Huhu Lena,
der Fairness halber antworte ich dir hier und nicht bei zerfreila, das wäre sonst off topic:
Mei, Lena, des passt scho'!
A Guada hält's aus, und umman Schlechten is nedd schood, gell? ![]()
Alles Liebe dir!
espoir
Huhu Lena,
der Fairness halber antworte ich dir hier und nicht bei zerfreila, das wäre sonst off topic:
Mei, Lena, des passt scho'!
A Guada hält's aus, und umman Schlechten is nedd schood, gell? ![]()
Alles Liebe dir!
espoir
Huhu, grüß dich, Yvonne!
Zitat von SpanijoggelDu hast heute bei Zerfreila geschrieben,dass Dir die Art wie sein Rückfall geschehen ist Angst macht.
Nein, das stimmt nicht.
Das habe ich nicht geschrieben und es macht mir auch keine Angst.
Es ist für mich einfach nur unglaublich - und das im reinsten Wortsinne - , dass er so gar keine Alarmglocken gehört hat. Soll heißen, der Kauf von Alkohol erschien ihm offensichtlich ebenso unspektakulär wie der von Buttermilch. Und da bin ich halt aufmerksam geworden. Nicht mehr und nicht weniger.
Aber natürlich gebe ich dir Recht, wenn du schreibst, dass die beste Hilfe gegen einen möglichen Rückfall ein funktionierendes Selbst-Bewusstsein ist - und das ebenfalls im reinsten Wortsinne.
LG
espoir
Schon morgens...
Klingt gut, aber je nachdem, was der Tag so an netten kleinen Überraschungen parat hält...
Aber nee, du hast ja Recht, es sind und bleiben Ausreden. Unser Fitness-Center hier hat z.B. bis 22 Uhr geöffnet und ist nicht einmal so weit entfernt (5 Autominuten). Also wenn ich das wirklich wollte, dann könnte ich auch spätabends noch gehen. Aber da sind wir dann wieder bei der berühmten "wollen-Wege-nicht wollen-Gründe"-Geschichte... ![]()
Hallo Wasser,
es ist schon spät, aber ich möchte dir gerne einen kleinen Gruß hinterlassen. Leider war ich in den letzten Tagen nicht mehr so häufig hier, und darüber hinaus schreibst du vermutlich verstärkt im geschlossenen Bereich, von daher haben wir beide uns nicht mehr so häufig getroffen, aber du sollst wissen, dass ich noch immer gerne an dich und besonders unser Kennenlernen denke... ![]()
Alles Liebe dir!
espoir
Liebe Backmaus,
ich möchte mich Julchen anschließen und dir meinen Respekt zollen dafür, dass du den Hintern so eisern hoch kriegst! Ich verirre mich zwar auch ab und an in die Muckibude, weil ich gerade morgens so arge Rückenschmerzen habe (also weniger zur Gewichtsreduzierung), aber ich bin durch Weihnachten und Neujahr ein bisschen aus dem Tritt gekommen und habe gerne jedwede Ausrede, die sich mir bot, ins Feld geführt um dann doch nicht gehen zu müssen... ![]()
LG
espoir ![]()
Liebe Lena,
ich verstehe dich sehr gut.
Ich glaube, dass es nahezu nichts gibt, das nicht irgendwie "neu" und ungewohnt ist, wenn es das erste Mal in der Abstinenz passiert. Und leider empfinden wir nicht alles als Herausforderung, der wir uns begeistert stellen wollen, leider gibt es eben auch Situationen, die uns eher ein unbehagliches Gefühl bescheren.
Mit meinem Beitrag wollte ich mich keinesfalls über deine Sorgen lustig machen oder sie zur Belanglosigkeit degradieren, ganz bestimmt nicht. Ich wollte dich bloß ein bisschen aufmuntern, dir vielleicht ein Lächeln aufs Gesicht zaubern, und das ohne ein aufgeblasenes "Chakaa - du schaffst das!"-Getue. ![]()
Alles Liebe
espoir
Boah ey, seid ihr süß!
Ich werde euren Vorschlag beherzigen und - wenn's mal wieder eng wird - wenigstens kurz Bescheid sagen!
Alles Liebe euch!
espoir ![]()
Liebe Lena,
nun wird es aber Zeit, dass ich mich auch mal wieder in deinem Thread blicken lasse - zumal das Thema gerade so schön passt. Mein Mann ist auch heute Morgen zu einer Dienstreise ins Ausland aufgebrochen, bin also genau so Strohwitwe wie du.
Wie die anderen schon geschrieben haben, habe ich natürlich auch seine Abwesenheit zum hemmungslosen Saufen genutzt. In der Endphase meiner Säuferkarriere hat er sich nicht mehr mit den Worten verabschiedet "Lass es dir gut gehen und pass auf dich auf!", sondern "Bitte trink' nicht soviel!". Während er nachweislich einen Kloß im Hals hatte, wenn er gehen musste, habe ich keine 5 Minuten danach meinen gut gekühlten Weißwein vor mir stehen gehabt. Gerade dann, wenn seine Abwesenheit sich übers Wochenende erstreckte, ging ich ganz besonders gut gelaunt einkaufen, denn ich konnte ja notfalls sogar noch 'ne Flasche mehr trinken, oder auch früher anfangen, oder oder oder...
Natürlich habe ich damals auch gerne einmal verschlafen, weil die Dröhnung vom Vorabend dann doch etwas stärker war, vor allem, wenn ich zugunsten der Flüssigkeit auf feste Nahrung verzichtet habe.
Aber ich teile eben nicht nur die hässlichen Erinnerungen mit meinen Vorrednern, sondern auch dieses grenzenlose Gefühl der Freiheit, mittlerweile nicht mehr zu trinken. Das Alleinsein bin ich an sich gewöhnt, denn er ist schon immer viel unterwegs gewesen, so lange ich ihn kenne. Und jetzt kann ich wieder die Vorteile genießen, die so eine Reise ja durchaus auch mit sich bringt:
- ist die Wohnung einmal sauber und aufgeräumt, bleibt sie es auch
- ich kann Sauerbraten zubereiten
- das Schlafzimmer ist schnarchfrei
- ich kann notfalls 3 Stunden ungestört telefonieren
Du siehst, mit ein bisschen Humor kann man das durchaus schaffen, und dann kommen auch nicht so viele trübe Gedanken hoch, weil du andererseits im Bett niemanden hast, dem du deine eiskalten Hände unter die Achseln und deine eiskalten Füße zwischen die Oberschenkel schieben kannst, um dem schwachen Protest mit den Worten "Nun stell' dich mal nicht so an, die sind doch gleich warm!" Einhalt zu gebieten... ![]()
Ich wünsche dir viele Einfälle, wie du die Zeit sinnvoll nutzen kannst!
LG
espoir
Zitat von zerfreilaHallo Espoir,
in fände es auch schön, mal wieder von Dir 'was zu lesen. Deine Beiträge fand ich immer so herzerfrischend und klar und motivierend.
LG zerfreila
Huhu, grüß dich, zerfreila!
Wie schön, dass du mal wieder zu Gast bist!
Ich freue mich aufrichtig über dein Kompliment
und gelobe natürlich Besserung, was meine Präsenz hier angeht. Aber wenn du gelesen hast, womit ich mich seit über einer Woche herumplage, dann hast du vielleicht ein bisschen Verständnis, oder?
Auch dir alles Liebe!
espoir
Liebe Yvonne,
ZitatWeisst Du,das Wichtigste ist echt,dass Du bei Dir bleiben kannst.
Ruhe in Dich hinein bringst. Das ist mit etwas Übung möglich.
Mir gelingt es nicht immer.Dann kehre ich eben wieder zu mir zurück.Da brauchst Du einfach still in Dir zu werden und weiter gehts! Dann kannst Du Dich auch ruhiger,besser auf Dein Problem konzentrieren.Das kannst Du!Ich wünsche Dir einenschönen Abend ganz guten Sonntag.
auch wenn dieser Beitrag an mich in deinem Thread steht, möchte ich lieber hier antworten. Ich hoffe, dass das OK für dich ist! ![]()
Wie ich schon erzählt habe, war das letzte Wochenende eher angespannt und verzweifelt, aber auch deine guten Wünsche haben sich erfüllt - ich habe ruhig und überlegt gesprochen und das erhoffte feedback erhalten. Das war mir sehr wichtig für meine Selbsteinschätzung.
Jetzt heißt es für mich, die Dinge auch so zu belassen, wie sie sind und nach vorne zu blicken. Denn die Reise geht weiter... ![]()
LG
espoir
Zitat von Weitsicht
Wenn Du in Dir klar bist und dazu stehen kannst mit Deinen Gedanken und Gefühlen, werden Deine Gespräche zu Deiner Zufriedenheit enden.Du kannst nicht beeinflussen, was hinter Deinem Rücken gesprochen wird, nur Deine klare Sicht der Dinge versuchen rüberzubringen.
Liebe Weitsicht,
da sprichst du wohl ein wahres Wort!
Genau so habe ich es auch empfunden - ich sehe die Dinge sachlich, ich dramatisiere nicht, natürlich verharmlose ich auch nicht, und meinen Ärger habe ich eben auch nicht in der Weise thematisiert, dass es mir auf den Keks geht, wie mein Kollege mich behandelt, das wäre ja ein bloße Anklage gewesen, sondern dass seine Vorgehensweise mich bei meiner Vorgehensweise behindert. Das war ja nun einfach eine Tatsache, die auch meinem Chef missfallen musste.
Und der Umgang mit diesem "Hinter-dem-Rücken-Gerede" ist etwas, das ich gerade erst lerne. Ich als Trinkerin habe ja diesen typischen Verfolgungswahn entwickelt, den ich erst abbauen muss. Ich habe ja besonders in diesen elenden Hardcore-Jahren eher schlecht als recht gearbeitet, war oft mein Geld nicht wert, habe durch suffbedingte Ausfallerscheinungen oft gefehlt, war weinerlich und empfindlich einerseits, unausgeglichen und leicht reizbar andererseits, kurz: grau-en-haft!
Erst jetzt lerne ich, dass ich was kann, dass ich gut bin - und dass das kein Grund ist, hinter meinem Rücken zu lästern. Sollte es doch passieren, hat das wohl andere Gründe... ![]()
Auf jeden Fall möchte ich mich natürlich auch bei dir für deinen Zuspruch bedanken, denn in so einer Situation, wie ich sie durchleben musste, tut jeder liebe Gedanke, jedes freundliche Wort doppelt gut!
LG
espoir
Huhu, guten Abend, ihr Lieben!
Endlich finde ich wieder einmal die Ruhe und Muße, um mich ausführlich bei euch zu melden, aber es war dringend nötig, mich ein bisschen zurückzuziehen und mich mit mir selber zu beschäftigen, nicht zuletzt, um mir klar zu werden, wie ich die Entwicklung der letzten Tage so einschätze und welche Erkenntnisse ich daraus ziehe.
Das hatte also wirklich nichts mit euch zu tun oder mit dem Forum als solches, sondern ausschließlich mit mir.
Kurz und gut - mir geht es mittlerweile wieder besser, die Wogen im Job haben sich geglättet und mich plagen nicht mehr so schwere Gedanken. Ganz im Gegenteil, jetzt sehe ich wieder klarer und werde einfach nur die Ärmel hochkrempeln, denn ich weiß, Ende Frebruar habe ich eine Woche Urlaub, außerdem ist davor noch dieser Teamleiterwechsel, naja, da gibt es noch einiges abzuarbeiten, damit ich mit leerem Schreibtisch an die neuen Aufgaben herangehen kann.
Lena :
ZitatBin ganz stolz auf Dich, dass Du den richtigen Zeitpunkt bei Deinem Kollegen abwartest.
Ja, das macht mich auch stolz.
Weißt du, aus meiner alkoholbedingten Trägheit herauszufinden und energisch die Dinge anzugehen, ist das eine. Aber eben nicht über das Ziel hinauszuschießen ist das andere. Hier war meines Erachtens einfach ein bisschen Fingerspitzengefühl gefragt. Mein Chef hatte mich am Dienstag angesprochen und mich kurz darüber in Kenntnis gesetzt, dass er den betrefffenden Kollegen auf dessen Vorgehensweise angesprochen habe und dieser sich - wie von mir erwartet - keiner Schuld bewusst sei. Er habe das doch nicht böse gemeint und vor allem sei das nicht gegen mich gerichtet gewesen. Ich musste grinsen, als der Chef anfügte, der Kollege sei nur etwas überrascht, weil nämlich wir hätten doch am Montag noch so super miteinander gesprochen...
Ja nee, is klar, wir können nicht einfach den Vorwurf im Raum stehen lassen und dazu Stellung beziehen, wir nutzen die Gelegenheit auch gleich noch, um unauffällig anzufügen, dass die doch was andeuten hätte können! Au weia! Mein Chef meinte dann auch gleich: "Ich nehme an, da ging es dann wohl um etwas anderes?!" Und ich konnte strahlend bestätigen: "Ja klar, ich trenne da ganz deutlich zwischen diesen beiden Sachen!"
Ich habe den dann die ganze Woche kaum gesehen, wenn, dann nur so von Weitem. Ich bin ihm wohl nicht gerade aus dem Weg gegangen, kann aber auch nicht leugnen, dass ich nicht seine Nähe gesucht habe. Erst gestern haben wir etwas länger miteinander geredet, und das verlief dann ganz merkwürdig: Ich begann das Gespräch mit einem aufrichtigen Lob, weil er mir in einer bestimmten Sache prima zugearbeitet hatte und ich so ein überraschend gutes Ergebnis erzielen konnte. Er schien fast ein bisschen misstrauisch, ob ich das ernst meine und ob nicht doch noch was Fieses nachschiebe, statt dessen habe ich versöhnlich angefügt: "Naja, und alles andere wird sich dann wohl demnächst noch ergeben, da liegen wohl noch bei mehr Leuten die Nerven blank...!" Tiefer Blickkontakt, unsicheres Grinsen auf beiden Seiten, und das war's.
Das war's einfach.
Und weißt du was? Ich bin tatsächlich zufrieden damit, wie das geendet hat! Manchmal ist das eben so, dass man in Bruchteilen von Sekunden entscheiden muss: Krieg oder Frieden? Und ich habe mich gut gefühlt bei der Entscheidung, dass ich da jetzt nicht darauf rumhacken will. Ich weiß, dass ich im Recht bin, und mein Chef weiß das auch, und er weiß es auch. Das reicht mir.
@Backmaus
ZitatStell Dir vor,wenn Du Freitag die Personen noch angetroffen hättest u. hättest im Affekt mit denen geredet,so geladen,wie Du warst.
Au weia, gar nicht auszudenken!
Erst im Nachhinein wird mir klar, was ich da bei meinem Aggressionspotential hätte anrichten können. Und Dinge, die man in seiner Wut so richtig "ausspuckt", sind ja eher selten sachlich. Du lieber Himmel, ich weiß sehr gut, was ich dem noch alles an den Kopf geworfen hätte, Stichwort Führungskompetenz, Mitarbeitermotivation etc. Das hätte böse enden können, und dann wäre ich - zu Recht - fällig gewesen! So wie es war, war es ja wohl ein übles Wochenende, und erst Sonntagnachmittag hatte mein Mann halbwegs den Kopf frei, damit ich es ihm erzählen und den Druck abbauen konnte (bis dahin hatte ich allen Ernstes geschwiegen!), und dann flossen auch endlich wieder einmal Tränen. Ich weiß nicht mehr, wie lange ich schon nicht mehr geweint habe, denn seit ich konsequent abstinent bin, hat mich nichts mehr derartig mitgenommen, aber in dem Moment habe ich das Weinen tatsächlich als Erleichterung empfunden.
Und nach dem Super-Montag haben wir uns abends mal wieder eine Pizza de luxe vom Lieferdienst gegönnt, hatten wir schon lange nicht mehr, und die kam dann genau richtig, zum Nachtisch gab's sündhaft teure Pralinen und einen Espresso, einfach klasse!
Spanijoggel und Weitsicht:
Bitte seid mir nicht böse, dass ich im Rahmen dieses Beitrags nicht auf eure Antworten eingehe, das liegt schlicht und ergreifend daran, dass ich nicht weit genug herunterscrollen kann, um den einen oder anderen für mich wichtigen Satz zitieren zu können. Wenn ich das hier abgeschickt habe, hole ich das selbstverständlich sofort nach!
Also denn, bis gleich!
Alles Liebe
espoir ![]()
Ihr Lieben,
ich möchte mich bei euch ganz herzlich für euren Zuspruch, euren Trost und das Daumendrücken bedanken - das hat mir sehr gut getan!
Ich muss noch ein bisschen arbeiten, aber ich erzähle mal eben das Wichtigste.
Also, heute Morgen war ich bei meinem Chef und bin unumwunden zur Sache gekommen. Das Gespräch verlief wie erhofft, ich war sachlich und ruhig und habe stets nur von mir gesprochen - auf diese Weise habe ich bewusst unnütze Anklagen oder den Beigeschmack von "Petzen" vermieden. Darauf bin ich wirklich stolz! Ich habe das umgesetzt, was ich in mittlerweile eineinhalb Jahren Therapie gelernt habe: Bleibe bei dir, sprich in der Ich-Form!
Mein Chef hat mir aufmerksam zugehört, mich kein einziges Mal unterbrochen und mir sogar freie Hand gelassen, was das weitere Vorgehen angeht. Auch hat er mir zugesichert, dass er den betreffenden Kollegen ansprechen wird, weil das eben kein faux pas unter Kollegen mehr ist, sowas, was man untereinander ausmacht, sondern hier geht es tatsächlich um Verschwiegenheit in Personalfragen, und die gehören nun einmal nicht in einen Smalltalk.
Mit dem Kollegen selber konnte ich noch nicht richtig sprechen, weil wir jeweils zu tun hatten, und als ich nur kurz mit ihm sprach, um eine Terminsache zu regeln, fand ich den Rahmen so zwischen Tür und Angel einfach unpassend. Ich selber mag das ja auch nicht, wenn ich mit jemandem eigentlich nur Informationen austauschen möchte, und der kaut mir dann wegen was ganz anderem ein Ohr ab. Das hat mir zumindest zeitweise ein schlechtes Gewissen gemacht, aber ich habe mich davon befreien können, indem ich mir vor Augen geführt habe, dass er ja schließlich mit mir auch nicht geredet habe.
Tja, und dann die Leute. Ich hatte mir vorgenommen, einfach mal die Stimmung abzuwarten und dann intuitiv zu entscheiden, ob ich noch einmal groß was sage oder liebe schweige. Zunächst sah es aus, als ob kein Redebedarf besteht, dann kamen wir per Zufall doch noch einmal darauf, und da habe ich gemerkt, dass ich mir wohl schon wieder zuviele Sorgen gemacht hatte - es wurden lediglich nach dem weiteren Vorgehen im Hinblick auf bestimmte deadlines gefragt, ansonsten kamen keinerlei Vorwürfe oder sonstige Unmutsbekundungen. Ganz im Gegenteil - nach diesen etwa 10 Minuten, in denen ich mich halt auch nicht so richtig wohl gefühlt hatte, weil ich Angst hatte, dass man mir meinen persönlichen Groll anmerkt, ging die Arbeit planmäßig und konzentriert weiter, als wäre nie etwas gewesen.
Mei, was soll ich sagen?
Ich war sicherlich nicht erfolgreich auf der ganzen Linie. Das Gespräch mit dem Chef war super, ich habe mich als Mitarbeiterin ernst genommen gefühlt. Das Gespräch mit dem Kollegen hat de facto noch nicht statt gefunden, und das Gespräch mit dem Team hinterlässt bei mir persönlich einen faden Beigeschmack, den lasse ich mir aber nicht anmerken, das wäre unprofessionell.
Tja, und jetzt gilt es einfach mal abzuwarten, wie sich das weiterentwickelt.
Also denn, lieben Dank euch nochmal, und ich verspreche, auf die einzelnen Beiträge später noch einmal genauer einzugehen! ![]()
espoir
Liebe Backmaus,
es ist schon erstaunlich, wie sehr ich mich von dir verstanden fühle!
Für heute Abend werde ich das leidige Thema wirklich ruhen lassen, ich habe mich zwischenzeitlich ein bisschen mit dem "Dschungel-Camp" ablenken können (jawoll, Ingrid isses geworden, meine Favoritin!
), außerdem hat mein GöGa für mich gekocht (Herz, was willst du mehr?), und nun merke ich, dass ich anfange zu frieren - also ab durch die Mitte in die Heia...
Nochmals lieben Dank dir und 'ne gute Nacht, Backmaus, ich würde mich freuen, wenn ich dich morgen wieder lesen könnte!
espoir
Oh ja, und wie!
Aber wow, jetzt wo du's sagst - ich habe tatsächlich keine einzige Minute an Alkohol gedacht!
Ich kam nach Hause und habe mich nur hingesetzt und versucht, meine Gedanken zu ordnen. Okay, was ist es? Was stört dich genau?
Ist es der Tatbestand der Grenzverletzung? - Ja.
Ist es genau der Kollege? - Ja. Wegen Montag. Das Ganze hat irgendwie a G'schmäckle.
Ich fühle mich nicht ernst genommen.
Ich glaube, dass er das macht, weil ich eine Frau bin.
Ich glaube, dass er eigentlich Angst vor Frauen wie mir hat.
Und das er sich deshalb so herablassend benimmt.
Ist das Herablassung? Oder interpretiere ich das nur da rein?
Weil mich das fassungslos macht, dass es 2009 noch Männer gibt, die im Job Angst vor Frauen haben.
Ich unterstelle ihm, dass er mich an den Herd wünscht.
Wovor habe ich eigentlich Angst?
Dass ich mich nicht durchsetzen kann?
Dass ich nicht einschätzen kann, was der hinter meinem Rücken schwätzt?
Dass es am End' Leute gibt, die eher seinem Geschwätz glauben, anstatt mich zu fragen, ob das wahr ist?
Dass ich nicht die Kontrolle habe?
Typisch EKA?
Ich weiß es nicht.
Bin ratlos.
Liebe Yvonne,
auch ich möchte dir einen kleinen Gruß in deinem Thread hinterlassen und mich RoteLampe anschließen, was die Ruhe angeht, die deine Beiträge ausstrahlen. Mir geht's zur Zeit nicht wirklich schlecht, aber dann doch eher so là là, da kann ich ein bisschen Lesen hier im Forum gut gebrauchen!
Alles Liebe dir und ein schönes Wochenende!
espoir
Liebe Weitsicht,
ich war ein paar Tage nicht hier, aber ich möchte dir gerne einen kleinen netten Gruß hinterlassen und dir ein schönes Wochenende wünschen!
espoir ![]()
Liebe Backmaus,
danke für deine tröstenden Worte.
Wenn du magst, dann kannst du ja mal bei mir nachlesen!
espoir
PS: Ich freue mich auch immer, wenn ich dich lese! ![]()
Sodala, guten Abend zusammen,
heute mag ich mich mal wieder melden, weil mir aufgefallen ist, dass ich mich komplett zurückgezogen habe - und irgendwie fehlt ihr mir! ![]()
Ich habe es Backmaus schon an anderer Stelle erzählt, dass ich eine ziemlich üble Woche hinter mir habe und mich mehrere Dinge unabhängig voneinander bedrücken. Am meisten geht mir dabei eine Sache im Job durch den Kopf.
Ich versuche jetzt einmal, das Ganze so neutral wie möglich darzustellen. Ich leite ein Team seit etwa eineinhalb Jahren, aber jetzt muss ich die Leitung abgeben, weil eine Kollegin von mir in die Elternzeit geht. Während ich ihr Team übernehme, ist für meines extra jemand Neues eingestellt worden. Mein Chef und ich haben vereinbart, dass wir über diesen Wechsel zunächst einmal schweigen und zum entsprechenden Zeitpunkt mit den Neuigkeiten herausrücken.
Ein Kollege von mir, der zwar mit mir auf Augenhöhe arbeitet, aber trotzdem nicht der Teamleiter ist und entsprechend weniger Befugnisse hat, ist nun am Freitag hinter meinem Rücken mit der Neuigkeit herausgeplatzt. Ich habe das auch nur ganz beiläufig unter vier Augen mitbekommen, offiziell hat mir niemand gesagt, dass sie schon Bescheid wissen. Ich kann mir das nur so erklären, dass er an den Gesichtern des Teams gemerkt hat, dass er zu weit vorgeprescht ist, Dinge verkündet hat, die nicht er zu verkünden hat, und dass er die Leute dann zum Stillschweigen verdonnert hat.
Als ich das am Freitag - wohlgemerkt eher per Zufall - erfahren habe, waren sowohl der betreffende Kollege als auch mein Chef nicht mehr im Hause.
Und nun sitze ich da, habe den schlimmsten Ärger schon ein bisschen verarbeitet, kann aber trotzdem noch nicht abschalten und mich selber auf Montag vertrösten, wo ich das ansprechen kann. Immer wieder frage ich mich, was das soll und wie es für mich weitergeht.
Ich denke auch viel über meinen Kollegen nach, den ich ja nun auch schon 10 Jahre kenne. Ich weiß, dass er ein rechtes "Tratschmaul" ist und während der Arbeit gerne einen privaten Plauderton anschlägt. Aber er ist an und für sich kein böser Mensch, der anderen unnötig das Leben schwer machen möchte. Ich kann mir also kaum vorstellen, dass das jetzt die Rache ist für ein hartes Gespräch, das wir am Montag hatten, bei dem wir uns in der Sache aber geeinigt hatten.
Ist das vielleicht tatsächlich nur Oberflächlichkeit? Die Lust an der Nachrichtenverbreitung? "Hallo, ich weiß was!" ? Der Genuss, mit einer Nachricht zumindest kurzfristig die ungeteilte Aufmerksamkeit zu haben? Ich weiß es einfach nicht.
Ich fühle mich so in meiner Kompetenz beschnitten. Nein nein, keine Sorge, ich habe keine Profil-Neurose, es geht mir mehr darum, dass er einfach nicht beachtet hat, dass es Dinge gibt, für die nun einmal ich zuständig bin. Es ist ihm einfach wurscht, dass es meine Aufgabe war, das Team zu informieren - und mir vor allem zu überlegen, wann und wie ich das den Leuten beibringe. Diese Möglichkeit hat er mir einfach genommen.
Natürlich werde ich ihn am Montag ansprechen. Aber das macht das Ganze ja nicht ungeschehen. Und ich sehe ihn direkt vor mir, mit seiner gespielter Überraschung, und dann wird er sagen, dass er ja nicht wusste, dass ich da noch nichts gesagt habe, und dass es diese Vereinbarung zwischen dem Chef und mir gab (natürlich nicht, woher auch?), und mei, nu' isses halt passiert...
Oh mann, ich könnte kotzen! ![]()
Naja, das war so der Hauptkracher diese Woche, alles andere würde ich dagegen als "lästig, aber kein Weltuntergang" abhaken. ![]()
LG
espoir
Hallo Backmaus,
ja du hast Recht, ich war lange nicht mehr da.
Und du hast auch Recht mit deiner Vermutung, dass mich wer geärgert hat.
Ich habe eine recht üble Woche hinter mir, in der ich Feuer von allen Seiten gekriegt habe, Job, Familie, Auto, sonstiges.
Vieles habe ich mittlerweile aufdröseln können und realistisch einschätzen, was ist ein echter Konflikt, der geklärt werden muss, wo will mich jemand manipulieren, und wo hilft einfach nur Kopfschütteln und Schulterzucken?
Aber ich kann nicht leugnen, dass es diese Woche echt gestopft kam und mich insofern irritiert hat. Da hatte ich mich gerade so schön an den anhaltenden seelischen Dauer-Sonnenschein gewöhnt... ![]()
Na sei's drum.
Ich bin weiterhin gut zu mir selber, indem ich mir die Zeit zum Nachdenken gönne, um die diversen Störfälle einordnen zu können.
LG
espoir