Beiträge von Linde66

    Zitat

    Ich bin nur drangeblieben, weil mir die Mitreisenden Leid getan haben. Ich Angst bekommen habe, dass er grundlos ausflippt und jemanden oder sich selbst weh tut. Am liebsten hätte ich einfach aufgelegt.

    Woher kommt diese völlige grundlose Aggression?

    Woher kommt diese völlige Selbstaufopferung für jemand, der einfach nur säuft?

    Säufer sind aggressiv, das sieht man jeden Samstag rund um die Fußballstadien. Alkohol enthemmt.

    Aufwachen! Irgendwann fallen die Hemmschwellen und du bekommst Prügel.

    Und jetzt nicht sagen: Aber eigentlich ist er doch sooo lieb.

    Nein, ist er nicht. Es bringt nichts der Vergangenheit nachzuhängen.


    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Senja,

    deine Bewerbung ist eingegangen und sowie ein Freischalter online ist, wirst du freigeschaltet.

    Das Forenteam
    5. Januar 2022 um 17:09

    Hier haben wir ausführliche Infos und Textbeiträge von und für EKA's. Viel Lesestoff.

    Bis dann,

    Linde

    Hallo Senja,

    ich bin auch EKA, also erwachsenes Kind einer alkoholkranken Mutter. Ich kenne die Gefühle sooo gut. Es zerreißt einem innerlich.

    Aber letztlich geholfen hat mir wirklich nur Abstand. Eine lange Geschichte..


    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Hier ist unser Bewerbungslink, bitte folgen, dann können wir dich fürs Forum freischalten.

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo 9Leben,

    herzlich Willkommen hier bei uns und zuerst mein herzliches Beileid zu deinem Verlust. Es ist so traurig, einen Menschen an dieser Krankheit zu verlieren.

    Ja, unser Forum hat einen neuen Admin. Es sieht anders aus, ist aber sehr bedienerfreundlich. Die meisten User kamen mit der Umstellung auf die neue Forensoftware sehr gut zurecht und wenn es Fragen gibt, einfach fragen.

    Warst du früher hier unter einem anderen Namen schon einmal registriert?

    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Senja,

    herzlich Willkommen hier bei uns.

    Das ist echt gefährlich, was er da macht. Nicht nur für sich selber, sondern für alle anderen auch.

    Bei uns im Dorf gibts einen Bezirkspolizeibeamten, vielleicht gibt es das bei euch auch. Dort geht es menschlich zu. Ich hatte mal mit einem zu tun, als ich einen Nachbarschaftstreit hatte. Das Gespräch war vertraulich und mir wurde geholfen. Eventuell wäre das etwas für dich.

    Du musst ja deinen Vater nicht kontrollieren oder pusten lassen oder ihm das ausreden. Das ist nicht dein Job und i. d. R. hören Alkoholiker auf nichts und niemanden. Aber du kannst deine Sorgen kund tun an offizieller Stelle. Was die dann draus machen, ist ihre Sache. Und die Konsequenzen für deinen Vater helfen ihm vielleicht beim Aufwachen. Vielleicht... Meistens aber nicht. Leider ist das so, daß das Leben bei Alkoholismus immer, immer weiter bergab führt.

    Als Angehörige hat man keinen Einfluß. Wichtig ist es sich zu distanzieren. Das hört sich schräg an, weil es doch auch der tolle Papa ist bzw. früher mal war. Mir ging es erst besser, als sich mit den Jahren der räumlichen Distanz meine innere Distanz gefestigt hat. Abstand zum kranken Suchtsystem bedeutet eine gesunde Nähe zu mir. Gesunder Egoismus kann man auch dazu sagen.

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Mollyfisch,

    mit deiner Hilfe verzögerst bzw. verhinderst du seinen Tiefpunkt.

    Und nur am persönlichen Tiefpunkt angelangt, kann es für einen Alkoholiker zum Wendepunkt werden.

    Überleg dir deine Aktivitäten nochmal unter dem Aspekt der Co-Abhängigkeit.

    Wann steigst du aus deiner Co-Rolle aus?

    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Marli,

    das steht vielleicht genau da, um diesen Effekt bei dir zu erzielen: Du wirst unsicher, denn anscheinend hat er es doch unter Kontrolle und kann ein Glas voller Wein stehenlassen...

    Ein Alkoholiker, der wirklich aufgehört hat zu trinken, hat weder Wein noch Weingläser in der Wohnung.

    Viele liebe Grüße und gute Besserung!

    Linde :)

    Zitat

    Mein größtes Problem ist, dass ich viele Menschen nicht mal kennenlernen möchte.

    Das sehe ich nicht als das Problem, sondern als die Lösung an, also für mich. Ich bin eher zürückhaltend, was neue Kontakte angeht. Meist bleibe ich unverbindlich und ich lasse mir Zeit. Wenn sich daraus mehr als die üblichen "heute ist aber kalt"-Gespräche entwickelt, gut so. Ich bleibe aufgeschlossen, aber ich forciere es auch nicht. Mit ca. 25 war ich mal auf dem Standpunkt, mit allem und jedem gut zu können. Ich war rege aktiv am Dorfleben beteiligt. Das war quasi mein Familienersatz. Aber irgendwann habe ich die Bremse gezogen, weil sich meine Einstellung geändert hat. Ich brauchte das auch nicht mehr.

    Töpferkurs finde ich klasse!

    Viele liebe Grüße, Linde

    Hallo Nova,

    ich lebe seit langem alleine. Mal finde ich das gut, mal nicht. Mal fühle ich mich frei und sauwohl und ab und zu wirklich einsam.

    Was mir schon immer geholfen hat sind meine Hobbies. Ich bin in 2 Vereinen gewesen, aktuell nicht mehr seit Corona, aber dafür habe ich Alternativen gefunden. Rausgehen, unter Leute, aber keine bedeutungsschwangeren Gespräche führen, sondern irgendwas lustiges oder kreatives machen. Das war und ist so mein Weg, mit dem ich als Single gut klarkomme.

    Ab und zu besuche ich Freundinnen und ab und zu kommen welche mich besuchen oder wir treffen uns in der Bäckerei zum Kaffee trinken.

    Ich schau darauf, daß das immer leichte Begegnungen sind. Ich mag es ja selber nicht, wenn ich zugetextet werde oder als Problemabfalleimer fungieren soll, mal übertrieben ausgedrückt. Es sollte ausgewogen sein.

    Lieber Gruß, Linde

    Zitat

    Einen Termin hab ich leider noch nicht, ich ruf da morgen nochmal an.

    Hallo BenTue,

    wie war dein Telefonat, gibts jetzt einen Termin?

    Zur Erklärung wg. heute Nacht: Der Vorstellungsbereich ist dafür da die aktuelle Situation zu beschreiben und die nächsten Schritte zu besprechen. Bei dir steht sogar "kurze Vorstellung" im Titel. Die ist aber inzwischen 3 Wochen lang... :/

    Der eigentliche Erfahrungsaustausch, z. B. dein Elternthema, das fängt erst nach der Freischaltung fürs offene Forum an. Und die Freischaltung wiederum gibts erst nach erfolgter Entgiftung.

    Daher bremsen wir solche Gespräche.

    Versuche dich zu fokussieren und gehe es konkret an. Wenn das noch weitere Wochen hier im Vorstellungsbereich so vor sich hin dümpeln sollte, dann frage ich mich bzw. dich, ob du schon so weit bist.

    Viele Grüße, Linde