Beiträge von zerfreila

    Hallo Mieken,

    ich kann das mit dem Zeitdruck nicht nachvollziehen. Die Zeit vergeht doch eh ohne jedes Zutun. Und dass Trockenbleiben mit einem immer währenden Prozess der sogenannten Trockenheitsarbeit, besser gefällt mir mittlerweile Suchtarbbeit, verbunden bleiben wird, ist mir ohnehin klar. So gesehen gibt es für mich im Zusammenhang zwischen Zeit und Suchtarbeit keinen Druck.

    LG zerfreila

    Hallo Mieken,

    Danke für Deinen Betrag. Ich gucke ja kaum noch TV und meide Werbung auch weitgehend, aber zum Beispiel bei Sportübertragungen und da insbesondere bei Fußballspielen, ist es mittlerweile so, dass unmittelbar nach dem Halbzeitpfiff oder dem Schlusspfiff Alkoholwerbung einsetzt. Da ich den beschriebenen Effekt und insgesamt die subtile Wirkungsweise kenne, werde ich auch konsequent dazu übergehen, sofort abzustellen und nicht weiter als Kaninchen zur Verfügung zu stehen. Auch verzichte ich weitgehend auf Vor- und Nachberichterstattung per TV, da gerade dort jede Menge Werbepausen eingebaut werden. Das Geplauder von Moderator und sogenanntem Experten dient m.E. ja hauptsächlich dazu, um in dem Senderahmen Werbung zu platzieren.

    Meine Meinung zum Thema.

    -zerfreila-

    Hallo,

    hallo Caroline, hallo Günni, Danke für Eure Beiträge.

    Werbung spricht ja Gefühle, die Sinne und Instinkte an. Und funktioniert ja meist nach dem Schema, dass dem Konsumenten ein Gefühl des Mangels suggeriert werden soll.

    Ich stehe ja der Werbung sehr kritisch gegenüber, weiß auch sehr wohl, mit welch subtilen Mitteln die Werbebotschaften unter die Leute gebracht werden, sodass ich mich selbst ganz allgemein auch nicht davon freisprechen kann, nicht anfällig dafür zu sein.

    Bild weg, Ton weg, abschalten, ist schonmal gut. Ich werde auch mal testen, wie das bei mir ist, wenn ich nur den optischen Reiz herausnehme.

    Was ich bei mir ganz speziell mit Blick auf die Alkohol-Werbung festgestellt habe, ist, dass bei mir der Schluckreflex ausgelöst wird, sobald ich bestimmte Bilder sehe. Kein Verzicht oder ähnliches, nur der nackte Schluckreflex. Gut ist, dass ich dies bemerke und diese Dinge reflektiere. Schlecht ist, dass diese Wirkung überhaupt bei mir ausgelöst werden kann.

    Vielfach hört man Aussagen, wonach der Konsument der Auffassung ist, Werbung würde ihn nicht berühren und könne ihn nicht beeinflussen. Das stimmt vielleicht im Einzelfall. Es dürfte aber wohl auch Ziel der Werbewirtschaft sein, dass dieses Gefühl des Verbrauchers, manipuliert zu werden, nicht aufkommt, da die Manipulation unbemerkt wirken soll.

    Günni, ich finde auch, dass die Kampagne *Keine Macht den Drogen* durch die allseits präsente Alkoholwerbung im Spitzensport sehr widersprüchlich wirkt.

    Meine Meinung und meine Erfahrungen zum Thema.

    -zerfreila-

    Hallo Melisse,

    ich begrüße Dich im Forum und wünsche Dir einen guten Austausch. Du bist sehr offen, Offenheit, finde ich, ist wichtige und notwendige Voraussetzung bei der Verarbeitung seiner eigenen Suchtgeschichte. Du sprichst alte Wunden an, mir selbst gingen kürzlich erst Dinge durch den Kopf, die ich als Kind im Zusammenhang mit meinem trinkenden Vater damals erlebte.

    Da Du bereits jetzt zu Beginn hier sehr offen und detailliert und tiefgehend schreibst, würde ich an Deiner Stelle wirklich eine Teilnahme im geschlossenen Bereich in Erwägung ziehen.

    Ich bin dort seit Feb. 2009 und fühle mich dort gut aufgehoben. Habe dort einen guten Platz für mich gefunden. Davor war ich einen Monat lang bereits im offenen Bereich, wo ich bis vor kurzem in meinem Thread geschrieben habe. Davor nutzte ich das Forum ca. 7 Monate lediglich als stiller Leser ohne Anmeldung. Ich bin jetzt im 14. Monat trocken und das ist auch gut so und schön so. Das Leben ist wieder reich geworden. Dir einen guten Austausch.

    Gruß

    zerfreila

    Hallo Schattenspringer,

    bei der guten "alten" *Roten Lampe* hatte ich immer so eine rot leuchtende Laterne, die man in der Hand tragen kann ähnlich wie Nachtwächter es früher taten, in meiner Vorstellung. Schattenspringer finde ich auch sehr ausdrucksstark. Ich wünsche Dir für Deine weitere Reise gute Fahrt.

    Liebe Grüße

    zerfreila

    Hallo Weitsicht,

    von Zeit zu Zeit habe ich ja immer gerne in Deinen mir sehr angenehmen Thread geschaut und heute stand ich vor verschlossener Tür. Schade.

    Ich wünsche Dir für Deinen weiteren Weg alles Gute. Und vielleicht lässest Du Dich ja doch nochmal hier blicken.

    Liebe Grüße

    zerfreila

    Hallo Randy,

    Gewicht war nie ein Problem bei mir, unabhängig von Alkohol und Rauchen bzw. Abstinenz. Im Winter drei Kilogramm mehr als im Sommer, seit Jahrzehnten, sonst nichts. Süßigkeiten meide ich nach Möglichkeit, aber das war auch schon immer so. Nur ganz selten kommt es mal vor, dass ich mir Schokolade oder Gummibären kaufe.

    -zerfreila-

    Hallo Randy,

    ich habe im vergangen Jahr fast ganz zeitgleich mit Rauchen und Saufen aufgehört. An einem Mittwoch mit Rauchen aufgehört und an dem darauf folgenden Freitag an einem Saufabend, dem letzten, nochmal geraucht.

    Ab dem Samstag war ich dann alkohol- und rauchfrei unterwegs.

    Das ist jetzt knapp 14 Monate her.

    Gutes Gelingen, zerfreila.

    ps:
    1)aber bei jedem ist es wohl irgendwie anders.
    2) ich wurde unter Alk. immer zum Kettenraucher für einen Abend. Ohne Alk. hatte ich nie so großes Zigaretten-Verlangen. So half mir die Alkoholabstinenz letztlich auch in Sachen Kippen.

    Hallo Espoir,

    einen Seitenhieb auf mich habe ich mit Sicherheit nicht in Deiner Bemerkung gesehen. Trotzdem gefiel mir Dein Beitrag zumindest bei mir nicht.

    Immerhin sprichst Du hier einen wichtigen Aspekt an, um den es mir bei meinen Gedanken zum offenen Bereich u.a. auch geht. Nämlich um die Beteiligung bzw. Nichtbeteiligung im offenen Bereich, auch um die dortige Beteiligung bzw. Nichtbeteiligung derjenigen Menschen, die im geschützten Bereich unterwegs sind.

    Konkretes positives Beispiel wäre, dass Du nicht traurig sein müsstest, wenn Backmaus in den geschützten Bereich wechseln würde, weil sie sich ja dennoch auch weiterhin im offenen Bereich blicken ließe. Ist Dir dieses kleine Beispiel verständlich? :lol:
    Meine Gedanken in meinem Thread waren mehr oder weniger grundsätzlicher und allgemeiner Natur, bei denen es auch um Beteiligung ging. Habe dort auch heute nochmal ein ganz kleines Stückchen dazu weitergedacht.

    LG zerfreila

    Als ich im Sommer 1977 als 19-jähriger junger Mensch von einer kleinen Reise aus Südfrankrankreich per Anhalter zurückkam, holte ich mir unterwegs in Basel nach einigen Tagen an einem Kiosk dort mal wieder eine Tageszeitung. *EVIS IS TOT*, so las ich dort und die Kioskfrau weinte.

    Elvis hatte dieser Frau und Millionen Menschen auf der Welt sehr viel gegeben. Den Fans bedeutete ihr Star viel.

    Das scheint mir das Wesentliche zu sein. Und das Leid, das der Künstler in seinem Leben und seiner Seele trotz all des Ruhmes erlebt hatte.

    Fassade und Maskerade und Leid, das fällt mir ein, wenn ich an Michel Jackson und Elvis Presley denke.

    Ob ich nun Fan bin oder nicht, ist für mich bei diesen Betrachtungen uninteressant.

    Für den Fan dürfte aber die emotionale Verbindung zu seinem Star eine große Rolle spielen und ich respektiere seine Gefühle und seine Trauer.

    -zerfreila-

    Hallo Weitsicht,

    mein *ohne Verbitterung oder Verhärtung* klingt im Zusammenhang des Satzes blöd. Ich meinte damit, dass Du eigene schmerzliche Erfahrungen, die Dir als EKA widerfahren sind, in Liebe umwandeln und diese Liebe Deinen Kindern geben konntest und kannst. Man könnte auch sagen, dass Dir dies trotz des selbst erlittenen Leids gelungen ist, Liebe zu geben und nicht die Strukturen weiterzugeben, sondern sie zu durchschneiden.

    LG zerfreila

    Hallo Weitsicht,

    das Thema Liebe und liebevolle Erziehung zieht sich warm und einfühlsam und auch ohne Verbitterung oder Verhärtung durch Deinen Thread. Das ist mir angenehm und behaglich, das möchte ich Dir mal sagen.

    Ich begab mich nicht aus Gründen des Glaubens auf dem Camino. Er ist mir aber zu einem guten Wegweiser geworden. Meinen eigenen Glauben hatte ich schon vorher, er hat sich mit dem Camino verändert und verfestigt, Camino und Glaube werden mir immer wertvoller. Es ist ein Thema, das trotz Verfestigung nichts Starres hat, sondern beweglich bleibt.


    Ich wünsche Dir einen schönen Tag.

    Liebe Grüße

    zerfreila