Hilfe - Kontrolle - Frust - Leiden - Tiefpunkt - Ehrlichkeit - Schmerz - Distanz - Genesung
Hallo Nici,
und einen schönen Sonntag :), um es vorweg zu sagen, mag ich deine Postings auch wenn sie mir oft zweischneidig vorkommen.
Du erzählst was von dir und bist dir selbst gegenüber, kommt mir vor, fast schonungslos offen.
Eigentlich bin auch oft so, obwohl schön langsam ich die beinharte Zeit an Selbstkritik ausklingen lassen will und mich lieber auf das besinne, was mich ausmacht, das was mich vorwärts bringt.
Ich sollte vielleicht etwas an meiner Rhetorik feilen, denn irgendwie kommt das was ich eh begriffen habe, bei euch nicht immer so an.
Nun an welchem Punkt stehe ich, nur das wird auch wieder niemand glauben, aber eindeutig am Höhepunkt meiner Genesung.
Das hat gar nichts mit der Beziehung zu tun, sondern liegt daran, das ich
das ausleben kann, was mich tatsächlich ausmacht.
Sehr lange habe ich mich bemüht, mich an allgemein gültige Regeln
im sozialen Gefüge anzupassen, wollte dazugehören, das tun was
"normal" ist. Party machen, trinken, Unterhaltung liefern, den Männern
imponieren, in den Vereinen aktiv dabei sein,....
Doch das gibt mir im Prinzip recht wenig, fühle mich da in meinen Wurzeln wesentlich besser. Mag es daheim entspannt haben, tobe mich im Garten und Gemüsebeet aus, schätze meine Alltagstauglichkeit, ziehe unheimlich gerne allein über Wald und Wiesen, oder quassel gern mit den Leuten im Ort, ...
Gut, es hört sich vlt. ein bisserl fad an, aber ich mag es halt so
zu leben.
Möchte auch gar nicht mehr nach den Sternen greifen, oder im Lotto-Jakpot gewinnen, weil ich mich im Hier und Jetzt halt auch schon wohl fühle.
Zitat
..., Du musst dich hier nicht erklären oder die Ellenbogen rausstelln,
aber bitte schreib die Schönwettergefühle hier mit Bedacht,
denn bei den Lebensgeschichten, die man hier liest, wo Menschen und Familien leiden, reicht es nicht : das man ganz gut miteinander auskommt !
Das ist mir schon bewusst, aber ich schreibe auch nicht das, was
dazu passen könnte, sondern nur das was gerade ansteht. Wenn`s Schönwettergefühle sind, dann darf ich das doch wohl mal mitteilen?
Ich denke, es kommt eben einfach darauf an, wo am Weg sich man befindet.
Wer für sich entdeckt hat, sich im Abwätsstrudel von Abhängigkeit
zu befinden, dem würde ich sicher auch nahelegen, da ehest auszubrechen.
Nici, dir reicht es vielleicht nicht, nur gut miteinander auszukommen, aber weißt du, wenn`s jemanden im Freundes und Familenkreis so richtig
schwer erwischt hat, ob`s jetzt diese oder`ne andere Krankheit ist, hört sich mal jede Geben - und Nehmen Strategie auf.
Viel mehr zählen dann die guten Tage, dieser Mensch, die Gefühle wenn sie noch da sind, ein Lächeln im eigenen Gesicht und im Gesicht des anderen, sich mit ihm/sie schon über auch
manche Kleinigkeiten mitzufreuen,...
Es ist mir ehrlich gesagt egal, wenn das für manch Fremde dennoch
nicht ganz nachvollziehbar ist.
Schönen guten Tag
Emma