Na nun traut mir aber mal ein bisken mehr zu !
Ich habe diese Entwicklung in vielen Teilen schon vorausgesehen, da wurde noch über die Therapieform gesprochen. Ich habe mein Veto eingelegt, aber die damalige Therapeutin ist keinen Millimeter von ihrer Meinung abgewichen.
Ich erinnere mich an die Entwöhnungstherapie nach seinem ersten richtigen Entzug. 3 Wochen hat sie gedauert und nach den 3 Wochen kam ein liebevoller, netter, vernünftiger Mensch auf uns zu. Um ihm noch mehr Sicherheit, das berühmte Werkzeug und auch eine Auszeit zu geben, ist er in seine erste WG gekommen. Von da an ging es dann langsam wieder bergab.
Trocken zu sein und trocken zu bleiben ist das oberste Ziel ! Nach ca 6 Monaten hätten seine Therapeuten sehen müssen, wie das WG-Leben Mr. Vielleicht verändert ! Haarschnitt, Kontakt nur bei denen die knapp über 20 sind; die Musik über Drogen und Süchte (welche übrigens dort eigentlich strikt verboten sind), dass alles hat er sich ganz flott wieder zu eigen gemacht. Klar wurde er mal andeutungsweise darauf angesprochen, ob er eigentlich wüsste in welchem Alter er sich befindet und das er sich doch auch mal mit Gleichaltrigen auseinandersetzen sollte. Das war es aber ! Sie lassen ihn gewähren ! Ich würde eingreifen, er sollte sich damit auseinandersetzen ! Sich um sich selbst kümmern ! Dieser Rückfall in die Teeniezeit ist wieder der Anfang vom nächsten Rückfall. Wer so unzufrieden mit sich ist, dass er wieder ins spannende und tolle Teeniealter zurückfällt der hat ein gravierendes Problem und damit wird er auf Dauer nicht trocken bleiben !
Wieso erkennen sie das nicht ? Wieso arbeiten sie nicht daran ? Ich weiß schon wie das morgen abläuft, wenn sie vom rausschmiss erfahren. Er wird gelobt werden, dass er diese Situation trocken durchgestanden hat. Und dann wird zur Tagesordnung übergangen. Vielleicht wird beim Einzelgespräch nochmal nachgebohrt, aber sie muss ja mit seinen Aussagen leben. Und er wird schon genau wissen, was er da sagen kann und darf und was nicht. Und sollte sie tatsächlich klasse Fachfrau sein, ihn erkennen, dann frage ich mich erst recht - was für ne Richtung da eingeschlagen wird.
Übrigens mögen meine Töchter diesen Mr. Vielleicht auch nicht. Meine Ältere ist drauf zu sprechen gekommen. Sie selber fragt sich, wieso die WG soooo wichtig für ihn ist, wenn er doch wieder nach Hause kommen wollte. Er ist nicht mehr "echt" - er münzt das Gelernte dahingehend um, dass er aufgrund seiner Krankheit machen darf was er will. Er dreht sich jede Aussage so, dass er sie perfekt umsetzen kann. Allerdings macht er das im negativen Sinne - und auch das wird ihn nicht auf dauer trocken halten - er belügt sich selber !
Ich selber habe letzte Woche "altes nasses Verhalten" an ihm entdeckt. Mein Vertrauen wurde mißbraucht - von einem Grenzen abstecken kann da nicht unbedingt mehr die Rede sein.
Das könnte ich auch umdrehen - weiß ich doch, wie ich ihn manipulieren kann, damit er das tut was ich will.
Nein, ich für meinen Teil werde jedenfalls nichts mehr investieren. Ich werde auch an nix mehr "arbeiten" was Mr. Vielleicht betrifft. Sollte er sich das nochmal überlegen, dann hat er eine Menge neuer harter Arbeit vor sich. Denn ich werde keinen Millimeter Entgegenkommen mehr zeigen.
Jetzt lass ich mal die Diva raushängen 
Dia