Hallo Anderswo,
Willkommen zurück!
Ich habe mal deine beiden Themen unter der aktuellen Überschrift zusammengefügt, damit man den Anfang nachvollziehen kann.
Leider gibts bei Alkoholismus nur eine Richtung: abwärts. Es sei denn, der Alkoholiker möchte trocken werden und nimmt Hilfe an. Aber das ist bei eurer Mutter leider nicht der Fall.
Ich kann deinen Wunsch nach Kontaktabbruch sooo gut verstehen, denn ich habe selber eine alkoholkranke Mutter.
Beim Lesen dachte ich sofort an folgendes: Hat eure Mutter einen Pflegegrad? Der medizinische Dienst der Krankenkasse kann angefragt werden und dann ergibt sich alles weitere. Ganz wichtig ist, daß wenn es tatsächlich zu einem Termin in der Wohnung kommt, daß vorher nicht extra aufgeräumt und geputzt wird! Alles sollte so realistisch und alltäglich sein wie immer.
Denk mal vielleicht in diese Richtung. Du musst eben nicht dich ständig kümmern, du kannst das delegieren. Es gibt Pflegedienste. Langfristig wäre ein Heimplatz anzudenken.
Kann sein, daß sie niemandem im Haus haben möchte, der sie in ihren Exkrementen liegen sieht. Aber Alkoholismus ist ungestoppt eine schlimme Erkrankung, sie kann und darf sich helfen lassen.
Hilfe und Hilfe sind zwei Paar Schuhe. Dein Bruder macht und tut. Du machst dir einen Kopf und kannst derweil dein Leben nicht leben. Ihr bringt sie nicht trocken, egal was ihr macht oder nicht macht. Aber auch ihr könnt euch helfen lassen. Es gibt professionelle Hilfe. Ansprechpartner wie gesagt der medizinische Dienst der Krankenkasse.
Das ist mir beim Lesen eingefallen. Ich habe keine Ahnung, ob das für dich/euch ein gangbarer Weg wäre.
Lieber Gruß, Linde