Beiträge von Emma2010

    Zitat

    In diesem Forum tauschen sich nun mal sehr viele Menschen aus, die sich der Ernsthaftigkeit des Themas sehr wohl bewusst sind und für sich und ihr Leben Hilfe zur Selbsthilfe suchen und finden.

    .......


    Nun was soll ich sagen Spedi, habe dich so eingeschätzt, nachdem wie du selber geschrieben hast, schon längst von deiner Co-Abhängigkeit
    weg gekommen bist, verstehst du den lockeren Umgangston.


    Deine anderen Anschuldigungen entbehren jeglicher Realität. Ich habe bestimmt schon einiges hier geschrieben und mich eingebracht, dass jeder wer will sich ein Bild machen kann.


    > Falls jemand von den geschätzten Moderatoren etwas am Verhalten oder meiner
    Ausdrucksweise beanstanden tät, (mich per PN drauf aufmerksam macht),
    das nehme ich schon zur Kenntniss, keine Sorge".


    Nur kommt es mir eher so vor, als wenn du heute vlt. nur einfach
    einen schlechten Tag hast, daher gehe ich auch gar nicht mehr weiter
    drauf ein.


    Schönen Gruß
    Emma

    Liebe Leonia,

    lieb von dir, dass du fragst, wie es mir geht.


    Nun, lebe zwar derzeit etwas mehr zurückgezogen, weiß es selbst
    nicht so genau, was mich bremst, doch fühle mich recht stabil.

    Irgendwie habe ich den Drang, nochmal etwas völlig Neues anzufangen,
    möchte auf eine kreative berufliche Schiene umsteigen.


    Denn war die letzten Jahre total auf "Sinnsuche und Selbsfindung" eingestellt, jetzt versuche ich meine Energie nochmal mitten der Gesellschaft auszuleben.
    Aber bin noch am Ausprobieren und auf der Suche nach Menschen, mit ähnlichen Interessen.


    Bleib stark und deinen Wünschen treu, das wünsch ich dir -
    Emma

    Servus Spedi,

    es freut mich, dass du dich auf diese Konfrontation einlässt.
    Wie viele Beziehungen zerbrechen alleine oft schon daran, weil zu wenig
    kommuniziert wird.

    Zitat

    es ist für mich einfach bezeichnend, dass sich manche Mitglieder hier im Forum einfach nicht regelmässig über sich austauschen, sondern dafür bevorzugt in anderen Fäden, und dort dafür mit sehr viel Einsatz und Fachwissen, welches nur leider, leider, nicht für die eigene Situation genutzt werden kann.


    Sehe ich nicht so, nachdem ich alles was ich schreibe, in gewissem Sinn auch mir selber gilt.
    Meistens schreibe ich sowieso nur zu Themen, die mich berühren und über die ich bereits hinweg gekommen bin, oder ich schreibe, weil ich
    ganz bewusst Hilfe anbieten kann, wenn ich selber gut drauf bin.


    Zitat

    Unbequeme Fragen werden entweder gar nicht beantwortet, oder sehr ausweichend.

    Es ist im offenen www. manchmal recht ratsam, fühlt sich wohler an, und
    möcht auch nicht jedermann alles ausplaudern.
    Immerhin bin ich immer noch für mich da, suche mir aus dem Kuchen die Rosinen raus und münze sie, wenn`s geht in meinen Alltag ein.
    Klingt jetzt vielleicht etwas undankbar?

    Zitat

    Und dazu die schöne Samariterrolle, in der diese Menschen dann sofort einem Dritten (in diesem Falle: Leonia) "zur Hilfe eilen", wenn sie Kritik im dortigen Fädchen vermuten.

    Nee keine Samariterrolle. Aber dein direktes Posting in Leonias Thread pickst mich ein bisserl, ( nen Co-Kopf ) aber hat mir vielleicht eh nur die
    Augenhöhe nicht gefallen.

    Zitat

    Hilft Dir das weiter?
    Findest Du das Vortragen angelesener oder gehörter "Tipps" in anderen Fäden ist gleichzusetzen mit selbst erlebtem Erfahrungsaustausch?

    Ob angelesen, gehörte oder einstudierte, oder erfahrene, bin recht praktisch veranlagt, nur hauptsache die Tipps taugen was.


    Zitat

    Und solche Menschen finde ich häufig nicht im offenen Bereich - da treffe ich eher Menschen wie Dich, die noch nicht mal willens sind, konkrete Fragen mit einem eindeutigen Ja oder Nein zu beantworten.

    Lach, lach, lach und Kopfschütteln! Lieber Spedi, wennst auf der Suche
    bist nach Leuten deines Kalibers, dann bist auch du ein Plauderer, sonst
    hättest du nicht bei mir geschrieben.


    Zitat

    Gleichzeitig hast Du mit Deiner Unterstellung wieder nicht Recht. Wenn Du Dir die Mühe gemacht hättest die Suchfunktion zu bemühen, dann wärest Du mit ein paar hundert -alten- Einträgen fündig geworden. Darin kannst Du mein Leben weitestgehend nachvollziehen.

    Es war definitiv keine Unterstellung. Stimmt, hätte nach dir suchen können, hab`aber gelesen, dass du glücklich verheiratet bist. Alte
    Geschichte lese ich nicht mehr, denn ich suche nichts, was nicht
    schon gefunden ist.


    Zitat

    Aber darum gehts Dir ja nicht. Du willst ja hier nur nett plaudern und das dann Erfahrungsaustausch nennen, gell? :roll:

    Nun, ganz so ist es nicht, doch fehlen mir im echten Leben, manchmal die tiefsinnigen Gespräche, jenseits von Haushalt, Hund und Co.
    Und eine Partnerschaft kann nicht alles abdecken, was dann ich aber gerne noch besprechen möcht.


    Lieben Gruß und Dir weiterhin Freude, Glück und eine schöne Zeit
    Emma

    Liebe Leonia, bitte verzeih mir, dass ich in
    deinem Faden auf Spedis Frage antworten werde, bin dann eh
    gleich weg.


    Hallo Spedi,

    Zitat

    ....ich habe mich vor Jahren aus meiner Coabhängigkeit gelöst. Mehr dazu steht im geschlossen Bereich.


    Genau das meine ich. Ich glaube, dass ich irgendwo in den Forumregeln
    mal gelesen habe, dass es eben nicht um Fragen und Antworten geht,
    sondern um den Erfahrungsaustausch.

    Ich erzähle was von mir, und ist ja nicht immer gar so einfach, es macht auch angreifbar ( in SHG geschützten Rahmen) und höre ebenso zu, was mir jemand anderer antwortet.

    Ich habe für den geschlossenen Bereich keinen Zugang, daher weiß ich
    sehr wenig von dir. Somit bleibe ich vorsichtig und mein Vertrauen ist nicht mit eingebunden.


    Natürlich lege ich mich nicht für Leonia ins Zeug, warum auch?


    Schönen Abend
    Emma

    Hallo Leonia,

    möchte dir einen lieben Gruß da lassen, hofffe das es dir wieder besser geht und du besonders
    für dich :lol: auf `nem guten Weg unterwegs bist.
    Aber was ich von dir so lesen kann, mach`ich drum keine Sorgen.


    Hey Sedi und Juergenbausf,


    (ihr seit mir die zwei Richtigen).

    Frage: Warum eigentlich schreibt ihr so gerne im Co-Bereich und nicht
    wie ihr es von uns anderen verlangt, im eigenen Thread?

    Jeder der hier liest, denke ich mal, zieht auch Rückschlüsse auf den
    Schreiber.
    Dem zu Folge, haben wir hier wohl noch alle ein Problem mit unseren
    anerzogenen Co-Strukturen.


    Schon alleine - wenn man sich suchend auf Threads-Foris-Fallen
    begeben hat, macht m i c h das ein bisserl skeptisch.


    Also frage ich gerne mal nach, welche Verbindung dann wohl die
    E u r e ist zur Co-Abhängigkeit?


    Nun, vielleicht können wir ja im "Erfahrungsaustausch" noch viel
    voneinander l e r n e n.


    Herzlichste Grüße
    von Emma2010

    Zitat

    Zitat Spedi,
    So, nun ist genau das passiert, was ich vermeiden wollte: wir haben den Faden von Emma2010 zerschossen.

    Der Austausch hier soll Dir jedoch dazu dienen, Dir über Dein -von der Sucht des Partners unabhängiges- Leben klar zu werden.


    Liebe Leute,

    danke Euch natürlich für die wertvollen Antworten.
    Blue Cloud hat es schön beschrieben, meine Haltung rüttelt
    ein wenig an den Grenzen des Forums.

    Und Nici hat es genauso direkt auf den Punkt gebracht.

    Das witzige ist, dass ich gar nichts anderes im Sinn hatte, als meine
    Spuren im Sand fortzusetzen.

    Leider werde ich oft missverstanden, muss dann wieder einlenken, mich
    rechtfertigen, es besser beschreiben und schups, und schaffe es nicht
    mehr bei mir zu bleiben.


    Bitte nochmal, bin doch kein armes Hascherl, dass sich mit einen kranken, armen, nassen Alkoholiker abmüht und mir dabei selbst im Weg
    stehe. Und pflege auch nicht aus falscher Verantwortung meinen Mann
    bis ans Ende seiner Tage.


    Und dann ist es wieder im gewissen Sinne so. Weiß nicht, wie ich das beschreiben soll. Es liegt beides nahe beinander.


    Richtig, mein Partner ist krank. Das kann man jetzt so sehen, dass er
    (weil Alkoholiker säuft, randaliert, unangenehm ist....), aber
    fakt ist, dass mein Partner halt nicht trinkt, weil eben aufgrund einer
    Zirrhose nicht viel verträgt. Das ist also nicht das Problem.

    Es gibt ja auch noch andere Erkrankungen im Zuge einer langjährigen
    Alkoholabhängigkeit, wie z.B. Alzheimer, Korsakow, versch. Demenzformen u.s.w


    Ich will mich nicht, werde ich nicht und kann mich nicht umdrehen und gehen, das hat er sich einfach nicht verdient.


    Wo bleibe ich dabei:
    A ) Ich lebe immer noch mein Leben, genauso wie ich es leben will.
    B) habe meine Freiräume und alle Mittel, zu tun was mir gefällt,
    C) und tue das alles für Ihn auch für Mich, .....


    IST eben alles ein sehr komplexes Thema.

    Klar ist, ich mag das Forum und die Menschen, die mir lieb geworden sind, Melanie, Nici, Aurora, Linde, Dagmar u.u.u.


    Mehr möchte ich nicht dazu sagen, auch wenn ich EUREN Aufschrei, von
    wegen, man(n) wie Co-Abhängig ist das denn,... schon höre!


    Mit den besten Wünschen
    Emma

    Hey Melanie,

    Zitat

    PFLEGEKRÄFTE sind durch ihr helfersyndrom das sie haben eben sehr gefärdet sich nicht vom zu pflegenden zu distancieren.


    Das kann ich gar nicht glauben.
    Ich kenne da einige KollegInnen, die sehr wohl mit ihrem Einsatz sehr verantwortungsvoll und sehr zielorientiert umgehen. Es ist auch immer wieder bei den Fortbildungen ein großes
    Thema,... und dass es gar nix bringt, jeden Tag 100% zu geben.


    Nun habe jahrelang im Beruf mit viel Freude und ausdauernd gearbeitet,
    aber irgendwann ist mir der stetige Personalmangel so auf den
    Senkel gegangen, dass ich gekündigt habe.
    Oder hätte mich besser so wie du sagst, von den Patienten, dem gestressten Team, von dem alltäg. Hick Hack distancieren sollen?


    Allein schon dass ich aufgrunde meiner emphatischen Begabung sehr
    beliebt war, hat mit ein paar wenigen im Team zu Differenzen geführt.


    Und was die Partnerschaft angeht, könnte mir auch da nicht vorstellen, auf Distanz zu gehen, denn entweder lebe ich mit jemanden richtig zusammen oder lass` es ganz bleiben.

    XY hat heute schon Holz gehackt und die Brötchen besorgt.
    Ich sag´mal so, entweder es passt oder es passt.
    Nun, kann mir vorstelllen, dass so `ne Beziehung nicht ins
    Schema a la einer romantischen Pilcher - Rolle fällt.
    Nur müsstest du mich mal kennenlernen, es gibt keine im Ort, die noch
    bodenständiger oder pragmatischer ist.


    So weit so gut, ich hoffe, du nimmst meine Plauderei nicht als Widerspruch auf, es sollte wieder nur ein Erfahrungsaustausch sein.


    Ich habe allerdings wieder recht unruhig geschlafen, nachdem ich ja
    immer wieder gefragt werde, was ich den eigentlich hier will, und daher beschlossen, mich nun aus dem Forum zurück zu ziehen.


    Liebe Susanne,
    weiß ja nicht wie es dir geht, aber hast in der kurzen
    Antwort, alles was ich mir über lange Zeit aufgebaut habe auf ein
    Minnimum reduziert.

    Doch es ist vielleicht tatsächlich so, dass mein Verhalten nicht das
    Passende ist.

    Wie würdest Du dich fühlen, wennst z.B. nach dem 40. Treffen in einer
    realen SHG gefragt wirst, warum bist du hier???


    Lieben Gruß
    Emma

    Liebe Melanie,

    Zitat

    Zitat Emma:
    Seitdem hat er hin und wieder einen Durchhänger wo er mal was trinkt, doch die sonstigen gesundheitlichen Einbußen sind bedeutend dringlicher.

    Eigentlich wollte ich heute nix mehr schreiben, damit ich eínfach keinen
    Computerkoller krieg.

    Ich werde zu einem späteren Zeitpunkt nochmal antworten, aber kurz
    will ich auf deine letzte Mail eingehen.


    Melanie, du arbeitest doch im Pflegebereich, nun weißt du vlt. eh, ich
    ebenso. Also dann glaube mir bitte, dass ich einschätzen kann, ob
    mein XY den Alltag noch raffen kann oder nicht.

    Du denke ich mal könnest ja auch nicht einfach einen deiner Patienten
    heimschicken. Wenn meiner noch manchmal ein, zwei, drei Gläser
    trinkt, hat noch nicht mal sein HA was dagegen.

    Und weißt du was, laut seiner Befunde, die sich enorm verbessert haben, seitdem er recht zurückhaltend lebt, wird darin "oh Wunder" ein chronischer Alkoholabusus nahezu
    ausgeschlossen.
    Stell dir das mal vor, na auch wenn das letzlich gar nicht viel Aussagekraft hat.

    Doch bitte lassen wir das jetzt lieber, damit ich wieder zu meinen eigentlichen
    Ansagen hier im Thread zurückkehren kann, dahin wo es wirklich
    auch mal um mich geht.


    Lieben Gruß
    Emma :D

    Ganz genau, ungefähr im Jänner 2010 habe ich nach einer von vielen erschütternden Auseinandersetzungen mein Zeug genommen und bin
    gegangen. Schwer dabei war damals nur meine Sorge, dass XY dann völlig abrutschten könnte, was auch nach einigen Monaten passiert ist,
    aber erst das hat seinem Leben eine neue Richtung gegeben.

    Klar, der Abstand war auch für mich anfangs schwer, typisch Co halt, wenn die eigenen Gedanken unaufhörlich um den anderen kreisen.
    Dann nach einer Weile bin ich super zur Ruhe gekommen, konnte mich wieder einigermaßen auf die Arbeit konzentrieren, Seminare besuchen,
    meine Ernährung umstellen, Sport betreiben, hatte jede Freiheit um zu genießen und zu entspannen.

    Kannst mir glauben, erst wenn du dich wieder selber spüren kannst, weißt du wieder was Leben ist.
    Es ist einfach nur ein Irrglaube, zu denken, dass man mit unser`n Einsatz und unsere Umsichtigkeit, nur dann dem Alkoholkranken eine wichtige Stütze ist.
    Diese Last kann man aber irgendwann eh nicht mehr aushalten und
    hält zudem noch den Alkoholiker ab, selbst den Weg zur Veränderung zu finden.

    Seit heuer März leben wir wieder miteinander, auch nur, weil er aufgrund
    seiner Krankheit es alleine nicht schafft. Das was früher meine Einbildung war, ist leider wahr geworden.
    Seitdem hat er hin und wieder einen Durchhänger wo er mal was trinkt, doch die sonstigen gesundheitlichen Einbußen bedeutend dringlicher.
    Eine SHG besucht er nicht.

    Zitat

    Trennung war während der ganzen Zeit der Beziehung kein Thema für mich. Denn erstens bin ich erst einige Jahre mit meinem Partner zusammen und zweitens verhielt sich als Spiegeltrinker relativ unauffällig und für mich einschätzbar.

    Naja, aber einige Jahre reichen aus, um zu merken, dass der Partner
    unzuverlässig ist, Ausdauerprobleme hat, sich gerne Zuhause einigelt um
    zu trinken, schnell reizbar ist, unkonzentriert ist, recht beleidigend werden kann, usw....

    Und gerade Spiegeltrinker, die schon ihrem ersten Vormittagsrausch,
    als angenehm und eh cool deklarieren.


    Aber wie du schreibst, scheinst du davon auszugehen, dass dein
    Partner wieder völlig genesen wird und dann alles in bester Ordnung ist.
    Ich halte diese These für sehr gewagt, wenn es so sein sollte, wünsch´ ich es dir von Herzen.

    Ich glaube nach meinen Erfahrungen, dass du erst noch aufwachen mußt, erkennen mußt, dass du deine ganze Kraft und deinen Mut für DICH einsetzen solltest und
    lernen mußt, besonders DICH, deine Weiterentwichkung und
    deine Interessen in den Mittelpunkt zu stellen.

    Zitat

    Trotzdem ist es natürlich so, daß ich erst lernen muß, mit der neuen, veränderten Situation umzugehen.

    Mein Rat: Nicht du sondern XY muß lernen mit der veränderten
    Situation umzugehen. Befreie dich aus den Fängen deiner
    Co-Abhängigkeit, dann kann sich noch vieles zum Guten wenden.


    Na, bin da aber auch nur im Nachhinein klüger als ich war.
    Viel Glück! Emma

    Hallo Leonia,

    nun ich bin denke ich mal in einer ähnlichen Situation wie du. Und doch
    kann anders damit umgehen, weil seine Diagnose für mich längst kein Überraschungseffekt mehr wahr.

    Für ihn war es wie ein Aufwachen aus dem Dornröschenschlaf, aber ich wußte irgendwie schon lange, dass sowas passsieren kann und war
    darauf vorbereitet.

    Ich vermute mal, dass du auch schon lange vorher gewußt hast, dass sein Trinkverhalten und seine Stimmungen sehr ungesund sind und hast
    dich aber trotzdem dem untergeordnet.

    Denn so eine Krankheit kommt ja nicht von heute auf morgen.
    Warum also bist du nicht früher gegangen?

    Das soll jetzt absolut kein Vorwurf sein, sondern dich nur ermutigen, über deine Beweggründe nachzudenken. Dann kannst du vielleicht besser mit der Ist-Situation umgehen.


    Zitat

    Ich bin geplättet, wie toll er das durchzieht. Kämpfe aber trotzdem ab und zu mit meinem eigenem Mißtrauen.

    Trotzdem ist da oft so ein Gefühl von Sorge, weil`s halt so plötzlich um Leben und Tod ging und sich das auch wiederholen könnte.

    Diese Sorglosigkeit, Leichtigkeit von früher, die ich in Bezug auf unsere Beziehung hatte, die ist jetzt weg,


    Sage mir Leonia, was war denn wirklich vorher schöner?
    Versuchst du da eigentlich nicht viel zu viel zu verdrängen?

    Wohl oder übel wirst du anerkennen müssen was ist und dir die
    Frage stellen müssen, ob du noch so leben willst.


    Mir ist sehr bewusst, mein Mann wird trotz aller seiner Heilungstendenzen, eben nie mehr so wie früher sein. Nur verbindet
    uns immer noch mehr als die Krankheit, daher komme ich mit den Defiziten zurecht.
    Ich lebe abseits der Partnerschaft zudem noch ein anderes Dasein, habe meine Wohnung und genug Freiraum, doch das auch nicht unbedingt empfehlenswert ist.


    Ich wünsche Dir neue, heilsame Schritte und einen guten Erfahrungsaustausch im Forum, der neue Kraft gibt!


    Lieben Gruß Emma

    Hallo zusammen,


    @ Orlando

    Zitat

    Für mich ist das, was hier passiert kein Erfahrungsaustausch. Erfahrungsaustausch heißt für mich bei mir zu bleiben. Ich schreibe was ich und wie ich es erleb(t)e, welche Ideen und Gedanken ich habe, zu dem, was mich hier lesend berührt und kann mich so mit meinem ganz individuellen Tempo reflektieren und entwickeln.


    Danke Orlando für deine Worte, von dir fühle ich mich noch am besten
    verstanden. Weiß gar nicht, warum ich so angegriffen werde. Wenn ich
    mich richtig erinnere, hast du bereits auch einige Krisen durchgemacht und es erreicht, dein Leben dennoch mit neuer Energie und Veränderungswillen unabdingbar zu händeln.
    Ich würde nie auf die Idee kommen, dass du daher gleich wieder
    in die selben Krisen tappen könntest.

    Oder hast du denn das Gefühl, dich nur im Kreis zu drehen, wie das einige
    wahrscheinlich hier von mir annehmen?


    @ Zitat Melanie


    Was Melanie verstehst du konkret darunter am Co festhalten?
    Ich verstehe das so, dass ich mich deiner Meinung nach von meinen
    Partner trennen müsste, und nur so Veränderung geschehen kann.
    Aber was ist dann mit allen anderen Schreibern hier, die Alkoholabhängig sind, glaubst du denn , die sind alle Singles. Müssen sich jetzt eh alle trennen um zu gesunden? Nein, sie arbeiten
    an ihrer Abhängigkeit.
    Viele sind Langzeittrockene und schreiben auch hier, warum wohl?

    Ich glaube halt, dass ich ebenso bereits einen ganz guten Status
    erreichen konnte, der wurde mir auch nicht geschenkt und trotzdem werde ich weiter am Thema dranbleiben.

    Und was die Aussage bzgl. meiner Einstellung zur Bescheidenheit betrifft, das hat echt gar nichts mit zu tun, das mir die Beziehung
    das abnötigt, im Gegenteil, es ist mein ganz persönlicher
    Lebenstil!

    Ich weiß, dass du es gut gemeint hast, und du versuchst aufzuzeigen, was
    bei Alkoholmissbrauch alles ruiniert wird und verloren geht, dennoch
    ist immer noch jedes Schicksal ein individuelles Geschehen mit sehr unterschiedlichen Belastungszonen, und die auch wieder jeder anders
    aufnimmt.
    Es ist wie bei der Alkoholabhängigkeit mit multifaktorellen Widrigkeiten
    verknüpft.

    Doch danke dir ehrlich für deinen Rat und jede Hilfe.


    @ Grazia

    Zitat

    Ich glaube aber der Austausch über Co-ausleben ist hier falsch am
    Platz. Ich glaube dein Ziel stimmt mit dem Ziel im Forum nicht
    überein.


    Nun, sage mir bitte wie deine Ziele aussehen?

    Ich habe ehrlich gesagt nicht angenommen, dass der Threadtitel
    Pro u. Contra Co-Abhängigkeit als Provokation aufgefasst wird, als könnte je irgendetwas für ein lustiges Leben in Abhängigkeit sprechen.

    Ich meine natürlich nur mit Pro, einfach jede meiner Handlungen die
    so Richtung Selbstverwirklichung gehen, und
    alle meine Contras, die noch eine Co-Abhängigkeit nahe legen.


    Hast du dir nie deine Do und Dont-Listen angeschaut.
    Also sie helfen mir jedenfalls, um nachzuschauen wo ich stehe.


    Oder hast du es überhaupt anders gemeint?


    Liebe Grüße
    Emma

    Zitat

    Zitat Spedi:

    warum nur wundert es mich nicht, dass Du mir nicht auf meine Frage antwortest.

    Ich kenne einige deiner Beiträge und schätze deine Kommentare sehr,
    es ist ja nicht so, dass ich nicht kritikfähig bin.

    Nur um auf die Frage einzugehen, müßte ich schon wieder weiter ausholen und meine Partnerschaft mit einbeziehen. Das will ich aber vermeiden.
    Zu XY, er ist Gott Lob seit November mehr oder weniger nun
    trockener Alkoholiker, anderes steht wesentlich mehr im Vordergrund.
    Das erst macht nun auch das Zusammenleben wieder möglich.

    Ich schreibe hier, unter anderem weil mich seine Erkrankung natürlich
    auch belastet, dennoch bedeutet mir die Zeit, die wir noch miteinander sein können, mehr als alles andere.

    Keine Sorge jedoch, weil ich meine Bedürfnisse sehr wohl genauso
    beachte, lebe meine Interessen, zahle regelmäßig meine Wohnung,
    gehe gern mal zu `nem Kaffeekränzchen, koche auch ab und zu mal
    für meine Schwestern, ...

    Liebe Orlando, Melanie und alle anderen,


    recht schönen Dank für eure Antworten. Nun bei dem unberauschenden Wetter heute werde ich mir das nochmal anschauen. Ich erkenne mich in
    vielen, dass ihr geschrieben habt,

    vielleicht kann ich zu einem späteren Zeitpunkt nochmal darauf
    eingehen.


    Allen einen erholsamen Sonntag,
    Emma

    Hilfe - Kontrolle - Frust - Leiden - Tiefpunkt - Ehrlichkeit - Schmerz - Distanz - Genesung

    Hallo Nici,

    und einen schönen Sonntag :), um es vorweg zu sagen, mag ich deine Postings auch wenn sie mir oft zweischneidig vorkommen.
    Du erzählst was von dir und bist dir selbst gegenüber, kommt mir vor, fast schonungslos offen.

    Eigentlich bin auch oft so, obwohl schön langsam ich die beinharte Zeit an Selbstkritik ausklingen lassen will und mich lieber auf das besinne, was mich ausmacht, das was mich vorwärts bringt.


    Ich sollte vielleicht etwas an meiner Rhetorik feilen, denn irgendwie kommt das was ich eh begriffen habe, bei euch nicht immer so an.


    Nun an welchem Punkt stehe ich, nur das wird auch wieder niemand glauben, aber eindeutig am Höhepunkt meiner Genesung.
    Das hat gar nichts mit der Beziehung zu tun, sondern liegt daran, das ich
    das ausleben kann, was mich tatsächlich ausmacht.

    Sehr lange habe ich mich bemüht, mich an allgemein gültige Regeln
    im sozialen Gefüge anzupassen, wollte dazugehören, das tun was
    "normal" ist. Party machen, trinken, Unterhaltung liefern, den Männern
    imponieren, in den Vereinen aktiv dabei sein,....

    Doch das gibt mir im Prinzip recht wenig, fühle mich da in meinen Wurzeln wesentlich besser. Mag es daheim entspannt haben, tobe mich im Garten und Gemüsebeet aus, schätze meine Alltagstauglichkeit, ziehe unheimlich gerne allein über Wald und Wiesen, oder quassel gern mit den Leuten im Ort, ...

    Gut, es hört sich vlt. ein bisserl fad an, aber ich mag es halt so
    zu leben.
    Möchte auch gar nicht mehr nach den Sternen greifen, oder im Lotto-Jakpot gewinnen, weil ich mich im Hier und Jetzt halt auch schon wohl fühle.


    Zitat

    ..., Du musst dich hier nicht erklären oder die Ellenbogen rausstelln,
    aber bitte schreib die Schönwettergefühle hier mit Bedacht,
    denn bei den Lebensgeschichten, die man hier liest, wo Menschen und Familien leiden, reicht es nicht : das man ganz gut miteinander auskommt !


    Das ist mir schon bewusst, aber ich schreibe auch nicht das, was
    dazu passen könnte, sondern nur das was gerade ansteht. Wenn`s Schönwettergefühle sind, dann darf ich das doch wohl mal mitteilen?


    Ich denke, es kommt eben einfach darauf an, wo am Weg sich man befindet.
    Wer für sich entdeckt hat, sich im Abwätsstrudel von Abhängigkeit
    zu befinden, dem würde ich sicher auch nahelegen, da ehest auszubrechen.


    Nici, dir reicht es vielleicht nicht, nur gut miteinander auszukommen, aber weißt du, wenn`s jemanden im Freundes und Familenkreis so richtig
    schwer erwischt hat, ob`s jetzt diese oder`ne andere Krankheit ist, hört sich mal jede Geben - und Nehmen Strategie auf.

    Viel mehr zählen dann die guten Tage, dieser Mensch, die Gefühle wenn sie noch da sind, ein Lächeln im eigenen Gesicht und im Gesicht des anderen, sich mit ihm/sie schon über auch
    manche Kleinigkeiten mitzufreuen,...


    Es ist mir ehrlich gesagt egal, wenn das für manch Fremde dennoch
    nicht ganz nachvollziehbar ist.


    Schönen guten Tag
    Emma

    So, schön langsam reicht es mir.

    Ich komme nicht klar damit, dass anscheinend jeder besser weiß, wie ich
    mich den eigentlich verhalten müßte. Und das alles was ich tue, sofort in Frage gestellt wird.

    Ich habe eh schon im ersten Beitrag geschrieben, dass ich hier natürlich gerne von selbst erlebten Erfahrungen, von den selbstgemachten
    Ansichten und Fortschrittten lese, genauso wie ich bemüht bin, von dem zu berichten, dass ich zu ändern vermag, von dem das mir gelingt oder eben auch nicht gelingt.


    Entweder habe ich schon einen Sehfehler oder steht`s so im Forum:
    .... für Co-Angehörige und Angehörige von Alkoholikern


    Ich sehe mich als Angehorige eines Alkoholiker und mein LG ist wie
    ich schon einige Male geschrieben habe, sehr sehr krank.

    Wer meine Beträge gelesen hat, müßte dann ja wissen, dass sich in unser
    beider Leben bereits wesentliches verbessert hat.
    Nun, kann ja beim nächsten Mal gerne versuchen, das aufzulisten.


    Aber um es in aller Klarheit zu sagen, kann ich meinen Partner ganz sicher jetzt nicht im Stich lassen.
    Wir kommen gut miteinander aus. :roll:

    Wie, hallo Orlando du schon geschieben hast, gehts mir drum, sich
    auszutauschen und um durchs Schreiben, die eigenen Schwerpunkte zu finden.

    Das glaube ich ist doch wahrscheinlich viel weniger Co-Abhängig, als
    nur zu gucken was denn für denn anderen gut ist, oder sein könnte.


    Sorry ihr Lieben, aber das wollte ich jetzt mal gesagt haben.


    Gute Nacht Emma

    Hallo Melanie, Orlando und Nici,

    - zwar kann ich eure Überlegungen gut nachempfinden, doch glaubhe ich und spür, das mein Leben wieder relativ gut gelingt, kann mich über genügend schöne Momente freuen, bin zufrieden.

    Bin stolz darauf, dass ich hier kein Neuling mehr bin, hab`na logisch auch dank euch einiges verstanden, gelernt und dies` und jenes angenommen.

    Vieles von dem wies mal war, seh ich heute mit anderen Augen, die Zeit als mein Partner noch getrunken hat, mich vielleicht oft auch an meine Grenzen gestossen hat, na aber vielleicht bin ja eine
    von den LebenskünstlerInnen.

    Es gibt nichts das wert und wichtiger ist, dafür die eigene Balance zu opfern. Ich kenne mich gut genug und immer als ich an einem Scheideweg gestanden bin, habe ich für mich, zu meinen Schutz,
    mich für ein gesundes Leben eingesetzt.

    Daher hatte ich auch in der Partnerschaft mit einen Suchtkranken oft sehr riskante Auseinandersetzungen. Oft genug sind wir dann auch getrennte Wege gegangen, weil er nicht von seinem Ideal und ich nicht von meinen Erwartungen (Werte) herab zu steigen bereit war und bin.

    Manchmal hat mich das, ob privat oder beruflich dann zu einem Neuanfang gezwungen. Ich bin ein Mensch, der sehr wenig für sich
    in Anspruch nimmt, brauche nicht viel um glücklich zu sein, bin froh
    und frei von materieller Zwänge.

    Zitat

    Zitat Orlando:

    Und ich zudem wahrnahm, dass er gar nicht fähig war mir zu geben, was ich für ein gutes und erfülltes Leben brauche.

    ...... diese selbstlose Liebesfähigkeit, so sie denn tatsächlich Liebe ist, ist ein dickes PRO und all zu oft leider auch nur ein dickes CONTRA, weil sie eben doch keine Liebe, sondern das Schutzschild
    vor der eigenen inneren Leere ist und in burn out oder schlimmeres führen kann.


    Was brauche ich für ein gutes und erfülltes Leben? Doch nichts was ich nicht schon aus eigener Schaffenskraft zu erreichen vermag.

    Anfangs, ich dachte noch, dass die Eltern mir nicht das geben, was ich glaubte zu brauchen.
    Dann, dass ich von dem Partner nicht bekommen kann, was ich brauche.

    Aber mal ehrlich, wer weiß besser als man selbst, was man wirklich braucht? Es kann zudem sehr befriedigend sein, sich allein was gutes zu tun.

    Ich kenne das Gefühl der inneren Leere nur zu gut, auch die Gründe,
    aber warum darüber weinen? Mir gehts es wesentlich besser damit, das anzunehmen, zu akzeptieren und halt so geprägt bin.
    UNd da wo Leere ist,... schafft mir einen Raum für wieder etwas Neues!

    Das als ein kleiner Ausrutscher in meine Psychologie.
    Nun wieder kurz zurück ins Alltägliche.

    - XY hat am Abend einen leckeren Salat zubereitet mit allem drum und dran, war schön. Ich bin eh meistens für`s Mittagessen zuständig.

    - Jedes schöne Wetter sind wir derzeit gemeinsam unterwegs und walken.
    Der HA hat ihm Bewegung verordnet.

    - Anschließend bin ich alleine noch mal weg zum Sport.


    - Oh Mann, es wäre super schön, wenn`s weiter so entspannt zwischen uns bleiben könnte,....


    Einen lieben Gruß
    Emma

    Hallo n i c i,

    Zitat

    Ich möchte mehr, ich möchte sein, ich möchte - wenn - dann eine Partnerschaft, wo man gemeinsam Ausflüge plant, gemeinsam Freunde einläd und besucht, gemeinsam Sorgen und Nöten teilt, und nicht den Muffigen spielt,

    der ja über alle Dingen ist, aber doch mit keinem Ding zurecht kommt.

    Bei dem Satz muß ich fast ein bisschen lächeln, wenns nur nicht so wahr wäre.
    Nun, das Zusammensein mit einem Dauerchaoten ist schon schwer, zum Glücklichsein bleibt nicht mehr viel über, man sollte
    eigentlich dem Partner sowas gar nicht zumuten. Nur wieso ist dennoch der Absprung sooo schwer???
    Wenn ich nicht alles selbst erlebt hätte, würde ich nie im Leben glauben, dass das möglich ist.

    Ich bin zwar heute noch mit ihm beinander, aber nur weil dazwischen eine fast einjährige Trennung liegt. Das hat uns beide verändert, und auch er ist nicht mehr so aufbrausend und rücksichtslos wie damals.

    Natürlich gibt und gab es immer schon sehr anziehende Seiten an ihm, sonst hätte ich es eh nie so lange ausgehalten. Sonst würde ich ihn
    nicht unterstützen und ich tue es gern. Wir kommen gut miteinander aus.
    Wenn er mich so, wie beim letzten Mal vor ca. 2 Wochen anbrüllt, bin ich sofort wieder weg und das weiß er.

    Wenn sich das trotzdem so anhört, als könnte ich nicht ohne ihn sein, stimmts nicht. Obwohl XY nach wie vor der wichtigste Mensch in meinem Leben ist,
    würde ich sofort gehen, wenns zu seinem Nutzen wär, 100 % tig.


    Hey Melanie,

    ich hoffe sehr, rede mich nicht komplett um Kopf und Kragen. Sicher habe ich keine Manipulation im Sinn. Ich denke das eigene Tun und Handeln zu überdenken, kann nie schaden.

    Na und warum sollte ich meinen Partner ändern wollen? Ich mag ihn ja eh wie er ist, alles andere sind Luftschlösser, die nicht umsetzbar sind.
    Ich kann ja nicht was fordern, was jenseits aller Möglichkeiten liegt.

    Aber ist schon richtig, dass ich derzeit auf vieles verzichten muß, was man sich so unter einer "normalen" Partnerschaft vorstellt. Doch zum Glück bin ich ja schon ein großes Mädchen und weiß, dass nicht alle Wünsche wahr werden und daß für vieles man auch selbst verantwortlich ist.

    Na und ein Eisklotz bin ich noch nicht, aber nach der längeren Abstinenz liegen eben meine Hormone auf Eis. :oops: Das Dank dem A***Alk!!!

    Nun aber auch das ist etwas, das ich nicht verdrängen möchte, auch wenns de facto so ist.


    Allen eine lieben Gruß
    Emma

    Nici, ganz so ist es nicht. Ich kenne XY jetzt seit ca. 10 Jahren.
    Wir hatten so wie viele Paare hier ein schwere Zeit miteinander, aber schuldig bin ich nichts. Nun, ich sehe ein, dass ich noch Co-Abhängig meinen Partner die ersten Jahre nicht loslassen konnte.
    Jedoch so nach und nach habe ich das krankmachende Verhalten beiderseits durchschaut und deshalb anders reagieren.

    (Dabei hatte ich einige Male auch die Unterstützung von einer
    adäquaten Therapeutin.) :roll::wink:

    Die letzten paar Jahre habe ich mir recht oft gewünscht, dass er eine Andere findet, und an mir kein Interesse mehr hat.

    Das wir jetzt nach einem Jahr Trennung wieder miteinander leben, sind andere Gründe.
    Meistens fühle mich in seiner Nähe wohl, die großen Drama sind auch
    vorbei.

    Zitat

    Was Du anfangfs hier hast zu verdrängen versucht, meldet sich nun.
    Nein, es ist kein Aufgeben, auch keine Schwäche,
    es ist was ganz Natürliches : es ist das Spüren des eigenen Lebens, der eigenen Gefühle und Wünsche, die wir so lange geopfert haben.
    Die melden sich nun.

    Genauso ist mir. Denn zu lange war ich stets auf seine Probleme fixiert.
    Wie einfach es ist dabei von sich selbst abzulenken.
    Jetzt geht mir langsam ein Licht auf und seh erst, wie sehr ich mich in der Beziehung vernachlässigt habe.
    Und bequem wars: Denn nachdem der Alkoholiker eh schon wieder voll ist, warum sollte ich mich dann nett zurecht machen???
    Statt guter Gepräche, Zärtlichkeiten,..... schläft dieser seinen Rausch aus, warum auch soll ich dann auf ihn eingehen?

    Er hat mir heute vorgeschlagen, ob ich denn nicht mal so richtig schöne und sexy Anziehsachen shoppen gehen möchte.
    Und da wußte ich momentan gar nicht, ob ich mein Herz oder ich einen Eisbblock in der Brust spüre.

    Nici, verstehst du was ich meine? Es ist zu viel kaputt gegangen,
    die Narben der Vergangenheit sind noch längst nicht verheilt.

    Zitat

    Du hast ein Recht auf eigenes Leben, unbeschwert, mit Wünschen, Hoffnungen und Zielen. Das ihr das nun nicht gemeinsam erleben könnt ist traurig, aber das ist seine - aber auch Deine - Entscheidung.

    Ehrlich gesagt, würde ich eigentlich gerne davon laufen und in meiner
    eigenen Wohnung leben, wie ich will.
    Nur dann würde ich eben auch vor Problemen weg laufen, die
    jeder andere Mann auch erwartet.


    Ich fühle mich und sitze wie ein Kaninchen vor der Schlange und warte .....


    Lieben Gruß
    Emma

      Ich danke euch für die Antworten!

    Hallo Orlando,

    Zitat

    Verstehen, wie es kommt, hilft mir persoenlich mich besser zu verstehen, verstaendnisvoller und fürsorglicher mir gegenueber zu sein. Du hast mir mit deinen Worten aus der Seele gesprochen.

    Zitat

    Und da ich als Co gerne dazu neige mich abzuwerten, finde ich die Idee gut, nach dem Pro meines Tuns zu blicken.

    Du hast mir mit deinen Worten aus der Seele gesprochen. An manchen Tagen neige ich dazu mich abzuwerten. Nun, war auch mal ein verwahrlostes keines Mäderl. Meine Mutter hat mit ihrer Mindestpension
    5 Kinder groß gezogen. Da hat es an allen Enden und Ecken zum Leben nicht gereicht.

    Mein Mann hat mich dann irgendwann entdeckt und mir ein facettenreiches Leben ermöglicht. Ich verdanke ihm einiges.

    Alles in allem bin ich mit meinen Leben zufrieden. Mit der Selbstliebe habe ich nicht so das Problem.
    Nur fühle mich in letzter Zeit wie ein Blatt im Wind, hin und her
    geriessen zwischen Liebe, Verantwortung und Einsamkeit.

    Entweder ist das eh nur wieder ein Phase oder es ist der
    Anfang von Wechselbeschwerden.


    EMMA

    Grüße Dich Hartmut,


    Zitat

    Das ein zigste was da positiv (PRO) sehen würde , ist die uneingeschränkte Erkenntnis krank zu sein . Denn erst ab da kann Heilung erfolgen


    Das ist aber schon ne recht steile Antwort. :D Nachdem ich mir mittlerweile abgewöhnt habe, immer das letzte Wort haben zu wollen, lass ich`s mal lieber so stehen.

    Und du schreibst, wer abwägt hat die Krankheit noch nicht verstanden!
    Da muss ich jetzt nachhacken und bitte dich, mir ein paar Sätze zu schreiben, damit ich das auch kapiere.

    Zu einer Krankheit zählen eindeutige Symptome. Welche Symptome
    gehören denn deiner Meinung nach zur Co-Abhängigkeit?

    Laienhaft stelle ich mir da jemanden vor, wie z.B meine Schwägerin. Mein Bruder ist ein totaler Workaholik und hat noch dazu eine Neue.
    Sie, meine Schwägerin ist total niedergeschlagen, weint viel, sehr depressiv, mit den Kräften am Limit, wartet und wartet und redet Tag für Tag auf ihn ein, wie verantwortungslos mein Bruder ist, wie falsch doch seine Neue ist, u.s.w
    Sie kämpft um ihn (Danke Nici für das Stichwort) mit allen verbalen Möglichkeiten. Sowas nenne ich Co-Abhängigkeit.

    Aber ich kenne auch die andere Seite. Mein Mann ist Alkoholiker und Co-Abhängig. Denn eigentlich kontrolliert er mich, sucht meine Anerkennung und Nähe, telefoniert rum wo ich denn schon wieder bin, ist nach außen eine starke Persönlichkeit, aber wenn er nicht mehr weiter weiß, schüttet er bei mir sein Herz aus.

    (Ups, habe schon wieder zu viel von ihm geschrieben.)
    Was ich eigentlich schreiben wollte.
    A) will ja hier im offenen Bereich nicht so ins Detail gehen. Aber es gehen halt dann schon einige wichtige Aspekte verloren, die vlt. ein anderes
    Licht auf meine Postings geben würden.

    B) mein Leidensdruck hält sich soweit in Grenzen, sodass ich derzeit mit den offenen Bereich gut klar komme.

    C) zudem bin ich eine, die sich ihren psychischen Ballast immer schnell von der Seele redet, auch auf die Gefahr hin, dass manchmal meine Telefonrechnungen katastrophal sind


    Derzeit denke ich ganz viel über mein Dasein nach. Und stelle fest, dass ich nicht so bin, wie ich mir vorstelle, sein zu wollen.
    Geht es euch auch manchmal so?

    z.B. bin ich sehr musikalisch, aber wenn mich jemand zum Tanzen auffordert, habe ich Komplexe.....

    Was ist das....?


    Liebe Nici, danke für deine Zeilen, hast mir schon wieder was zum Nachdenken serviert. Ich lese gerne in deinem Thread und wünsche dir,
    dass du auf jeden Fall jemanden kennenlernst, dem du ein bisserl was von deiner Kraft abgeben darfst.


    Emma