Beiträge von Kaleu

    Hallo Martha,

    Zitat von Martha66


    Orientierung und Struktur sind übrigens eine Strategie ;-), für welches Bedürfnis stehen sie und wofür brauchst Du es? Kleiner Gedankenanstoss......

    Ich weiss schon - das Leben ist Fluss.

    Sag, kennst Du meine Therapeutin? :lol:

    Steht für Sicherheitsbedürfnis & Kontrolle. Jeder Mensch sucht Sicherheit und Kontrolle. Dass Kontrolle eine Illusion ist, ist mir bewusst. Sie vollständig durch Akzeptanz aufgeben, werd ich vermutlich nie schaffen, bin mir da aber noch unsicher. Weiss ich noch nicht. Sind vor allem Muster bei mir, die Erkenntnisse sind da, nur neue Muster fehlen noch.

    Sicherheit durch Abgrenzung ist für mich aber positiv besetzt und möchte ich auch nicht aufgeben.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hallo Sencha,

    dass Kaffee nur kickt - Tee aber echt belebt, kenne ich aus eigener Erfahrung. Auf die Idee zu kommen, auf Kaffee gänzlich zu verzichten, wär ich aber gar nicht gekommen. Deswegen finde ich Deine postings in höchstem Maße interessant und spannend.

    Am liebsten würde ich sofort das Rauchen aufhören. Kann ich leider nicht, ich würde meinen Sohn das Wochenende lang total angiften und das möchte ich nicht, die ersten 2 Tage Nikotinentzug bin ich unausstehlich, weiss ich vom letzten Versuch noch.

    Kaffeeverzicht macht mir nichts aus. X-Mal schon tagelang drauf verzichtet.

    Ich geniesse jetzt schon meine Teeabende und weiss wie wohltuend das ist. Wenn das aber sogar noch besser wird - na holla die Waldfee! Das sind ja phantastische Aussichten.

    Herzlichen Dank für diese Nachrichten! Die kamen für mich exakt zum richtigen Zeitpunkt! :)

    Hallo Sencha,

    ich hätte da nochmal eine konkrete Frage.
    Du hast geschrieben, dass Dir die Alltagsdrogen mittlerweile gelichgültig sind.

    Was meinst Du damit? Wirklich gleichgültig? Das würde bedeuten, Du brauchst nicht mehr auf Dein Suchtgedächtnis aufpassen.

    Mir geht es dabei um was ganz spezielles. Nämlich all die Kleinigkeiten auf die man manchmal achten muss um das Suchtgedächtnis nicht "anzuwerfen" - bspw. Arzneimittel oder Kosmetika.

    Um's Trinken oder Rauchen als solches geht es mir gar nicht - denn es geht ja genau darum, dass das alles vorbei ist für immer und es eben gleichgültig wird. Aber echte Gleichgültigkeit wie von Dir beschrieben würde bedeueten, das Suchtgedächtnis springt nimmer an.

    Nimmst Du auf solche Dinge noch Rücksicht? Mundwasser z.B.?

    Lieben Gruß

    Kaleu

    Hi Martha,

    Zitat von Martha66

    Ich habe mein eigenes Wesen verraten und mein kleines Mädchen-Ich darin gehindert, sich auszudrücken, nur um ein paar Tropfen perverses Lob abzubekommen!"

    Welches Kind würde das nicht tun? Jedes kind sehnt sich nach Lob, akzeptiert werden, Anerkennung, Zuneigung. Und wenn ein Kind die nicht bekommt - schlicht weil es einfach DA ist - dann sucht sich jedes kind Möglichkeiten in dem ihm möglichen Rahmen Lob und Anerkennung zu bekommen. Ein Kind kann noch nicht reflektieren - es merkt nicht, dass es sich verbiegt und sein Ich aufgibt!

    Später als Erwachsener steht das Kind dann da und soll sich nun zurecht finden. Innerlich sucht es immernoch Lob und Anerkennung. Und der Weg wie man die bekommt, den hat es ja gelernt. Verbiegen. Sich aufgeben!

    Zitat

    Bei mir gibt es Konsequenzen, aber das sind nie Bestrafungen.

    Ist bei mir und meinem Sohn auch relativ neu. Probleme werden nur noch im Gespräch gelöst. Und zwar gelöst. Ist eine Konsequenz nötig, wird auch die besprochen, so dass mein Sohn sich nicht ungerecht behandelt fühlt.

    Klappt super und irgendwie flutscht alles von allein.

    Zitat

    Ich mag gerne Klarheit.

    Ja. Geht mir genauso.Wenn ich weiss woran ich bin - und zwar offen weiss woran ich bin, habe ich Orientierungspunkte um zu Lösungen zu kommen statt anfangen müssen Energie für interpretation zu verschwenden. Auch das macht alles irgendwie viel einfacher.

    Lieben Gruß

    Kaleu

    Hi Gotti,

    das kommt mir alles sehr bekannt vor. Ich hab lange gebraucht mir direkte Kommunikation anzueignen. Heute schätze ich das unumwundene und direkte sehr und wünsche mir auch oft, dass man so mit mir umgeht.

    Das aus meiner Kindheit erlernte Rumeiern mag ich gar nicht mehr und kann selbst auch nicht mehr viel damit anfangen.

    Wo ich enorme Schwierigkeiten habe, zur Zeit ist, dass ich mir manchmal zu unsicher bin, war ich vielleicht zu direkt? Das fällt noch sehr schwer, das herauszufinden.

    Was ich mir jedoch nie wieder angwöhnen werde und auch nicht mehr könnte - ist dieses "durch die Blume" - das ist weniger höflich oder freundlich als viel mehr - manipulativ!

    Mir fällt oft auf, wenn ich von jemandem besäuselt werde und ich direkt zurückfrage, "Komm auf'n Punkt, was willst Du von mir?" - dass dann der Gegenüber häufig völlig überfordert ist. So ging's mir früher ja auch.

    Hallo Martha,

    Kinder, und damit meine ich alle, meinen Sohn, Deinen Sohn, aber auch uns selbst, lernen nicht nur das was die Worte sagen. Sie lernen auch immer das was hinter den Worten steht.

    "Könntest Du jetzt bitte Deine Kleider über den Stuhl hängen?"

    Wenn es ein Bitte war - und Dein Sohn tut nichts, lehnt er damit die Bitte ab. Dies dürfte aufgrund der Bitte keine Konsequenzen haben, da jeder Mensch Bitten ablehnen darf - ohne Konsequenzen befürchten zu müssen.

    Was passiert wenn Du eine Stunde später siehst, die Klamotten liegen da immer noch rum (weil es keine Bitte, sondern eine Aufforderung war?) und Du dann sagst:

    "Hallo? Ich hab Dich doch vorhin gebeten, die Sachen über den Stuhl zu hängen. Jetzt gibt's keine Schokolade heute Abend"

    (ist jetzt mit absicht zugespitzt)

    Was lernt Dein Sohn?
    1. Eine Bitte muss ich immer erfüllen!
    2. Erfülle ich eine Bitte nicht, werde ich bestraft.
    3. Eine Bitte ist immer eine Forderung! Da ich keine Forderungen stellen darf, darf ich auch keine Bitten stellen!
    4. Forderungen in Bitten zu packen ist höflich und freundlich. Sage also nicht direkt was Du willst, sondern umschreibe es blumig.

    Und so erzieht der Co, den nächsten Co ;)

    Lieben Gruß

    Kaleu

    Hi Martha,

    super spannend gerade :)
    Find ich Hammer was Du geschrieben hast. Ja, das Feedback direkt erfragen ist dann schon manchmal sinnvoll. Leider hatte ich bisher dafür das falsche Umfeld. Liegt halt an meiner Vergangenheit.

    Zitat

    Nur zur Bitte: Auch wenn ich ein "könntest Du bitte" oder "würdest Du bitte" hängt es sehr von meinem Tonfall ab, ob es auch wirklich keine Forderung ist

    Das seh ich völlig anders. Der Tonfall entsteht nämlich je nachdem was man eigentlich vorhatte. Ob man eine Forderung als Bitte tarnt oder ob es wirklich eine Bitte war. Komm ich gleich anhand Deines Beispiels dazu, wie ich das meine.

    Zitat

    Ich hatte eine schöne Situation vor nicht langer Zeit mit meinem Sohn. Ich wollte eine Sache mit ihm besprechen und wollte, dass der das und das macht. Schön als Bitte formuliert mit: "ich bitte Dich dann.......". Schließlich habe ich ihn gebeten mir zu sagen, was ich gesagt habe. (war mir wichtig, dass mein gesagtes angekommen ist) Er antwortete: "Ich soll...." Hier hat er mir ein sehr schönes feedback gegeben, wie mein Gesagtes bei ihm angekommen ist, als Forderung, was ich gar nicht wollte!

    Und jetzt bin ich mal so frei und bohre ein bisschen tiefer - nämlich - warum hat Dein Sohn das denn so verstanden? Ist es möglich - und das ist nur eine Frage, keine Unterstellung, dass Du in der Vergangenheit in der Kindererziehung Forderungen - in Bitten verpackt hast um besser dazustehen? Höflicher? Freundlicher?

    Ich mag das Beispiel nochmal ausbauen. Eine Bitte ist immer nur eine Bitte. Wenn dahinter die Erwartung steht, dass die Bitte erfüllt wird, ist es eine Forderung getarnt in einer Bitte.

    Was wenn Dein Sohn gesagt hätte - Nein? Dann hättest Du - so es denn eine Bitte war - sagen müssen - ok! Und die Sache wäre erledigt gewesen.

    Zitat

    Könntest Du jetzt bitte deine Kleider ordentlich auf den Stuhl legen?

    Das perfekte Beispiel. Die in die Bitte getarnte Aufforderung! ;)
    Oder war das wirklich eine Bitte? Dann dürfte Dein Sohn einfach ablehnen - ohne jedwede Konsequenz!

    Zitat

    Warum meinst Du, dass Co´s mit "könntest und würdest Du bitte." enorme Probleme haben

    Weil Co's meisst so erzogen wurden, dass Forderungen in Bitten getarnt wurden - weil das "freundlicher" ist ;)

    Zitat

    und warum soll es nach GFK nicht gehen?

    Weiss jetzt nicht was Du meinst, ich finde gerade nach GFK geht es doch. Nur ist GFK echt schwer zu lernen. Bei GFK ist aber das Verpacken einer Forderung in eine Bitte absolutes Ausschlusskriterium.

    Hallo Ossi,

    Zitat von ossi2


    Und ich glaube eigentlich nur in ganz geringem Umfang co. zu sein. Ich weiß, Kelau würde jetzt wieder sagen, ich verdränge oder suche Ausreden. :wink:

    *lach*

    Vor ca. einem Jahr hab ich meine damalige Partnerin zu einer Paartherapie überredet. Weil diese Beziehung irgendwie total für den Eimer war und ich konnte mir nicht erklären warum. Nichtmal im Ansatz.

    Nach der zweiten Sitzung hat meine damalige Partnerin geschmissen, weil es an's eingemachte ging und sie noch weit davon entfernt war ihre tatsächlichen Probleme mit irgendwem zu besprechen.

    Ich hab damals noch eine weitere Sitzung gemacht und in der musste ich feststellen - Scheisse - nicht nur sie hat ein gewaltiges Problem, ich auch!

    Es hat mich total vom Hocker gerissen damals, weil ich immer das Gefühl hatte - hä? - mit mir stimmt doch alles! Bei ihr stimmt doch was nicht!

    Ich hab dann angefangen die Therapiesitzungen herbeizusehnen! Manchmal machte ich 2 Sitzungen die Woche, jeweils 90 Minuten und es reichte mir nicht. Ich war wie ein leerer Schwamm der zum ersten Mal in seinem leben mit Wasser in Berührung kam. Und ich fing an aufzusaugen!

    Bis ich wirklich begriff dass ich 35 Jahre lang blind war, verging dennoch einige Zeit!

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Wow! Bin sprachlos. Ich halte das für so hochinteressant, erzähl nur weiter.

    Es ist doch ein Unterschied, ob man das nur in der Theorie liest oder von jemandem, der diese Erfahrungen selbst gesammelt hat. Auch der Kreislauf - Kaffee - Kippe - Alkohol - hab ich so noch nicht gesehen, auch nicht, dass man sich den Tee damit "verdirbt", da mir selbst diese Erfahrung fehlt, war mir das unbekannt.

    Ich bin nächste Woche in der Suchtberatung und will da besprechen, ob die irgendwelche Bedenken haben, wenn ich das Rauchen jetzt auch aufgebe. Und wenn die grünes Licht geben, wollte ich das Wochenende drauf mit dem Rauchen aufhören. Ist kein Hintertürchen, aber das Wochenende bin ich allein und der nikotinentzug, den ich schonmal gesmcht habe, da bin ich 2 Tage lang völlig daneben und auch hochgradig grantig. Das kann ich an dem Wochenende dann mit viel Schlaf und viel Tee ausgleichen.

    Den Kaffee weglassen macht mir am wenigsten aus.

    Ich lese Deine Erfahrungen sehr gespannt. Bisher bin ich blutiger Anfänger und trinke "grünen Tee" - von unterschieden weiss ich da noch nichts.

    Das Harnproblem, kenn ich aber :lol:

    Ah...stimmt nicht. hab ich doch wieder Miste geredet, "Könntest Du bitte..." geht nach GFK gar nicht, oder?

    Weil man im Verneinen sagen müsste "Ich kann nicht" und das wäre evntl. ja nicht wahr.

    "Würdest Du bitte..." ist dann schon besser. Aber ich bin kein GFK Fachmann.

    Kennst Du da was Besseres Martha?

    Liebe Martha,

    Zitat von Martha66


    oh ja, Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung finde ich grandios.......Ein tiefes Bedürfnis von mir :)

    Ja. Die Beiden Themen und Kommunikation sind absolut meine Steckenpferde.

    Selbstwahrnehmung im Inneren, da bin ich schon recht weit.
    Selbstwahrnehmung im Äusseren, in Interaktion, da bin ich hundsmiserabel. Weil ich immer in meine alten Muster rutsche - unbeabsichtigt. Da bin ich noch absolut auf das Feedback Anderer angewiesen. Na eins nach dem Anderen.

    Wahrnehmung Anderer und was das bei mir auslöst, da bin ich dann wieder wesentlich besser.

    Zitat

    Bitten zu formulieren ist anfangs gar nicht so einfach, weil ich mir nämlich im Klaren darüber sein muss, was genau ich jetzt brauche und welches Bedürfnis ich erfüllt haben möchte.

    Da sagste was. Erstmal lernen, das Bedürfnis überhaupt zu erkennen. Dann es zu formulieren. Dann noch der Sprung gegen die eigene Angst und Minderwertigkeitsgefühle die Bitte zu richten. Und dann noch die Angst vor Zurückweisung. Kommt einiges zusammen. Bloss um eine lächerliche Bitte direkt auszusprechen.

    Übrigens, für das Formulieren der Bitte, so dass sie nicht als Forderung ankommt, gibt es einen sehr simplen und leicht zu merkenden Weg.

    Einfach mit "Könntest Du bitte...", "Würdest Du bitte..." anfangen.

    Für den Anfang reicht das. Das ist keine Forderung. Es gibt Menschen die denken, das wäre eine Forderung, weil sie in der Kindeheit lernen mussten, dass Forderungen hinter Bitten versteckt wurden.

    Nur für Menschen die nicht Nein sagen können, ist das eine Aufforderung! Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass gerade Co's mit "Könntest Du bitte..." und "Würdest Du bitte..." enorme Probleme haben ;)

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Lieber Manfred,

    ich mag das total gerne. Ruhig mal einen Satz zerpflücken um herauszufinden, was an Emotionen etc. dahintersteckt.

    Zitat von Manfred


    stimmt. Es war eine subtile, freundliche Bitte. So war es gedacht.

    Und genauso hab ich's auch wahrgenommen. Klappt nur nicht immer und subtil gestellte Bitten gehen oft nach hinten los, weil es eben keine Bitten sind sondern wie schon gesagt - man die Eigenverantwortung auf den Gegenüber abschiebt.

    Zitat

    Insgesamt finde ich, dass es ein schönes kleines Beispiel dafür ist, wie wir/ich mit dem Formulieren von Bedürfnissen umgehe/n.

    So sehe ich das auch. :)

    Ich hab immer die Möglichkeit zu sagen:

    Ich habe Hunger! (formulieren des Bedürfnisses)

    Nur brauch ich mich dann nicht wundern - wenn der Gegenüber grinst und sich schweigend denkt - Und?

    Ich habe aber auch immer die Möglichkeit (und vor allem das Recht!) zu sagen:

    Ich habe Hunger! Könntest Du mir bitte ein Brötchen geben?

    Dann ist Bedürfnis und Bitte formuliert. Der Andere kann dann frei entscheiden ob er auf die Bitte eingeht oder nicht, aber er weiss ja, was ich mir von ihm gewünscht habe.

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hallo Martha,

    ich hab das Gefühl Du hast auch sehr viel Freude an Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung. ;)

    Zitat von Martha66


    ich misch mich mal eben ein, darf ich doch, oder?

    Klar darfst Du. Das ist doch hier öffentlich. Und lass das...,darf ich doch, oder? weg wenn Du's sowieso machst ;)

    Zitat

    Klare Bitte: Könntest Du das nächste mal, wenn Du mir antwortest mich mit Namen ansprechen und mich verabschieden?

    Noch das Wort bitte irgendwo reinmogeln und es ist perfekt ;)

    Ich hatte selbst ein Riesenproblem damit. Bitten formulieren. Oh mein Gott! Ich darf doch keine Bitte formulieren. Das darf ich doch nicht.

    Und als Ausweichmöglichkeit hab ich dann häufig (passiert mir immernoch) auch zu der subtilen Variante gegriffen - und mich anschliessend gewundert, warum es keinen interessiert.

    Damit überlies ich ja die Verantwortung aus meinem dargestellten Bedürfnis eine Bitte zu machen - dem Anderen. Nur dafür ist der ja nun weiss Gott nicht verantwortlich.

    Alles Mumpitz! Klar darf ich Bitten formulieren um meine Bedürfnisse auszudrücken! Darf jeder! :)

    Liebe Grüße

    Kaleu

    Hallo Manfred,

    Zitat von Manfred


    Ich kenn mich mit Webforen nicht aus. Dies ist das erste Forum an dem ich mich beteilige.

    Und ich in vielen, deswegen hab ich das anders wahrgenommen. Wenn es Dir eichtig ist und Dir gut tut, kann ich das respektieren.

    Zitat

    Grundsätzlich freue ich mich immer über einen freundlichen Umgang miteinander. Insbesondere wenn es um ein sensibles Thema wie "Seelische Gesundheit" geht.

    Ich auch. Ganz besonders da. Ich empfinde es nur als unfreundlich Gruss und Verabschiedung im öffentlichen Teil eines Forums wegzulassen. Ist einfach jedermanns persönliche Sicht!

    Zitat

    Ich würde mich darüber freuen, wenn Du meiner Bitte nachkommen würdest, weil mir ein freundlicher Umgang miteinander in diesem Forum wichtig ist.

    Du hast keine Bitte an mich gerichtet. Du hast subtil ein Bedürfnis formuliert, aber keine Bitte an mich gerichtet. Das ist auch nicht sonderlich freundlich. ;)

    Zitat

    Kann aber auch sein, dass ich das überbewerte.

    Find ich gar nicht, dass Du irgendwas überbewertest! :)

    Liebe Grüße

    Kaleu!

    Hallo Manfred,

    Zitat von Manfred


    Ich hab zum Beispiel das Bedürfnis nach Begrüßung und Verabschiedung in einem Post. Nicht immer, aber besonders zu Beginn ;)

    Ah, jetzt wird's spannend. ;)

    Dieses Bedürfnis hab ich nicht. Weil es in Webforen eigentlich unüblich ist und das jeder mit sich selbst ausmachen kann.
    Jetzt wär ich aber mal neugierig. War das ironisch gemeint? Sprich - wolltest Du damit eine Bitte formulieren, dass ich Dein Bedürfnis danach wahrnehmen und - jetzt kommt der spannende Teil - stillen soll?

    Gruss

    Kaleu ;)

    Zitat von Manfred


    Ich bin Ich.

    Übrigens, das ist der Teil, der für mich wichtig ist.
    Man kann das nämlich von zweierlei Seiten betrachten. Oberflächlich "Ich bin halt so" oder tiefgründig "Wer bin ich eigentlich?"

    Und für mich selbst ist die zweite Frage viel wichtiger.
    Und wenn ich es realistisch betrachte, dann weiss ich erst seit ein paar Tagen, dass ich auch Alkoholiker bin und dieser Teil ein Teil von mir ist!

    Als mir der Alkoholikerteil nicht bewusst war, konnte der machen was er will. Das kann er jetzt nicht mehr, da ich ihn als Persönlichkeitsanteil akzeptiert habe und weiss, dass ich darauf aufpassen muss.

    So geht es mir aber auch mit anderen Anteilen. Der Alkoholiker ist nur ein Beispiel.

    Für mich ist im letzten Jahr Selbsterkenntnis sehr, sehr wichtig geworden. Der Weg dahin mag vielleicht 'n bissl schizo aussehen, aber das ist mir ziemlich wurscht. Ich bin gut damit gefahren und werd' ihn weiter gehen. Denn obwohl ich einen Haufen über mich kennengelernt hab, gibt's immer wieder neues zu entdecken und auch das bringt mich jedes mal ein Stück weiter.

    Diese Arbeit an mir selbst, ist für mich echt wichtig!

    Zitat von Manfred


    Ich bin Ich. Mit Gefühlen und Bedürfnissen. Wenn ich auf die achte und möglichst erfülle, dann gehts mir gut. Mal mehr mal weniger.

    Genialer Satz! Absolut!

    Nur was machste - wenn Du doch immer wieder nicht auf die achtest und möglichst erfüllst, sondern sogar wider besseren Wissens gegen Deine Bedürfnisse und manchmal Gefühle handelst?

    Und immer noch nicht den Bogen raus hast - warum eigentlich, weil da noch immer unbewusste Blockaden und Muster sind?

    Dann ist der Satz zwar hilfreich - reicht aber alleine nicht! Noch nicht. :)

    Ich muss schon noch'n bisschen was aufräumen.

    Das liegt vor allem daran, dass ich das nicht kann. Also ich meine einfach eine Fremderfahrung integrieren und die leben. Ich muss von selbst dahinter kommen um Ursache und Wirkung für mich zu begreifen.

    Ich hab mein Leben lang nach fremden Regeln gespielt, nicht nach meinen Eigenen. Deswegen nehm ich mich jetzt auseinander, schau mir jeden Splitter an und füge dann wieder zusammen.