Beiträge von Linde66

    Bei sowas denke ich 'einmal Ex, immer Ex'. Hat ja seine Gründe, warum es nicht gepasst hat und die Wege auseinandergegangen sind.

    Um der Einsamkeit entgegenzuwirken nimmt manche/r ein hohes Risiko in Kauf oder zahlt einen hohen Preis. Bin keine Alkoholikerin, aber mit speziell diesem Thema habe ich leidvolle Erfahrungen.

    Ich finde es überraschend, daß du da nach einem halben Jahr noch so in der Schleife festzuhängen scheinst. Da war doch ein Umzug. Neuer Ort, neue Begegnungen? Oder Rückzug?

    Einsamkeit ist zum Teil die eigene, tief versteckte Entscheidung.

    LG, Linde

    Zitat

    Ich mache mir Sorgen, das ich ihn getriggert habe

    Brauchst du nicht. Du hast ihm nicht die Flasche an den Hals gesetzt.

    Manche trinken wieder, weil ihr Fußballverein gewinnt oder ihr Handballverein verliert oder das Wetter so schön sonnig ist oder weil die Waschmaschine kaputt ist oder oder oder....

    Es hat nichts mit dir zu tun.


    Zum Thema Begegnungen denke ich anders als Elly. Wenn ihr euch auf der Arbeit begegnet, hat das ja einen "offiziellen" Grund und ihr seid auch nicht alleine. Aber an deiner Stelle würde ich im privaten Bereich wirklich konsequent Abstand halten. Privat ist ne andere Hausnummer.

    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Ranger,

    gute Idee. Gläser raus, Flaschenöffner raus, Leergut wegbringen, jegliche Alkbestände entsorgen (auch für Gäste oder zum Kochen), weg damit.

    Wasser, Säfte, Tees usw. usw. besorgen, damit du immer was daheim bzw. im Auto hast.

    Liebe Grüße, Linde

    Eure Einschätzungen entsprechen meinem Bauchgefühl. Ich hab mich jetzt entschieden zum Treffen zu fahren.

    Wie passt das zusammen?

    Sein Hausarzt kann ihm zuhören, die Suchtberatungsstelle kann ihm zuhören, wieso du?

    Und wieso klare Wort?

    Könntest du dir vorstellen, statt Worte Taten sprechen zu lassen?

    Weil geredet worden ist ja schon.

    Aber ihn einfach mal machen lassen und Abstand halten, das könntest du mal ausprobieren.

    Oft landen Frauen bei solchen "letzten Aussprachen" oder "nur nochmal eine Chance geben" wieder in seinen kuscheligen Armen und alles ist vergessen.

    Du hast es eigentlich gut. Ihr habt keine gemeinsamen Kinder, seid nicht verheiratet, wohnt weit auseinander. Aber der Abstand beginnt im Kopf und nicht auf dem Tacho.

    Liebe Grüße, Linde

    Du bist kurz nach mir hier im Forum angekommen. :)

    Ich bin ja Tochter in einer Alkoholikerfamilie. Damals war ich ein Häufchen Elend. Jetzt habe ich mir ein gutes Leben erarbeitet. Damals konnte ich mir gar nicht vorstellen, daß ich mein Leben verändern und verbessern kann.

    Liebe Grüße, Linde

    Zitat

    Er ist jetzt verzweifelt und hat sich für mich entschieden, schreibt er.

    Hallo Julia,

    Willkommen hier in der Gruppe.

    Der Satz ist mir auch gleich ins Auge gefallen.

    Leider hat er nicht geschrieben, daß er jetzt verzweifelt ist und sich für SICH entschieden hat. Denn da geht der Weg lang. Bei sich selber.

    Laß dir keine Verantwortung aufhalsen.

    Zitat

    Aber nach einer Woche kam die Erleichterung und jetzt merke ich, dass ich ohne ihn ein leichteres Leben habe.

    Und das setzt du aufs Spiel. Denn er weiß sicher, daß du seine "lieben Anteile" toll findest. Daher wird er bei dem Treffen alle deine Co-Knöpfe drücken.

    Ich würde absagen. Ist einfach zu früh. Bisher gabs ja nur Absichtserklärungen und keine Taten. Wenn er mal ein halbes Jahr trocken wäre...

    Überlege es dir nochmal. Nimm dich und dein Leben wichtig.

    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Eddi,

    herzlich Willkommen hier bei uns im Forum.

    Mein Beileid du deinen schweren Verlusten. Was ein Unglück. :cry:

    Es ist gut, daß du dir rechtzeitig eine Gruppe suchst, bevor die Reha endet. Deine ausführliche Vorstellung ist genau richtig. Du hast eine Menge durch, aber gute Schritte eingeleitet. Glückwunsch zu deinen doch nun schon einigen Monaten Trockenheit. :thumbup:

    Hast du schon einen Plan, wie du das Heimkommen machst? Wird dich dein Sohn abholen?

    Lieber Gruß, Linde

    Zitat

    Hast du Erfahrungen, wie jetzt ein richtiger und durchzuhaltender Weg für ihn wäre?

    Ich kann dir von meinen Erfahrungen berichten, wie ein richtiger und durchzuhaltender Weg für mich war, raus aus der dysfunktionalen Familie. Nur weiß ich nicht, ob du das hören möchtest.

    Lass ihn doch mal machen. Dort wird jegliche Hilfe angeboten und aufgezeigt, die es nur gibt. Er muss nur zugreifen.

    Lebst du mit deinen Eltern zusammen unter einem Dach?

    LG, Linde

    Durch die Geschichte mit meiner Perle habe ich meinen eigenen Alkoholkonsum hinterfragt. Auch ich sehe das eher locker, Bier wurde bei mir im Kühlschrank schlecht und ich habe nie aus Verzweiflung oder Frust getrunken, in diese Spirale wollte ich nie rein.

    Aber für mich wiederum ist bisher eine Grundvoraussetzung für eine gute Party ein guter Suff, die Stimmung wird gut und am Ende... Ja, eigentlich hab ich dann fast immer einen Filmriss. Aber ansonsten... am Sportplatz, auf jeder Feier, Party, im Stadion, Betriebsausflug... überall wird man blöd angeschaut, wenn man nichts trinkt, was ich jetzt nach und nach erlebe. Ich teste es gerade für mich aus, wie es ohne ist.


    Aber ich stelle mir die Frage: Ist mein Verhalten schon eine Sucht?

    Viel spannender ist ja deine eigene aktuelle Lage. Hast du so ganz tief in dir drin schon eine Antwort auf deine Frage?

    Auch trocken ist nicht immer alles Sonnenschein. Es gibt auch genug schlechte Tage. Das nennt sich "Leben".

    Ein Satz zum Einrahmen.

    Du hast das gestern alles soooo gut gemeistert! Deine eigene Behandlung, dann noch die kranke Katze. Zwei wirklich große Brocken, die beide viel Kraft gekostet haben. Aber du hast es hinbekommen! Das ist toll. Und hinterher müde und erschöpft zu sein nach so einem Tag, halte ich für normal.

    Mir gehts mit meiner Dauerdiagnose Depression und PTBS manchmal so, daß solche ab und zu vorkommenden Doppel- und Dreifachbelastungstage von meinem Depri-Hirn gerne zu Grundsatzdiskussions-Karusselfahrten genutzt werden. Da ist plötzlich alles gaaaaaaanz furchtbar. Es ist nicht so, daß ich dann übertreibe, sondern ich fühle es tatsächlich als grundsätzlich, komplett, absolut schrecklich furchtbar. Ab einem gewissen Punkt scheint die Einschätzungsfähigkeit für normale Belastungsreaktionen verloren zu gehen und schwupps ist "alles" furchtbar.

    Gute Besserung euch beiden!!

    Linde