BC,
Zitat
Erwartung erzeugt Druck - sonst gäbe es das Wort Erwartungsdruck ja nicht.
Mit Verlaub BC, Erwartungen erzeugen bei mir nur dann Druck, wenn
a) ich zugesagt habe, die Erwartungen des anderen zu erfüllen, obwohl ich mir dessen selbst nicht sicher bin, ob ich das kann.
Ich habe also einen Vertrag geschlossen, von dem ich nicht sicher bin, ob ich ihn einhalten kann. Das erzeugt inneren, moralischen Druck - bei moralischen Menschen wie mir.
b) wenn die Erwartungen ständig wiederholt werden, obwohl ich deren Erfüllung klar verneint habe. Das erzeugt bei mir weniger Druck, als schlicht Genervtheit. Wer ständig Dinge von mir verlangt, die ich nicht erfüllen kann oder möchte, den meide ich irgendwann.
c) implizite, nicht geäusserte, aber von mir wahrgenommene Erwartungen erzeugen vermutlich den meisten Druck bei mir. Hier gilt es, durch Gespräche, erstmal die Erwartungen zu klären. Oft sind die anders, als ich meinte zu spüren. Nicht einfach - ich übe daran.
Erwartungen anderer erzeugen bei mir deswegen selten Druck, weil ich ziemlich klar in der Lage bin, ja oder nein zu sagen.
Zugegeben, wenn ich zu oft nein sage, werd ich vielleicht irgendwann zum "Sozialautisten". Das muss ich entscheiden.
In aller Regel werden Erwartungen auch aus Angst geäussert. Wenn ich das erkenne und mir der Mensch wichtig ist, überlege ich, wie ich ihm die Angst nehmen kann. Reden hilft.
Das kann z.b. ein Vertrag mit einer abgewandelten für mich machbaren Erwartung sein.
LG Jürgen
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Meine Meinung. Keine Suchtberatung.