Beiträge von zerfreila

    Hallo Erik,

    ich bin's nochmal. Ich habe eine Passage Deines letzten Beitrags im meinem Thread zitiert, da sie gut zu meinen momentanen Betrachtungen passen.

    Unabhängig davon möchte ich Dich mal fragen, warum Dir der Rausch noch soviel bedeutet und wie Du diesen Aspekt weiter behandeln wirst.

    LG zerfreila

    Verdächtigungen, so abstrus sie auch sein mögen, kommen in der Realität vor und das darf auch so sein, nur, meine Sache ist es nicht, damit habe ich nichts am Hut, davon distanziere ich mich.

    Andere Menschen betreffende Verdächtigungen, Anzweiflungen, Bewertungen, Einstufungen, Konstruktionen, Mutmaßungen, Spekulationen usw. können m.E. auch nicht der eigenen Trockenheit dienen, niemals.

    Ich selbst stehe im Mittelpunkt meiner Trockenheit, daher habe ich es von Anfang an so gehalten, mich nicht von Derartigem irritieren zu lassen und mich an Derartigem auch nicht zu beteiligen. Gelassen habe ich dies. Und damit bin ich auch gut gefahren. Bei mir zu bleiben.

    Auf meinem guten Weg interessiert mich der gute Austausch, der gute Austausch über Themen, die mich im Zusammenhang mit meiner eigenen Trockenheit und meiner weiteren Stabilisierung weiterbringen. Diesen Austausch pflege ich, ich pflege den guten Austausch!

    Dies las ich heute bei GKrazzhopper, Erik beschreibt darin im Rückblick sein Verhalten bzw. seine Haltung im Zusammenhang mit einem früher erlebten Rückfall und nimmt sich dies als Warnung und Achtsamkeitshinweis für die Gegenwart, so habe ich Eriks Beitrag wahrgenommen.

    Zitat von GKrazzhoopper


    Mit dieser bahnbrechenden Erkenntnis konnte ich mich gut reflektieren und mir ist voller Schrecken die Parallele zum letzten Jahr deutlich geworden.

    Nach einem halben abstinenten Jahr bin ich im Sommer ziemlich genau zur selben Zeit rückfällig geworden aus einer Situation heraus, die im Grunde genommen provoziert war. Krass fand ich dabei, dass es sich so ähnlich in diesem Jahr hätte wiederholen können.
    Ich hatte mich in der letzten Zeit immer weniger mit meiner Krankheit beschäftigt, habe auch das Forum schleifen lassen und trotz meiner SHG schlich sich das Gefühl ein: Alles i.O., Haken gesetzt, du bist ja jetzt trocken!! Dass ich in meinem Urlaub aus suchttechnischer Hinsicht in höchst brisante Situationen kommen könnte, stand gar nicht mehr auf meinem "Trockenarbeitsplan"!
    Trokene Grüße, Euer Erik

    Danke für Deinen Beitrag, Erik.

    Und darum geht es mir bei meinen aktuellen Betrachtungen. Rückfall nach einer längeren, langen, sehr langen oder sehr, sehr langen Zeit von beispielsweise fünfundzwanzig Jahren.

    Das ist Realität. Realität ist auch, dass ich dieses Thema aufgreife, betrachte und reflektiere, dass ich darüber diskutiere hier und im realen Leben.

    Und ich frage dann nach dem „Warum“, nach dem „Warum“ nach so, so langer Zeit. Und die Antwort lässt dann erkennen: Trockenheitsarbeit eingestellt. Ich bin ja trocken. Krankeneinsicht tritt in den Hintergrund oder verblasst gänzlich. (um nur mal das Wesentliche zu benennen)

    „Krankheit und Trockenheit“ sind nun mal ganz zentrale Begriffe und ganz zentrales Thema für mich und wohl auch für die Menschen, die hier im Forum unterwegs sind und sich hier austauschen darüber. Die Begriffe „Krankheit und Trockenheit“ sind es wert, diskutiert zu werden, das gehört zum Wesentlichen.

    Und wem das Thema nicht behagt oder unangenehm oder sonst etwas ist… . Ja, dann ist das so, das ist doch ganz einfach, das kann ich nicht ändern und will es auch gar nicht. Jeder betreibt seine Trockenheitsarbeit im Rahmen dessen, was er für sich erreichen will und was im Rahmen seiner Möglichkeiten steht.


    Das ist die Realität. Darum geht es mir. Schönen, trockenen Tag und liebe Grüße, zerfreila

    Hallo Hartmut,

    ich trage nichts heraus, das ist nicht meine Art, weder hier noch in meiner Real-SHG. Und ich bitte Dich, hier nichts hereinzutragen. Bleibe bei Dir! Mit Dir haben meine Gedanken und Ausführungen hier ganz sicher nichts zu tun und ich tausche mich mit Dir auch nicht aus. Gruß, zerfreila

    ps: bitte keine weiteren Kommentare bitte von Dir hier, Hartmut

    Zitat von Samsara

    Lieber zerfreila,

    auch ich kenne das Gefühl, dass es mir -unabhängig von äußeren (Wetter-) Bedingungen innen drin so richtig gut geht :) Mit Achtsamkeit kann man dieses Gefühl pflegen wie ein kleines Pflänzchen und dafür sorgen, dass es so bleibt. Jeden Tag....

    In letzter Zeit habe ich nicht mehr soviel im offenen Bereich geschrieben, das wird sich aber ändern :)

    Liebe Grüße,

    Samsara


    Liebe Samsara, auch dieser Beitrag ist für mich sehr wertvoll.

    Wie oft in meinem Leben habe ich schon äußere Umstände zum Anlass genommen, mich unwohl zu fühlen, mich zu grämen, mich zu blockieren, mich zu besaufen...

    Und wenn ich bei mir bleibe, mich auf mich besinne, auf meine Möglichkeiten, dann finde ich immer etwas, was mir möglich ist, was ich ändern kann, was ich machen kann, was ich lassen kann...

    Und was ich nicht ändern kann... . Das ist dann halt so. Gelassenheit.

    Überhaupt ist ja für mich auch das Thema "Lassen" sehr wesentlich für meinen Weg, dazu mal später vielleicht mehr.

    Ich beachte, was gut für mich ist. Achtsamkeit. Ein Pflänzchen, das es zu pflegen gilt, immer wieder. Dankeschön.

    Liebe Grüße, zerfreila :D

    Hallo BlueCloud,

    ich versuche, mir das Wesentliche meines Weges immer mal wieder zu verdeutlichen und aufzufrischen, Wiederholungen sind mir wesentliches Element meiner Trockenheitsarbeit. Und ich kenne es ja auch von meiner eigenen, ersten Trockenheit, dass ich zum Ende des dritten Jahres rückfällig geworden war. Damals war ich schon lange vorher nicht mehr nah am Thema drangeblieben, sondern hatte die Trockenheitsarbeit vernachlässigt und irgendwann eingestellt, ja so war das. Eigene Erfahrung. Und ich höre und lese dies ja auch jetzt öfter mal, gerade vorhin las ich noch etwas Derartiges, so in Tenor und Haltung: "Ich bin doch nicht krank, ich bin doch trocken"!

    Fazit: Trockenheitsarbeit nicht vernachlässigen, nicht einstellen, sondern weiterführen, und zwar in allen wesentlichen und bewährten Elementen.

    Klar, ich schreibe dies hier für die Leser, aber ich schreibe dies auch für mich, das ist schon gut so.

    Das Wetter ist gut und ich mach' mir dann mal einen schönen Tag. Liebe Grüße, zerfreila :D

    Ein arbeitsfreier, verregneter Sommertag, an dem ich einige Dinge geklärt und auf den Weg gebracht habe.

    Am Nachmittag dann Real-SHG, klar, offen, direkt und nah. Das mag ich. Jedesmal ist der Besuch für mich wieder ein Erlebnis, es bewegt sich was, ich bewege mich. Auch empfinde ich jedes Mal Demut und Dankbarkeit, das werde ich später vielleicht mal ausführlicher beschreiben.

    Zu Beginn meines zweiten, trockenen Jahres traf ich mich mit einer guten Wegbegleiterin unterwegs. Sie schenkte mir ein kleines Büchlein, darin wurden die ersten 1000 Tage bzw. die ersten drei Jahre als sogenannte Labilitätsphase bezeichnet, dies war mir wichtiger Hinweis und seitdem und auch gerade im dritten, trockenen Jahr bedachte ich dies regelmäßig und ließ in meiner Achtsamkeit nicht nach.

    Am Wochenende werde ich mich mal wieder zu einer längeren Radtour aufmachen, auch von gelegentlichen Schauern werde ich mich nicht abhalten lassen, das ist dann halt so.

    Bis bald und liebe Grüße, zerfreila, unterwegs im fünften Jahr :D

    Hallo TT,

    Du schriebst kürzlich, dass es Dir so vorkommt, als ob Du Deinen Keller entrümpeln müsstest. Das Bild vom Keller und den Kisten habe ich auch oft verwendet und dient mir noch heute bei meiner Trockenheitsarbeit (habe ich kürzlich wieder in meinem "Unterwegs-Thread" im offenen Bereich beschrieben).

    Dein letzter Beitrag erinnert mich auch an meine eigene Trockenheitsarbeit. Ich schaute bei meinen Betrachtungen genau hin, warum ich getrunken hatte, aus welchen Situationen, Befindlichkeiten, Gefühlen usw. heraus. So erkannte ich nach und nach Verknüpfungen, Konditionierungen. Ich soff, um zu...

    Die Reihe meiner "Um zu..." war lang. Die Aufarbeitung, das Erkennen und Benennen, die Reflexion waren wertvoll und sind es bis heute.

    Ich wünsche Dir einen guten Weg. Liebe Grüße, zerfreila (1.482) :D

    Hallo BlueCloud,

    ich finde es einfach klasse, wie Du ganz konkret Deinen Weg beschreibst, dazu gehören Deine Gedanken, Deine Gefühle, Dein Tun. Dabei gelingt es Dir, bei Dir zu bleiben und Hinweise auf reale Identitäten sind wirklich nicht zu erkennen.

    Du wirkst auf mich sehr reflektiert und gereift. Durch Deine Beiträge ist für mich zu erkennen, dass Du sehr lebendig bist und Deine Trockenheit in Dein Leben sozusagen eingebettet ist. Der konkrete Zusammenhang zwischen Deiner Trockenheit bzw. Deiner Trockenheitsentwicklung und Deinem lebendigen Leben wird sichtbar und nachvollziehbar.

    Gelebte Trockenheit. Lebendiges Leben.

    Genau das steckt für mich in Deinem Thread. Du verzichtest auf allgemeine Floskeln, Parolen, Worthülsen usw. und verlierst Dich nicht in theoretischen Abhandlungen.

    Damit kannst Du vielen Menschen hier in Deinen Thread Mut und Orientierung geben.

    Ja, und im Übrigen: Genieße Dein Glück :D

    Liebe Grüße, zerfreila

    Zitat von Samsara

    Gemeinsam wandern ist schön :D Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende mit vielen kleinen Blümchen am Wegesrand...

    Deine "alte" Weggefährtin Samsara

    Liebe Samsara, Danke für Deine Wünsche. Du bist mir gute Wegbegleiterin seit meinem Anfangszeiten hier im Forum, dafür auch hier mal ein großes Dankeschön.

    Zwar kann ich zur Zeit lauf- und schmerztechnisch immer noch nicht so wie ich möchte und von früher her kenne und liebe (Fernwanderungen durch die schöne Natur unvm) und es ist auch so, dass ich nach wie vor sehr viel Geduld bei der Abmilderung bzw. Heilung der chronischen Schmerzen mitbringen muss, aber dennoch, ich bin in Bewegung.

    Liebe Grüße und bis bald, zerfreila, Dein 'alter' Wanderfreund.

    ps: Siebenschläfer - Regensommer, doch im Herzen lächelt die Sonne zart

    Zitat von silberkralle

    glück auf zerfreila

    ich wünasch dir, dass du lange, intensiv und kontinuierlich - in bewegung bleiben darfst.

    schöne zeit

    :D
    matthias

    Dankeschön, Matthias, Dein Besuch mit Deinen Wünschen freut mich. Liebe Grüße, zerfreila :D

    Meinen Beitrag bei Manfred hole ich mir mal hier in meinen Thread, da er für mich sehr Wesentliches enthält.


    Heute ist Tag 1.480 meiner neuen Trockenheit. Seit einigen Monaten bin ich beruflich wieder in neue Welten vorgedrungen, eine Arbeit nah am Menschen, eine sehr schöne, interessante und vielseitige Aufgabe. Ich bekomme ganz viel Feedback, direkt und echt. Jeder Tag bringt mir dort ganz, ganz viel.

    Während meines ersten trockenen Jahres war ich ohne Job, den hatte ich in der Wirtschaftskrise verloren. 2009 dann eine Umschulung in einem völlig anderen, mich sehr interessierenden Bereich, mit meinem Ursprungsberuf hatte dies nun überhaupt nichts mehr zu tun. Ursprungsberuf adieu, gut so. Durch diese Umschulung lernte ich wieder viele, neue Menschen kennen und im Anschluss daran tauchte ich beruflich in eine für mich damals auch völlig neue Welt ein. 2009 wie auch jetzt habe ich die Möglichkeit, bereits vorhanden gewesene Begabungen und Fähigkeiten von früher sowie das Hinzugelernte und Weiterentwickeltes nun auch wirklich in der neuen Welt einzubringen und anzuwenden, nah, echt, intensiv, kontinuierlich. Und sie auch weiter auszubauen, auszuprobieren, zum Teil sehr spielerisch und dabei kompetent und zielorientiert.

    Manchmal kommt mir das immer noch wie ein Traum vor, doch es ist Wirklichkeit.

    All dies hängt in allererster Linie damit zusammen, dass ich mich Anfang Juni 2008 auf den Weg gemacht habe. Ja! Bewegung! Unterwegs auf meinem guten Weg.

    Liebe Grüße und bis bald, zerfreila unterwegs :D

    Zitat von Manfred

    Kontinuierlich und beharrlich an einem Thema dranbleiben, mit der Bereitschaft auch mal die Perspektive zu wechseln, das war und ist für mich eine gute Grundlage um trocken zu bleiben.

    Hallo Manfred,

    über diesen Satz hatte ich gestern auch nachgedacht. Ich kann mich noch an meine Anfangszeit hier im Forum erinnern, da schrieb ich mal, dass ich noch nie so nah am Thema dran war wie zu dieser Zeit damals. Und ich bin drangeblieben.

    Intensität und Kontinuität.

    Wiederholungen. Perspektivwechsel bei meinen Betrachtungen.

    Stabilität bzw. weitere Stabilisierung durch Beweglichkeit.

    Danke für Deinen Beitrag und liebe Grüße, zerfreila

    Geht es hier um mangelnde oder negative Potenz bzw. Potenzial nach unten, was das Niveau des Austauschs betrifft, Jürgen?

    Sorry, BlueCloud. Aber ich denke, dass Du Dich auf Deinem Weg nicht nachhaltig irritieren lässt. Meist ist es ja so, dass Bewertungen ja letztlich eine Aussage über den Bewerter selbst treffen, dass der Bewerter durch seine Bewertung ja eine Aussage über sich selbst trifft!

    Liebe Grüße, zerfreila

    Hi Blizzard,

    erst kürzlich bin ich beim Stöbern hier mal wieder auf Deinen alten Thread *Vier Jahre trocken* gestoßen.

    Meinen herzlichen Glückwunsch nun zu Deinen fünf Jahren und drei Monaten Trockenheit. Das freut mich.

    Herzlichen Glückwunsch auch zur Geburt Deiner Tochter.

    Auch habe ich mir mal einige Rezensionen Deines Buches durchgelesen, alle sehr positiv, vielleicht kaufe ich mir es.

    Du bist ein sehr agiler Mensch und hast so viel erreicht. Hut ab.


    Ja, Rauchen ist wirklich eine sehr aggressive Suchterkrankung. Sogenanntes Genuss-Rauchen war mir in meinen Rauchphasen nie möglich, ich war immer Spiegel-Raucher. Genau das, was ich bei Alkohol nie war. Beide Süchte hatten für mich gemeinsam, dass sie für mich nicht kontrollierbar waren und auch nie sein werden. Daher gibt es für mich nur eines: Das erste Glas stehenlassen. Die erste Kippe liegenlassen.

    Ich fände es gut, wenn Du hier öfter mal wieder schreiben würdest.

    Liebe Grüße, zerfreila, unterwegs im fünften Jahr :D

    Liebe Samsara, liebe liv,

    ich freue mich, dass Ihr mich hier entdeckt habt und danke Euch für Eure Wünsche. Heute ist es hier ganz grau und kühl, doch im Herzen hell und warm.

    Liebe Grüße, zerfreila (211 Wochen) :D

    ps: bald schreibe ich mal wieder ausführlicher

    Hallo Manfred,

    ich schätze Deine Betrachtungen und Gedanken sehr, sie wirken sehr klar und reflektiert. Da kann ich 'was mit anfangen für mich. Danke.

    Ich freue mich, dass Du jetzt hier im offenen Bereich von Zeit zu Zeit schreiben wirst. Liebe Grüße, zerfreila