Also dann......
Neubeginn.
Lieber failuredistribution,
Nein, Niemand will Dir hier "Schuldvorwuerfe" machen, Jeder und Jede, die hier schreibt, hat aehnliches wie Du durchgemacht. Das ist mal ganz sicher. Insofern koennen wir schon verstehen ("wir" soll heissen, ich ganz bestimmt, die Anderen muessen fuer sich selbst sprechen), wie Du Dich fuehlst.
Jeder hier hat hilflos mitansehen muessen, wie Lebenstraeume, materielle Existenz, Familie, Psyche der Familienmitglieder, Lebensfreude....den Bach runter gingen. Bei einigen sogar die eigene Gesundheit...
Und so sehr wir versucht haben, der grausigen Entwicklung Einhalt zu gebieten....so sehr haben wir einsehen muessen, dass es einfach NICHTS gibt, was von Aussen getan werden kann. NICHTS und wieder NICHTS wird einen Suechtigen dazu bringen, seine Sucht aufzugeben.....Kein Reden, keine Einsicht, keine Ruecksicht, keine Partnerschaft, in vielen Faellen noch nicht mal die Verantwortung fuer das eigene Kind.
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Das ist die bittere Pille, die Jeder, der mit einem Suchtkranken lebt, frueher oder spaeter schlucken muss.
Was dann daraus fuer Erkenntnisse gezogen werden, Bleiben und resignieren, oder Gehen und zumindest versuchen das eigene Leben, die eigene Lebensfreude wiederzuerlangen, das ist in jedem einzelnen Fall wiederum unterschielich.
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Eins ist ganz klar, nichts von dem, was Du tust oder nicht tust, wird eine positive Verhaltensaenderung Deiner Frau bewirken. Im Gegenteil. Je mehr Verantwortung Du abnimmst, desto groesser wird der "Freiraum" der fuer die Sucht bleibt.......und dieser Prozess scheint bei euch schon ins Rollen gekommen zu sein.
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Vielleicht war Dein Auftakt-Post etwas ungluecklich formuliert.....da ging es erst mal lange um den "Haushaltskram", die Arbeit oder Nicht-Arbeit, die Nebenjobs....und irgendwie hinten kam dann der Nebensatz..."Achja, und ueberigens trinken und zocken tut sie auch".....da ist es doch nachvollziehbar, dass wir angenommen haben, Dein Hauptproblem sei in erster Linie die ungleiche Rollenverteilung, die ungerechte Verteilung der Last.....
Ja, die Lasten sind ungleich verteilt, bei euch. Das ist keine Frage. Ja, das ist nicht partnerschaftlich. Das ist noch nicht mal "fair".
Aber "sie" wird daran gewiss nichts aendern (wollen/koennen). Warum sollte sie auch? Ist doch prima, wie es fuer sie laeuft....materiell gesichert, kaum Pflichten, die wenigen, die sie hat und wahrnimmt....sind schnell "gemacht"....und dann..... und den unzufriedenen Ehemann, den kann man dann mit ein paar Vorwuerfen mundtot machen. A la "Wenn Du nicht so ...... (bitte einfuegen) ..... waerst, dann muesste ich nicht.....".
"Wenn Du nicht so anspruchsvoll waerst, dann brauchte ich nicht....."
"Wenn Du nicht so schwierig waerst, dann haette ich mehr Kraft/Lust/Lebenswillen"
"Wenn Du nicht so .......(bitte einfuegen) waerst, dann braeuchte ich nicht Trinken, um mich besser zu fuehlen...."
Ist es das, was bei Dir dieses permanente "Schuld"-Gefuehl ausloest und was Du auch sofort in ganz neutralen Posts hier zu hoeren meinst?
Grusse, Lindi