Beiträge von Linde66

    Es gibt einen ganz gesunden Egoismus. Der ist vollkommen in Ordnung.

    Es kann sein, daß er jetzt eine riesen Show macht, damit du wieder eingelullt wirst. Achte darauf was er tatsächlich konkret umsetzt. Absichtserklärungen und Versprechungen sind reine Luftnummern.

    Du darfst dich schützen. Du darfst ein angstfreies Leben haben. Du darfst dich auch ohne "letzte Chance" trennen. Manchmal passt es einfach nicht mehr.

    Lieber Gruß, Linde

    Zitat

    man kann sich auch entscheiden, sich nicht zu entscheiden. Das fand ich sehr hilfreich.

    Hilfeich, weil es Wasser auf den Mühlen der Co-Abhängigkeit ist?

    Es liegt ja an einem selber, ob man sein eigenes Leid verlängert.

    Ich bin nicht Co sondern EKA. Aber mit nicht-entscheiden und hinausschieben habe ich leidvolle Erfahrung. Inzwischen ist mein Wahlspruch: Vermeidungsverhalten meiden.

    Wenn ich ein Verhalten als Vermeidungsverhalten identifiziere, dann gehe ich dagegen an.

    Das ist bei eingeschliffenen Verhaltensweisen oder alten Kindheitsmustern teils sehr schwer.

    Aber es geht ja um meine Lebensqualität HEUTE.

    Genau jetzt habe ich es nämlich in der Hand, einen blöden Zustand zu verändern.

    Wenn ich eine Entscheidung vermeide, verlängere ich ja nur mein Leid.

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Zoe,

    natürlich kannst du hier bleiben! Das ist jetzt hier deine Selbsthilfegruppe.

    Viele Frauen kommen hier an mit der Frage in die Runde: Was kann ich tun, um meinen Partner trocken zu bekommen? Mit der Zeit ändert sich die Fragestellung: Was kann ICH tun, damit es MIR besser geht?

    Häusliche Gewalt ist ein Tabu-Thema. Es gibt eine riesige Dunkelziffer. Laut Bundeskriminalamt stirbt jeden 3. Tag in Deutschland eine Frau von den Händen ihres Mannes, Freundes oder Ex. Das sollte man im Hinterkopf haben.

    Dein Partner hat jegliche Grenze überschritten. Deine Gehirnwäsche läuft auf Hochtouren, bis dahin daß du dich selber verantwortlich machst für sein Verhalten. Aber ihr seid beide erwachsen. Er ist ein brutaler Schläger und niemand weiß, ob er trocken nicht auch einer wäre. Noch weitere 837 Chancen später bist du vielleicht tot.

    Aus gewalttätigen Partnerschaften auszusteigen ist sehr schwer. Der klimpert lieb mit den Augen, entschuldigt sich, verspricht daß es nie wieder vorkommt - und das geht Jahre so weiter mit den Schlägen und dem Vertuschen.

    Von außen betrachtet will man dich einfach nur einpacken und 1000 km weiter weiter in eine kleine, schnuckelige Wohnung verfrachten. Hilfe gibts wenn du sie annimmst.

    Dein Schläger ist keine Hilfe, selbst wenn er dich nach seinem Gewaltexzess jetzt "versorgt". Der sorgt ausschließlich dafür, daß du ihn ihm zur Verfügung bleibst und ihn nicht anzeigst.

    Verabschiede dich von dem Gedanken, daß du Schläge verdient hast oder sein gewalttäges Verhalten stoppen kannst. Du kannst ihn auch nicht vom Trinken abhalten. Das haben schon Tausende Frauen versucht. Klappt nicht. Klappt nie.

    Verhaltensänderungen klappen erst, wenn sie von einem selbst heraus kommen. Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster mit der Prognose: Eher friert die Hölle zu, als daß dein Partner mit dem Trinken und Schlagen aufhört und ein Traumprinz wird.

    Aufwachen tut genauso weh wie geschlagen werden, nur anders.

    Ich wünsche dir so sehr, daß du Hilfe annehmen kannst.

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Zoe,

    wenn du es nicht schaffst zum Arzt zu gehen, dann mache selber Photos von dir, auch von deiner Kopfhaut, den ausgerissenen Haaren. Es ist sinnvoll das zu dokumentieren. Photographiere alle blauen Flecken und blutigen Stellen, auch alle Kratzer. Du kannst täglich Photos machen, wie sich die blauen Flecken verändern. Dokumentieren ist wichtig.

    Achte darauf, daß du deinen PC-Verlauf löschst und ihm auf gar keinen Fall hier von unserer Seite erzählst!!

    Das ist jetzt hier DEINE Selbsthilfegruppe.

    Benutze sichere Paßwörter, also nicht den Namen deines Hundes. Lieber sowas wie 389gn3azzwt oder so ähnlich.

    Nimm den Hund nicht als Ausrede zum Bleiben. Dem gefällts da sicherlich auch nicht. Hunde spüren Aggression sehr genau. Damit du beweglicher wirst wäre es gut, vielleicht als erstes deinen Hund gut unter zu kriegen, einfach mal zeitweise. Kennst du jemanden von Spaziergängen, den du mal ansprechen könntest? Hundeverein? Du brauchts ja nicht gleich mit dem Gesamtpaket herauszurücken. Es geht nur darum, daß du beweglicher wirst und den Kopf frei bekommst.

    Schau daß deine wichtigen Sachen wieder extern gelagert sind. Das kannst du heute gleich angehen. Such dir den Impfausweis vom Hund raus. Wenn das dein Hund ist, ist das auch ein Dokument.

    Im Notfall erst mal ohne Hund gehen. Den kannst du nachholen! Der gehört ja dir.

    Wir können dich hier Schritt für Schritt begleiten.

    LG, Linde

    Hallo Gwin,

    herzlich Willkommen hier in der Gruppe.

    Es gibt keinerlei Grund sich ihm gegenüber zu outen. Vermutlich wirst du ihn nie wieder sehen.

    Du kannst ihm empfehlen zum Hausarzt zu gehen bzw. eine Suchtberatungsstelle aufzusuchen. Dort bekommt er jegliche professionelle Hilfe - wenn er sie denn annehmen möchte.

    Nenne ihm unser Forum lieber nicht, denn das ist jetzt hier DEINE Selbsthilfegruppe und evlt. würde er sich bzw. dich in deinen Beschreibungen wiedererkennen.

    Wenn er aufhören will, wird er Wege finden.

    Liebe Grüße, Linde

    Hallo ChrisMoon,

    ob es dir gefällt oder nicht, bekommst du den Link zum Kalten Entzug.

    Das Forenteam
    14. Mai 2021 um 22:29

    Wenn du mit deinem Leben spielen willst, kannst du das gerne machen.

    Oder wenn du seit Jahren dasselbe machst und immer noch glaubst, daß es diesmal wie von Zauberhand zur Trockenheit führt, kannst du das auch gerne machen.

    Denk Link gibts für die stillen Mitleser hier. Der nächste, der deinen Leichtsinn nachmacht, stirbt vielleicht während dem kalten Entzug.

    Deine Vorgehensweise hat dich bisher nicht stabil trocken werden lassen. Von daher ist es seltsam sich hier im Forum anzumelden, aber im ersten Beitrag eine Ansage zu machen, was du nicht hören willst.

    Bitte schreibe bis auf weiteres ausschließlich hier in deinem Thema, danke.

    Viele Grüße, Linde

    Hallo Röschen,

    also Hilfsbereitschaft ist ja eine positive Eigenschaft. Aber ich denke schon, daß man als Co-Abhängige immer ein Auge darauf haben sollte, daß man sich nicht andere "Betätigungsfelder" sucht. Co-abhängig kann man auch unabhängig von einem alkoholkranken Partner sein, z. B. gegenüber anderen Co's, Menschen mit anderen Krankheiten, am Arbeitsplatz, im Verein...


    Soll ich diesen Thread ins Forum verschieben, evlt. mit einer anderen Überschrift? Denn aktuell tummeln wir uns noch im Vorstellungsbereich und du bist ja freigeschaltet. Sag einfach Bescheid.

    Liebe Grüße, Linde

    Zitat

    Das ist wohl dann mein "Hobby" auch mal wissenschaftlich tiefer das Thema zu beleuchten und mir zu überlegen, wie man es den Angehörigen einfach verständlich übermitteln kann, was SHGs so machen.

    Wäre es nicht sinnvoller für dich, deine frische Trockenheit zu stabilisieren und die Angehörigen ihr Ding machen zu lassen?

    Ich verstehe deinen Schwerpunkt nicht. Du reitest hier immer wieder darauf herum.

    Du hast dich doch für DICH hier im Forum angemeldet und nicht dafür die Welt zu retten, ums mal etwas übertrieben zu formulieren.

    Oder nicht?

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Sealobster,

    der Artikel, den dir Elly hier im Forum verlinkt hat, der IST eine Einführung, so wie wir das hier handhaben.

    In dem Link gehts weiter zu den realen SHG und anderen regionalen realen Angeboten.

    Ich weiß nicht, was du noch zusätzlich haben möchtest? (rhetorische Frage)

    Wenn Angehörige sich informieren wollen, können sie ohne sich zu registrieren hier einfach mitlesen. Oder sie können in einen Suchtberatungsstelle gehen, Fachbücher lesen, Bücher aus Patientensicht lesen, usw. usw. usw. Es gibt sooooo viele Hilfen.

    Man muß die Hilfe nur annehmen und umsetzen. Es geht um Eigenverantwortung.

    Ich frage mich gerade, wie Co das von dir ist, hier schon zum zweitenmal im größten deutschsprachigen Selbsthilfeforum für Alkoholiker und Angehörige eine "allgemein Einführung für SHG" anzusprechen. Das ist nicht provozierend gemeint.

    Ich frage mich bzw. dich tatsächlich: Ist das jetzt Co von dir hier für die Angehörigen eine Art Gebrauchsanweisung oder Überzeugungshilfe einzufordern? Die Leute, die sich hier anmelden, die können selber lesen, selber schreiben, selber Fragen stellen und vor allem WOLLEN sie sich ja austauschen. Man kann erst einmal still mitlesen vor der Registrierung. Dann weiß man, ob es einem zusagt und ob man sich hier austauschen will.

    Wir sind auf unser Thema spezialisiert, da bringt es nichts, hier über die Wirksamkeit von Selbsthilfegruppen allgemein zu philosophieren.

    Wenn jemand sich aus seiner Co-Abhängigkeit nicht rausbewegen will, dann interessieren ihn sicher auch nicht irgendwelche wissentschaftlich nachgewiesene Wirksamkeiten von Selbsthilfegruppen. Und wer sich hier mit anderen Betroffenen austauscht und regelmäßig an sich arbeitet, der braucht auch keine wissenschaftliche Bestätigung der Wirksamkeit, denn er merkt die Lebensveränderungen ja an sich selber.

    Bitte hier keinen externen Links einfügen. Und bitte versuche den Fokus auf dich selber zu legen.

    Liebe Grüße, Linde

    Zitat

    Aber meine trockenheit hat mir auch .....auch bischen einsamkeit gebracht , das war notwendig um meine Trockencheit bewarem.

    Falsche Freunde - mussen weg.

    Von verschiedene Einladung - habe abgesagt und so weiter.

    Hallo Iwona,

    wenn man hier im Forum mitliest, dann ist das einer der Punkte, bei dem viele Alkoholiker rückfällig werden.

    Sie bleiben bei den Freunden hängen, mit denen sie immer getrunken haben.

    Dann ist die Rückfallgefahr riesig.

    Du bist lieber an manchen Tagen ein bißchen einsam, aber trocken!!

    Liebe Grüße, Linde