Hallo Frozen Tears,
Dein Beispiel mit dem Rauchen passt genau.
Ich habe vor einigen Monaten bei einer Freundin miterlebt, wie schwer es ist, damit aufzuhören. Sie musste professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, weil sie schlaganfallgefährdet ist.
Interessant ist auch in diesem Zusammenhang, dass sie selbst schon mit mehreren Männern liiert war, die Alkoholiker sind und dadurch starken Leidensdruck erlebt hat.
Mir ist in diesen Wochen ihres Kampfes gegen das Rauchen erst einmal richtig klar geworden, wie schwer es ist, sich aus einer Sucht zu befreien. Wobei sie selbst sagt, dass sie ab und zu mal wieder raucht. Auch wenn die Ärzte sie immer wieder daraufhinweisen, wie gefährlich es für ihre Gesundheit ist ...
Nur was hilft uns als als Co diese Erkenntnis ? Muss ich ewig warten, bis mein Partner endlich den Punkt erreicht hat, wo er aussteigen kann.
Es vergehen wertvolle Jahre, die uns alle prägen, unser Selbstbewusst-sein auf den Tiefpunkt bringen.
Selbst wenn der Süchtige nicht an an einen solchen Punkt kommt, sollten wir versuchen, rechtzeitig aus diesem Teufelskreis auszubrechen, bevor wir mit dem Partner untergehen.
Ich rechne es meinem Ex immer noch sehr hoch an, dass er mir nach unserer Trennung sagte, dass er sein Problem kennt, aber mich aus seiner Sch.... heraushalten wolle. Er müsse sein Problem selbst lösen, ob er es schafft, dass könne er selbst nicht sagen.
Natürlich werden da bei mir wieder einige Co-Knöpfe aktiviert. Aber ich habe inzwischen so viel dazugelernt und verstanden, dass ich gerades aus diesem Grund den nötigen Abstand zu ihm halte.
Das soll heißen, dass ich mir schon Sorge mache, wie es mit ihm weitergeht, aber mein eigenes Leben und Wohlergehen in den Vordergrund stelle.
Eine Freundin von mir sieht schon diese Denkungsweise als gefährlich an und macht sich etwas Sorgen, ob ich nicht wieder in das alte Verhalten zurückfalle.
Damit dies nicht wieder passiert, tue ich sehr viel für mich selbst und meine eigene Zufriedenheit.
Denn wie einfach ist es, sich vieles "Schönzureden", alte Erinnerungen wachzurufen, wo das Alkoholproblem noch im Hintergrund stand.
Romantische Momente, zärtliche Stunden, wunderschöne Urlaubstage usw.
Ich denke auch gerne an diese schönen Zeiten, die vielleicht immer ein Teil meines Lebens sein werden. Aber ich muss mir auch immer wieder bewusst machen, dass es diese Zeiten nie mehr geben wird, zumindest nicht mit meinem Ex.
Dafür werden andere, schöne Momente kommen bzw. die gab es ja auch schon.