• Hallo Kaleu,
    ich habe mal bei deinem Thread reingeschaut. Du hast dann wohl ähnliche Beziehungsprobleme wie ich gehabt. Ich finde nicht, dass man die EKA für ihr Verhalten irgendwie verurteilen kann, schließlich haben sie eine rießige Menge Sch...erlebt. Aber auch ich bin dahinter gekommen, dass ich keinen anderen retten kann und spätestens wenn ich verletzt werde grundlos, dann gehe ich. Ist natürlich leichter geschrieben als getan, aber mit dem nötigen Abstand beginnt man zu erkennen, dass man nur gibt und quasi fast nichts bekommt. Das ist nicht der Sinn einer Beziehung. Wann sich unsere Ex Partner ändern und ob überhaupt können wir in keiner Weise beeinflussen. Ich wünsche meiner Ex alles Gute, aber ich bin nun ganz sicher nicht bereit irgend so ein Spielball zu sein, den man bei Gelegenheit mal wieder herbei zieht und dann wieder in die Ecke legt oder kurzfritsig durch einen Neuen ersetzt und dann doch wieder hervor kramt usw.
    Lieben Gruss stefan

  • Hallo Statistik,

    wer sagt, dass ich sie verurteile? Dafür gibt es keinen Grund. Trotzdem bleibt solches Verhalten nicht ok!

    Das ist nicht anders wie beim Alkoholkranken. Es ist krankes Verhalten. Und nur der Kranke kann es ändern - wenn er es ändern will!

    Du schreibst das schon ganz richtig, dass Du ihr alles Gute wünscht, aber nicht bereit bist da mitzuspielen. Ich bewunder Dich fast, dass Du bereits den emotionalen Abstand hast, dass es Dir leichter fällt. Bei mir sieht das ganz anders aus.

    Ist ein Scheissgefühl jemanden zu lieben und sich ab und zu zu wünschen sie nie kennengelernt zu haben. Geht mir heute auch nicht besonders wegen dieser Sache.

    Liebe Grüße

    Kaleu

  • Hallo Kaleu,

    mach Dir nicht so einen Kopf. Dieses blöde Gefühl abgelehnt zu werden, ist nicht wirklich real. Denn deine Ex hatte bestimmt etwas für Dich übrig. 5 Jahre ohne Gefühl. Völlig unmöglich.
    Warum sie sich zurück zieht, hast Du ja schon für Dich erkannt.

    Emotionalen Abstand kannst Du finden, wenn Du den jetzigen Umstand als nicht veränderbar akzeptierst.
    Deine Liebe zu ihr bleibt Dir ganz allein und das kann Dir wohl doch keiner nehmen.
    Aber Achterbahn fahren mit den Gefühlen ist ungesund. Du gestaltest doch Deinen Alttag allein. Das ist Dein Leben. Alles andere ist Wunschdenken.

    Pass wirklich auf Dich auf. Denn ich habe Dir ja von mir geschrieben. Habe die gleiche Macke wie Du, wenn es um Probleme geht. (Frusttrinker) Vor 10 Jahren hat mich das fast mein Leben gekostet. Ich hatte Glück und habe überlebt. Einfach nur Glück.
    Ich habe in den 10 Jahren mir ein Ritual für solche Probleme überlegt, was auch eigentlich ganz gut funktioniert. Leztes Jahr habe ich damit begonnen, den Rest aufzuarbeiten, der mir noch unklar war. Ausgelöst wurde das bei mir durch den Selbstmord einer Freundin.
    In einem Gespräch mit einer anderen Freundin erzählte sie mir von einem Mann, der sogenannte Eckhardt Tolle.
    Mir ist seitdem es noch klarer geworden. Wir leben jetzt, nicht in der Vergangenheit und nicht in der Zukunft.
    Das heißt für mich, rückgängig machen können wir einfach gar nichts. Nur achtsam sein, uns zu schützen, auf unsere Stimme hören. Denn mit Sicherheit hast Du es schon lang gefühlt was dann passiert ist, als sie ging. Vielleicht bist Du zu verliebt um die Wahrheit zu sehen. Denn ändern kannst Du es nicht. Nur akzeptieren wie es ist.
    Ihr hattet bestimmt schöne Zeiten. Aber leider Vergangenheit.

    Also denk, du lebst jetzt, akzeptiere. So wirst Du auch Deinen inneren Frieden finden.

    Liebe Grüße
    Zeter

  • Hallo Kaleu,
    -verurteilen- war wohl das falsche Wort, entschuldigung. Mir hat es sehr gut getan sie nicht zu sehen, so nach dem Motto: aus dem Auge aus dem Sinn- da hat man Zeit zu reflektieren und kommt weg davon -helfen zu wollen- sondern betrachtet die Sache mehr von außen. Aber so ganz bin ich da ja auch noch nicht weg, ansonsten würde es mich nicht nervös machen, dass sie wieder in meiner Nähe auftaucht. Aber es ist schon so, zumindest bei mir, dass die Zeit mithilft. Ich wohne in einer Kleinstadt, da kann ich es auch nicht vermeiden, dass man sich begegnet. Ich finde es halt ein wenig blöd, dass sie jetzt wieder den Kontakt zu meinen Freunden sucht, denn ich steh dann in einer Kneipe und muss Abstand halten, während meine Freunde mit ihr reden. Ist alles ein wenig schwierig, zumal es sowieso seit der Trennung alle so komisch finden, das wir nicht miteinander reden. Aber damit hat sie angefangen, nicht ich. Ich hoffe du gewinnst deinen Abstand auch bald. Ich habe mal gelesen, dass man niemanden halten kann, entweder er kommt von alleine zurück, oder nicht und so ist es wohl auch.
    lieben gruss stefan

  • Guten Morgen,

    ihr habt ja Recht, alle Beide.
    Und natürlich weiss ich das auch alles. Das ist es auch gar nicht. Ich weiss, dass ich meine Liebe zu ihr behalten darf und die mir Niemand wegnehmen kann. Ich weiss auch dass der Frust damit zusammenhängt weil ich mir was gewünscht habe, was ich nicht haben kann.
    Ich hab tatsächlich hart an mir gearbeitet und viel erreicht. Meine Co-Strukturen sind nimmer da, oder zumindest nicht mal mehr ansatzweise so schlimm wie früher. Ich kann mich heute so annehmen wie ich bin und es geht mir gut dabei.
    Was bleibt ist die Trauer nicht mit dem Menschen zusammensein zu dürfen, den ich liebe. Es ist nunmal so, der Grund ist weniger wichtig, denn egal was nun der Grund ist, es ändert ja für mich nichts.

    Das Trinken fang ich nicht wieder an. Ich hab zu viel erreicht um mir das selbst wieder kaputt zu machen. Ich bin wachsam, aber nicht gefährdet. Ich bin traurig, aber nicht bescheuert.

    Liebe Grüße

    Kaleu

  • Lieber Kaleu,

    ich wollte Dir gestern Abend noch antworten, doch war ich erstens zu müde und zweitens fand ich es ganz spannend abzuwarten, wie Du wohl auf die Posts von Statistik und Stefan reagieren wirst.

    Diese Trauer die Du jetzt beschreibst, die lese ich schon die ganze Zeit aus Deinen Zeilen. Ich möchte behaupten, dass das auch nichts mit CoStrukturen zu tun hat - es ist aus meiner Sicht ein ganz normaler menschlicher Prozess. Du liebst halt diese Frau und es macht Dich traurig, weil Du Dir so sehr eine Verbindung gewünscht hast, die irgendwie, warum auch immer nicht zustande kommt, oder? Und das frustriert ohne Ende, macht wütend, traurig, ohnmächtig.

    Ich glaube, Dir ist momentan mit Strategien weniger geholfen, wie Du da raus kommst. Da ist ganz viel Trauer und Schmerz in Dir und ich denke, wenn wir unserem eigenen Schmerz nicht ausreichend zuhören und uns bedauern, werden wir gar nicht in der Lage sein, eine andere Sichtweise zu bekommen. Zumindest ist das meine Erfahrung. Wenn ich mich mit meiner Trauer und meinem Schmerz verbinde, bin ich nicht in der Lage mir von irgend jemanden einen Ratschag anhören zu können und wenn er noch so gut gemeint ist, was ich tun könnte. Das geht bei mir erst, wenn ich mich ausreichend gehört gefühlt habe, ob von mir selber oder von jemandem anderen.

    Nein lieber Kaleu, Du bist überhaupt nicht bescheuert, wer sagt das? Sagst Du Dir das selber oder interpretierst Du das aus irgendeinem Post hier?

    Lass Dich mal ganz doll drücken, ich kann das so nachvollziehen wie es Dir geht und schick Dir ein dickes Paket Empathie zu :-).

    Liebe Grüße Martha

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Guten Morgen Martha,

    wieder mal findest Du die richtigen Worte um zusammenzufassen wie's in mir aussieht. Danke Dir :)

    In der Tat geht's wirklich nicht mehr um irgendwelche Strukturen oder so. Und wie Du sagst, mit Startegien ist mir nicht geholfen. Denn ich brauch keine.ich hab alle gesunden Startegien die ich brauche. Mein Leben geht nicht unter und depressiv bin ich auch nicht. Es ist alles da und nichts ist jetzt verloren gegangen. Der Trauer und der Schmerz die sind nunmal real und auch ich halte die für völlig natürlich. Weder will ich noch kann ich auf einen knopf drücken und sagen "Na gut, soll halt nicht sein" - das würde überhaupt nicht zu meinen Gefühlen passen und führt nur wieder in die Verbitterung. Da aber will ich nie wieder hin. Ich kann noch immer liebevoll mit den Kids umgehen und bin nicht angenervt so wie früher. Auch mein Alltag - jetzt eben nur noch etwas langsamer.

    Ich lass mir Zeit zum trauern und möchte das auch, denn diese Gefühle in mir sind echt und real und sie haben für mich einen hohen Wert.

    Mit bescheuert meinte ich nicht mich, auch nicht dass ich das aus einer nachricht herausgedeutet hätte, ich meinte es im Bezug auf das Trinken. Denn würde ich damit wieder anfangen wär das eifach nur dumm und das bin ich nicht.

    Danke für die Umarmung Martha. Ja, ein großer Batzen Emphatie ist das Einzige was ich im Moment wirklich brauche. Du bist lieb wie immer. Danke Dir :)

    Hab bei Manfred gelesen, dass Du Dir viel Zeit für Dich nimmst im Moment. Ich hoffe es geht Dir gut, aber soweit ich das beurteilen kann, sehe ich Dich auf Deinem Weg liebe Martha und freu mich für Dich.

    Liebe Grüße und Danke

    Kaleu

    (...muss mir gerade 'n Tränchen wegwischen, kann ja auch nicht verheult in's Büro ;)...)

  • Lieber Kaleu,

    Danke für Deine liebe Rückmeldung, schön, wenn meine Worte die für Dich Richtigen sind. Ich fühle mich ja seit ich hier bin, sehr verbunden mit Dir und könnte fast unter jeden Post einen Haken von mir setzen - ja genau, seh ich auch so wie Kaleu.
    Du hast mich in einem Moment, wo ich durchhing so toll abgeholt und das werde ich Dir nicht vergessen und Dein Geschriebenes ist auch immer noch in meinem Kopf. (Manfred und Matthias übrigens auch :) )

    Mir gehts momentan ganz gut. Ich habe mir vor 2 Wochen den Fuss gebrochen, was mich nochmal richtig auf mich zurück geworfen hat. Die ersten Tage waren schlimm, weil ich mich in der Verlangsamung üben musste, plus, dass ich auf einmal um Unterstützung und Hilfe in meinem Umfeld bitten musste, was mir ja sehr schwer fällt - ich schaff ja alles alleine ;-). Seit 10 Tagen geht es mir gut damit. Ich habe angefangen, meinen Zustand, sowohl körperlich als auch seelisch voll anzunehmen. In meinem Leben läuft EIGENTLICH alles super. Da sind allerdings zwei Dinge, die gar nicht nach meinen Vorstellungen laufen: Beziehung (wie bei Dir) und Job (bin selbstständig und merke die Wirtschaftskrise - Existenzangst) und ich spüre, wenn ich meinen Fokus darauf setze, bin ich total frustriert und so versuche ich meinen Fokus auf die Dinge zu lenken, die Postiv sind und dann fühle ich auch, wie ich sofort in eine andere Energie komme.

    Ich übe mich also täglich nach unserem Motto: sich vertrauensvoll auf den Prozess des Lebens einzulassen und das alles seinen Sinn hat, auch wenn ich ihn nicht immer sehe ;) Zumindest kommt auch mein Optimismus wieder hoch. Bin ich eigentlich schon immer ein Mensch gewesen, dessen Glas halb voll war und nicht halb leer und auf diesem Wege bin ich wieder, was mir gut tut.

    Ich finde es ganz grossartig, dass Du in Deiner momentanen Situation nichts trinkst, und wenn ich Dir doch einen kleinen Vorschlag machen darf - dafür kannst Du Dich feiern!

    Schau, dass Du den Tag irgendwie hinkriegst, erlaub Dich ruhig auch mal die Tränen, das befreit ungemein, auch wenn`s weh tut.

    Also nochmal ein einfühlender Drücker, Martha :)

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Liebe Martha,

    ich freu mich, dass Du Dich nochmal meldest. Ich bin ja selber selbständig und hab wegen der Krise die gleichen Sorgen und auch Existenzängste. Sieht aus, als würde bei uns wirklich die Entwicklung parallel laufen.

    Wenn mich ein dunkler Moment überkommt indem ich Existenzängste habe, egal ob die nun real begründet oder auch einfach nur so auftreten, vertraue ich mittlerweile auf 2 Dinge. Zum einen auf mich selbst. Ich schau dann zum Beispiel Stellenausschreibungen nach. Und stelle dann schnell fest, dass ich auf jeden fall wieder eine Anstellung finden würde und nicht untergehe. Und das zweite ist, Vertrauen in's Leben und in die Zeit. vertrauen, dass alles gut kommt.
    Wir haben da ja schon viel drüber gesprochen und mir fiel ja genau das damls so schwer. Heute geht es und es klappt eigentlich immer. Ich komme dann zur Ruhe, gönne mir meisst was, eine Kleingkeit, ein Bad oder so reicht dann schon. Wenn ich dann wieder zur Rhe gekommen bin schaue ich mir an, was kann ich ändern, muss ich was ändern, kann ich was ändern oder ist s was worauf ich keinen Einfluss habe?

    Für mich ist es besonders wichtig immer wieder darauf zu achten, dass diese Ängste nunmal da sind und zu mir gehören. Dass sie mir was sagen wollen. Wenn ich dann feststelle, ich kann sowieso nichts daran ändern, kann ich das heute gelassener hinnehmen als früher. Es gibt und wird immer Dinge geben die ich nicht in der Hand habe. Ich fühle mich heute nicht mehr abgewertet bloss weil ich etwas nicht ändern kann. Das nimmt mir den ewigen Zwang alles ändern und verbessern zu wollen so wie früher.

    Ich hab auch gelernt mir Hilfe zu suchen oder zu fragen wenn ich nicht weiter weiss, manches schaffe ich nicht alleine oder weiss einfach nur nicht wie. Es tut mir gut die Kontrolle abzugeben oder auch einfach mal alles liegen zu lassen um es später dafür wieder mit neuem Elan aufzunehmen.

    Ich freue mich, dass es Dir insgesamt so gut geht. Wir haben viel für uns getan in der letzten Zeit und viel gelernt. Das zahlt sich jetzt für uns aus.

    Leider nicht in unseren Beziehungen. Ich weiss wie Du ich fühlst. gerade wir Co's sind nicht zum Einzelgänger geboren. Und selbst wenn wir es schaffen uns selbst liebevoll anzunehmen und uns um uns selbst zu kümmern, so fehlt doch der Mensch an der Seite mit dem man das teilen möchte. Bei mir ist das übrig geblieben. Nachdem die Zwänge weg waren, lag das frei und deswegen schmerzt es manchmal besonders.

    Ich umarm Dich mal.

    Alles Liebe

    Kaleu

  • Lieber Kaleu,

    da schreibe ich Dir gerade von Existenzängsten, schau in den Postkasten - Finanzamtpost! und statt erwarteter 300,- EUR Steuerrückzahlung sind es 1000,- EUR geworden, wie cool ist das denn :-)? Ahhh und ich spekuliere die ganze Zeit auf das neue iPad..............

    Das was Du über Deinen Umgang mit Deinem Job schreibst, fühlt sich gut an und ich gehe damit ähnlich um wie Du. Ich kann bloss in meinem Job nicht in einem Angestelltenverhätnis arbeiten, was das Ganze etwas schwieriger macht, also diese Strategie der Sicherheit fällt weg.

    Bei einem habe ich andere Gedanken als Du. Der Mensch allgemein ist aus meiner Sicht nicht als Einzelgänger geboren, das hat für mich nichts mit Co zu tun. Ich finde es eins der normalsten Bedürfnisse, Dinge mit einem Menschen teilen zu wollen, mit einem Menschen in Gemeinschaft und Verbindung leben zu wollen. Das ist nichts ungewöhnliches oder krankhaftes, sonst wären ja alle Familien krank und Co, oder? ;)

    Wir gehen bloss mit Männern/Frauen in Resonanz, die aus ihren eigenen Unzulänglichkeiten heraus nicht in der Lage sind das zu leben, was uns wichtig ist. Die Sehnsucht mag auch da sein, dass zu wollen, sie kriegens bloss nicht hin. Lernaufgabe aus meiner Sicht, die eigene Resonanz ändern........ und wir sind ja kräftig dabei etwas zu tun und irgendwann werden wir die Früchte schon ernten.

    Danke für die Umarmung, wieder retour, herzlichst Martha

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Hallo Kaleu,
    ich gebe Martha da voll Recht, Liebe oder Gefühle generell sind vom Verstand nicht zu steuern und haben daher nicht viel mit Co, EKA usw. zu tun. Ein wenig Co ist für mich (als Nicht-Co) ein völlig normales menschliches Verhalten. Man möchte für andere da sein und erst recht, wenn man die Person liebt.
    Aber eine Beziehung besteht aus geben und nehmen und wenn es irgendwann so ist, dass man nur noch gibt und nichts bekommt, dann klammert man sich an etwas, was einem nicht gut tut. Natürlich ist das schwer so zu erfassen wenn man jemanden liebt. Ich habe, nachdem ich den nötigen Abstand hatte, angefangen zu sehen, was war gut (für mich) und was nicht in der Beziehung. Dabei habe ich dann erkannt, dass ich doch sehr manipuliert worden bin und das hat meine Gefühle extrem runter geschraubt. Sie hat eigentlich die ganze Zeit „bestimmt“ wann und wie lange wir uns sehen. Die Manipulation dahinter oder ich sage mal, dass das mit Absicht geschehen ist habe ich erst nach der Beziehung erkannt. Sie hat ein Kind und das diente immer als Ausrede, warum sie jetzt nicht kann usw. Meine Vorschläge etwas zu unternehmen wurden fast immer mit –ich habe keine Zeit- abgetan. Wenn sie aber mit Freunden oder so etwas machen wollte (ohne mich) war das Thema- wer passt auf das Kind auf- nie ein Problem. Zu erkennen, wie sehr jemand mit mir spielt hat meine Gefühle schrumpfen lassen. Wer ist diese Person, dass sie meint sie könnte so mit mir umgehen, dafür bin ich mir selbst zuviel wert.
    Da ich eben kein EKA bin versteh ich das alles nicht, also warum man mit dem Partner den man liebt so umgeht. Erschreckend war für mich auch, dass das mit Absicht geschieht, d.h. dass sie ganz bewusst mich verletzten wollte (was sie auch nach dem Ende der Beziehung gerne erneut gemacht hat). Wieso will ich jemanden verletzten, den ich doch eigentlich liebe. Dinge die ich nicht verstehe. Vielleicht kannst du mir das erklären.
    Aus meiner Erfahrung geht man am Ende einer Beziehung durch verschiedene Phasen. Zuerst will man das Ende nicht akzeptieren, dann kommt die Trauer und irgendwann kann man objektiver die ganze Beziehung sehen. Für mich war, um den Absprung zu finden auch wichtig zu erkennen, dass ich nichts falsch gemacht habe. Ich habe mein bestes gegeben. In früheren Beziehungen habe ich das oft nicht und habe mir anschließend mein eigenes Verhalten vorgeworfen.
    Ich bin mir sicher, dass du auch deine Gefühle in den Griff bekommst, wobei ich denke man kann da nichts erzwingen, dass kommt von ganz alleine irgendwann und bis dahin sollte man sicher die guten Tage in Erinnerung behalten, aber auch nicht vergessen immer mal wieder zu erkennen, dass eben vieles nicht gut war.
    Da du selber, wenn ich das richtig gelesen habe, ein EKA bist fände ich es toll, wenn du mir mal erklären könntest, ob ein EKA wirklich mit Absicht den Partner verletzt. Zum Beispiel hat sie nachdem wir ca. 2 Monate getrennt waren (und sie mir ständig durch Blicke und noch einiges mehr zu verstehen gegeben hat, dass sie mich eigentlich zurück will. Sie hat in der Zeit versucht mit mir zu reden, aber da kam nichts raus, also sie stand echt richtig hilflos vor mir und wollte etwas sagen und musste mitten im Satz weg gehen) mich zig Mal zu ihrem Geburtstag eingeladen. Ich bin auch hingegangen und am Ende hat sie den ganzen Abend, vor meinen Augen, mit einem anderen geflirtet. Das war für mich natürlich total ätzend und ich verstehe bis heute nicht was das sollte. War das aus Hilflosigkeit, weil sie es mit mir nicht hinbekommt oder wollte sie mich vorführen und bewusst verletzten? Vielleicht hast du eine Antwort darauf.
    Lieben Gruss statistik

  • Hallo Statistik,

    ich lese gerade was Du geschrieben hast, auch Deine Fragestellungen und habe dazu ein paar Gedanken.

    Wie kommst Du darauf, dass Dich Deine Freundin absichtlich verletzt hat? Bist Du Dir sicher, hat sie das gesagt oder ist das Dein Denken bzw. Deine Interpretation über ihr Verhalten? Ihr Verhalten löst etwas in Dir aus, und zwar Schmerz, was ja auch total in Ordnung ist, doch das ist DEIN Gefühl, so reagierst Du auf ihr Verhalten, sie ist nur ein Auslöser. Verstehst Du was ich meine? Das heisst nicht, dass Du ihr Verhalten klasse finden sollst, bloss ein andere Art und Weise damit umzugehen, nämlich bei Dir selber zu gucken, was es mit Dir zu tun hat.

    Das Verhalten von Deiner Freundin was Du beschreibst finde ich ein ganz typisches Nähe-Distanz Thema. Ich glaube nicht, dass sie es absichtlich tut. Da ist bestimmt der Wunsch nach Nähe, doch die Angst, sich wirklich auf Nähe und Verbindung einzulassen ist so gross, dass sie in die Distanz geht und da werden die abenteuerlichsten "Ausreden" genommen, Kinder, flirten mit Anderen etc. Ich möchte sogar behaupten, dass ihr es noch nicht mal bewusst ist, was da tief in ihr drinnen abgeht und warum sie sich so verhält.

    Vielleicht kannst Du mit der Antwort etwas anfangen.

    Liebe Grüsse Martha

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Hallo Martha,
    vielen Dank für deine Antwort, ich verstehe vollkommen was du meinst. Ich habe mir sehr viele Gedanken, um sie und ihre Kindheit und was das in ihrem jetzigen Verhalten bewirkt, gemacht (steht in meinem alten Thread vom Sommer vergangenen Jahres). Ja ihr Verhalten löste, und das tut es manchmal immer noch, in mir Schmerz aus. Um mit diesem Schmerz umzugehen, bzw. ihn los zu werden habe ich mich gefragt warum sie das tut. Über einige Monate habe ich das auch immer so gesehen, dass das in diesem Nähe-Distanz-Problem begründet ist. Aber das ändert ja nichts daran, dass sie mich verletzt durch dieses Verhalten und sie das sicher auch weiß (oder merkt man so was als EKA nicht?). Ich kann es natürlich nicht vermeiden nach meinem Denkmuster zu denken und danach merke ich sehr wohl, wenn ich durch mein Verhalten andere verletzte. Und wenn ich merke, das ich andere verletzte dann höre ich auf mit diesem Verhalten oder ich mache weiter, aber dann eben mit der Absicht noch mehr zu verletzen. Also am Beispiel Geburtstagsparty, da hätte sie nicht gleich bis zum Ende der Party rumflirten müssen ( ich muss dazu sagen, dass der Mann weit weg wohnt und anschließend überhaupt keine Rolle in ihrem Leben gespielt hat).
    Diese Frage mit der Absicht oder ob dahinter keine Absicht steckt beschäftigt mich halt nach dem vergangenen Wochenende wieder. Am Freitag erzählt sie einem Freund von mir, dass sie noch eine Verabredung hätte (mit einem Mann) und am Samstag steht sie dann mit ihrer Freundin den ganzen Abend fast neben mir (ich habe dann die Kneipe gewechselt und plötzlich war sie wieder neben mir). Da frage ich mich auch, erzählt sie meinem Freund von dem Date, damit der das mir erzählt….und wenn sie einen anderen trifft, dann muss sie am nächsten Tag nicht 5 Stunden quasi neben mir stehen und nach 10 Monaten plötzlich wieder mit meinen Freunden sprechen (sie spricht nicht mit mir und hat eben seit letztem Sommer auch mit meinem besten Freund nicht gesprochen).
    Ich weiß, dass ich die Unterstellung, dass sie mit Absicht mich verletzt auch als Hilfskrücke nehme um Negatives in ihr zu sehen und damit meine Gefühle für sie im Zaume zu halten, bzw. zu beseitigen. Ich muss gestehen, dass mir das dadurch auch ganz gut gelingt.
    Ich möchte ihr da nicht unrecht tun, deshalb frage ich euch, ob das nun Absicht ist oder nicht.
    Ich bin dankbar für jede Antwort.
    Lieben Gruss statistik

  • Hallo Statistik,

    bitte keine Beziehungsanalyse hier. Ich werde hier nicht über Dritte mutmaßen. Weder über meine noch über Deine ehemalige Partnerin. Zum einen ist das respektlos und zum Zweiten hilft das weder Dir noch mir.

    Was ich Dir sagen kann ist, das weiss ich, dass es kein absichtliches Verhalten ist, was es dennoch nicht automatisch entschuldigt.

    Und Nein, ich bin kein EKA.

    Liebe Grüße

    Kaleu

  • Lieber Kaleu,

    ich stimme Dir zu, es bringt nicht weiter über den anderen weiter zu mutmaßen. Es ist aus meiner Sicht ein sehr schöne Strategie, seinen eigenen Schmerz darin nicht fühlen zu wollen ;)

    Gut dass Du für Dich sorgst und für Dich einstehst.

    Hoffe es geht Dir etwas besser, LG Martha

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Hallo Martha, hallo Kaleu,
    jetzt habt ihr mir meine Hilfskrücke genommen
    :wink:
    aber das ist okay so ...ich finde es besser zu wissen das keine Absicht dahinter ist, dann kann ich wieder dahin kommen ihr alles Gute für die Zukunft zu wünschen.
    Danke Kaleu, dass ich deinen Thread kurz mitbenutzen durfte und danke für eure Antworten.
    Ich wünsche euch viel Kraft für die Zukunft (die brauchen wir alle, by the way ich bin auch selbstständig :D )
    lieben Gruss statistik

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