Warum bin ich hier ???
Was erhoff ich mir hier mit den Austauschen im Forum, mit den Überlegungen über mich und mein früheres und mein jetziges Handeln ?
Erst wollt ich nur weg, weg von diesem kaputten Leben mit ihm.
Ich hab mich getrennt, und das ist mir eigentlich garnicht so schwer gefallen. Ich mein das jetzt emotional.
Klar hatte ich Zukunftsängste : schaff ich es allein, krieg das alles finanziell alleine gestemmt, etc.
Aber von einem gefühlsmäßigen hin und herschaukeln konnte ich leider oder GsD nicht berichten.
Les ich es doch immer wieder bei anderen, die sich dann so an der Stelle drehn.
Wahrscheinlich hat dieser Abschiedsschmerz schon Jahre vor der Trennung begonnen und war so auch dann bereits abgeschlossen.
Jetzt gehts ans Erkennen der eigenen Verhaltensmuster. Sich eingestehen, dass man sich nicht in der Opferolle befindet und auch keinen nachträglichen Dank für geleistete Dienste bekommt,
weil man sich ja so selbstlos eingebracht hat in diese marode Beziehung.
Nee, man bekommt eine Sch..Quittung das man auch noch mit dran Schuld ist.
Etwas was man doch gern dem, in unseren Augen Alleinschuldigen, gegeben hätte.
Such ich mir nun ein andere Thema indem ich mich aufopfern kann ? Arbeit, Kinder ?
Brauch/missbrauch ich die Kinder als neues Suchtmittel ?
Ich denke nein, denn dass ich mich nun in den Focus stell ist mir sehr wichtig. In MEINEM neuen Buch (Leben) geht es um MICH.
Ich freu mich, dass ich sie habe und dass ich sie ein Stück weit begleiten darf. Denn i.wann Mal gehen sie ihren eigenen Wege, das ist gut so und es ist auch schön jetzt, da sie in der Pubertät sind, die Anfänge zu beobachten.
In die Arbeit : ja, da hab ich mich wohl auch reingeflüchtet.
Erst aus Angst, dann ein Stück weit aus dem Gefühl es allen Recht machen zu wollen und dann nicht "nein" sagen zu können.
Das ist nun mein Punkt, den ich angehe. Und erste Erfolge sind auch da sichtbar. Klein aber sie kommen.
Was ist nun mein Ziel gewesen, wo will ich hin ?
Ich wollte es dieses Mal richtig machen. Ich wollte mich bewaffnen, damit ich in Zukunft nicht in ungesunde Beziehung rein stürze mit meiner Co-Mentalität.
Durch das Forum hier hab ich gelernt hinzuschauen, mich zu hinterfragen, mir nicht ganz zu trauen.
Denn nicht unbedingt mein Gegenüber ist das Problem, sondern meine Auswahlkriterien.
Das Gegenüber kann ich mir aussuchen, annehmen oder auch ablehnen. Ob ich im Akutfall alles so anwenden kann, wie ich erfahren habe, weiß ich noch nicht.
Aber ich bin guter Dinge, jetzt, wo ich weiß was ich vertrag bzw. wo ich allergisch reagier.
Na, die Zukunft wirds zeigen.
Mein Ziel ist es mich glücklich zu wissen. Mich auf die Zukunft zu freuen und mein Leben einfach zu geniesen.
Ich denke da bin ich soweit. Das Leben darf kommen und ich freu mich drauf.
Es hat bestimmt noch die eine oder andere Überraschung in petto,
und ich will mich reinstürzen und anfangen zu leben.
Allen, die jetzt noch am Zaudern sind...
wenn wir wissen, was wir wollen, dürfen wir versuchen es uns zu nehmen,
wir sind es wert. Und bei allem was wir nehmen, sich immer dem eigenen Wert bewußt sein.
Wir werden wohl nicht zwei oder drei Chancen bekommen dieses Leben zu führen, deshalb gut überlegen, wie man weiter machen möchte.
Mit unser Erfahrung
kannst ja dann nur noch gut werden
Wie man sich bettet - so liegt man > ist leider was Wahres dran.
Das hoff ich wenigsten für uns alle.
Liebe Grüße,
nici 