Beiträge von Kaleu

    Liebe Zauberstein,

    was erwartest Du? Ein Wunder? Du verzeihst Deinem Vater und erwartest im Gegenzug, dass er sich ändert?

    Dein Vater ist Dein Vater ist Dein Vater. Er hat sich bis heute nicht für Deine bedürfnisse interessiert und warum sollte er das jetzt ändern? Du läufst ihm doch schon wieder hinterher. Erhoffst Dir, dass er sich Dir zu Liebe ändert, Dich respektiert, Deine grenzen achtet. Das wird er aber nicht tun! Er ist immer noch der selbe. Nur weil Du Dich änderst, ehisst das nicht, dass er sich deswegen ändert.

    Hier ist alles beim Alten. Wenn Du wirklich was ändern wölltest, hättest Du ihm die Tür vor der Nase zugeschlagen. Metaphorisch sowie wörtlich. lass ihn da draussen doch toben, seine Sache.

    Du hast ihm nicht verziehen, Du wartest noch immer auf seine Entschuldigung. Du wartest noch immer darauf, dass er von allein Deine Grenzen achtet oder respektiert. Das wird er nicht tun. Du wirst Deine Grenzen schon setzen und selbst einhalten müssen. Tür zu - lass ihn toben! Lauf nicht Menschen nach, die Dir nicht gut tun!

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Guten Morgen Martha,

    wieder mal findest Du die richtigen Worte um zusammenzufassen wie's in mir aussieht. Danke Dir :)

    In der Tat geht's wirklich nicht mehr um irgendwelche Strukturen oder so. Und wie Du sagst, mit Startegien ist mir nicht geholfen. Denn ich brauch keine.ich hab alle gesunden Startegien die ich brauche. Mein Leben geht nicht unter und depressiv bin ich auch nicht. Es ist alles da und nichts ist jetzt verloren gegangen. Der Trauer und der Schmerz die sind nunmal real und auch ich halte die für völlig natürlich. Weder will ich noch kann ich auf einen knopf drücken und sagen "Na gut, soll halt nicht sein" - das würde überhaupt nicht zu meinen Gefühlen passen und führt nur wieder in die Verbitterung. Da aber will ich nie wieder hin. Ich kann noch immer liebevoll mit den Kids umgehen und bin nicht angenervt so wie früher. Auch mein Alltag - jetzt eben nur noch etwas langsamer.

    Ich lass mir Zeit zum trauern und möchte das auch, denn diese Gefühle in mir sind echt und real und sie haben für mich einen hohen Wert.

    Mit bescheuert meinte ich nicht mich, auch nicht dass ich das aus einer nachricht herausgedeutet hätte, ich meinte es im Bezug auf das Trinken. Denn würde ich damit wieder anfangen wär das eifach nur dumm und das bin ich nicht.

    Danke für die Umarmung Martha. Ja, ein großer Batzen Emphatie ist das Einzige was ich im Moment wirklich brauche. Du bist lieb wie immer. Danke Dir :)

    Hab bei Manfred gelesen, dass Du Dir viel Zeit für Dich nimmst im Moment. Ich hoffe es geht Dir gut, aber soweit ich das beurteilen kann, sehe ich Dich auf Deinem Weg liebe Martha und freu mich für Dich.

    Liebe Grüße und Danke

    Kaleu

    (...muss mir gerade 'n Tränchen wegwischen, kann ja auch nicht verheult in's Büro ;)...)

    Ahoi Prien,

    das nenn ich doch mal einen Nicknamen ;)

    Also alle Arten von Schuldgefühlen kannst Du getrost in die Tonne kloppen, die stehen Dir jetzt nur im Weg und das kannst Du gar nicht gebrauchen. Es geht nicht darum was war, sondern was ist und wo Du hin willst.

    Das Ziel soll ein trockenes Leben sein nicht die LZT. Die LZT ist ein Hilfsmittel auf diesem Weg. Wenn Du an dieses Hilfsmittel jetzt nict ran kommst, such Dir Andere. Da kommt sehr viel in Frage. Das Forum hier, Ärzte, ambulante Therapien, die Suchtberatung, eine reale SG und traockene Alkoholiker in Deinem Umfeld.

    Wenn Du nur auf die LZT zuseteuern willst um dort "trocken gelegt zu werden" ist das der falsche Ansatz. Es muss schon aus Dir kommen. Du musst Dir die Mittel und Wege suchen um Dein Ziel zu erreichen.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Guten Morgen,

    ihr habt ja Recht, alle Beide.
    Und natürlich weiss ich das auch alles. Das ist es auch gar nicht. Ich weiss, dass ich meine Liebe zu ihr behalten darf und die mir Niemand wegnehmen kann. Ich weiss auch dass der Frust damit zusammenhängt weil ich mir was gewünscht habe, was ich nicht haben kann.
    Ich hab tatsächlich hart an mir gearbeitet und viel erreicht. Meine Co-Strukturen sind nimmer da, oder zumindest nicht mal mehr ansatzweise so schlimm wie früher. Ich kann mich heute so annehmen wie ich bin und es geht mir gut dabei.
    Was bleibt ist die Trauer nicht mit dem Menschen zusammensein zu dürfen, den ich liebe. Es ist nunmal so, der Grund ist weniger wichtig, denn egal was nun der Grund ist, es ändert ja für mich nichts.

    Das Trinken fang ich nicht wieder an. Ich hab zu viel erreicht um mir das selbst wieder kaputt zu machen. Ich bin wachsam, aber nicht gefährdet. Ich bin traurig, aber nicht bescheuert.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hey, ich find das toll. Ihr baut gleich 2 Häuschen auf einmal. Eins aus Stein und eins aus Lügen :)

    Da kann die schöne Zukunft ja in Kürze starten!

    Wobei ich sagen muss, wenn ich das alles so lese, war Dein Männe vor seinem Rückfall schon weiter als Du. Die von Dir erwähnte Mail war ja wohl nur 'n Versuch eines ganz normalen Co-ichwillmeinenwillen-Druckmittels.

    Hoch die Tassen :)

    Hallo Statistik,

    Zitat von statistik

    (ich denke halt schon oft darüber nach, ob ich andere mit meinem Verhalten verletze)

    Naja, EKAs sind keine Psychophaten. Sie merken schon, wenn sie jemand anders verletzt haben. Nur kommen sie damit überhaupt nicht klar und sie haben keine gesunden Mechanismen zur Verfügung das zu reparieren. Otto Normalo entschuldigt sich anschliessend. Der EKA nicht. Der EKA verdrängt das entweder oder er flüchtet und bricht den Kontakt ab oder er kehrt sein Denken in der Form um, dass der Andere zu einem "Bösen" vererklärt wird der diese Verletzung auch verdient hat.

    Zitat

    Ihr habt definitiv schon eine Menge Stärke im Leben beweisen müssen.

    Das mussten die EKA's. Nur müssen sie's heute nicht mehr und könnten ihre Stärke mal nutzen statt dauernd was beweisen zu wollen. Und da beginnt der Kreislauf. Wie die unglaubliche Stärke nutzen wenn man nie gelernt hat was das eigentlich bedeutet? Da ist es leichter weiter sich selbst und der ganzen Welt etwas zu "beweisen". Das Muster ist bekannt.

    Mein Respekt und meine höchste Achtung gilt allen EKAs hier im Forum und sonstwo da draussen, die sich auf den Weg machen und allen Widrigkeiten zum Trotz zu sich selber finden und ihren Weg weitergehen und das ohne über Leichen zu gehen.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hallo Statistik,

    wer sagt, dass ich sie verurteile? Dafür gibt es keinen Grund. Trotzdem bleibt solches Verhalten nicht ok!

    Das ist nicht anders wie beim Alkoholkranken. Es ist krankes Verhalten. Und nur der Kranke kann es ändern - wenn er es ändern will!

    Du schreibst das schon ganz richtig, dass Du ihr alles Gute wünscht, aber nicht bereit bist da mitzuspielen. Ich bewunder Dich fast, dass Du bereits den emotionalen Abstand hast, dass es Dir leichter fällt. Bei mir sieht das ganz anders aus.

    Ist ein Scheissgefühl jemanden zu lieben und sich ab und zu zu wünschen sie nie kennengelernt zu haben. Geht mir heute auch nicht besonders wegen dieser Sache.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hallo Statistik,

    schau Dich mal hier im EKA Forum um. Wieviele Threads findest Du in denen ein EKA fragt "Wie geht es eigentlich meinem Partner mit meinem Verhalten?"

    Mama, Papa, ich.

    Alles ausserhalb dieses Mikrouniversums wird nicht ganzheitlich wahrgenommen. Das musste der EKA in seiner Kindehit so lernen und das wird er nicht so ohne weiteres ablegen. Der Partner als Mensch wird erst interessant wenn der EKA in seiner Entwicklung soweit ist, dass er freiwillig das Mama, Papa, ich Mikrouniversum verlässt.

    Oder mit anderen Worten, Dein EKA macht was er will mit Dir ohne überhaupt wahrzunehmen was er da macht oder zu wissen warum. Dahinter steht kein langfristiges Ziel, es geht nur um momentane Bedürfnisbefriedigung und Du bist eben gerade da.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe Zeter,

    ich bin Dir doch nicht böse. Dafür gibtes überhaupt keinen Grund. Ich verstehe völlig worauf Du hinaus wolltest und nein - ich suche keine Bestätigung.

    Vielleicht fällt es nicht weiter auf, weil man das in einem Forum nicht klar erkennen kann wenn man nicht dauernd mitliest, ich schreibe schon seit Wochen sehr wenig. Dafür gibt es einen ganz einfachen Grund. Mir geht es gut. Angesichts der Umstände sogar sehr gut. Ich bin auf meinem Kurs auf den ich wollte und wo ich hingehöre.

    Ich hab die letzten Postings, egal ob positiv oder negativ nicht geschrieben um irgend einen Austausch anzuregen oder weil ich Hilfe bräuchte sondern mehr um immer mal was von mir hören zu lassen. Das soll nun wiederum nicht heissen, dass ich ich nicht wollen würde, dass Andere ihre Gedanken dazu äussern. Gerade hier findet sich das Ein- oder Andere Quentchen Wahrheit was mir auf meinem Weg vielleicht fehlt oder gut tut.

    Das mit der Beziehung hat nichts mit gegenseitigen Verletzungen zu tun, sondern mit individueller Entwicklung. Das hat hier aber nur bedingt etwas zu suchen, da es in dem Thread eher um mich geht. Bestätigung suche ich aber dennoch keineswegs. Ich kotz mich nur aus, das ist auch schon alles.

    Wie schon gesagt, mir geht es im Großen und Ganzen gut. Bisher war ich auch zu keinem Zeitpunkt wirklich rückfallgefährdet.

    Um Dir böse zu sein für das was Du geschrieben hast, sehe ich nun absolut keine Veranlassung. :)

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Zitat von Lolli00

    "Wenn du krank wärst dann würde ich dich auch nicht im Stich lassen oder "Mann schickt auch keinen Krebs Kranken weg und sagt zu dem ...wenn du wieder gesund bist kannste wieder kommen...irgendwie hat er Recht oder????

    So, dass heisst also, als Du das letzte Mal krank warst, Grippe hattest, Durchfall, mit Fieber im Bett lagst, da hat er den Haushalt geschmissen, Dich gepfelgt, zum Azrt gefahren, sich um die Kinder gekümmert, Hausaufgaben mit Ihnen gemacht, sie zur Schule gefahren, abgeholt, die Einkäufe erledigt, Dir Tee an's bett gebracht, hat sich einfach um alles selbstlos gekümmert, damit Du Dich in Ruhe erholen konntest... :roll:

    Hallo Zauberstein,

    Zitat

    Im Novemer hat er zu mir gesagt, ich könnte in meinem Leben an meiner Mutter nicht wieder gut machen, was ich als Frühchen für Arbeit gemacht hätte.

    Besser konnte er es in einem Satz nicht zusammenfassen. Dieser Satz drückt die Gesamtheit des kranken Systems in dysfunktionalen Familien aus. Was Eltern damit tatsächlich anrichten ist ihnen leider nichtmal bewusst. Das Kind für etwas beschuldigen wofür es nichts kann, das Kind für sein Sein zu beschuldigen zerstört jede Seele.

    Du hast nichts angerichtet. Und Du bist auch nicht Schuld an diesem verantwortungslosen und menschenverachtenden Verhalten Deiner Eltern!

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Liebe RosaLi,

    da ich beide Seiten kenne und auch am eigenen Leib erlebt habe, hilft es Dir vielleicht wenn ich meine eigene Sicht darstelle.


    Zitat

    Ist es wirklich so das Alkoholiker kein Einfühlsvermögen haben und nur ihre eigene Seite sehen und es denen egal ist wie es dir geht??

    Das ist zu allgemein und zu vereinfacht dargestellt. Als nasser Alkoholiker hatte ich dennoch Einfühlungsvermögen. Aber ich war überlastet mit den Schuldgefühlen die entstanden sind, aus welchen Gründen auch immer. Da kommt viel zusammen, mangelnder Selbstwert, der durch das Trinken noch verstärkt wird und man ist ja nicht blöd und bekommt ja mit, dass auch das Umfeld leidet wofür man sich insgeheim schon selbst die Schuld gibt. Stichwort: "Ich bin zu nichts zu gebrauchen" - das widerum treibt einen weiter in Schuldgefühle und die lassen sich nur schwer aushalten. Aber mit Alkohol leicht abschalten.
    Auf dem Weg zum trockenwerden widerum muss der Alkoholiker erstmal an sic denken, da ist nicht viel mit Einfühlungsvermögen für andere, da ist erstmal Egoismus angesagt. Denn man muss sich ja erstmal selbst kennenlernen und wertschätzen. Da ist dann nicht viel Platz für Andere.
    Das Einfühlungsvermögen für Andere kommt aber wieder wenn man beim Trocken werden und der Selbstfindung ein gutes Stück voran gekommen ist. Dann drohen wieder Schuldgefühle, weil man dann nüchtern erkennt, was man wirklich angerichtet hat. Ein kritischer Zeitpunkt. Der eine trennt sich um dem Risiko des Rückfalls zu entgehen und wieder ein Anderer lernt damit umzugehen. Man kann nichtmal sagen wie lange das dauert, bei mir war es dank psychologischer Vorarbeit eine Sache von Wochen, bei anderen dauert es Monate, Jahre, manche schaffen es nie.

    Welchen Weg ein Alkoholiker einschlägt, ist bei jedem Anders und ist immer eine persönliche Sache. Wie Dein Männe sich verhalten wird, kann keiner voraussagen. An Einfühlungsvermögen mangelt es ihm aber nicht, denn:

    Zitat

    Und was ist wenn ein Alkhoholiker sagt das er der Beziehung mehr Bedeutung geben will und lernen will mich besser verstehen zu können??

    Das ist schon 'ne Menge. Auf jeden Fall liegt ihm was an Dir.

    Zitat

    Ist das nur schauspielern oder ernst gemeint!!!

    Das kann nur er wissen.

    Zitat

    AM Ende sagte er das er eine Paartherapie will!!

    Die Frage ist, will er die wirklich? Will er wirklich handeln, für sich? Oder versucht er nur ein paar Aktionen um eine drohende Trennung abzuwenden?

    Du merkst schon, am Ende sind wir wieder nur bei einem Fragenkatalog gelandet. Dein Männe ist Dein Männe. Nur er kann wissen wie ernst es ihm ist. Du solltest vor allem auf Dich selbst schauen und nicht so viel auf ihn.

    Das Vertrauen in ihn ist ja bereits jetzt miserabel. Mehr als ihn machen lassen kannst und solltest Du nicht. Kümmer Dich um Dich. Sorge für Dich, damit es Dir gut geht. Wenn Du so abhängig von seinem verhalten bist, dass Du seine Stabilität brauchst um Dich gut zu fühlen, dann klemmt bei Dir selber was. Für Dich wäre das eigentlich wichtiger als Dich zu fragen wie ernst es ihm nun ist. Letzteres wird die Zeit ohne Dein Zutun von allein zeigen.

    Alles Liebe

    Kaleu

    Morgen Martha,

    schön von Dir zu lesen. Wie geht's Dir?

    Zitat

    Es geht auch nicht darum, wer hat was gemacht, es geht nicht um Schuld.

    Schuld hat bei sowas nix zu suchen. Das macht einen nur kaputt. :)

    Zitat

    Fakt ist, es hat irgendwie nicht funktioniert

    Nein, das stimmt nicht. Das will ich aber nicht ausbauen, wäre zu viel jetzt. Es hat sehr wohl funktioniert. Es hat schliesslich 5 Jahre funktioniert wegen aber auch trotz der Macken auf beiden Seiten. Aber um es auch dauerhaft funktionieren zu lassen, muss man auch mal akzeptieren können, dass es etwas gibt was funktioniert...
    Dieses "es funktioniert einfach nicht" habe ich schon so oft gehört. Dabei geht es aber vor allem darum den Kopf in den Sand zu stecken und mit diesem Satz alles wegzuwischen. Dauerhaft funktioniert aber auch das nicht.

    Zitat

    das ist der "normale" Schmerz und die Trauer des Loslassens und der Trennung. Dieses Gefühl macht kein Spass, doch diesen Schmerz zu durchleben ist das, was die Wunde heilen lässt und offen für was Neues, was auch immer es ist, werden lässt.

    Da bin ich gar nicht. Ich wurde schon in der SHG gefragt, was ich jetzt machen will, wie ich weiter machen will. Und da sage ich, ich entscheide gar nichts im Moment. Ich lasse einfach das Leben weiterlaufen, das wird einen Weg finden.

    Zitat

    Hauptsache, Du beginnst nicht zu trinken und sorgst gut für Dich :)

    So und nicht anders :)

    Dir auch einen schönen Sonntag liebe Martha. :)

    Moin Matthias,

    mach ich. Wollte nur antworten weil mir heute mal danach war. Mir geht's im Grpße und Gnazen nach wie vor gut und das soll auch so bleiben. Ich hab gelernt auf mich zu achten und ich werde das jetzt nicht vernachlässigen.

    Auskotzen kann ich mich in SHG und in der Suchtberatung. Das tut gut und ich bekomme viel Unterstützung dort. Vor allem weil ich in beidem menschen gefunden habe die mich nicht auf eine bestimmte Schiene setzen wollen, sondern die mir helfen auf meinem eigenen Weg zu bleiben. Das ist relativ neu für mich. Selbst meine Therapeutin fing irgendwann an, als die Altlasten verarbeitet waren, mich in eine bestimmte Richtung zu drücken in die ich allerdings nicht wollte. In der SHG und in der Suchtberatung passiert das nicht. Ich habe dort 'ne Menge Unterstüzung und Hilfe und viel Rat von Menschen die solche Erfahrungen in dieser oder ähnlicher Form selbst gemacht haben. Dass ich mich in der SHG mal so wohl fühlen würde, hätte ich nicht gedacht. Ich hatte ja zwischendurch mal ein paar Meinungsverschiedenheiten dort. Das hat sich aber ausräumen lassen.

    Was Frust und Trauer angehet, die sind nunmal da. Ganz beiseite schieben geht nicht. Wie auch, Gefühle sind nunmal was Echtes und die gehören zu mir. Schliesslich wollen die mir was sagen. Deswegen muss es mir ja nun noch lange nicht schlecht gehen.

    Bin heute Nachmittag zum Kaffee eingeladen.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Zitat von Zeter


    Wenn ein Mensch sprachlos geht, ist er am Ende seiner Kräfte. Mag sein, dass Deine Freundin vieles selbst produziert hat.

    Produziert nicht, immer wieder reproduziert.

    Zitat

    Bist Du denn frei von Fehlern? Mit Sicherheit nicht.

    Gott sei Dank nicht!

    Hallo Zeter,

    nein, das habe ich nicht. Sie verletzt, schon gar lange nicht mehr. Und die wenigen alten Kamellen an denen ich mal meine Grenzen verlassen habe sind schon lange ausgeräumt. Ich hab 'ne Menge dazu gelernt.

    Davon abgesehen denke ich überhaupt nicht negativ von ihr. Ich hab sogar noch Verständnis. Trotzdem bin ich frustriert, enttäuscht, wütend und traurig. Ich versteh nicht wieso Du das mit negativem Denken gleichsetzt.

    Kann es sein, und diese Frage ist reines Interesse, dass Du hier irgendwas eigenes überträgst?

    Liebe Grüße

    Kaleu