Beiträge von Fender76

    Hallo Soschi

    ich bin 33. Seit ca. 2006 habe ich mir eingestanden Alkoliker zu sein, seitdem habe ich 3 Abstinenzversuche hinter mir. Mein letztes Rückfall zwischen Weihnachten und Sylvester, da habe ich mich daheim allein mit Bier zugekippt. Ich denke da ziemlich schwarz/Weiss. Alkohol ist eine Pschoaktive Substanz, wie viele andere auch.....Wo ist der Genuss? Ein Hummer ist ein Genuss, trotzdem habe ich nicht täglich 6 Stück davon gegessen. Wenn ich heute an mein erstes Bier mit ca. 15 denke...hat es mir geschmekt? Nein es war egelhaft! Ich rauche....schmekt mir das Nein....Kaffe, nein auch nicht.....und wenn dann sind diese Dinge mit viel Zucker und zusätzlichen Aromen versehen...und wenn mir ein Bier mal geschmekt hat, dann hatte ich Durst z.B nach einem Fussballspiel mit der Thekenmannschaft. Ich habe festgestellt, das ich als 16 Jähriger bereits innerlich dachte, das Zeug ist kein Genuss, es ist ein Rauschmittel. So habe ich, wenn ich trank, mich auch bis zum umfallen berauscht, denn das war der Sinn der Sache. Hätte ich etwas geniessen wollen, wäre ein Multivitaminsaft genussvoller gewesen. Ich denke das alle Seelen der Menschen auf solche Substanzen gleich reagieren. Entweder Schwarz "Meine Seele ist emfänglich für solche Stoffe" oder Weiss "Meine Seele ist es nicht". Somit vertrete ich die Ansicht, das Jeder der öfters mal ans trinken denkt und es tut ein Alkoholiker ist...ob er es sich eingesteht ist eine andere Sache. Und die die damit umgehen können, sind nie von solchen Substanzen gefährdet.
    Meine These viel ich dadurch auch manifestirien indem ich festgestellt habe, daß der überwiegende Anteil der Tinker auch viel Rauchen und viel Kaffetrinken, der ein oder andere hat auch andere Seelische Krankheiten. Die anderen "die weissen" auch wenn sie mal einen zu viel über den Durst trinken, sind meist von nix anderem abhängig. (Ausnahmen gibts natürlich immer wieder)

    ...und hätte ich mich geoutet.....wäre ggf. rücksichtvoller mit dem Alkohol vor mir ungegangen worden und ich hätte ihm weniger "suggestive" Angriffsfläche geboten?!

    Naja wie dem auch sein. Ich bin hingefallen und es tut weh, aber ich will nicht den Kopf in den Sand stecken sondern weiter trocken bleiben und sein es nur immer für die nächsten 24 std.

    Ja, ich habe viel darüber nachgedacht was den Rückfall verursacht hat.....In erster Linie Ich und mein Handeln!

    Aber ich denke das durch mein nicht outing, zuviel Alkohol in den Feiertagen im Umfeld der Familie vor meinen Augen herumgereicht und für meine Ohren zu sehr verherrlicht wurde und es mich "suggestiv" im Unterbewusstsein angegriffen und am Schluss gewonnen hat, obwohl ich im Moment der Wahrnehmung kein hang zum mittrinken oder Suchtdruck verspürte. Der stellte sich Tage später wieder ein, als ich nicht mehr in der Heimat war sondern bei mir daheim....diese Erkenntnis war der Aulöser bzw. die damit verbundene Emotion.

    Ich habe die Ursache gerade selbst hingeschrieben und bin auf eine Idee gekommen. Ich habe gerade festgestellt....Meine Heimat ist nicht mein zu Hause, folglich ist mein zu Hause nicht meine Heimat. Mit meiner Heimat verbinde ich bestimmte Werte, daher fehlen mir diese Werte zu Hause. Und als ich wieder zu Hause war, war ich unglücklich und habe mich an diesem Abend betrunken. Aber warum betrunken wenn ich es schon ahnte?!...weil vielleicht zuviel Alkohol in zu kurzer Zeit über die Feiertage vor mir herumgereicht wurde und die Feiertage waren schön, sehr schön somit verbannt ich den Alkohol "suggestiv" mit dem Wirken der Gemütlichkeit, Feierlichkeit, Wärme etc.....Natürlich will und werde ich lernen mit diesen Emotionen und eben mit dem Leben lernen müssen mich zu arrangieren....aber ich denke ich war einfach noch zu frisch trocken um mich diesen Abenden klar stellen zu können

    Hallo

    ich bin seit Mitte Dezember kaum "online" gewesen bzw. bei der Familie und war nicht daheim. Ich war ziemlich stabil, die ganze Zeit, selbst an den Feiertagen, meistens hatte ich sogar den verdammten Alkohol vergessen, bis ich endlich wieder daheim war und zur "ruhe" kommen konnte...und dann ist es über mich gekommen, leider. Wenn ich auch nicht soviel schreibe, doch lese ich es und es kräftig mich. Was erwarte ich von einem Austausch?
    Gute und berechtigte Frage. Im Gegensatz zu unserer Medienwelt mit allen ihrer propagantistischen Produktverherrlichung (in diesem Fall Alk) habe ich hier die Möglichkeit über die Folgen und von den Schattenseiten zu erfahren, mich zu stärken und meine Erkenntnisse darüber zu "erhellen" um mich innerlich zu stärken. Gleichzeitig über Dinge zu schreiben mit der man niemals in die Öffentlichkeit treten kann bzw. ich habe es immer noch nicht geschafft mich vor der Familie oder meinem Freund als Alkoholkrank zu outen, immernoch noch überwiegend die Angst vor der gebranntmarkung die ich ein Leben lang mit tragen (was ich ja eh tun muss)..

    und um vielleicht eines Tages mal Menschen helfen zu können, die da stehen wo ich jetzt stehe.

    Hallo Zusammen

    tja, mich hat es wohl erwischt. Rückfall zwischen Weihnachten und Sylvester:-) Ich habe es in der LZT nicht erwähnt, ich wollte nicht ins Krankenhaus. Seit dem habe ich nix getrunken, habe aber 2-3 Tage lang starken Suchtdruck gehabt. Das habe ich meiner Therapeutin erzählt. Wir haben ein Spiel gespielt, eine Rollenverteilung von Engelchen und Teufelchen, auf zwei Stühlen verteilt habe ich unterschieliche Positionen eingenommen und die Stimmen in meinem Kopf kund getan. Ich war die letzten Tage so betroffen und deprimiert, habe mich selbst gehasst, mich einfach selbst nicht mehr verstanden :( Zum Glück geht es mir jetzt wieder besser. Ich hatte zwar keine körperlichen Entzugserscheinung, aber meine Seele war so niedergeschlagen. Jetzt kann ich wieder alles neu beginnen......

    Hallo Zusammen

    ich hätte letzen Mittwoch mein erstes Gruppengespräch gehabt....hab ich vergessen, war nicht anwesend obwohl ich einen Tag zuvor mein erstes privates Gespräch bei der Therapeutin hatte und es gut getan hat, einem Aussenstehenden einfach mal von mir zu erzählen und wie mein Leben von der Kindheit an gelaufen ist. Das ich die Gruppentherapie vergass, ist mir zwei Tage später, Freitag morgen erst aufgefallen, als ich zur Arbeit kam und im Büro bereits die Weihnachtsfeier schon im vollen Gange war. Ich habe tatsächlich 2 Tage nicht einmal an Alkohol gedacht, ja sogar die Therapie vergessen. Aber es war schon nervig, diese Weihnachtsfeier. Ich habe die anderen nicht um ihr "Trinkgelage" beneidet, Suchtdruck habe ich auch keinen verspürt. Eigentlich hat es nur genervt und ich dachte hoffentlich geht diese Situation bald vorbei. Vermisst habe ich in diesem Moment zumindest nix. Im Gegenteil ich habe ja eher allein daheim getrunken, so das Situationen in denen in Gemeinschaften getrunken und gefeiert wird zum Glück nicht zu sehr auf die Seele oder ins Unterbewusst sein "drücken". Schwerer ist da wohl für mich nach Leistungserbringung das "Belohnungsprinzip" am Abend in form von Alkohol zu unterdrücken. Ich habe die letzten Tage zwar immer alleine verbracht, was ich derzeit auch brauche, allerdings fiel es mir nicht schwer vom Alkohol zu lassen. Aus meiner Suchtkurve heraus, mache ich mir auch keine Sorgen darüber, nach einem Eksez (wie schreib man das :-)) eine Trockenphase einzulegen, beunruhigender ist mir eher der Gedanke wie wird es in ein paar Monaten sein? oder in Situationen in denen ich die Hintertür nicht finde? Ansonsten geht es mir gut und ich hoffe meine Therapeutin, die ich bis her nicht telefonisch erreichen konnte, glaubt mir meine immer noch vorhandene Trockenheit.

    Liebe Grüsse
    Fender

    Hallo zusammen

    ich war eben auf den Seiten der Co-Abhängigkeit und habe Eure Beziehungsprobleme gelesen die auf dem Alkohol zurück zuführen sind....Bei mir ist wieder irgendwie anders?! Seit mehreren Jahren bin ich in einer Beziehung. Einer meiner ersten Schritte in eine neues Leben war die Trennung von meiner Partnerin vor wenigen Tagen. Seitdem mein Geist klar ist und meine innere Stimme und ich sich dem Einklang nähern, habe ich festgestellt, daß ich diese Frau nie geliebt habe. Ich habe sie gebraucht um der Einsamkeit zu entfliehen und um etwas zu haben was mich vom täglichen trinken abhält und mir ins Gewissen redet.....Die meisten drohen dem Partner mit der Trennung wenn er sich keine professionelle Hilfe holt. Das es in der Regel nix bringt, solange der Betroffene keine Einsicht hat und irgendwann von selbst drauf kommen muss ist klar. Meine Partnerin das dies, sie "erhöhte" aber bewusst den Druck nicht auf mich. Jetzt bin ich in Therapie und stelle fest, so wie der Alkohol mich benebelt hat, hat er "uns" benebelt. ICh hoffe die Kraft zu haben mit dem Singlesein klar zu kommen. Immerhin war es die Einsamkeit, die mich vor 5 Jahren zum Alkoholmissbrauch geführt.

    Grüsse
    Fender

    Hallo Zusammen

    Mensch Mary, schön das Du es ins klo gekippt hast, da gehört es nämlich hin. Freu Dich über die Klarheit in Deinen Kopf und darüber eine grosse Hürde erfolgreich gemeistert zu haben, darüber das die Haut sich weiter erholen kann, das "vorzeitliches" Altern nicht eintritt, das Du der Herr bist in Deinem Haus und nicht fremdgesteuert wirst. Aber es macht mir schon Angst, wenn ich lese das Du das Zeug bereits gekauft hast und es auch noch durch die Gegend schleppst.....

    Bei mir dauerte dieser "Kampf" im Kopf circa 5min anschliessend war alles vorbei und ich dachte den Rest des Abends nicht mehr an Alkohol. Höchsten daran wie der Abend ausgesehen hätte, hätte ich...und wie er war ohne. Viel Besser nämlich. Ich habe mich mit meiner Gitarre beschäftigt un rumkomponiert und anschliessend wieder hier ins forum und gelesen.

    Ich glaube das Gestern die "verherrlichenden" Gespräche meiner Kollegen über Bierkonsum mich unterbewusst stark angeregt haben und nur die Erkenntnis meines Bekenntnises Alkoholkrank zu sein mir gestern sehr geholfen hat. Allerdings habe ich mich bis heute noch nicht im Bekannten oder Freundeskreis geoutet (habe eigentlich keinen, was in der Vergangenheit, so denke ich genau zu meinem Missbrauchverhalten geführt hat und jetzt zur Krankheit). Hier muss ich auch viel arbeit leisten, soziale stabile Stukturen aufbauen, wobei mir die Gesselschaft ziemliche Steine in den Weg legt....Dieser Weg wird kein leichter sein, wobei auf Dauer nur eine Autobahn entlang fahren auch langweilig ist :)

    lg
    Fender

    Hallo Zusammen

    heute morgen bin ich das letzte mal im Krankenhaus zum morgentlichen "Blassappel" gewesen. Jetzt habe ich also die Bedingung für die LZT erfüllt und prompt war er da, der Teufel im Kopf. Obwohl es mir sehr leicht gefallen ist, diese Woche ohne Alkohol zu geniessen und ich keinen Suchtdruck verspürte, war es heute auf dem Heimweg völlig anders. Teufelchen und Engelchen sassen auf der Schulter und in meinem Kopf herrschte ein erbitterter Kampf. "Jetzt wo ich nicht mehr kontrolliert werde, könntest Du ja wieder, nur einmal!" " Du bist Alkoholkrank, Du kannst nicht, es ist vorbei, einfach so zu trinken, Du ziehst einen Rattenschwanz hinter Dir her der ist unkontrollierbar. Du wirst Rückfällig noch bevor Du überhaupt angefangen hast aufzuhören und in ein paar Tagen folgen die Selbstzweifel in deiner Seele und dan magst Du nicht mal mehr im Spiegeln anschauen, so enttäuscht bist Du von Dir selbst und davon Dein Leben in die Kontrolle eines anderen zu geben".

    Gut, ich bin heim, habe des Teufelswillen keine beachtung mehr geschenkt. Komisch nur daß, das der schwerste Tag für mich bisher war, als unterbewessust das Bewusstsein sich zum trinken annimiert fühlt wenn die "Kontrolle" von aussen wegfällt.

    lg
    Fender

    Hallo neues Leben

    ich kenne daß, den Wunsch einen besten Freund zu haben. Ich bin auf dem Dorf gross geworden, wo jeder jeden kennt, wo Tradition eingehalten werden, gemeinsam gefeiert wird und alles eben sehr Gemeinschaftlich ist. In meiner Jugend und Lehrzeit hatte ich jemanden mit dem ich wirklich fast jeden Tag verbrachte und der mich wohl massgeblich geprägt hat. Wir waren fast jeden Tag zusammen. Er war etwas älter als ich und wenn wir am Wochenede losgezogen sind kam es schon mal vor das wir uns sogar geprügelt haben (was unsere Freundinnen nie nachvollziehen konnten :-)) Er war keine wirkliche Gewalt, es war seine Art "Erziehung" seiner Art, da er wie ein älterer Bruder. Manchmal musste ich etwas "gewaltetiger" werden wenn er im (Jugend-)Suff durchdrehte und etwas anzünden wollte.....Er ist ein adoptivkind und ich ein Scheidungskind und so haben wir zusammengehalten auf unserer Art und Weise. Natürlich taten wir auch andere Dinge als nur Trinken. Skaten, Mountainbiketouren, Computer zocken...was man halt so tut.

    Seit ich ca. 21 Jahre bin haben sich unsere Wege im Fluss der Zeit verloren, wie das nunmal so ist wenn jeder Beruflich seinen Weg gehen muss, wegzieht, eine Bezihung zur Frau eingeht etc.. Nie wieder habe ich in meinem Leben so eine enge Männerbindung/Freundschaft erlebt und gehabt...Ganz im Gegenteil ich lebe eher heute eher im Abseits, in der Anonymität der Grosstadt. Ich würde das gern ändern und versuche es auch, aber es ist doch meist nur "oberflächlich". Heute weiss ich, so etwas kommt wahrscheinlich nie wieder. Oft habe ich an diese vergangene Beziehung gedacht und mir sowas für die Gegenwart und Zukunft wieder gewünscht...einer der vielen Gedanken, der mich unzufrieden machte - unerfülltes Wunschdenken- griff zur Flasche. Seit kurzem bin ich erst trocken und lerne mit solchen Emotionen klar zu kommen und damit zu leben.

    Liebe Grüsse
    Fender

    Nachtrag für lobanshee
    mit heimlich trocken werden meinte ich eher alleine trocken werden. Meine Partnerin gibt mir nicht das Gefühl, daß ich mit Ihr darüber reden kann. Sie ist mir keine Stütze, in diesem Fall. Und ob der Familienkreis das wissen sollte?! bei mir wohl eher nicht. Freundeskreis? ist wahrscheinlich eine Ursache dafür, das ich den Umgang mit Alkohol verloren habe. Der frühere Freundeskreis trank ja selber und heute habe ich keinen..Was ein weiteres "Vorhaben" meinerseits ist. Ich muss nicht nur trocken und nüchtern bleiben ich muss mir ein stabiles Umfeld schaffen, so wie ich es aus meiner Kindheit vom Lande her kenne.

    Hallo

    also eine Kurzfassung von mir.
    1. Jugend- und Lehrzeit, normales Trinkverhalten, am Wochenende eben.
    2. Bundeswehr, griff ich zu Mariuana
    3. Während des Studiums wurde ich zum Kiffer. 5 Jahre lang täglich, den ganzen Tag (allerdings war öfters ein Alkopop dabei..eher noch als Genussmittel)

    4. Nach dem Studium 2005 bin ich zum arbeiten in eine andere Stadt gezogen und habe es endlich geschafft meinen Wunsch die Kifferei sein zu lassen geschafft. Unbewusst griff ich allerdings zur Bierflasche (täglich). Also musste ich mir 1 Jahr später eingestehen. Ich bin Alkoholiker. Allein dieses eingeständnis reichte aus, um mich nach einem kalten Entzug daheim (der schlimmste von allen bisher) vom Alkohol, für ein Jahr zu befreien. Als ich nach 10 Jahren meinen besten Jugendfreund traf, wurde ich wieder Rückfällig. Allerdings trank ich nur noch Phasenweise, wurde Quartalstinker (2 Jahre lang). Meine jetzige Partnerin erkannten meinen Konsum, da ich, wenn ich trank, bis zum Filmriss trank.

    Ich entschloss mich in die LZT zu gehen. Nach 3 Wochen trockenheit wurde ich rückfällig, als ich von meinem Arbeitgeber erfuhr, daß ich für 6-12 Monate nach Berlin gehen muss. So hatte die gerade erst begonnene Therapie keinen Sinn mehr für mich und ich trank weiter. Jetzt bin ich wieder seit 4 Wochen daheim und bin wieder tocken und ihn Therapie. Ich trinke zu 95% alleine daheim. Ich vermute es liegt daran, daß ich in meiner Jugend und Lehrzeit jeden Abend diesselben Leute in der Kneipe meines Onkels gesehen habe. Diese Gestalten die dort Ihr leben verschwenden, dachte ich und verspottet sie innerlich -Sorry- , so bin ich nicht (dachte ich). Also trank ich mit der Zeit eher daheim, um mich nicht als ihresgleichen zu sehen.....da habe ich mir immer schön was eingeredet !!

    Seit meine Partnerin, die Bestätigung hat, das ich Alkoholiker bin, hat sie sich viel über Co-Abhängigkeit informiert und geht auf Distanz. Auf der einen Seite hat sie mir Monatelang vorgepredigt in Therapie zu gehen (was aber in diesem Jahr nicht ging, da ich ja in einer anderen Stadt war bzw. ich will die Therapie dort machen wo ich auch lebe und habe es nach meiner Rückkehr auch schnell umgesetzt) und jetzt wo ich in Therapie bin, wirft sie mir vor das ich mich zu sehr mit dem trocken werde beschäftige?

    Grüsse

    Hallo lobanshee

    Danke für Deine Antwort, es ist die erste die ich hier erhalte :)

    ja du hast die zweiteilige Deutung erkannt. Ich bin ersten hochmotiviert und sehr erfreut über die Schritte die ich jetzt gehen möchte und werde. Allerdings endete das heutige Telefonat mit meiner Freundin eher in ein "unverständis" ihrerseits.....Ich wollte eigentlich kurz sagen....ich habe heimlich vor meiner Partnerin getrunken und muss heimlich vor ihr wieder trocken sein. Ich bin zu der Erkenntnis gekommen das ich nicht mit Ihrer Hilfe oder mit Ihrer Unterstützung zu rechnen brauche, weil Sie überhaupt kein Verständnis für mein Problem hat. Was ja gut ist, sonst hätte Sie ein Problem. Somit muss ich mir andere Gespächspartner suchen, so wie hier.

    Hallo Zusammen

    seit einigen Tagen bin ich trocken und freue mich sehr darüber, vielleicht weil ich gerade erst am Anfang stehe?! Kann es sein das diese Freude eher eine Euphorie ist? Ich meine, ich habe momentan überhaupt keine zweifel daran, nochmal zu trinken. Ich habe meine Sucht und die Krankheit erkannt und gemerkt was ich alles in den letzten Abenden gemacht/geschafft habe und vergleiche es mit den Tagen des Suffs davor und merke wieviel Zeit ich damit verschwendet habe alleine in der Küche zu sitzen und zu grübeln und mit meinen "unsichtbaren" imaginären Freunden zu Philosophieren. Erkenne das es gut ist Ideen in taten umzusetzen anstatt nur Gedanken darüber zu verlieren.
    Ich habe die letzen Tage auch vieles in den Foren gelesen, weil es mich eben momentan sehr sehr beschäftigt und gut tut. Leider meinte meine Partnerin, die auch von meinem Problem weiss (allerdings weiss sie nix genaueres über meine Konsummengen), ich sollte mich nicht zu sehr mit der Sache beschäftigen??!!
    Zitat "..., Du wirst eh Rückfällig". Diese Aussage hat mich ganz schön getroffen. Es sind manchmal nur so kleine verletzenden Aussagen, von Personen aus der Gesselschaft (wie diese), die dazu führten mich Abends betrinken zu wollen. Momentan versuche ich erstmal mich nicht weiter darüber aufzuregen und mich seelisch wieder auf etwas anderes zu konzentrieren.....Luft rausgelassen. Jetzt gehts wieder :P

    Lg
    Fender