Beiträge von Waldliebende

    Hallo Doro,das hast du sehr schön geschrieben, da kann ich was
    mit anfangen.
    Diese kleine Mauer habe ich ja schon um mich herum
    errichtet, aber ich hatte oft den Eindruck, dass es nicht richtig ist, weil
    ich Feedbacks bekam, die mich so durcheinander brachten.
    Und ich bin auch dabei mein Mitleid abzubauen und mich nicht
    ausnutzen zu lassen.
    Gerade gestern war so eine Situation, ich will jetzt nicht näher darauf
    eingehen. aber fast hätte ich wieder eingefriffen, wie früher eben und
    Hilfestellung gegeben.
    NEIN, ich habe es bewusst nicht getan, weil es sowieso nichts gebracht ,
    geschweige denn verändert hätte.
    Danach habe ich mich richtig gut gefühlt und auch gemerkt, dass
    ich Gelerntes umsetze.
    So spare ich auch meine Energie für Veränderbares im Leben auf.
    In diesem Sinne.
    Liebe Grüße
    Waldliebende

    Hallo Apollonia,

    es freut mich, dass der Abend kein Fiasko wurde.
    Ja, mit dem "Nichtmehrkontrollieren", da tat ich mich auch schwer.
    tue es ehrlich gesagt heute noch manchmal.
    Es ist so schwer den richtigen Weg zu finden.
    Ich wünsche dir weiterhin alles Gute auf deinem Weg
    und werde immer wieder bei dir lesen und dir hier und
    da bestimmt antworten, obwohl ich dir keine große
    Hilfe sein kann, leider.
    Weil ich selber noch so viele Leichen im
    Keller habe.
    LG
    Waldliebende

    Zitat von n i c i

    Hallo WL,
    ich bin grad sehr müde, aber ich versuch trotzdem hier zu antworten, ...


    Gruß,
    nici :wink:

    Guten Abend Nici,
    danke dir für deine offenen Zeilen.
    Ich werde sie mir bestimmt noch mehrmals zu Gemüte führen.
    Deine Sichtweise ist sehr aufschlussreich, anders kann ich
    es nicht beschreiben.
    Alles in einen Satz gepackt:
    Ich habe noch Hoffnung, werde aber weiterhin darauf achten,
    dass ich mich nicht aus den Augen verliere.
    Wenn, wie bei dir, noch Kinder involviert währen,
    dann sähe die Geschichte sicher anders aus.
    So trage ich Verantwortung für mich alleine, was nicht heissen
    soll, dass ich mir nichts wert bin!
    Und ob du`s glaubst, oder nicht:
    Mir geht es gut, seitdem ich mich damit befasse.
    Anfangs war es hart, immer den Spiegel vorgehalten zu bekommen,
    jetzt sehe ich es nicht mehr nur als Belastung, eher ist es so, dass
    ich allmählich weiß, wie ich mit mir umgehen muss.
    Ich gucke wirklich, dass es mir gut geht.
    Damit ist die Sache nicht aus der Welt, ich weiß.
    Meine Güte, wenn ich bedenke, wieviele Stunden ich hier
    im Forum wegen der "Sache" schon verbracht habe, dann bekomme
    ich richtig ein bischen Wut.
    Klar sieht es dann so aus, dass sich nichts bewegt und ich kann
    langsam auch die anderen hier verstehen, dass sie es nur als Zweierthread und bla-bla ansehen.
    Ach Schiet, es ist echt kompliziert, wenn ich bei anderen so lese,
    dann denke ich auch manchmal, was ich doch schwach bin.
    Wahrscheinlich gebe ich mich zu leicht zufrieden mit kleinen
    Veränderungen und merke gar nicht, wie meilenweit ich noch vom Ziel entfernt bin.
    Was ist meine Ziel?
    Dass meine Mann nicht mehr trinkt?
    Nein, das sollte mir egal sein, es ist sein Ziel. Richtig?
    Mein Ziel soll also sein, dass ich nicht darunter leide.
    Richtig?
    Wenn ich aber so schöne Dinge für mich tue und sein Problem nicht mehr beachte, ist es dann Verdrängung?
    Ja klar, ist es! Logisch!
    Wenn er aber an den schönen Dingen in meinem Leben nur bedingt teilhaben kann, weil er trinkt, dann macht doch eine Partnerschaft überhaupt keine Sinn mehr.
    Also bin ich wieder am Anfang, ich glaube ich brauche echt eine Therapie.
    Ehrlich.
    Nee, wenn ich hier so schreibe, dann fällt es mir wie Schuppen von den Augen.
    Ich sehe keine Endlösung.
    Es ist zum Kotz...
    Verwirrte
    Waldliebende

    Also, mir ging ein riesengrosses :idea: auf.
    Ich kannte den Ausdruck Co.abhängig
    vorher nicht.
    Damit wurde ich erst hier konfrontiert.
    Dadurch habe ich vieles erstmals begriffen.
    Ich habe mich so oft darin wieder erkannt, es
    ist schon erstaunlich.
    Endlich wusste ich wo ich anknüpfen kann.
    Nun weiß ich, dass ich durch mein Coverhalten
    seine Sucht unterstützt habe.
    Allerdings ist es kein schönes Wort...
    Wer hört schon gerne, dass er auch in einer
    Abhängigkeit gefangen ist.
    Die Süchtigen waren sonst immer die anderen.
    Nun bin ich es plötzlich selber und muss eine
    Lösung finden.
    Für mich

    Hallo Apollonia,

    also ist die Situation bei dir zu Hause sehr angespannt.
    Ich wundere mich nur, dass er schon wieder arbeiten gehen kann.
    Er ist doch noch kein bischen stabil. Wie auch?
    Heute Abend beruflich mit trinkenden Leuten....?
    Das hört sich gefährlich an.
    Er hätte aber sicher was daran ändern können.
    Das kann ja nur er ganz alleine, wenn es ihm ernst
    mit dem Trockenwerden ist.

    Er hat Angst, weil er weiß, dass es zu mehr als 50 Prozent
    nach Hinten losgehen kann....?
    Für mich hörst du dich nicht so zuversichtlich an, bitte
    nicht böse sein, ist nur mein Eindruck.
    Es ist bestimmt hilfreich, wenn du die Psychotherapie machst.
    Kannst du nicht mit deiner Krankenkasse sprechen, die
    können dir bestimmt schneller einen Platz besorgen.
    Das habe ich auch schon gemacht. Ruf doch einfach mal an.
    Ich drücke dir beide Daumen.
    Kopf hoch und mach was für dich, denk daran, es wird dir
    gut tun.

    Hallo Nici,

    es fällt mir etwas schwer die richtigen Antworten
    zu finden.
    Solange ich mit meinem Partner zusammen lebe,
    wird es sich nicht vermeiden lassen, dass ich auch von
    ihm schreibe.
    "Er" ist doch der Grund, warum ich hier bin.
    Ich finde schon, dass sich was bei Mohns Partner bewegt,
    mehr als bei meinem.
    Warum ist das nicht gut, darüber zu "sprechen" ?
    Ich meine damit uns hier im Forum.
    Ja stimmt, den Rahmen haben wir aufgestellt.
    Es war Handlungsbedarf.
    Wie sollen wir Co.Abhängigen reagieren?
    Gar nicht? Einfach Pistole auf die Brust und wenn
    sich dann nichts ändert, weg und fertig?
    Ich finde, dass jeder eine Chance im Leben verdient.
    Wenn ich jahrelang die Augen vor dem Problem verschlossen habe,
    kann ich da innerhalb von 5 Monaten erwarten, dass sich
    alle Probleme in Luft auflösen?
    Egal welchen Weg er geht, es würde dauern, bis eine Lösung
    gefunden wird, die es erträglich macht.
    Du weisst was ich meine?
    Auch die, die sich trennen, haben dann eine Menge Probleme, die
    es auch wieder gilt anzupacken.
    Ich war mal ein Mensch, der mit dem Kopf durch die Wand
    rannte. Aber ich habe mich im Laufe meines Lebens verändert,
    wäre ja auch schlimm, wenn nicht.
    In meinem Alter kann ich besser vorausschauend denken
    und auch reagieren.
    Dass er es für mich tut, muss nicht unbedingt negativ ausgelegt
    werden. Ich bin ihm etwas wert.
    Würde er überhaupt nicht bereit sein, etwas zu verändern,
    so müsste ich auch anders reagieren.
    Ja und du hast auch recht, wenn du sagst, dass mein Wohlgefühl von
    seinem Zustand abhängt.
    Wenn ich sehe, dass er an sich arbeitet, dann bewegt sich
    doch endlich was, ist das kein Anfang?
    Distanz werde ich zu diesem Thema erst dann bekommen, wenn
    ich die Augen ganz verschliesse und mir egal ist, was mit ihm wird.
    Dann habe ich aufgegeben, so weit bin ich noch nicht.
    Wenn ich keine Besserung mehr sehe, dann bleibt
    für mich nur noch die Trennung.
    Und natürlich auch, wenn der Leidensdruck wieder zunimmt.
    Mir geht es jetzt im Moment (ich schreibe nicht "erstmal" ;-)) gut.
    Es könnte noch besser sein, die Zeit wird es zeigen.
    Und du hast recht, es ist eine Gefahr, dass aus diesem Zustand
    ein Stillstand und auch ein Rückfall eintreten kann.
    Ich pass`auf, kannst du mir glauben.
    Vielen Dank für deine Zeilen.
    LG Waldliebende

    @ Nici,
    nee, ich lass mich da nicht einlullen, ganz bestimmt nicht.
    Natürlich reicht das nicht aus.
    Und "ich hab mich da geirrt", das werde ich niemals
    sagen, warum auch?
    Nur weil er momentan weniger trinkt, bin ich noch lange nicht
    der Meinung, dass er letztendlich doch kein Problem
    mit dem Alkohol hat.
    Er hat es, wird es immer haben, sowieso ein Leben lang.
    Warum, was meinst du, hört sich nicht nach Distanz an?
    Deine Meinung dazu interessiert mich schon, ich weiß
    nicht, wie das bei dir ankommt, muss ja einen Grund haben,
    dass du das in Frage stellst.
    Ich meine schon, dass ich mich distanziere.
    Deshalb geht es mir inzwischen ja auch viel besser.
    Die Endlösung ist das keinesfalls, aber erstmal kann ich
    damit leben, erstmal.
    Bin gespannt auf deine Antworten, meine Antworten können
    schon mal dauern, weil ich nicht so oft im Internet bin.

    @ Mohn
    Nee, Mobbing gibt es bei uns Gottseidank nicht.
    Wir sind ein Team, das viel austeilt, aber auch viel einstecken kann.
    Ich meinte damit eher die kleinen Hetzereien im Team:
    Die Schicht arbeitet besser, die haben das wieder nicht gemacht,
    wir sind besser. Klar wird da auch abgehetzt, ich kriege das ja immer
    mit und habe da keine Lust mehr drauf.
    Denn das hatte ich früher in einem anderen Team, da wurde echt gemoppt,ich auch,leider.
    Das ist fast 9 Jahre her und ich habe mich so richtig zum Einsiedlerkrebs
    entwickelt.
    Kann mir meine Arbeit selber einteilen, alle lassen mich soweit in Ruhe und wenn ich mal was vergessen habe, dann sagen sie es mir ins Gesicht, da kann ich mit umgehen.
    Nur gibt es im Tagesdienst Kollegen, mit denen kann ich mir nicht so gut vorstellen, zu arbeiten.
    Die gibt es ja in jedem Team, aber im Nachtdienst stellt sich die Frage gar nicht für mich. Vielleicht bin ich nach den Jahren auch gar nicht mehr teamfähig.
    Bin auch etwas dünnhäutig geworden.
    Eine Kollegin sagte mir z.B. heute Morgen, dass immer abgelästert
    wird, wenn sich jemand krank meldet.
    Bei mir auch? Klar, bei dir auch. Warum das denn?
    Na ja, mit Migräne gleich 6 Tage fehlen...
    Häääh? Ich hatte nur 2 Nächte, war auch nur 2 Tage krankgeschrieben, die anderen Tage hatte ich frei. Ja, aber trotzdem....
    Hatte zwar 4 Tage Migräne, aber die AU für nur 2 Tage!!!!
    Ach, mach dir nichts draus, das ist hier doch bei jedem so, es wird immer
    gelästert....
    Siehste, und genau das finde ich Sch....auch wenn es einem ehrlich gesagt wird, das nervt mich.
    Das hat mir irgendwie den ganzen Tag versaut, habe dauernd daran denken müssen.
    Und wie sieht das dann im Tagesdienst aus? Was würden meine Kollegen mir da dauernd um die Ohren hauen?
    Oder ich ihnen? Nee, ich will das alles nicht mehr hören.
    Wie gesagt, ist schon ein gutes Team, aber ich bleibe lieber da
    wo ich bin.
    Hoffe, dass sich das jetzt nicht zu widersprüchlich anhört.

    Ja, bei uns im sozialen Berich wird da definitiv tolerant mit umgegangen.
    Ich hatte schon 2 Kollegen, die "aufflogen".
    Erst Gespräch, dann ist die Therapie ein Muss,ist Bedingung und sie werden dafür auch sozusagen freigestellt, sonst irgendwann
    ist der Arbeitsplatz natürlich auch weg.
    Das kann sich bis zu eineinhalb Jahren hinziehen.
    Einen habe ich nie wiedergesehen, der andere hat es gepackt.
    Da wurde vom Betroffenen reagiert, weil er sonst seinen langjährigen
    Arbeitsplatz verloren hätte, also unter Druck.
    Ja und ohne Nachsorge geht es nicht, Mohn, ich weiß.
    Hoffentlich kriegt dein Mann die Kurve.
    Enkelkind und Schwiegertochter sind seit heute Nachmittag wieder
    zu Hause. Enkelchen ist noch nicht ganz gesund, leider.
    So, nun fängt gleich ein Film an.
    Für heute erstmal Schluß.
    Schönen Abend an Alle.
    LG
    Waldliebende

    Hallo Hartmut, :oops:

    ja, ist auch wieder richtig.
    Klar, er soll seine eigenen Entscheidungen treffen.
    Das ist dann ja wieder Coverhalten,
    Flaschen entsorgen, damit er nicht trinkt.....
    Wenn er wollte, würde er sich sowieso neue kaufen.
    Ein :idea: geht mir gerade auf.
    Vielen Dank für deinen Hinweis.
    LG
    Waldliebende

    Hallo Apollonia,

    kann ich gut verstehen, dass du Angst vor morgen hast,
    du weisst nicht, wie es weitergeht, ob er durchhält.
    Aber dein Mann hat den ersten Schritt getan und
    das ist ein Anfang.
    Dass du die Flaschen alle entsorgt hast, finde ich persönlich
    nachvollziehbar.
    Wenn jemand aus einer Kur kommt und 25 Pfund
    abgenommen hat, dann würdest du ihn ja auch nicht
    mit Sahnetorte und Schokolade empfangen, oder?
    Das, was Silberkralle schreibt, finde ich genial.
    Kopf hoch und die Daumen sind gedrückt.
    LG Waldliebende
    :wink:

    Hallo Mohn,
    es bewegt sich was bei deinem Mann,
    das ist doch sehr gut.
    Auch, dass ihr darüber reden könnt.
    Reden tue ich nun nicht mehr ständig darüber.
    Er hat sein Trinkverhalten runtergeschraubt.
    Mehr nicht....hat darüber nachgedacht und merkt,
    dass es ihm besser geht, wenn er es "im Rahmen " hält.
    Ich habe immer noch das Gefühl, dass er es nur
    für mich tut, sollte nicht so sein, ich weiß!
    Er hat es immer runtergespielt, deshalb sieht er
    momentan keinen weiteren Handlungsbedarf, er
    "schränkt" sich ja jetzt ein....
    Na ja, soweit dazu.
    Migräne vom Nachtdienst, kann gut sein.
    Eine Kollegin von mir hat, seitdem sie wieder im
    Tagesdienst arbeitet, kaum noch Migräne.
    Aber ich mache eigentlich lieber meinen Nachtdienst,
    wenn ich so sehe, wie meine Kollegen sich teilweise im
    Tagesdienst fetzen....ich möchte das nicht mitmachen.
    Habe ich alles hinter mir.
    Es gibt inzwischen Einrichtungen, da dürfen sie nur 5 Jahre
    Nachtdienst machen und dann ist Schluss damit.
    Noch geht es ja, Migräne 2-3 Mal im Jahr, ist im Rahmen.
    Ich hoffe sehr für dich, dass dein Mann bald eine Lösung
    für sich findet.
    Es ist beruflich sicher nicht so einfach, sich mal eben eine Auszeit
    zu nehmen.
    Alkoholismus ist zwar eine anerkannte Krankheit, aber ich denke,
    es kommt immer darauf an, in welchem Bereich man arbeitet.
    Im sozialen Bereich, wie bei mir, geht man damit angemessen um
    und ich habe schon erlebt, wie Kollegen betrieblich unterstützt wurden.
    Da wurde auch nicht unter Kollegen abgelästert.
    Aber in anderen Bereichen geht man damit auch ziemlich hart um, und die Entlassungspapiere liegen schnell auf dem Tisch.
    Es kommt immer auf die Einstellung der Chefetage an.
    Ist noch oft ein Tabuthema, daher kann ich deinen Mann
    verstehen, dass er den richtigen Weg sucht, um
    seine Arbeitsstelle zu erhalten.
    Hoffentlich bleibt er am Ball!
    Schwiegertochter und Sohn geht es besser, Enkelkind
    spuckte wieder die ganze Flasche aus und hat wieder Durchfall.
    Sie werden mindesten noch morgen im Krankenhaus bleiben müssen.
    Dir auch eine schöne Woche.
    LG Waldliebende

    Ich höre da raus, dass er überwiegend vorgibt, was er
    will.
    Du akzeptierst, wenn er seinen Rückzug braucht und was
    ist mit dir?

    Du schreibst, dass du sehr selten alleine sein willst, oder
    bist du deswegen lieber mit ihm zusammen, weil du ihn so besser
    kontollieren kannst?
    So war das jedenfalls bei mir.
    Ich habe immer alles mit ihm zusammen gemacht, hatte so die
    "Sicherheit", dass er in seinem Brammikopf keinen
    Mist baut. Konnte dann eingreifen, du verstehst?
    Ich schreibe "konnte", weil ich mir das abgewöhnt habe,
    dabei geht man kaputt, ich hielt die ewige Sorge nicht mehr aus.
    Ja, ich bin noch mit ihm zusammen, mein Leidensdruck ist wohl
    noch nicht groß genug. Du kannst gerne meine Geschichte lesen, unter
    Coabhängige, Titel: So, nun schreibe ich hier nochmal.
    Aber ich habe auch noch einen langen Weg vor mir.
    Zu deinen anderen Fragen, denke ich, dass die andere besser beantworten können.
    Ich hoffe, dass du es schaffst, aus dieser Abhängigkeit nach und nach
    raus zu kommen.
    Wie so viele hier schreiben, man muss selbst was für sich tun.
    Wir sind hier, um vorrangig uns zu helfen, weil wir uns auch in einer Abhängigkeit befinden.
    Wir bekommen hier Anregungen, aber ob wir es schaffen, das liegt
    ganz alleine bei uns und es ist für den einen schwerer, für den anderen
    geht es zügig voran.
    Muss jetzt leider arbeiten gehen und hoffe für dich, dass du noch
    ganz viele Antworten auf deine Fragen bekommst.

    Hallo Apollonia,

    ich antworte dir mal, weil noch niemand geantwortet hat.
    Es hat bestimmt nichts mit deiner Textlänge zu tun.
    Da kannst du dir sicher sein, ich schreibe auch viel, es wird gelesen.
    Deine Geschichte gibt es hier tausendmal, bei jedem Coabhängigen
    anders, aber ähnlich.
    Du wirst noch viele hifreiche Antworten bekommen.
    Ich kann deine Ängste sehr gut nachvollziehen.
    Natürlich hast du Angst vor der Zukunft und die Liebe spielt dabei
    eine große Rolle.
    Wenn da keine Gefühle mehr wären, dann wäre es einfacher.
    Vielleicht verwechseln wir unsere Liebe zu unserem Partner
    auch mit Mitgefühl? Ich bin noch immer dabei, das herauszufinden.
    Ich bin hier schon seit Monaten und ich habe viel begriffen.
    Am wichtigsten war die Erkenntnis, dass ich was für mich tun muss und
    meine Gedanken nicht nur noch um das Alkoholproblem kreisen.
    Das hat sehr lange gedauert, aber es geht wirklich.
    Wenn man sich mal endlich auf sich besinnt, dann merkt man erstmal,
    wie lange man sich selber vernachlässigt hat.
    Alles dreht sich ja nur noch um die Sucht des Partners, der ganze Alltag wird davon bestimmt.
    Man möchte am liebsten alles hinschmeissen, aber dieses sch...Verantwortungsbewusstsein lässt es nicht zu.
    So macht man irgendwann ganz automatisch alles alleine, ich
    bin dann aufgewacht und habe gemerkt, dass ich so nicht mehr leben möchte.
    Für Manche hier im Forum bin ich noch nicht viel weiter gekommen.
    Aber für mich ist jeder kleine Schritt ein Erfolg.
    Dein Mann ist doch jetzt in stationärer Therapie, wie wäre es denn, wenn du ihm deutlich sagst, dass deine Kraft auch am Ende ist und ihr voneinander etwas Abstand haltet. Das ist doch nicht sooo schwer, denke ich.
    Es muss doch nicht sein, dass du täglich mit ihm telefonierst, einmal die Woche würde es doch tun, oder?
    Kannst du da nicht vielleicht mit seinen Ärzten drüber sprechen?
    Hört sich alles so einfach an, ich weiß, aber du musst an dich denken!
    Mach doch jetzt einfach mal nette Sachen, die du schon lange nicht mehr getan hast. Wenn möglich, dann fahre einfach mal ein langes Wochenende weg, gehe ins Kino, kaufe dir ein Buch, welches du schon immer lesen wolltest, etc.etc...Das löst deine Probleme nicht, ich weiß, aber es ist ein kleiner Anfang, du kommst wieder zu dir selbst und
    bekommst deinen Kopf frei, kannst plötzlich auch wieder Entscheidungen treffen.
    Wie gesagt, denke jetzt mal an dich.
    LG Waldliebende

    Hallo Mohn,
    du musst dich nicht entschuldigen, ist doch
    völlig in Ordnung, wenn du hier schreibst.
    Da sitzt du wohl im Moment auf etwas heissen Kohlen,
    ich wünsche dir die nötige Geduld und Gelassenheit dazu.
    Geht es um eine Therapie für deinen Mann?
    Wenn du darauf nicht antworten magst, dann ist es
    auch okay.
    Meine Migräne hat sich bis Sonntagmorgen hartnäckig gehalten,
    aber nun ist wieder gut.
    In dem Moment denkst du, dass du einen Tumor im
    Kopf hast, alles tat weh, aber nach und nach konnte
    ich merken, wie der Schmerz sich verzog.
    Merkwürdig ist das.....
    Diese Woche habe ich 5 Nächte abzuleisten.
    Diese ewigen Nachtdienste(schon fast 9 Jahre), sind auf Dauer
    vielleicht auch nicht so gesund, aber ich bekomme die
    Erholungsphasen bis jetzt noch ganz gut hin.
    Ich brauche immer viel Zeit für mich, ich bin dann auch gerne alleine.
    Aber gestern war auch wieder so ein sch....Abend.
    Schwiegertochter mit Enkelkind zum Krankenhaus gefahren, Sohn konnte nicht, war arbeiten.Sie haben beide einen heftigen Infekt bekommen.
    Schwups war`s schon 22 Uhr. Heute dann Sohn auch krank geworden, wieder hingefahren und Medikamente gebracht.
    Nebenbei noch Nachbarn beruhigt, die hatten sich um über Fernsehleitungen aufgeregt, die nicht immer einwandfrei funktionieren.
    Die Leute haben Sorgen.....Rentner eben....bei denen läuft 15 Stunden am Tag der Fernseher.....
    Mit Hund gegangen, wie immer, XY hat die Nase zu.....jammert nun auch rum, weil es sind ja alle krank, da muss man auch krank werden.....
    Habe ihm frische Luft verschrieben, das wirkt Wunder, mache ich sogar bei Migräne...hilft zwar nicht, aber ich bin dann abgelenkt.
    Aber nein... er kann nicht.....aber arbeiten gehen kann er, ist doch schonmal was.....Bei mir ist es eben so, dass ich Mitmenschen schon bedauer, wenn sie was haben und auch gerne helfe, wo ich kann.
    Bei meinem XY ist das aber so, dass ich jede kleine Erkrankung gleich mit seiner Abhängigkeit in Verbindung bringe und dann auch sage: Ja, wenn du weniger trinken würdest und wenn du mehr an der frischen Luft wärst und mehr auf deinen Körper Acht geben würdest....
    ...ich kann da nicht gegen an....ich gebe an Allem dem Alkohol die Schuld.
    In diesem Sinne.....
    ...schöne Woche für dich und alle, die hier mitlesen.
    Waldliebende
    Ist aber verständlich, denke ich, oder wie siehst du das?

    Hallo Feeli,
    du hast dich gestern aus meinem Thread
    aus persönlichen Gründen zurückgezogen.
    Das akzeptiere ich.
    Weniger kann ich verstehen, dass du
    hier weiter liest, wenn es doch gestern für dich
    abgeschlossen war.
    Ich möchte dir jetzt auch mal deutlich antworten, denn
    es gibt auch bei mir Grenzen:
    Es zwingt dich niemand, hier zu weiter zu lesen.
    Es ist in Ordnung,wenn dir meine Auffassung nicht gefällt.
    Aber mir gefällt dein Lehrmeisterton nicht.
    Und! du musst nicht beleidigend werden.
    DAS AKZEPTIERE ICH NICHT!