liebe emma,
meine mum hatte auch ab und an gute tage. das waren die die mich im co gefangen hielten. die weniger guten die sie hatte und hat waren dabei vergessen. ich lebte tatsächlich nur von einem guten moment zum nächsten und blendete das elend aus. das ist co. das sind meine erfahrungen im umgang mit langzeitalkoholikern. doch da die guten tage weniger wurden und die schlimmen immer mehr bin ich aus dem ganzen usgestiegen. meine mum ist krank. doch helfen kann ich ihr nicht. ich habe meine mum sehr lieb. dennoch bin ich mir wichtiger als alles andere und werde mich nicht aufopfern für sie da zu sein.das ist egoistisch und ich liebe meinen egoismus sehr, weil der mir das leben gerettet hat.denn das was meine mum mir abverlangte war für mich nicht mehr tragbar.ich bin schlichtweg darunter zusammen gebrochen. ich weiss noch, die zeiten sehr wohl, wo ich das eben nicht spüren konnte und nur von dem einen lächeln, augenblick den du beschriebst dann in hoffnung alles ist gut weitergemacht habe.
weisst du, eine partnerschaft lebt nicht von einem lächeln, einem spaziergang miteinader oder zwischendurch eine geste einen salat zu machen. das sind dinge die ich mit einem freund auch leben kann. das sind auch dinge die ich im beruf geben kann.ich mag da auch die leute die ich betreue, doch ich gehe wieder heim und habe da dann abstand zu dem menschen.eine partnerschaft lebt von so viel mehr als von dem.da ist ein ständiges miteinander. da ist eine nähe da. wenn die nicht da ist dann ist es eher beschreibend mit einer wohngemeinschaft in der du lebst.wenn du das so leben kannst dann ist das vollkommen ok. ich selbt wünschte mir mehr in einer partnerschaft wie dieses. nun denk ich , es ist und bleibt deins, wenn du dich wohl fühlst ist es ok.
ich weiss nicht, du meinst du hast das mit der retorik angeblich nicht so drauf, willst da etwas anderst beschreiben. vielleicht beschreibst du die art und weise wie du lebst, das wir uns hier ein besseres bild machen können.
wobei ich da dennoch wirklich sehr skeptisch bin, weil mich das gefühl hier nicht loslässt, da drüben am anderen ende des pcs sitzt ne frau die so sehr am co festhällt, das sie sich das alles schönredet und nicht wahrnehmen will, das das wie sie lebt ihr ,wenn nicht jetzt, dann irgendwann unter der belastung zusammenbricht.sei es, das der gesundheitliche zustand ihres mannes schlechter wird oder die aufgaben, die sie durch die krankheit des mannes übernimmt zu viel werden.ich weiss was es bedeutet für andere da zu sein, diesen menschen zu helfen. ich hab die kinder und dazu meine eltern versorgt gehabt. ich habe übermenschliches geleistet bis zum zusammenbruch. erst jetzt, nachdem mir kar wurde in was ich mich reingehängt hatte, jetzt wo ich das nicht mehr habe, merk ich erst wiviel ich geleistet habe.das es zu viel ist merkte ich wärend dessen nicht.darum schreib ich das ja auch hier so auf.
klar ist das meins. meine erfahrung. doch meisstens deckten sich die erfahrungen die ich machte mit denen der anderen hier im forum.ich kann dir nicht sagen, mach das so oder so. das will ich auch nicht. doch ich kann dir erzählen was passieren kann, was geschen kann, wenn du nicht auf dich aufpasst.
bei mir wurden all die belastungen in meiner seele zu einem bösartigen tumor. der hätte mich fast umgebracht.viele die hier schreiben haben ähnliche erlebnisse. andere schreiben vom burn-out. wieder andere von depressionen.das coabhängigkeit eben auch körperliche krankheiten mit sich bringen ist erwiesen.das ist eben der grund warum ich da nicht dahinter stehen kann, wie jemand werbung fürs coabhängigen dasein macht. das ist nun mein eindruck den ich schon lange habe, was du hier versuchst zu vermitteln. damit vermittelst du mir als co, co sein ist ja nicht so schlimm, wenn man weiss wie damit zu leben ist. nur ist das was du beschreibst eben wie gesgt ein sich selbst reduzieren auf ein minnimum, das habe ich inzwischen durch und bin froh mich nicht mehr auf ein mindestmass an kleinigkeiten redurzieren zu müssen, um noch einbischen freude am leben aus mir rausquetschen zu können.ein lächeln allein wird mir heut nicht mehr dazu bringen mich aufzuopfern. nichts in der welt wird mich jeh wieder dort hin bringen mich selbst zu vergessen. kein mensch dieser welt ist es mir wert mich in meiner freiheit einzuschränken, mich in meinen bedürfnissen zu reduzieren um mit ihm zusammen zu sein.ich bin mir das heute wert.
auch ich wünsche dir eine gute zeit.
lieben gruß melanie