Hallo,
in der Hoffnung ein paar Anregungen zu erhalten, möchte ich hier kurz meine Geschichte hier schildern: Mein Freund hatte schon vor Jahren, als ich ihn kennenlernte, Alkoholprobleme, er war Spiegeltrinker.
- edit, bitte nicht solche Details über die Angehörigen ins Internet schreiben, danke, Linde -
So, nun zu mir: Ich stehe irgendwie immer noch ein bißchen unter Schock. Diese lebensgefährliche Erkankung meines Freundes, so plötzlich aus heiterem Himmel, die Ängste um meinen Schatz, auch jetzt noch die Bedenken vor jeder weiteren ärztlichen Untersuchung, dann das Wunder, daß mein Freund jetzt trocken ist, die Sorgen, ob er es auch bleiben wird...irgendwie hat mich das alles überrollt und ich komme nicht ganz mit.
Alles ist plötzlich so anders und ich habe auch ein bißchen das Gefühl, daß die Verantwortung mich erdrückt. Denn man muß jetzt auf alles achten, auch auf die Ernährung. Der Tod ist jetzt plötzlich so nahe gerückt. Mir macht das Angst.
Ich habe auch keine Kraft und Lust dazu, als Krankenschwester zu fungieren. Sehe aber andererseits auch, wie rasch mein Freund wieder zu Kräften gekommen ist und wie er im Moment sehr viel Verantwortung für seine Trockenheit und auch für seine Gesundheitsfürsorge übernimmt.
Hoffe so sehr, daß das so bleiben wird. Ich war bereits einmal an einem Abend in einer Angehörigengruppe der AA`s, was mir sehr gut getan hat und ich werde auch diese Woche wieder hingehen.
Trotzdem würde ich mich auch gerne hier mit Leuten austauschen, die vielleicht Ähnliches erlebt haben und mir eventuell ein paar Anregungen zur Stärkung und Unterstützung für mich und meinen Partner geben könnten.
Herzliche Grüße
Leonia
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Hinweise zum edit.