Beiträge von elke1961

    Liebe Sinnesrausch,

    Drück-dich...
    weine ruhig, das brauchen wir immer wieder, auch wenn es Energie kostet.

    Du läufst nicht davon. Du schützt dich. Und wenn du ihn nicht sehen willst, weil es dir schlecht geht, dann tu es nicht.
    Etwas anderes ist es, wenn du ihn doch noch sehen willst, aber Angst vor Verletzungen hast.

    Bleib heute hier im Forum: Wir sind bei dir.

    Liebe Grüße
    Elke

    Hallo ihr Lieben,

    ihr habt Recht: Ich sehne den Tag herbei, an dem der Spuk endlich vorbei ist.

    Hatte wieder eine schlechte Nacht, aber das kenne ich ja schon seit fast zwei Jahren.

    Heute hat er doch schon mal tatsächlich seine persönlichen Schulden bezahlt. Morgen will ich über den Abstand für das Haus reden.
    Er ist heute früh aufgestanden, aber ich ging nur kurz auf ein Gespräch mit ihm ein. Er wußte nicht, dass ich zu meiner Tochter fahre und dachte, ich würde mir ein Häuschen anschauen. Dazu habe ich mich nicht geäußert, aber ihm in den Glauben gelassen. Das gab mir Gelegenheit, die finanzielle Situation kurz anzusprechen. Anlass war, dass ich meinte, das die Mieten recht hoch sind und bezahlbare kleine Häuser zu weit weg sind.
    Er meinte, dass ich die Hunde hier lassen kann, dann kann ich eine Mietwohnung nehmen (Sie bellen häufiger, weil sie hier auf dem Land gelernt haben, das Haus zu bewachen, somit wäre in einer Mietwohnung der Ärger schon vorprogrammiert, wenn sie alleine bleiben müssen).

    Nö- keine Chance!!! Bei ihm würden sie bis zu 9 Stunden alleine bleiben müssen und überhaupt: Er hatte sich nie gekümmert. Also sagte ich, dass ich auf jeden Fall solange suchen werde, bis ich was gefunden habe.
    Er deutete an, dass ihm dann wohl nichts anderes übrig bliebe, als sich mit dem Restkredit mit mir zu einigen. Na- mal sehen, was es morgen gibt.

    Ich habe ihm heute auf jeden Fall noch mal erklärt, dass ich nicht mehr bereit bin, mir seine ständigen Vorwürfe anzuhören. Er wirft mir vor, dass ich es jahrelang gemacht hätte und jetzt tut er es selber!
    Ich konnte mich "relativ" gut abgrenzen und wenn ich merkte, dass die Emotionen aus mir sprechen wollten, hab ich im Ansatz sofort zu ihm gesagt, dass er es doch vergessen soll, was ich gerade sagen wollte und das es meine Sache ist.
    Es war keine Trotzreaktion sondern wirklich ein Gefühl der Abgrenzung. Die Erfahrungen, die ich in den letzten Wochen mit ihm gemacht habe, haben mich spüren lassen, dass es keinen Sinn macht, mit ihm über mich und meine Gefühle zu sprechen. Er kann und will keine Empathie zeigen/ haben. Es ist falsch, meine Energie (und Heulen kostet Energie!!!) an den Falschen zu verschwenden.

    Dann war ich bei meiner Tochter und habe ihr renovieren geholfen. Zwar nur 2 Stunden, aber immerhin etwas. Schwiegersohn und Freund von ihm waren da und ich habe ein fettes Lob für meine Arbeit von dem Freund erhalten.
    Mann, tut das gut, mal was Nettes von einem Mann zu hören, Anerkennung und Wertschätzung zu erhalten.
    Ich weiß, dass ich es mir selber geben sollte, aber durch 13 Jahre Co ist mein Selbstwertgefühl "fast" im Keller. Auf der Arbeit erhalte ich viel Anerkennung, ausschließlich von Frauen, aber irgendwie ist es nicht dasselbe. Ich weiß auch nicht, warum? Vielleicht weil ich mich früher mit Männern immer sehr gut verstanden hatte- als freundschaftliche Beziehung. Und meine richtigen Freunde waren immer Männer.
    Ich würde mir auch wieder einen männlichen Freund wünschen, habe ich doch alle Brücken abgebrochen wegen meines Ex. Das fehlt mir so sehr. Nicht, um eine Beziehung zu haben. Die will ich aus vielen Gründen nicht mehr. Einfach nur, um seine Freizeit zu gestalten.

    Ich weiß nur, ich werde nicht aufgeben: Die Beziehung ist zu Ende. Daran kann ich nichts mehr ändern. Aber ich werde nicht all meine Träume aufgeben. Ein Leben ohne ihn in einem klitzekleinem Häuschchen außerhalb der Stadt mit Kind und Hunden! das wünsche ich mir und irgenwie werde ich es schon schaffen. Ich brauche nur ein wenig Zeit, so etwas zu finden. Und nach und nach glaube ich, dass ich auch diese Zeit hier durchstehen werde, wenn nichts schlimmeres passiert.

    LG
    Elke

    Oje--
    ich hatte mal wieder eine Heulattacke.

    Den ganzen Tag habe ich nach Immobilien geschaut und alles war zu teuer. Das hat mich schon wieder ein Stück niedergeschmettert.
    Dann telefonierte ich mit meiner Tochter und verabredete mich mit ihr.
    "Na- hast du einen Besichtigungstermin?" (xxx)
    Ich erklärte ihm, dass er gerade Mal vor 3 Wochen unsere 13jährige Beziehung beendet hatte und ich nur mit Schulden dastehe, wie solle das denn gehen?
    Ich fragte nach einem Termin bei ihm, um die Finanzen mal zu besprechen.
    xxx: "Ja, irgendwann mal, wenn ich morgen aufgestanden bin."
    Irgendwann? Ich wollte morgen zu meiner Tochter? Ich sagte nur: "Nein, morgen irgendwann mal habe ich keine Zeit, sage mir eine Uhrzeit."
    xxx:"Ich weiß doch jetzt nicht, wann ich aufstehe."
    Ich habe dann darauf bestanden, dass wir einen anderen Tag mit Uhrzeit ausmachen.

    Blablaba.. irgendwann kam das Thema auf meine kleine Tochter und ich sagte, dass es ihr auch sehr wehtut und sie ihre Ausbildung wohl abbrechen muss (Privatinstitut), weil ich es mir nicht mehr leisten kann. "Es tut mir so weh. Alles wird sich für mich ändern und für die Kleine auch. Wir leiden ganz schön und ich bin verletzt. Machst du dir überhaupt Gedanken dazu?" so ähnlich sagte ich es.

    Promp ging er unter die Decke und fing wieder mit Vorwürfen ohne Ende an. Ich hätte alle wie Dreck behandelt sogar seine Familie und und und...
    Ich versuchte mich zu wehren, niemals habe ich seine Familie wie Dreck oder gar unfreundlich behandelt.
    Meine große Tochter hatte mal in seiner schlimmsten Phase ein Gespräch mit seiner Mutter gesucht. Dadurch dass seine Mutter das Ganze verharmlost hatte, ist meine Tochter regelrecht explodiert. Und er wirft mir seitdem vor, dass es meine Schuld wäre: "Du hättest das niemals stillschweigend dulden dürfen. Es ist deine Schuld, dass meine Familie nicht mehr kommt. Du hättest dich da einmischen müssen und sie rausschmeißen müssen. Du alleine hast das zu verantworten."
    Okay- ich gebe zu, dass ich nichts gesagt hatte. Ich fand es sogar gut, dass mal jemand so Klartext gesprochen hatte, weil ja immer alles verheimlicht wurde. Aber meine Tochter war erwachsen und wußte nur zu gut, worum es geht. Es war in Ordnung.

    xxx bombardierte mich nur mit Beispielen aus der Vergangenheit. Er hätte sich ja immer entschuldigt, er wäre derjenige gewesen, der immer angekrochen gekommen ist. Ich habe ihn links liegen gelassen - also seiner Meinung nach, behandelt wie Dreck. Und das erzählt er allen, die es hören wollen.

    Mein Gott muss ich ein schlechter Mensch in seinen Augen sein!

    Ich versuchte zum Auslöser zurück zu kommen und erklärte xxx, dass ich ihm nur mitteilen wollte, wie sehr verletzt ich bin.
    xxx:" "Nein, du gibst mir die Schuld. Du sagst, ich mach mir keinen Kopf."

    Ich: "Habe ich das gesagt?" xxx:"Aber gemeint!" Ich: "Nein, ich habe das... und das gesagt."
    Blödmann: "Du meinst es aber so... und ...so.""

    Soviel zur GFK. Ich habe das Ganze noch mehrmals wiederholt. Entweder war es ihm zu blöd oder er wollte sich vor Einsicht schützen. Auf jeden Fall kamen mir schon wieder die Tränen, er ging wortlos aus dem Haus (Nachtschicht) und ich habe mal wieder geheult wie ein Schloßhund.

    Irgendwie funktioniert es nicht. Ich habe das Gefühl, er hasst mich. Ich bekomme schon wieder leichte Schuldgefühle, weil ich darüber nachdenke, wie ich ihn wirklich behandelt habe und ob er Recht hat.

    In dem Punkt mit seiner Mutter hat er kein Recht. Ich war immer freundlich zu ihr und habe nie gestritten.

    Es tut so weh, soviel Abneigung von jemanden zu erfahren, mit dem man solange zusammen war. Und es kam so überraschend, dass er mich nicht mehr lieb haben wollte. Und ich weiß nicht, wie es weitergehen soll: Alleine, Ohne Geld, mit Schulden. (Ach - ich bin ja nicht alleine)

    Ich hatte mir alles so schön ausgemalt: Friedliche Trennung, finanzielle Einigung und einen Neuanfang.
    Alles scheint nicht zu gelingen.


    Wir spielen beide noch auf der Gefühlsebene das Spiel:
    ich- heulend, traurig, verletzt, resigniert, schwach (körperlich), antriebslos...
    er: wütend, hassend, vorwurfsvoll, ungeduldig, sarkastisch.....


    Mmh- wenn ich mir das so anschaue, sehe ich, in welcher Position ich bin: Klein, man kann srauftreten und sich selbst groß dabei fühlen. Man hat Macht über den Kleinen!

    Boh- ich muss wieder größer werden! Ich war doch schon gewachsen. Warum lassen mich solche Dinge immer noch schnell zusammen fallen? Es geht mir doch besser, wenn ich mich distanziere und sachlich bleibe und er kann damit auch besser umgehen.

    Ach- ich weiß auch nicht? Ich meke nur, dass ich imer mehr den Tag herbei sehne, an dem ich ausziehen werde.

    LG
    Elke

    edit summerdream: ich möchte dich bitten in zukunft auf deine ausdrucksweise zu achten sowie gespräche u. ä. zwecks wiedererkennungswert etc. nicht original wiederzugeben - thx

    Liebe Zimt,

    du möchtest wissen, welchen Eindruck du auf uns machst?
    Ist es dir wichtig? Und wie wichtig? Machst du dein Wohlbefinden davon abhängig, wie dich andere Menschen beurteilen würden?

    Du wirst in vielen Threads entdecken, dass der Weg, um aus der Co Abhängigkeit rauszukommen, bei einem selbst anfängt. Sich selber wertschätzen und ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln ist das Endziel.

    Aber nun äußere ich doch meinen Eindruck, aber nur damit du darüber entscheiden kannst, ob er richtig ist:

    Meiner Meinung nach versuchst du so zu handeln, wie es richtig sein sollte. Eben wie KEINE Co-Abhängige.
    Aber dein Denken und deine Gefühle zeigen, dass du dich noch nicht aus der Co - Abhängigkeit gelöst hast.

    Du schreibst:
    "Nur von der Paargeschichte habe ich nicht Abstand genommen. Und da kämpfe ich auch immer noch.
    ...... Ich wollte das nicht so stehen lassen von gestern. Er ist schnell beleidigt oder gekränkt. ......Seine Reaktion wäre: (weinerlich): Willst wohl nicht mit mir reden? Na gut, dann weiß ich ja Bescheid." Er würde sich danach nicht mehr melden. Beziehungsende vielleicht. "

    Deine Emotionen lassen dich wieder so handeln, wie wir alles es getan haben. Deine Gedanken drehen sich darum, dass du ihn verletzen könntest. Du hast Angst vor dem Beziehungsende.

    "Ich bin schon lange von der Illusion weg, ihm helfen zu können"
    Das ist Kapitulation. (vernünftigerweise). Aber wenn du könntest, würdest du! Wenn du ganz genau wüsstest, dass du ihn heilen kannst und nur dich selber zu ändern bräuchtest, dich ein wenig hier und da zu verbiegen und dort anzupassen- um ihn zu retten-- dann würdest du es tun. Um der Liebe Willen!!!

    "Vorher aufgeben macht irgendwie keinen Sinn"


    Ist das nun Co-Abhängigkeit??


    Liebe Grüße
    Elke

    Liebes Blaubaerchen,

    ..........mmmh.
    Natürlich ist der Ansatz, mehr für sich zu tun und an sich zu denken, hervorragend. Aber ob er irgendwann dazu stoßen will, ist für mich fraglich. Wichtig ist auf jeden Fall erst einmal, dass du deinen Weg gehst.

    Jetzt kommt meine Erfahrung dazu: Auch ich hatte eine Phase, in der ich meine Wege gegangen bin, nicht mehr soviel geschluckt habe und versucht habe, zu genießen. Leider zeigte mein Partner an allem, was ich ihm anbot, ein absolutes Desinteresse.
    Ich weiß heute, dass es immer seine Ängste war, bei bestimmten Aktivitäten nicht uneingeschränkt über Alkohol zu verfügen. (z.B. Wandern mit den Hunden)
    So lebten wir immer mehr nebeneinander statt miteinander und es passierte tatsächlich etwas: Er trank immer mehr. Wohl in dem Irrglauben, ich hätte mich mit seinem Alkoholentzug einverstanden erklärt.
    Ich genoss meine Aktivitäten, aber vermisste es doch, meinen Partner neben mir zu haben.
    Es war eigendlich keine Partnerschaft mehr, weil wir nichts mehr miteinander teilten. Ich lebte für mich alleine und hätte mich genauso gut trennen können.
    Diesen Zeitpunkt hatte ich aber verpasst, es wäre die Gelegenheit gewesen. Und als er dann eine Affäre begann, ließ ich mich aus Verlustängsten wieder in den Sumpf der Co-Abhängigkeit ziehen.

    Ich freue mich dennoch, dass du deinen Weg gehst und hoffe, dass du so schlechte erfahrungen dabei machst, wie ich.

    Liebe Grüße
    Elke

    Hallo ihr Lieben,

    ich war heute telefonisch auf Therapeutensuche.
    Die von meinem Arzt empfohlenen haben eine Warteliste bis zu einem Jahr. Das hat mich wieder runter gezogen und mir kamen die Tränen.

    Dann habe ich mir über die KV die Liste geholt. Viele ärzte sind erst in einer Woche erreichbar (Urlaub). Eine hatte ich am Apperat und sie fragte, worum es geht- ich einen Kurzbericht von Co-Abhängigkeit, Mßbrauch in der Kindheit usw. (kam mir irgendwie nackt dabei vor, jemanden Fremden am Telefon was zu erzählen). Die meinte, ich bräuchte eine Verhaltenstherapie und bin bei ihr falsch.

    Dann habe ich nur einen Arzt gefunden, zu dem ich gehen kann. Es ist aber ein praktischer Arzt, der so etwas wohl noch nebenbei macht. Dort könnte ich sofort zum Erstgespräch, sagte die Sprechstundenhilfe.

    Ich weiß nicht? Ich möchte jetzt sofort Hilfe, aber ob er der Richtige ist? Kann man später den Therapeuten wechseln und erst Mal zu diesem gehen.
    Weil die Wartelisten dauern laut KV überall so um die 12 Wochen.

    LG
    Elke

    PS: habe wieder zuwenig getrunken und gegessen.

    So ihr Lieben!

    Heute tue ich mir was Gutes!
    Ab 20.15 Uhr bin ich nicht mehr hier online, weil ich dann einen schönen Fernsehabend mit mir und meinen Hunden machen will.
    Sie waren heute 2 x auf einen großen Spaziergang und sind nun bereit als Kopfkissen zu dienen.
    Ex ist auch freundlich und unterhält sich normal mit mir (meistens will er was von seinem PC wissen- kann ich aber gut antworten: Musst du schauen, weiß ich nicht, jaja..). Kann man also ertragen.
    Ich werde nicht bereitwillig ihm alles abnehmen und weil er nicht mehr deshalb gehässig wird, scheint er es so langsam zu verstehen.

    Puh- die ersten drei Wochen waren die Hölle und jetzt wird es besser. Ich werde noch Kraft brauchen, dass weiß ich. Aber diesmal habe ich Hilfe: Euch und bald einen Therapeuten.

    Ich sehe schon viel positiver.

    Ihr Lieben

    bis morgen

    LG
    Elke

    Liebe Fliegender Stern,
    ach Mensch - ich drück dich ganz doll.
    Gerade bei uns brauchst du dich nicht zu schämen. Jedem hier ist es doch auch so gegangen oder geht es noch so.
    Mann, wenn du meinen Thread lesen würdest, was ich da alles hatte:
    Verzweifelung und Winseln um seine Liebe, bitterböse Rachegefühle, Wut, Scham gegenüber meinem Umfeld.

    Und ich bin hier, weil ich ALLES schreiben kann, ohne dass mir jemand den Kopf abreisst. Ich bekomme Denkanstösse, andere Sichtweisen, Mitleid, Trost.
    Aber niemals sagt hier jemand: Du hast was falsch gemacht.

    Ehrlich: Ich hätte vielleicht auch geantwortet und ich würde mich freuen, wenn mein Partner mir auch noch die kleinste Form von Zuneigung zeigt. Ich finde es normal, nach dem, was wir durchgemacht haben.

    Nur eines ist wichtig: Was du dir für deine Zukunft wünscht und und das du ganz kleine, winzige Schritte auf den Weg der Erkenntnis machst. Das ist der Anfang!

    Liebe Grüße
    Elke

    Zitat von Pipilotta


    Ich weiß, dass es dumm ist, aber jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen. Ich jedenfalls gehöre zu der Kategorie, die erstmal selber auf die Schnauze fallen müssen.

    Hört sich blöd an - is aber so.

    ...ich seh euch schon mit dem Kopf schütteln...

    Hallo Pipilotta,
    nein du hast Recht.
    Wir alle sind tüchtig auf die Schnauze gefallen.
    Wir haben unsere eigenen Erfahrungen gemacht. Gerade deshalb ist es uns ja wichtig, jemand "vorzeitig" zu warnen.
    Ich habe 13 Jahre gebraucht und diese 13 Jahre waren voller Verletzungen, Ängsten und Schmerzen. Deshalb wäre es schön, wenn es gelingen könnte, jemanden davor zu bewahren.

    Du möchtest ihm helfen oder unterstützen, aber es ist wichtig zu erkennen, dass dieser Wunsch alleine nicht ausreicht.

    Lies dich mal in einigen Geschichten durch und betrachte dabei dein Leben.
    Vielleicht findest du dich irgendwo wieder und gelangst dann für dich zu einer wichtigen Erkenntnis, wie du dein Leben weiterhin gestalten möchtest.

    Alles Liebe
    Elke

    Jaaaaa, Mami.

    Trinke gerade Fanta und zwei Schnitten gegessen. Nach dem Spaziergang habe ich auch jetzt wieder Hunger und mache mir etwas. Und einen Kaffe habe ich hier auch neben der Fanta. Wasser ist leider alle. Mache mir gleich noch einen Tee.

    Liebe Grüße
    Elke

    Zitat von malinca

    ...Die sollte jetzt aber nicht mehr von Dir kommen sondern von professioneller Seite. Wenn sie eine LZ machen will ist das schön, aber bitte nicht für Dich, sondern für sich selber.

    Lieber dreamcatcher,
    und so kannst du ihr es auch sagen.
    Ich weiß ja nicht, ob du bereit wärest, nach dem Entzug einen Neuanfang zu wagen. Aber wenn dem so ist, kannst du ihr sagen, dass es erst Mal nur eine Zeit ist, in der ihr beide euch - getrennt- finden müsst. Was danach kommt, bleibt offen.
    Sei dir erst einmal sicher, was du willst und denke alle Alternativen durch. Dann kannst du auf dein Herz hören und entscheiden, was jetzt im Moment das beste für dich ist.
    Liebe Grüße
    Elke

    Oh Mann- mal wieder einen Tiefpunkt.

    Heute morgen war die Gelegenheit, das Thema Finanzen anzusprechen. Es kam, wie ich mir dachte. er meinte, ich würde ihn besch... wollen.
    Ich versuchte ihm zu erklären, dass seine persönlichen Schulden bei mir, die er wegen hoher Kontoüberziehung zwecks Alkoholbeschaffung gemacht hatte, nichts mit der Abstandssumme für das Haus und den Umbau zu tun haben.
    Ich hatte ihm ja über 4000,- geliehen, damit er sein Konto glatt hat und bin selber absolut im Minus.
    Er meinte, damit wäre ja der Kredit erledigt.
    Er meinte, dass er die Umbauten und Gartengestaltung ja gar nicht haben wollte. Ich könne alles mitnehmen. Das stimmt doch gar nicht und wie soll das denn gehen?
    Ich habe nicht nur jeden Tag und das ganze Wochenende hier malocht, ich habe mein ganzes Geld hier reingesteckt, einen Kredit aufgenommen und er will sich jetzt darin wohl fühlen.
    Erst nachdem ich ihn fragte, ob er eine Masche versucht, damit ich doch noch bleibe, wurde er ruhiger.

    Juchhu- Endlich habe ich ein Druckmittel gefunden: wenn er mich nicht auszahlt, hat er mich noch länger am Hals. Er will sich trennen und dann muss er auch zusehen, dass er mir entgegen kommt.
    Ich muss ja schließlich irgendwie Miete bezahlen können und natürlich muss eine neue Wohnung auch etwas renoviert werden. Dann brauch ich ja auch noch einige Möbel, obwohl ich schon eine ganze Menge mitnehmen kann, was mir vorher schon gehörte.
    Ich warf ihm vor, dass er ja noch nicht einmal einen Blick auf meine Buchführung genommen hat. Wie kann er dann beurteilen, ob ich ihn besch.. will?
    Noch vor einem halben Jahr habe ich einige Zimmer und Dinge neu gestrichen.
    Er meinte, wenn man halt auszieht, kann man nicht Abstand dafür fordern. Ich meinte, dass ich ja gar nicht ausziehen würde, er will ja, dass ich es tue.
    Ich könne ja die Räume abwohnen und so in drei Jahren müsse dann mal wieder einiges gestrichen werden.
    Da bekam er wohl doch etwas Angst: Angst, dass ich bleiben würde. Und er meinte mal wieder: "Ja, ja wir werden uns schon einig." Wieder eine seiner nicht konkreten Aussagen.

    Ach- irgendwie bin ich doch schon froh, dass es jetzt nur um das liebe Geld geht. Es tut zwar noch weh, dass wir uns trennen, aber für mich ist klar, dass wir nicht mehr zusammen leben können. Auch "mein Zuhause " zu verlieren bereitet mir etwas Herzstiche. Aber da ich im Moment sowieso nur das Allernötigste mache und draussen im Garten Winter ist (und es nicht so auffällt, weil Schnee liegt), fange ich mich an, zu lösen. Den Wunsch nach einem neuen Zuhause zu haben.
    Natürlich habe ich auch bei unserem Gespräch mal wieder geheult, aber nur, weil ich traurig und wütend zugleich darüber war, wie unfair er denkt. Ich bin jetzt so, wie ich bin. Ich verstelle mich nicht vor ihm. Ich reiße mich nicht mehr zusammen. Ich versuche, zu erklären und fair zu sein, aber ich lasse mich nicht unterkriegen. Ich habe meine Forderungen und würde auch Kompromisse eingehen (wie z.B. wenn ich ein Häuschen finde, die Holzterasse abzubauen und die Bruchsteine rauszureißen und mitzunehmen, dass würde ich ihm dann abziehen). Aber nur insoweit, was realistisch und fair ist.

    Ich bin gespannt, ob es eine vernünftige Trennung wird. Ich zweifle noch, da er ja immer schon Probleme damit hatte, wenn es um sein Geld geht. Und er hat sich fürchterlich aufgeregt, als ich ihm einige Rechtsinformationen gab. Er würde am Dienstag zum Anwalt gehen. Ich sagte ihm: "Tu das."
    Und er will lügen. Er will sagen, dass wir nie verlobt waren. Wie hinterhältig er nur sein kann.

    So, jetzt gehe ich mit den Hunden im Schnee wandern.

    Bis heute abend

    LG
    Elke

    Guten Morgen Engelchen

    da muss ich Nele recht geben.
    Als mein Bald-Ex in der nassen Phase eine Affäre hatte und ich mich damals schon fast damit abgefunden hatte und ein neues Leben beginnen wollte, beendete er die Affäre.
    Ich habe nie den Grund erfahren. Ich weiß nur, dass er währenddessen täglich wieder nach Hause kam- so ungefähr, wenn sie arbeiten musste und ihren Haushalt gemacht hatte. Nur abends ist er wieder hingefahren- zur Freizeitgestaltung- und dann über Nacht geblieben- wir wissen schon, warum.
    Wenn er dann nach Hause kam, erst Mal die Pulle Bier am Hals und dann weiter eine nach der anderen reingeschüttet, als wenn er "vorsaufen" müsste.
    So habe ich mir dann ausmalen können, warum. Sie hat ihm wohl mal gesagt, dass sie sich dann eine Woche nicht mehr sehen sollen. Und dann kam mir die Erleuchtung: Er konnte da nicht so trinken, wie hier.
    Mir hat er zwar gesagt, weil er gemerkt hatte, dass ich ihm noch etwas bedeute! Haha!
    Bei mir konnte er ohne Vorwürfe weiter saufen, weil ich schon aufgegeben hatte.

    Ich weiß auch noch, wie ich mich erniedrigt habe- vor drei Wochen. Um seine Liebe gebettelt habe, um eine Chance gebeten habe. Er war trocken und hatte sich verändert, deshalb wollte ich ihm doch beweisen können, dass ich es auch kann.
    Es hat nichts genutzt und es ist gut so, dass er mir diesen "Todesstoss" gegeben hat. Es ist mir klar geworden, dass ich mich nur bemüht hätte- mich verbogen hätte, um seines Willen. Was wäre das für eine Beziehung gewesen? Wie lange hätte ich es durchgehalten?
    Es ist ein Ende mit Schrecken und Scherzen und ganz vielen Ängsten, aber es ist gut so. Das sehe ich jetzt ein- vom Kopf, der immer mehr Klarheit gewinnt und auch langsam alles steuert.

    Alles Liebe und bis später
    deine Elke