hallo hobbit,
schön, dass du ein bisschen mehr von dir schreibst, so können wir wirklich besser antworten
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zu zwei savcehn möchte ich explizit etwas sagen:
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Eine Zeitlang später wurde erzählt das ich ein Gefühlkaltes Stück wäre und man lieber kein näheren kontakt mit mir pflegen wolle.Die ist total Hartherzig...
das kenne ich auch. meine großmutter fand mich hartherzig und "unchristlich", weil ich den kontakt mit meinem ständig betrunkenen vater verweigert habe. die schwester meiner mutter versteht bis heute nicht, dass ich distanz zu meiner muttere halte: "sie ist doch deine mutter, sie hatte eine schwere kindheit, du musst doch für sie da sein". als ich dann mal nur ansatzweise versucht habe zu erzählen, was bei uns zuhause los war (ganz ähnlich wie bei dir, flaschen wegbringen, schämen, haushalt machen....) erntete ich nur ein "ach, du übertreibst". irgendwann war es mir dann egal, was andere von mir gedacht haben. war dann lieber allein, als mir besserwisserische, belehrende und schuldzuweisende tiraden anzuhören.
ähnliches mit dem "pokerface" hab ich jetzt gerade erlebt. ich hab mich nach einem jahr massiven trinkens im letzten herbst von meinem freund getrennt. bis dahin war ich bei seiner familie immer die fröhliche, die gut gelaunte, "unser lavendelchen", das engelchen mit den breiten schultern.... tja, als ich mich dann getrennt hab, hat es keiner für nötig gehalten mal anzurufen und zu fragen, wie es mir geht. klar, ich bin jetzt sicher die böse, die den armen, kranken mann fallen gelassen hat. wies aber in mir wirklich aussah, wussten sie nicht, oder wollten sie nicht wissen.
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Ohne Gefühle leben!!Das bedeutet ÜBERLEBEN!!!
Ehe man sich versieht hat man den Ruf weg!
Nur dann kann man die Starke sein
Plötzlich ist es deine Rolle von Fremden zugeteilt.
Und du nimmst sie erst mal an ****Immer noch besser als du selber zu sein.Falls du überhaupt weißt wer du Bist!
als kind und jugendliche hab ich auch nur überlebt, weil ich versucht habe keine gefühle zuzulassen. ich glaub, wenn ich das nicht getan hätte, wäre ich verrückt geworden. es ist zuviel für eine "normale" kinderpsyche, sowas "normal" wegstecken zu können. ich hab mich manchmal auch gefragt (und tue das immer noch!), wer ich bin, ob ich ok so bin wie ich bin, suche nach gefü+hlen, finde mich oft gefühllos. aber ich versuche auch, nicht mehr immer alles zu hinterfragen wie "darf" ich so sein. ich bin wie ich bin. was andere von mir denken, ist mir mittlerweile relativ egal.
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Ist es verkehrt den Kreisslauf unterbrechen zu wollen?
Denkt ihr das ,wenn mann sich nur ganz doll zusammenreißt das man es auch ohne hilfe schaffen kann?Irgendwie Vertrau ich mir nicht.?
NEIN, es ist nicht verkehrt, den kreislauf durchbrechen zu wollen. du hast nur ein leben, und der kreislauf aus kinderzeiten tut dir wahrlich nicht gut. hör nicht auf das, was deine schwester (oder jemand anders) dazu sagt: hör auf DICH.
du fragst, ob man - wenn man sich sehr zusammenreisst, auch alleine schaffen kann. das weiss ich nicht.
aber ich glaube, dass dieser gedanke der falsche ansatz ist: weil du damit das frühere muster wiederholst: du willst wieder etwas mit dir alleine ausmachen - du willst wieder die starke sein. tu dir das nicht an.
ich habe es als sehr erleichternd empfunden, dass in meiner therapie endlich mal jemand NUR FÜR MICH da war. ICH war mal der mittelpunkt, mit meinen ängsten, (schuld)-gefühlen, ideen... ich habe tipps bekommen, manchmal den kopf gerade gerückt... mir hat es sehr gut getan, und ich wäre nicht so weit gekommen, wenn ich nicht ein korrektiv in form einer therapie gehabt hätte. ich kann es dir wirklich nur ans herz legen: DAS ist stark, sich hilfe zu suchen
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liebe grüße
lavendel