Was ist los mit mir ?

  • Hallo Dream,

    ich gehöre zu denen, die dich gleich gelesen haben. Nur ist es so, daß ich mir mit einer Antwort meistens erst mal etwas Zeit lasse. Erst mal das Gelesene auf mich wirken lassen und dann erst schreiben...

    So auch bei dir. Denn vieles von dem, was du beschreibst, kommt mir sehr bekannt vor. Das berührt alte Stellen in mir.

    Vor allem, wenn du von bruchstückhaften Erinnerungen schreibst und der Frage, ob sich da noch mehr verbirgt.

    Wenn du magst, dann lies mal den Thread, der oben angepinnt ist: Merkmale für ein EK. Sind paar Seiten, in denen wir hier so einiges zusammengetragen haben, was UNSERE Gemeinsamkeiten sind. Vieles davon trifft bei mir zu und es war interessant, daß ich so einige Aha-Effekt-Erlebnisse hatte, wenn ich las, was andere EK's schrieben... Mir hat das geholfen, mich eben NICHT als vom anderen Stern kommend zu sehen, sondern als Überlebende einer unglaublich schwierigen Kindheitssituation.

    Hier ist fast immer jemand online, aber nicht immer kann oder möchte jemand sofort antworten. Manchmal ist man still bei jemandem dabei und es fehlen einfach erst mal die Worte... Aber du kannst jederzeit dir hier alles von der Seele schreiben und auch bei den anderen lesen.

    Ich wünsche dir ein gutes Ankommen und einen guten Austausch. Danke für deinen Besuch in meinem Thread!


    Lieber Gruß, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo Dream,

    manches kenne ich auch von mir, auch diese fehlenden Jahre.

    Bei mir war es sogar so, dass ich jahrelang überhaupt nicht dran gedacht habe, was zu Hause passiert ist, alles vollkommen ausgeblendet habe und jedem von meiner wundervollen Kindheit erzählt habe.

    Nach außen gebe ich mich auch heute noch stark und unbesiegbar, Fehler habe ich natürlich auch keine, ich bin toll, wunderbar und kann alles. In Wirklichkeit fühle ich mich schlecht, gut, mein Körper ist ganz okay, aber ich fühle mich dumm, nervend, ängstlich.

    Ich habe auch erst letztes Jahr, als mir bewusst wurde, dass mein Vater Alkoholiker ist, jemandem davon erzählt, aber nur ganz wenigen, ich habe immer noch Schuldgefühle und fühle mich angreifbar, wenn jemand diesen "Mangel" an mir entdeckt. Ich weiß natürlich, dass es nicht meine Schuld ist, aber ich fühle was anderes.

    Weiß dein Mann von deinen Problemen, Gefühlen? Oder hast du ihm nur gesagt, dass deine Eltern Alkoholiker waren, aber du kein Problem damit hast und stark bist un dir es nichts ausmacht? Oder hast du es ganz verschwiegen, so wie ich mit NIEMANDEM geredet, nicht mal deiner Therapeutin/deinem Therapeut?

    Reden, das hab ich für mich rausgefunden, kann einem eine ganz schön große Last abnehmen.

    Alles Gute
    Kämpferherz

    Das sind die Starken,
    die unter Tränen lachen,
    eigene Sorgen verbergen
    und andere glücklich machen.
    (Franz Grillparzer)

    Hat eine Freundin über mich gesagt. Besser kann man mich auch nicht beschreiben.

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