette wuschelige Viechers und Linde guckt erst mal hin... Bei nacktem Frauenfleisch gucke ich auch und schreibe fleißig Beschwerde-e-mails an die Chefetagen, um meinen Unmut über 6ualisierte Werbung kundzutun.

    Seit 9 Jahren habe ich keinen Fernseher mehr, aber ich erinnere mich sehr gut, daß mich das Geräusch des Öffnens einer Bierflasche und das anschließende Einschenken ins Glas immer getriggert hat. Nicht daß ich Saufdruck kriegte, nein, aber als EK kam ich sofort in den ALTEN Film rein: Mutter öffnet die Flasche und taucht ab... brrrrr. Gruselig.

    Das Geräusch ging ungefiltert in mich rein. Ich denke mal, daß die Werbefritzen genau das erreichen wollen: daß ihre Bilder, Geräusche, Botschaften ungefiltert in die Hirne eindringen ---> und erst mal einfach WIRKEN!

    Da oft alle Sinne angesprochen werden, kann man sich dem Effekt kaum entziehen. Man kann ja erst "hinterher" das Hirn wieder einschalten und sich von den Werbebotschaften abgrenzen. Da kann es schon zu spät sein...

    Ich bin froh, keine Fernseher mehr zu haben. Die Bilderflut hat mich überfordert. Dem entziehe ich mich. Die restliche Werbung, die täglich hier im Briefkasten anbrandet, landet im Müll. Den Radio habe ich selten an und bei Werbung schalte ich ab.


    Liebe Grüße, Linde