Beiträge von Linde66

    Das hört sich an, als will er einfach nur in Ruhe trinken, sonst nichts.

    Zitat

    nun stehe ich da und das nach nur zwei Monaten zusammen wohnen.

    Fast will ich sagen: "Sei froh." Denn an diesem Punkt stehen manche Frauen erst nach 20 Jahren und sind dabei selber kraftlos oder sogar krank geworden. Je länger es dauert, desto schwerer wird es rauszukommen, vor allem wenn Kinder da sind. Das liest du hier quer durch viele Threads.

    Bist du aktuell gut untergekommen? Wichtig ist, nicht einzuknicken, wenn ihm bald dämmert, daß seine Co weg ist. Dann kommen Herzchen und Versprechungen und Absichtserklärungen, nur um die Frau wieder auf die Spur zu kriegen.

    Viele liebe Grüße, Linde

    P.S. Nicht wundern, ich habe die Schriftgröße und Schriftart den Voreinstellungen des Forums angepasst. Dein Text war extrem klein geschrieben.

    Wenn du unten in das Antworten-Feld gehst, schreibe einfach drauf los und klicke dann das blaue 'Antworten' an. Dann ist der Text gut lesbar.

    Hallo Pittiplatsch,

    herzlich Willkommen hier im Forum.

    Leider ist es so, daß ein Alkoholiker ohne Krankheitseinsicht nicht trocken wird. Da können sich die Angehörigen auf den Kopf stellen. Bringt leider nichts.

    Gut, wenn sein erwachsenes Kind sich abgrenzen kann. Wie schwer es ist, sich aus dem Strudel zu befreien merkst du ja selber. Für einen jungen Menschen, der eigentlich seine Eltern liebt, ist es sehr schwer. Bin selber EKA, also erwachsenes Kind.

    Wir haben hier im Forum öfter den Satz: Hilfe durch Nicht-Hilfe. Also dem Alkoholiker die Verantwortung für sein Wohl und Wehe überlassen, was auch immer für Entscheidungen er trifft. Und sich um sich selber kümmern, um die eigenen Co-Anteile.

    Hier ist unser Bewerbungslink, bitte einmal anklicken und folgen, damit wir dich freischalten können:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Viele liebe Grüße und schön, daß du jetzt auch aktiv am Forum teilnehmen möchtest! Wir beißen nicht. Es gibt viele betroffene Frauen hier.

    Linde

    Hallo Freisein,

    herzlich Willkommen hier bei uns. Fühl dich wohl hier.

    Danke für deine ausführliche Vorstellung und dein Vertrauen das alles zu teilen.

    Aber ich habe selbst schon gemerkt, daß ich nur mit Offenheit weiterkomme, also wenn ich sage was los ist und Hilfe auch annehme. Denn die gibts ja.

    Bleib dran.

    Ganz speziell freue ich mich, daß dir jemand beim Ausfüllen der ganzen Anträge hilft! Das ist einer meiner ganz großen Schwachpunkte. Zettelchaos, null Überblick. Aber ich habe um Hilfe gebeten, obwohl es mir peinlich war und ich habe die Hilfe angenommen. Jetzt läuft es ganz gut, mit Unterstützung. Bin stolz darauf.

    Wie gesagt, bleib dran!

    Grüße, Linde

    Die Bandbreite eines Alkoholikers, dessen Co auf einmal nicht mehr so funktioniert wie zuvor, reicht von Herzchen und Küsschen bis hin zu Selbstmorddrohungen. Weder das eine noch das andere Extrem ist eine gesunde Basis für eine Beziehung.

    Niemand möchte, daß sich ein anderer etwas antut. Aber verhindern kann man es nicht, wenn derjenige es durchzieht. Darüber haben Angehörige oder Ex-Partner keinerlei Kontrolle.

    Es ist aber deine Entscheidung, ob du dich davon einlullen bzw. unter Druck setzen läßt.

    Abstand halten von Menschen, deren Verhalten einem nicht gut tut. Das habe ich über die Zeit verinnerlicht.

    Lieber Gruß, Linde

    ich hab echt das Gefühl ich bin selbst auf Entzug. Den Alkohol den er intus hat, scheine ich Kopf zu haben ohne zu trinken.

    Das klingt wie die Definition von Co-Abhängigkeit. Gut, daß du das so sehen kannst. Da kannst du ansetzen.

    Eine Frage: Hast du den Bewerbungs-Link oben schon angeklickt? Aktuell ist dein Thema noch im Vorstellungsbereich. Damit wir dich freischalten können fürs Forum, bitte einmal anklicken und folgen. Dann kannst du dich mit den anderen Betroffenen austauschen, auch in ihren Threads.

    Lieber Gruß, Linde

    Auf keinen Fall, denn das wäre ein Rückfall ins Co-Verhalten. Und wegen deiner Co-Abhängigkeit hast du dich doch hier angemeldet?

    Wenn du auf Beschimpfungen, Vorwürfe, Schuldzuweisungen und ähnliches destruktives Verhalten in einer Beziehung stehst, dann kannst natürlich hinfahren - und langfristig Sterbebegleitung machen. Alles unter dem Aspekt, daß er ab und zu ja nett ist, ihr schwere Zeiten erlebt habt und euch schon 20 Jahre kennt... (Das wäre mir zu wenig als Basis für eine Beziehung.)

    Gut, wenn sich die Familienangehörigen abgrenzen können. Die würden sonst auch mit untergehen.

    Du fährst hin, er ist betrunken. Was dann?

    Du fährst hin, er ist nüchtern. Was dann?

    Ihr habt doch in den 20 Jahren schon alle Situationen zig mal durch. Es wiederholt sich sooo oft.

    5 Tage hast du schon. Heute ist Tag 6. Im Forum ist schon oft geschrieben worden, daß sich das "schlechte Gewissen" mit der Zeit verändert. Dir darf es gut gehen. Und er kann zum Arzt gehen.

    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Indiana,

    schau mal hinterher in deinen PC-Verlauf, also die Chronik.

    Falls er sie gelöscht hat, würde ich das schonmal suspekt finden. Und falls er sie nicht gelöscht hat, wäre interessant zu sehen, ob er nach Wohnungen gesucht hat oder nicht.

    Ich würde ihn nicht in die Wohnung lassen. Es gibt sicher irgendwo Internet-Café, wir haben hier eines sogar auf dem platten Land im Dorf. Oder in dieser Unterkunft gibts für ihn Internetzugang.

    Niemals würde ich jemanden an meinen PC lassen!! :shock: Hast du deinen Zugang hier zum Forum "offen" oder bist du ausgeloggt? Hast du ein gutes Paßwort? und das ist nicht dein Geburtsdatum oder der Name eines Haustieres... Wenn er Langeweile hat, kann er ja auch deinen PC-Verlauf durchstöbern.

    Boah, das wäre mir zu privat, das geht doch keinen was an.

    Überdenke deine Abgrenzung.

    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Feli,

    es ist so traurig, wie alles gekommen ist. Alkoholismus führt nur in eine Richtung, abwärts. Sein Körper hat nicht mehr mitgemacht.

    Du hast für dich die Weichen anders gestellt, das ist gut gewesen. Ich wünsche dir von ganzem Herzen, daß dein, euer Leben eine Wendung zum Guten nimmt.

    Mein aufrichtiges Beileid.

    Liebe Grüße, Linde

    Das Forenteam
    5. Januar 2022 um 17:09

    Hallo Mercedes,

    hier ist ein Link, in dem wiederum ein Link zu einer Textsammlung von EKA hier aus dem Forum ist.

    EKA = Erwachsenes Kind eines/r Alkoholkranken

    Vielleicht findest du dich in dem ein oder anderen Beitrag wieder oder es hilft dir beim Sortieren von dem, was dich gerade beschäftigt.

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Mercedes,

    herzlich Willkommen hier im Forum.

    Viel schreiben ist kein Problem, nur bitte darauf achten, daß weder du, noch deine Angehörigen erkannt werden oder sich selber erkennen können. Die ganzen finanziellen Dinge finde ich persönlich schon zu detailliert. Das gehört eher mal zu einem Bankberater oder einem Anwalt, oder? Wir können hier keine Beratung dafür machen.

    6 Jahre trocken, wow! Das ist toll.

    Wenn ein Elternteil Alkoholiker ist, dann ist es nicht nur für dich als trockene Alkoholikerin wichtig Abstand zu halten, auch für nicht-süchtige erwachsene Kinder.

    Bleib dran! Das Thema mit dem Geld, der Miete, Renovierung, Hypothek, das ist nichts fürs Forum hier. Eher was für einen Rechtsanwalt. Laß dich doch mal beraten, dann hat das auch Hand und Fuß.

    Gehts dir aktuell gut mit deiner Trockenheit? Wie super es sich anfühlt jahrelanges Papierchaos in den Griff bekommen zu haben, das kenne ich.

    Viele Grüße, Linde

    Mir kommt das Verhalten des Mädchens schon ziemlich co-abhängig vor. Ich bin selber EKA und weiß, wie früh eine Entwicklung Schräglage bekommt. Eine 13jährige, die einerseits verstummt, andererseits den Erwachsenen eine Therapie vorschlägt, da steckt viel Leid dahinter.

    Erste Ansprechpartnerin wäre für mich die Mutter des Mädchens. Keine Ahnung, wie das Verhältnis zwischen euch beiden Frauen ist. Aber sie ist die Erziehungsberechtigte, nicht du. Sie sollte wissen was läuft.

    Grüße, Linde

    Zitat

    dies der dritte Beziehungsversuch ist. Uns scheinen also langlebige und tiefe Gefühle füreinander zu verbinden.

    Hallo hyrophania,

    herzlich Willkommen.

    Der Satz ist mir ins Auge gesprungen. Wenn das der dritte Beziehungsversuch ist, dann scheint bei dir tiefe Skepsis vorhanden zu sein. Die ist ja auch mehr als angebracht.

    Du weißt das mit dem Alkoholismus schon ewig. Aber nochmal und nochmal und nochmal in die Suchtstruktur eintauchen. Das wird doch nicht besser mit dem Zusammenziehen oder gar der Aufnahme eines - weiteren - Kindes. Macht das auf gar keinen Fall. Ihr Erwachsene könnt euch noch jahrelang weiter im Kreis drehen, aber bitte nicht ein Kind da mit reinziehen.

    Ich finde es toll, daß du dir Hilfe in Form einer Selbsthilfegruppe suchst. :thumbup: Du bist ja nicht alleine mit dieser Situation. Ihm kannst du Ultimaten stellen, zu Beratungen gehen oder dich auf den Kopf stellen. Das macht ihn nicht trocken. Wenn außer Absichtserklärungen und Hinhalten von ihm nichts an wirklich konkreten Lebensveränderungen kommt, wie lange willst du dann noch warten?

    Wenn er es wirklich ernst meinen würde, würde er morgen zum Hausarzt gehen und nach einer Entgiftung usw. fragen. Stattdessen hat er dich mit Absichtserklärungen und Versprechungen quasi ruhiggestellt und kann bis September gemütlich weitertrinken. Bis dahin fällt ihm dann das nächste Hinhaltemanöver ein, schlimme Kindheit, Therapeutin in Urlaub, Fußball, Wetter, Politik.

    Du klingst einerseits so taff und planvoll. Was läßt dich immer wieder in diesselbe Falle tappen?

    Liebe Grüße, Linde