Beiträge von Linde66

    Das Forenteam
    2. November 2021 um 16:19

    Ich habe dir mal hier einen Text verlinkt, in dem eine Liste oben steht. Man vergißt so viel, wenn man in der schlimmen Situation selber drin steckt.

    Außerdem gibts Links zu Hilfestellen.

    Gut wäre, wenn du zu deinem Hausarzt gehst und die Verletzungen dokumentieren läßt. Einfach ohne Termin hingehen und sagen, es ist was Schlimmes passiert und du brauchst Hilfe.

    Und du selber kannst deine Verletzungen einfach photographieren mit dem Handy.

    Es ist wirklich gut, daß du das alles mal hier so minutiös aufgeschrieben hast.

    Das steht jetzt da und du kannst es dir in Ruhe nochmal nachlesen, wenn du mal wieder anfängst an deiner eigenen Wahrnehmung zu zweifeln.

    Ist er aktuell in der Wohnung?

    Paß auf dein Handy auf. Sichere es mit einem ordentlichen Paßwort, daß nicht zu erraten ist.

    Mit dir ist nichts falsch, Myla.

    Du bist Opfer von häuslicher Gewalt und die "Liebe" vernebelt dir die Sicht auf die Realität.

    Die Realität ist, daß du in absoluter Lebensgefahr bist.

    DU KANNST JEDERZEIT VON IHM GETÖTET WERDEN.

    Ich meine das absolut ernst.

    Er hat dich mehrfach gewürgt.

    Es ist bei einem nassen Alkoholiker vollkommen sinnlos, sein besoffenes und sein ausgenüchtertes Ego zu trennen. Nur weil er mal einen niedrigen Spiegel hat, liebt er dich trotzdem nicht. Du bist nur diejenige, die er benutzen, ausnutzen, mißbrauchen und mißhandeln kann.

    Das ist bei dir wie Gehirnwäsche, du zweifelst an deiner eigenen Wahrnehmung und sprichst noch von Liebe, obwohl du deine blauen Flecken und vermutlich auch die Würgemale noch sehen kannst.

    Pass absolut auf, daß er nicht an dein Handy oder deinen PC kann, denn das ist deine Lebensversicherung!

    Es ist super gut, daß du dir online Hilfe suchst.

    Hallo mendo,

    herzlich Willkommen noch hier im Forum und auch von mir herzliches Beileid zu deinem Verlust.

    Ich habe deine beiden Themen zusammengefasst, damit es übersichtlich bleibt.

    Hier bei uns im Forum schreiben hauptsächlich selbst Betroffene. Ich wünsche dir, daß du Antworten auf deine Fragen bekommst. Aber manchmal gibt es keine abschließenden Antworten, sondern es bleibt nur die Akzeptanz.

    Lieber Gruß, Linde

    Du nimmst immer wieder den Hund als Ausrede. Der arme Hund muß ins Tierheim usw. usw.

    Aber lieber läßt du dich umbringen?

    Wie wäre die Idee den Hund im Tierheim in Sicherheit zu bringen und dich im Frauenhaus in Sicherheit zu bringen? Mit der Option, daß du den Hund wieder abholst, wenn du selbst eine Wohnung hast?

    Hallo Zoe,

    herzlich Willkommen zurück hier in der SHG. Gut, daß du dich wieder gemeldet hast. Vielleicht kannst du ja jetzt wieder öfters schreiben. Das Lesen und Schreiben hier hat schon viele durch solche schwierigen Phasen begleitet und unterstützt.

    Tia ist heftig. Wie gehts dir denn inzwischen? Nimm dich wichtig.

    Hotel ist ab morgen? Bist du jetzt aktuell gerade in Sicherheit? oder bist du in Gefahr?

    Lieber Gruß, Linde

    er versteht es einfach nicht. Ich habe es ihm so oft versucht zu erklären... vergeblich.

    Wie wäre es, wenn du das so wie es ist akzeptierst und ab sofort nichts mehr erklärst.

    Viiiel früher solchen Gesprächen eine andere Wendung geben, denn du weißt ja aus zig Wiederholungen, daß sie immer gleich frustrierend ablaufen.

    Einfach mittenrein sagen: Du, war nett mit dir zu telefonieren, aber ich bin grad auf dem Sprung, bis denne.

    Gar nicht mal genau sagen, was man vor hat, was man unbedingt noch schnell erledigen muß oder womit man beschäftigt ist. Lügen holen einem irgendwann ein. Ich habe mit solchen Sätzen gute Erfahrung gemacht. Man muß nichts "wichtiges" vorliegen haben, um sowas zu sagen. Es reicht, daß ich gerade meine Wäsche aufhänge. Muß er doch gar nicht wissen. Für mich ist es jetzt dran, es ist wichtig. Aber ich brauche mich vor niemandem zu rechtfertigen. Einfach der Satz: Du, war nett, aber ich bin jetzt gerade auf dem Sprung. - Was? - Erklär ich dir ein anderes mal. (Hat sich aber nie wer dafür interessiert)

    Selbst die Dauer und das Ende des Gesprächs umsetzen, hat was von Handlungsfähigkeit.

    LG, Linde

    Hallo, guten Abend.

    Du hattest zuvor geschrieben, daß du mit deiner Mutter aneinander gerätst, weil ihr nicht komplett gleich darüber denkt. Aber das geht ja gar nicht. Sie ist die Frau, du bist die Tochter. Sie ist jetzt erst einmal raus.

    Was hast du damit gemeint, daß sie nicht richtig handelt? Sollte sie bleiben? Sollte sie gehen? Für jeden gibts ja eine eigene Schmerzgrenze, ab der er einfach nicht mehr länger im destruktiven, suchtkranken System drinbleiben will.

    Ihr habt beide keinen Einfluß auf seine Entscheidungen. Es kann sein, daß er wie so viele andere Alkoholiker an seiner Sucht zugrunde geht. Ich habe das im engen Familienumfeld schon erlebt und es war sehr grausam. Ich habe schlimme Erinnerungen daran. Erst später ist mir das Ausmaß eines Gefühls bewußt geworden, was ich so damals gar nicht wahrgenommen habe: mein Ohnmachtsgefühl.

    Einfach absolut nichts tun zu können, das ist ja etwas, was einem im "normalen Alltag" so nicht begegnet. Ich konnte meine eigene, teils schwierige Situation verbessern oder beeinflussen. Aber bei Suchterkrankungen von Angehörigen steht man machtlos daneben.

    Das einzige was man machen kann ist den Abstand verändern und Häufigkeit oder Ort der Begegnungen selber festlegen.

    Nur weil Weihnachten ist, ändert das ja nichts an der Sucht.

    Magst du etwas für dich selbst planen?

    Liebe Grüße, Linde

    würde gerne auf einzelne Beiträge eingehen, schaff das mit dem zitieren aber noch nicht. nehme an es geht mit dem Gänsefüsschen Zeichen, aber das Zitiert immer die Ganze antwort, lösch ich da einfach das weg , was ich nicht zitieren möchte?

    Genau. :):thumbup:

    Und dann kannst du unterhalb vom Zitatfeld weiterschreiben.

    Hallo MaibisJuni,

    ich bin aus meinem Suchtumfeld und der Dauerstreßsituation daheim nach Jahren rausgekommen mit PTBS, Depression und paar anderen Päckchen. Ich war jahrelang in Psychotherapie und Ergotherapie. Inzwischen habe ich mir ein gutes, ruhiges Leben erarbeitet.

    Bleib dran, laß dich nicht entmutigen. Vielleicht hat deine Hausärztin ja Recht, wer weiß. Bei mir hat es gestimmt mit Depression. Mir hat es geholfen den Erfahrungswerten von Fachleuten zu vertrauen und offen zu bleiben für für mich neue Wege.

    Ich wünsche dir das Allerbeste und daß du ein wenig zur Ruhe kommst. Vertrau in deinen Weg.

    Liebe Grüße, Linde

    Mein Problem ist es, mich zu distanzieren. Ich kann den Kontakt zu ihm abbrechen. Aber ich müsste auch den Kontakt zu Mama abbrechen, um nichts mehr mitzubekommen. Das will ich eigentlich nicht. Wie kann ich hier einen Mittelweg finden?

    Hallo Stephie,

    das kenne ich sehr gut. Ich habe mal ca. 10 Jahre den Kontakt zum Elternhaus einschlafen lassen. Es hat sich vollkommen falsch angefühlt, vor allem an Feiertagen oder Geburtstagen. Es hat mich innerlich fast zerrissen. Es fiel mir unfaßbar schwer den Abstand aufrecht zu erhalten. Alles in mir drin schrie: Soooo schlimm ist es doch gar nicht...

    Ich habe es durchgehalten, ich bekam (oder hatte vorher schon) Depression und PTBS und war wirklich ewig in psychotherapeutischer Behandlung.

    Mit den Jahren ist aus dem äußeren Abstand ein innerer Abstand zu ihnen geworden. Ich kann inzwischen ganz gut bei mir bleiben, wenn ich mit ihnen zu tun habe. Denn das habe ich in der Zwischenzeit wieder. Sie sind sehr alt inzwischen.

    Ich kann am besten Vormittags hingehen, ich halte die Kontakte sehr kurz, wenn ich Besorgungen abzuliefern habe stelle ich sie auch mal nur auf die Treppenstufe. Also unterm Strich schaue ich tagesabhängig, wie ich mich fühle.

    Es gibt Tage, da kann ich gar nicht hin, obwohl ich gerne will. Dann gibts Tage, da bin ich zweimal dort, jeweils für wenige Minuten, aber herzlich.

    Versuche deinen eigenen Weg zu finden. Es gibt nämlich nur dein eigenes richtig. Vergleichen mit anderen Familien bringt nichts. Nimm dich wichtig. Entscheide was für dich wann geht und was nicht. Du kommst und gehst wie es für dich passt und du rechtfertigst dich nicht. Ich sag oft: Ich hab noch was vor, tschühüüs. Fertig, das muß reichen.

    Du kannst jeden einzelnen Tag für genau diesen einzelnen Tag entscheiden. Nix ist fix und fest für alle Zeiten.

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo a.sunn,

    herzlich Willkommen hier bei uns. Wir empfehlen genau dasselbe wie dir schon geraten worden ist. Trinke weiter bis die Entgiftung los geht, damit du kein Delir o. ä. bekommst.

    Du machst alles richtig: Hausarzt, Familie, Klinik, Selbsthilfegruppe. Ich glaube dir, daß es dich Überwindung kostet. Das haben viele hier auch schon so erlebt. Und hinterher waren sie erleichtert. Bin gespannt was du hinterher berichtest.

    Viele liebe Grüße, Linde