Du bist dabei, dich zu verändern. Es ist ein langer Weg, aber du meisters dich ganz gut! Was du letztendlich machst, musst du selbst entscheiden, ein paar Vorschläge habe ich dir gegeben. Wie du damit umgehst - deine Entscheidung!
LG, Ayki.
Du bist dabei, dich zu verändern. Es ist ein langer Weg, aber du meisters dich ganz gut! Was du letztendlich machst, musst du selbst entscheiden, ein paar Vorschläge habe ich dir gegeben. Wie du damit umgehst - deine Entscheidung!
LG, Ayki.
Liebe Ayki,
ich danke dir auch herzlich dafür. Jetzt fühle ich mich nicht mehr so ohnmächtig und schlapp. Es tut gut, wenn mir auch mal jemand hilft. Irgendwie stehe ich sonst immer alleine da.
Vielen Dank und liebe Grüße
Zimt
Hier stehst du nicht alleine da - das Forum ist eine gute Unterstützung, aber verändern musst du dich alleine! Vielleicht würde dir auch eine eigene Therapie ganz gut tun. Ich würde das mal in Betracht ziehen!
Liebe Zimt,
du möchtest wissen, welchen Eindruck du auf uns machst?
Ist es dir wichtig? Und wie wichtig? Machst du dein Wohlbefinden davon abhängig, wie dich andere Menschen beurteilen würden?
Du wirst in vielen Threads entdecken, dass der Weg, um aus der Co Abhängigkeit rauszukommen, bei einem selbst anfängt. Sich selber wertschätzen und ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln ist das Endziel.
Aber nun äußere ich doch meinen Eindruck, aber nur damit du darüber entscheiden kannst, ob er richtig ist:
Meiner Meinung nach versuchst du so zu handeln, wie es richtig sein sollte. Eben wie KEINE Co-Abhängige.
Aber dein Denken und deine Gefühle zeigen, dass du dich noch nicht aus der Co - Abhängigkeit gelöst hast.
Du schreibst:
"Nur von der Paargeschichte habe ich nicht Abstand genommen. Und da kämpfe ich auch immer noch.
...... Ich wollte das nicht so stehen lassen von gestern. Er ist schnell beleidigt oder gekränkt. ......Seine Reaktion wäre: (weinerlich): Willst wohl nicht mit mir reden? Na gut, dann weiß ich ja Bescheid." Er würde sich danach nicht mehr melden. Beziehungsende vielleicht. "
Deine Emotionen lassen dich wieder so handeln, wie wir alles es getan haben. Deine Gedanken drehen sich darum, dass du ihn verletzen könntest. Du hast Angst vor dem Beziehungsende.
"Ich bin schon lange von der Illusion weg, ihm helfen zu können"
Das ist Kapitulation. (vernünftigerweise). Aber wenn du könntest, würdest du! Wenn du ganz genau wüsstest, dass du ihn heilen kannst und nur dich selber zu ändern bräuchtest, dich ein wenig hier und da zu verbiegen und dort anzupassen- um ihn zu retten-- dann würdest du es tun. Um der Liebe Willen!!!
"Vorher aufgeben macht irgendwie keinen Sinn"
Ist das nun Co-Abhängigkeit??
Liebe Grüße
Elke
Hallo Zimt,
hast du schon mal hier gelesen?
https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…bhaenigkeit.php
Hilft dir vielleicht ein wenig weiter.
Im Verhalten deines Freundes erkenne ich meinen Mann wieder, immer die "Mitleidsnummer".
Zimt sei gewiß, sie kennen uns in und auswendig, und wissen genau wo sie ansetzen müssen, damit wir wieder "springen"
Das sind genau die CO - Knöpfe, die immer funktioniert haben, und die werden immer wieder gedrückt.
Ich bin mir fast sicher, das er deine Erklärungen verstanden hat, aber er wollte die erneute Bestätigung, die du ihm ja auch geliefert hast.
COabhängigkeit ist kein Gefühl, sondern ein Verhalten, was viele von uns schon seit der Kindheit mit sich herumschleppen, durch Erziehung und die dadurch erlernten Verhalten.
Das habe ich erst hier begriffen, wie sehr ich da "vorbelastet " war.
Dieses Schema wird übernommen, glaub mir, es kommt nicht von ungefähr, das wir solche Männer haben, die uns brauchen.
Lange Zeit bin ich genau darin aufgegangen, aber es blieb da kein Platz für mich.
Der Alkohol bestimmt nicht nur das Leben des Alkoholikers, er hat auch mein Leben dominiert.
In deinen Beiträgen nimmt er immer noch einen großen Platz ein, dich sehe ich überwiegend reagieren.
Zitatich will, dass wir uns im Guten trennen,
und genau hier ist wieder die Falle in meinen Augen.
du trennst dich im guten, und damit hat er dich wieder an einem Punkt, wo du Zugestännisse machst, von denen du noch gar nicht weißt, ob du sie einhalten kannst.
Das wiederum wird er als Inkonsequenz deinerseits auslegen, und der Kreislauf geht weiter.
Stelle dich in den Mittelpunkt, und nimm dich und deine Gefühle wichtig.
Zimt, es ist ein weiter Weg, aber er beginnt mit dem kleinsten Schritt.
Mit dem ersten Schritt zu dir.
lg Morgenrot
.
Ui, das ist aber wirklich total nett von euch...
Liebe Elke,
ja stimmt, meine Gefühle sind so Co-Abhängig, wie sie es immer waren. Daran hat sich auch nur ganz wenig verändert im letzten Jahr.
Und mein Verhalten? Ich versuche mich so zu verhalten, wie ich das bei einem gesunden Mann auch tuen würde, also zumindest ungeachtet dessen, dass er nun mal trinkt.
Aber ich glaube, du hast Recht, ich mache ganz generell etwas falsch. Ich war 18 Jahre mit einem Nicht-Teinker verheiratet. Der hatte jedoch die blöde Angewohnheit, dass er schwieg, wenn ihm irgendwas nicht passte. Zuerst Tage, dann Wochen, zuletzt 2 Jahre. Wirklich...nicht ein Wort zu mir. Was habe ich immer für Angst gehabt....naja...ich habe gute Laune verbreitet, ihm trotzdem alles Mögliche erzählt, war lieb und nett. Damit er irgendwann wieder mit mir spricht.
Eigentlich ist das das gleiche Muster...nur hatte das halt gar nichts mit Alkohol zu tun.
Jetzt, wo du es sagst.....stimmt....
Danke ![]()
Ja richtig, ich will mich nicht Cö-abhängig verhalten, sondern ich versuche, diese Beziehung aufrecht zu erhalten. Denn wie gesagt, emptonale Abhängigkeit besteht ja nun auch in jeder anderen Beziehung, sonst wäre es keine. Trotzdem mache ich ganz grundsätzlich was falsch....siehe oben.
Liebe Morgenrot,
ich glaube, der Alkohol ist es nicht (mehr), der mein Leben bestimmt, aber ER tut das immer noch. Richtig, und er drückt Knöpfe.
Hmmm, mittlerweile kann ich mich gut gegen Übergriffigkeiten wehren, das habe ich mittlerweile gelernt.
Womit ich gar nicht umgehen kann, ist Liebesentzug. Das macht mir Angst. Das weiß er auch.
Nur... wie wehrt man sich gegen Liebesentzug? Da fällt mir überhaupt nichts ein.
Liebe Grüße
Zimt
Hallo Zimt,
im Grunde hast Du Dein Problem doch schon erkannt. Du fühlst Dich als Marionette und willst nicht länger eine sein. Ergo: Du mußt die Entscheidung treffen, Dich nicht mehr zur Marionette machen zu lassen und damit aufhören.
Meine Erfahrung ist: ich habe mich von meinem alkoholkranken Freund getrennt und dachte, damit habe ich meine Lektion gelernt und mache den Fehler nicht nochmal. Kleiner Irrtum - leider. Ich bin prompt in die nächste Falle getappt (ein Mann auch mit Alk-Problem) nur ein paar Monate später. Das hat mir ganz deutlich gezeigt, dass ich immer noch krank bin und die Trennung allein mich nicht hat heilen lassen. Meine Heilung fängt jetzt erst an, indem ich allein bin und auch erstmal bleibe, mich nur auf mich und meine Bedürfnisse etc. konzentriere.
Meiner Meinung nach gibt es in einer gesunden Beziehung keine Abhängigkeit, weder emotional noch sonstwie... wenn ich mich in mir sicher fühle, mich selbst achte und liebe, bleibe ich frei und kann trotzdem jemand anderen lieben... (soweit die Theorie, an der Umsetzung arbeite ich...
).
Deine ganzen Gedanken kreisen (fast) nur um ihn und die freudlose Beziehung, verlagere Deinen Fokus auf Dich. Die Lösung liegt doch eigentlich auf der Hand, oder..?!
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und alle Unterstützung, die Du bekommen kannst.
LG.. Pedi
Liebe Pedi,
ja, erkannt habe ich mein Problem schon...
nur die Sache mit der Lösung...da bin ich irgendwie betriebsblind.
Klar, würde ich mich trennen, wäre die Sache, was ihn angeht, erledigt. Also ich meine, um ihn bräuchte ich mir dann keinen Kopf mehr machen. Sondern nur noch um mich.
Ich war in meinem Leben schon ganz viel alleine. Mein Mann (also nicht mein jetziger), der beruflich total engagiert war, war meistens nur am Wochenende zu Hause. Und wenn er nicht mit mir geredet hat, war er selbst dann nur physisch anwesend.
Nach der Trennung von ihm war ich 10 Monate Single. Das Alleine sein per se hilft mir nicht weiter. Das kenne ich und kann ich auch.
Und es stimmt wirklich: Ansonsten ist mein Leben ok, ich kann mich ganz gut selber beschäftigen und muss auch nicht immer jemanden um mich haben. Ich weiß, was ich will und was nicht.
Nur bei ihm...da habe ich einen riesen Balken vor den Augen. Wie ist denn die Lösung, wenn ich mich nicht trennen will? Was muss ich denn anders machen?
Konkret....meine ich.
Wie kann ich mich gegen jemanden wehren, der mich immer wieder ausschaltet? Sei es durch schweigen (wie bei meinem Mann vorher) oder durch Ignoranz und abwimmeln (wie meinem Alki).
Was bei meinem Mann gewirkt hat, war Gleichgütigkeit. Nachdem es mir irgendwann egal war, ob er nun redet oder schweigt, kam er auf einmal wieder auf mich zu. Aber da es war es zu spät, denn mein Gefühl war keine Taktik...er war mir wirklich gleichgültig geworden. Da war auch keine Liebe mehr.
Aber was hilft denn in diesem Fall? Bei Liebe und Beziehungswillen? Was muss ich denn anders machen?
Liebe Grüße
Zimt
Liebe Zimt...
Du könntest Dich fragen:
was ist Liebe für Dich? Liebe zu Dir selbst? Liebe von jemand anderem? Wie zeigt sie sich? Wie fühlt sie sich an? Was wünschst Du Dir von einem Partner?
Und was gibt Dir diese Beziehung? Welche Gefühle löst sie in Dir aus? Was läßt Dich daran festhalten? Wovor hast Du Angst? Was ist mit Deiner Würde? Deiner Selbstachtung? Deiner Selbstbestimmung? Kannst Du Dir alles das selbst geben, wenn Du mit Dir allein bist?
Du könntest erkennen, dass Du nichts falsch machst, wie Du schreibst. Du handelst und fühlst so, wie Du es irgendwann mal gelernt hast. Es sind alles Erfahrungen, keine Fehler.
Du schreibst, Du hast gelernt, Dich gegen Übergrifflichkeiten zu wehren. Sorry, aber das ist nicht die Lösung, oder? So weit darf es nicht kommen, dass auch Deine körperliche Unversehrtheit angegriffen wird. Auch gegen Liebesentzug kann man sich nicht wehren. Da ist schon Widerspruch in sich drin. Jemanden zwingen, mich zu lieben?! Nee, das geht nicht....
Hilft Dir das...?
LG.. Pedi
Liebe Pedi,
ja, es hilft mir...zumindest ein bisschen. Danke ![]()
Nein, ick kann mir das alles glaube ich nicht alleine geben. Jedenfalls nicht so ganz.
Ich habe mich übers Internet Hals über Kopf in ihn verliebt. Das war vor 4 Jahren. Es folgte, da wir beide gebunden waren, er sich aber zunächst nicht trennen wollte, eine äußerst nervenaufreibende Dreiecksbeziehung. Einerseits gab er mir ganz viel...Nähe, Zärtlichkeit, Aufregung, Knistern, romantische Wochenenden...er war immer lieb und irgendwie auch immer da, zumindest virtuell, wir lebten 600 km entfernt voneinander. Er trank damals breits, aber mit Alkohol hatte ich keine Erfahrung, deshalb war mir das erst mal nicht so wichtig. Und virtuell oder telefonisch ist man vor den Auswirkungen eh viel besser geschützt.
Er entschied sich dann für seine Familie, 10 Monate hörte ich gar nichts mehr von ihm. Für mich ist damals eine Welt zusammen gebrochen.
Nach dieser Ehe war da endlich wieder ein Mensch, der mir all das gab, was ich so lange entbehrt hatte. Ich träumte von einer gemeinsamen Zukunft, von Liebe, Ausgehen, schönen Erlebnissen...und das nicht nur alle paar Monate mal, sondern ganz.
Tja...nach diesen 10 Monaten war er auf einmal wieder da. Wir telefonierten, er packte seine Sachen und fuhr zu mir....und blieb.
Er war lieb....aber er schlief erstaunlich viel auch tagsüber, er nässte ein, er war manchmal äußerst emotional...er verlangte Aufmerksamkeit ohne Ende. An Alkohol habe ich erst mal gar nicht gedacht, ich war diesbezüglich echt total unerfahren.
Bis dann die ersten Epi-Anfälle kamen und die Hinweise der Ärzte. Ab da kam auch die Angst und das Co-Verhalten bei mir.
Er lügt, er manipuliert, er trinkt...ja. Aber trotzdem hat er auch ganz viele tolle Seiten....und ich hänge immer noch diesem Traum von einem gemeinsamen und glücklichen Leben hinterher. Wir wir es ja auch eine Weile hatten, ehe ich wusste, was los ist und ehe es Überhand nahm.
Nein, körperliche Attacken meine ich nicht mit Übergriffigkeit, dazu kam es nie.
Er ist noch nicht mal verbal aggressiv. Wenn er getrunken hat, wird er melncholisch, selbstmitleidig und extrem liebebedürftig. Aber auch liebevoll. Das ist anders, als hier oft zu lesen.
Mit Übergriffigkeit meine ich nächtliche Anrufe, ungeachtet der Tatasache, dass ich am nächsten Tag arbeiten muss z.B.
Ums kürzer zu machen: Ich glaube, dass ich mir das, was ich suche einfach nicht selber geben kann. Es ist der Traum einer glücklichen Beziehung und einer halbwegs heilen Familie, der mich an ihm festhalten lässt.
Ganz viele Grüße
Zimt
Hallo,
mich kotzt das so an....er liegt den ganzen Tag im Bett rum und fühlt sich scheinbar ganz wohl dabei.
Hat gestern seinen Termin zur Antragsstellung für die Klinik auf Freitag verschoben, weil er solche psychischen Probleme habe, den Fragebogen auszufüllen. Das sei so belastend...
Der schont sich, wo er nur kann. Und ich? Habe Liebeskummer, reibe mich emotional auf, weine, mir gehts übel...aber ich muss morgen wieder arbeiten und funktionieren. Und schaffe das auch.
Es ist wirklich wahr....was will ich mit so einem? Wenns nur nicht so weh tun würde...
Liebe Grüße
Zimt
Ja Zimt, es tut weh, sehr sogar. Aber die fRAGE IST GUT; DIE DU DIR STELLST.Was willst du mit so einem??? HAst du nicht ein Recht auf eine Beziehung, die dich glücklich macht?
Worum geht es dir? Um ihn, als tollen Mensch und Partnrt? Oder darum eine Beziehung zu haben, egal wie?
Lg Fliegender Stern
Liebe Fliegender Stern,
deine Frage ist auch gut ;).
Ich glaube, um Beides. Einerseits habe ich mit ihm echt viele schöne Dinge erlebt, und ich mag ihn auch (das ist auch wichtig). Wir würden jenseits dieser ganzen Probleme an sich gut zusammen passen.
Andererseits...so sporadisch mal einen schönen Abend zu haben...reicht natürlich nicht, um glücklich zu sein.
Single sein finde ich aber auch doof. Ich habe irgendwie Angst davor, wieder bei 0 anzufangen. Obwohl ich ein ansonsten schönes Leben habe, bin ich alleine eben auch nicht zufrieden. Ich war immer schon ein Familienmensch. Vielleicht halte ich deswegen daran fest: Da ist ein Mensch, der zumindest behauptet, mich zu lieben. Das alleine reicht zwar nicht, aber immerhin...besser als nichts...oder so. Das ist die andere Seite, wenn ich ihn als Person mal ganz außen vor lasse.
Liebe Grüße
Zimt
Na dann höre ich aber schon ein bichen heraus, dass du angst vor dem Alleisein hast?
Das finde ich absolut legitim und menschlich, war bei mir genauso...
Trotzdem sollte das kein Grund sein,an einer Beziehung festzuhalten...
Was mir geholfen hat, bis heute, wenn ich zweifle und ihn so sehr vermisse ( kommt leider immer wieder mal vor), dass ich mir die Frage gestellt habe, was ich erwarte vom Leben und wie ich mir eine glückliche Beziehung wünsche...
Und da ist er dann ganz schnell aus meiner Vorstellung rausgefallen. Wil ich möchte von meinem Partner nicht angelogen werden.Und ich möchte auch nicht in der ständigen angst leben, ihn irgendwann betrunken vorzufinden.
Ich möcht auch niccht ständig stark und perfekt sein, um seine Schwächen abzufangen und auszugleichen. Nein kann ich nicht. Ich wünsche mir auch mal eine Starke Schulter für MICH.
Einsam sein ist nicht schön, klar. Aber was ich viel schlimmer finde, ist die Einsamkeit zu zweit. Verstehst du was ich meine?
Und liebe Zimt,mir ist noch etwas eingefallen....
Als ich mich vor ein paar Wochengetrennt habe, dass war eine ganz impulsive Entscheidung, weil irgend eine kleine Stimme in mir sich gemeldet hat, dass da irgendwas nicht richtig läuft, nämlich dass ich sonicht leben will...und er war trocken in dieser Zeit!!! Aber es war einfach sovieles passiert bei uns, was ich nicht vergessen konnte..und auch so war er, trocken verantwortungslos, passiv, zu sehr oder nur mit sich beschäftigt, damitkonnte ich nicht mehr umgehen,obwohl ich ihn geliebt habe!!
Es war eine Verstands Entscheidung.
Ja und wenn du malbei mir gelesen hast...nach dieser Entscheidung kamdas großeJammern und Bereuen von meiner Seite und ich hab ganz erniedrigende Sachen gemacht. Oh JE!
Meine Schwester meinte damals: Vertrau doch einmal deinem Instinkt, deiner Intuition, die dich zu dieser Trennung bewogen hat!!
Und sie hatte denn recht. Denn auch ich hatte angst wieder von null anzufangen. So nach dem Motto: Lieber lebe ich in dem bekanntem Unglück, als in dem neuen Glück! Es ist einfach schwierig,sich aus vertrautem zulösen, es loszulassen. Ist menschlich.
Und noch etwas: Ich glaube, wenn wir Menschen immer in der Zukunft denken und fühlen,bekommen wir automatisch angst,weil wir eben nicht wissen was kommt. wir rechnen oftmals mit dem schlimmsten. Es ist wichtig im hier und jetzt zu leben und dann sehe ich, dass ich nicht alleine bin.Ich habe einen tollen Sohn,klasseFreunde, einen schönen Beruf mit netten Kollegen und ich habe Mich! Ich bin nicht alleine!
Natürlich will ich dich auf keinen Fallzu einer Trennung überreden,nein,umHimmels willen!
Will dir nur sortieren helfen.
Lg
Liebe Fliegender Stern,
danke für deine Zeilen.
Ich habe mich auch schon mal von ihm getrennt, das war, als er ausgezogen ist.
Aber weißt du was, ich habs nicht ausgehalten, obwohl ichs echt versucht habe. wir hatten 2 Monate nur noch ganz wenig Kontakt. Nur, um irgendwelche Sachen zu regeln.
3 Wochen gings mir so richtig mies, dann wurde es ein wenig besser. Und da bin ich dann irgendiwe stehen geblieben. Ich weiß gar nicht mehr so ganz genau, wie es kam, aber jedenfalls haben wir uns dann wieder öfter geshen und dann....waren wir auch irgendwie wieder zusammen.
Meine Stimmung wechselt immer noch sehr. Manchmal vermisse ich ihn gar nicht, dann gehts mir gut. Und ich denke, er kann mich mal.
Und dann telefonieren wir wieder, er hat irgendwelchen Kummer, wir reden, wir treffen uns. Und ich bin zeitweilig wieder glücklich. Weil, mit ihm ist es doch irgendiwe besser, als ohne ihn.
Danach zieht er sich immer wieder zurück, und ich falle in ein Loch. Ich bin traurig, vermisse ihn, bin wütend. Und gewöhne mich irgendwann wieder dran.
Das geht immer so weiter, scheint mir.
Es ist wie Achterbahnfahren. Mir wird regelrecht schwindelig davon, und immer wieder kämpfe ich um mein inneres Gleichgewicht.
Das kostet so viel Energie.
Abgesehen von der Abhängigkeit hat er auch noch eine Reihe anderer Diagnosen bekommen, eine schlimmer und hoffnungsloser als die andere.
Ich weiß gar nicht, ob sich diese komische Beziehung so viel verändern würde, wenn er nicht mehr trinken würde. Es ist ganz schwer auszumachen, welche Symptome nun mit dem Alkohol verschwinden würden und welche nicht.
Er war mal 3 Monate trocken. Da war ich eigentlich auch nicht zufrieden, weil er total selbstbezogen war. Allerdings auch nur am Wochenende zu Hause, weil stationär in Therapie. Es mag ja auch an der Therapie gelegen haben...
Um da raus zu kommen, muss ich was verändern und darf nicht darauf warten, dass er es tut (bei ihm hat sich im Grunde auch nichts verändert, es ist trotz Therapie eher schlimmer geworden als besser). So viel habe ich mittlerweile schon begriffen.
Ich weiß nur nicht so genau, was ich verändern muss.
Ich habe gehofft, dass es zwischen Trennung und Co-Abhängigkeit noch etwas anderes gibt...aber wenn ich hier so lese, gibt es scheinbar nur hop oder top.
Ich trenne mich nicht....wie gesagt, er ist demnächst eh für 12 Wochen 300 km weiter weg. Kontakt werden wir nicht viel haben. Ich denke, ich werde mal sehen, wie es mir mit diesem Abstand geht. Vielleicht ja viel besser....dann ist es keine Frage mehr.
Und dann mal sehen, was von ihm kommt....
Vielleicht löst sich das ja irgendwie automatisch auf. Ich weiß nicht...
Danke und liebe Grüße
Zimt
Hallo ihr Lieben,
vor 3 Tagen war ich das erste Mal in einer gemischten Selbsthilfegruppe. Schön ist, dass sich alle schon seit vielen Jahren wöchentlich treffen und dass derzeit keine "Akutffälle" da sind. Außer mir natürlich. ;). So brauchte ich kein schlechtes Gewissen zu haben und konnte gleich erzählen.
Ich fand es rührend, wie viel Zeit sich ganz fremde Menschen genommen haben, um meine Geschichte zu hören und mir Rückmeldungen zu geben. Diese Rolle der "Nehmenden" bin ich überhaupt nicht gewohnt. Aber ich habe mich wohl und irgendwie aufgehoben gefühlt.
Ich habe sehr viel Veständnis, sehr viele Denkanstöße und eine Menge Kraft mitgenommen. Dennoch hat mich dieser Abend natürlich auch sehr aufgewühlt. Aber ich hatte ds Gefühl, dass das gute und förderliche Gedanken , die mir da durch den Kopf gingen.
Konkret wurde mir geraten, in den 12 Wochen, in denen er weg ist, eine Kontakt-Sperre zu halten. Lediglich Briefe schreiben soll erlaubt sein. Um Zeit für mich zu haben und nicht zum Spielball zu werden und um evt. danach weicher zu fallen.
Zuerst hat mir der Gedanke natürlich Angst gemacht. 12 Wochen sind soooo lang.
Testweise habe ich bis heute Abend mal ausprobiert, wie sich das anfühlen könnte. Ich war überrascht. Wenn ich genau weiß, dass er sich nicht meldet und ich auch nicht, bedeutet das offensichtlich einen Ausstieg aus dem Nervenkarussell. Weil ich den fehlenden Kontakt nicht persönlich nehme. Es stellt sich ja gar nicht mehr die Frage, ob er wohl von sich aus anruft und was ich tue, wenn nicht.
Irgendwie stehe ich durch dieses Hin- und Her ständig unter Strom und bin nie entspannt.
Die Kontakt-Sperre wird mir ermöglichen, mich endlich wieder entspannt zu fühlen.
Ich werde das also durchziehen (oder es zumindest versuchen). Vielleicht nicht ganz 12 Wochen-ich habe so überlegt, dass die ersten Kontakte vielleicht besser "begleitet" statt finden sollten. Also noch, während er in der Klinik ist.
Ich werde da mal anrufen und nachfragen, wie sie das im Allgemeinen dort handhaben. Und was sie als Dauer empfehlen würden.
Außerdem "soll" ich nachfragen, ob es in der Zeit, in der er dort ist, ein Angehörigenseminar gibt, an dem ich teilnehmen kann.
Diese Lösung fühlt sich gut an-endlich mal was, was sich gut anfühlt.
Natürlich gehe ich nächste Woche wieder hin und freue mich schon auf die vielen netten, empathischen und hilfsbereiten Menschen, die wissen, wovon sie reden.
Liebe Grüße
Zimt
Hallo Zimt,
bei meinem ersten S.O.S.-Ruf hier schrieb mir jemand "Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende". Wie wahr.
Lieber einmal durch den Trennungsschmerz durchgehen, aber dann Ruhe haben. Und seine Würde und Selbstachtung behalten. Irgendwann ist der Spaß vorbei. Diese Erfahrung hab ich gemacht.
Wie geht´s Dir?
LG.. Pedi
Liebe Pedi,
nun, ein Ende mit Schrecken hätte und habe ich damals zumindest nicht geschafft.
Mittlerweile habe ich mich emotional schon viel mehr gelöst. Stückchen für Stückchen. Mit jeder Enttäuschung ein wenig mehr.
Ich stehe mal wieder unter Anspannung-noch haben wir ja keine Kontakt-Sperre, ich habe ihm auch noch nichts von meinen Plänen erzählt.
Die Anspannung resultiert aus dem Üblichen Hin- und Her...
Gestern habe ich ihn angerufen, nachdem ich mich ja eine Weile nicht mehr gemeldet hatte. Er war sehr workarg und lieblos (und sicher beleidigt) und meinte dann, er sehe gerade einen Film. Er würde ja auch den ganzen Tag im Bett liegen und habe daher nichts zu erzählen. Aber wir könnten ja morgen noch mal telefonieren.
Ich fühlte mich mal wieder behandelt wie die unwichtigste Nebensache der Welt. Ich habe geantwortet, mal sehen...
Daraufhin wurde er sauer und meinte, ihm reiche es so langsam mit mir. Ich habe gemeint, mir auch und habe aufgelegt.
Ich denke, er wird sich von sich aus nicht melden. Früher hätte ich heute den Kontakt wiederhergestellt. Aber ich will ja mein Verhalten ändern-folglich werde ich das nicht tun.
Trotzdem plagen mich Gedanken darum, ob ich nicht vielleicht tatsächlich überreagiert habe, und natürlich stehe ich wieder unter Strom.
Zudem habe ich vorgestern erfahren, dass mein Job in Gefahr ist (den ich sehr mag).
Alles in allem geht es mir also nicht so gut.
Viele Grüße
Zimt
Ach Zimt...
.. ich wünschte, ich könnte Dir Deine Schuldgefühle nehmen, aber das kannst Du nur selbst tun. Du hast nicht überreagiert! Er sendet Dir so deutliche Zeichen, dass er an einer Beziehung nicht mehr interessiert ist...
Hängt Dein drohender Jobverlust mit Deiner momentanen Verfassung zusammen?
Ich wünsche Dir ganz viel Selbstliebe und Selbstachtung...
LG.. Pedi
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