Beiträge von Mora

    @ Antilope

    Hallo Antilope,

    I

    Zitat

    ch denke, wir Cos müssen meistens auch durch diese Hölle, bevor wir eine Veränderung an uns, unserem Leben vornemen können.

    Ja Antilope, es bedarf anscheinlich erst einen Tiefpunkt im Leben, ehe wirklich begonnen wird, sich mit der Problematik auseinanderzusetzen und der Mensch bereit ist, wirkliche Schritte zu unternehmen.

    Zitat

    Das alles zu begreifen und umzusetzen dauert sehr sehr lange. ...
    Ich denke, ich brauche auch noch viel Zeit und die will ich mir geben.

    Das ist sehr schön zu lesen Antilope, es ist sehr schön zu lesen weil es weise Worte sind. Sie zeigen Einsicht, wie auch Ziel und Weg. Das ist richtig schön!

    Zitat

    Mein größter Wunsch ist, XY ohne Wut und Hass verlassen zu können.

    Du wirst es schaffen Antilope !!!!

    Zitat

    Heute morgen konnte ich einen weiteren Schritt tun, um langsam Abschied zu nehmen....
    ....Ich wollte die Fotos schon lange entfernen, aber es ging einfach nicht.
    Jetzt stehen sie nicht mehr da, statt dessen ein schönes Bild, das meine Nichte gemalt hat und auf der anderen Seite ein Kerzenständer.

    Ein weiterer Schritt! Super!

    Zitat


    Irgendwie bin ich traurig und trotzdem froh. Ein Schritt nach dem anderen ; der Anfang ist gemacht. ......

    ...Hauptsache, sie stehen nicht mehr als Mittelpunkt in der Wohnung.

    Könnte das, was du empfindest auch als Erleichterung beschrieben werden?


    Zitat

    Die Erinnerungen werden nach und nach verblassen und ich muss die Zeit nutzen, muss auf mich achten, dass es mir gut geht.

    Ich habe über diesen Satz nachgedacht und so bissel für mich umformuliert.in: Ich werde nach und nach mit meinen Emotionen einen anderen Umgang, ein anderes einlassen auf Erinnerungen erfahren und ich werde die Zeit auch nutzen, auf mich wie auch auf mein Umfeld zu achten.

    Was meinst, möchtest du es umformulieren und wie könntest du es für dich umformulieren?


    Zitat

    ...Sorry, dass ich wieder anfange und sentimental werde, aber vermutlich geht das noch eine Weile so. Vermutlich brauche ich das auch noch. Aber ich tröste mich damit, dass es irgendwann wieder aufhört.

    Kein Sorry Antilope! Danke für dein Vertrauen, danke auch dafür, das du mit deiner Offenheit eine helfende Hand uns reichst! Das du Eigenreflektion zeigst wie auch damit andere Menschen ermutigst, dieses für sich selbst zu tun! @-->-
    Das ist ganz toll Antilope und bedarf kein sorry !

    lg
    Mora

    Mir liegt noch etwas auf dem Herzen, was ich schreiben möchte und ich bitte, es innerlich ruhig zu lesen.

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    Ich sehe ihn jetzt in einem ganz anderen Licht. Ein veränderter, ja teilweise bösartiger, verbitterter Mann.
    Und so möchte ich auf keinen Fall werden. Das habe ich mir fest vorgenommen. Möchte wieder lachen, offen und glücklich sein, so weit dies möglich ist.

    Zitat

    Dann gab ich ihm noch einige Teiller. Und schon wieder krachte es zwischen uns. Nur eine Kleinigkeit. Ich sagte ihm, es sei besser, die Teller in Zeitungspapier zu wickeln. Seine Antwort war nur, ich solle das Papier schon hergeben. Dann noch die Bemerkung: "Mein Gott". Ich war auch gleich auf Hochtouren und habe ihm gesagt, dass ich nicht in diesem Ton mit mir reden lasse, ich mir das nicht mehr gefallen lassen würde, ansonsten käme er nicht mehr in die Wohnung und habe ihm das Papier vor die Füße geknallt.
    Im folgenden Disput musste ich mir wieder anhören, dass ich völlig überdreht sei.
    Bevor er ging, kam noch eine kurze gemurmelte Entschuldigung und ein kleines Danke für das Geschirr.


    Alkohol, Abhängigkeit in jeder Form zieht eine Wesensveränderung nach sich, der Mensch ist nicht mehr so wie er vor Jahren noch war.

    Verbitterung, körperliche oder auch psychische Gewalt gehen mehr oder weniger von diesem Menschen aus, jedoch haben Alkoholiker und Co´s Gemeinsamkeiten: Sie können nicht kommunizieren. Sie können nicht wirklich das in Worte fassen, was sie bewegt oder ob oder wie sie Hilfe brauchen ohne anzugreifen oder zu manipulieren. Alkoholiker wie auch Co´s sind kaum in der Lage, gesamtheitlich oder "unwesentlich" erscheinende Dinge erfassen zu können. Oder es wird erfasst und nicht entsprechen bewertet oder reagiert. Und ich stelle hier auch ganz vorsichtig in den Raum, es geht von Beiden Gewalt aus. In verschiedener Form.

    Bitten und danken ist irgendwie verkümmert und es kann ein großer Schritt sein, eine Entschuldigung oder ein Danke auszusprechen und ebenso kann es ein großer Schritt sein, das anzunehmen, ohne es überzubewerten.
    Auch ein großer Schritt:Ein wiederum danken für das Danken ohne sich dabei selbst zu verlieren.

    Es gibt so viele "kleine Druckgeister, die Energien rauben und hinderlich sind/einen zu schaffen machen. Der innere Blick kann sich durchaus mehr auf generelle Abwehr richten, wie auf klare Sichtverhältnisse schaffen für Abgrenzung und Aufbau.
    Es gilt, diese aufzuspüren und diese "Druckgeister" aus ihrem "Fuchsbau" herauszuscheuchen.

    Ha Antilope, das wäre doch gelacht, wenn wir diese Lebensfüchse nicht aufspüren und verscheuchen können!
    Bob der Baumeister würde sagen: Jo, das schaffen wir :D und irgendwie sind wie ja nun Baumeister für ein neues Leben :D

    lg
    Mora

    Hallo liebe Antilope

    deine Worte, deine Traurigkeit haben mich berührt und ich möchte dir gern meine Gedanken/Erfahrungen schreiben.

    Weist, ich kann es nur sehr bedingt nachvollziehen, wie es ist, wenn der Partner auszieht, denn bei uns war ich diejenige, die ausgezogen ist. Jedoch kann ich dir versichern, das auch diese Zeit voller innerlichem Zweifel , Verzweiflung und Druck bestanden hat. Lange habe ich nach einer Wohnung gesucht, die bezahlbar war und bei der auch Haustiere willkommen waren.

    Jedoch, wenn ich so zurückschaue, hat mir auch zugesetzt, wie unterschiedlich mein Mann reagierte. Es war eine Mischung aus "nicht ernst nehmen" und dem Versuch der Manipulation.
    Auch ich habe mir einen Abschied gewünscht und gehofft, das es nicht eskaliert und die Achtung und der Respekt vor einem Menschen verloren geht.
    Insgesamt gesehen hatte ich ein sehr starkes innerliches Bedürfnis, das ein Abschied in einem gegenseitigem Ausprechen und herzlichem Umarmen ohne "Restbestände" vonstatten geht. So bissel wie "im Film".

    Abschied nehmen braucht Zeit wie auch Auseinandersetzung mit Gefühlen und einem kritischen Blick auf eigenes Verhalten. Das ist nicht leicht und passiert nicht von heute auf morgen.

    Mir persönlich hat es sehr geholfen, das ich mich immer und immer wieder ermahnt habe, nicht zu manipulieren. Das was ich mache, das habe ich gewollt,dafür trage ich die Verantwortung wie auch die Konsequenzen. Und das sollte ich dann aber auch dem Partner zugestehen. Wenn er etwas so und so machen will, dann hat er das Recht dazu. Ist sein Ding, nicht meins.Er darf auch seine Erfahrungen sammeln. Nicht mit einer Verurteilung, das dieser Mensch "zu blöd ist" das "richtig" zu machen, nicht weil ich etwas "besser" weiß, sondern einfach das dieser Mensch das alles darf. Er darf Lebenserfahrungen sammeln. Wie auch immer.
    Das nahm viel Druck weg und da dachte ich daran, als ich von dem Streit wegen dem Verpacken der Teller las. Und wenn es tausendmal umsichtiger ist, estwas so oder so zu erledigen, er darf seine Erfahrungen machen und wenn alle Teller zu Bruch gehen. Sind seine Teller und nicht deine. Kannst du nachvollziehen, was ich dir vermitteln möchte?

    Was mir auch sehr geholfen hat, ist, Emotionen wie z.B. auch das Weinen so richtig herauszulassen. Mir kamen zwar früher die Tränen, jedoch schluckte ich sie runter, weil ich für mich den Anspruch hatte: Ich muss stark sein, ich darf keinen "Angriffspunkt" freigeben, wo ich verletzt werden hätte können und wenn ich heule, was sollen denn die anderen denken, was ich für eine "Lusche" bin.
    Nach der Euphorie über die Wohnung kam auch das Traurigsein, kamen die Tränen, wo ich auch noch dachte: Jetzt heulst du auch noch! Bis ich die befreihende Wirkung des sich so richtig ausheulens erfuhr. Das war wie ein rauswaschen und der Druck war weg. Da war alles nass, Hände, Gesicht... ich stammelte dabei eher Satzfetzen als zusammengefügte Sätze, aber ich warf es raus. Laut und heulend und für mich und ohne das ich mich schämen musste oder Rücksicht nehmen musste. Und wen ich jetzt traurig bin, ja manchmal sehne ich mich danach, den Murks endlich rauswaschen zu können.

    Antilope, du hast so viele super Schritte getan. Du hast es geschafft, Grenzen zu setzen und Vereinbarungen heranzuziehen und klarzustellen. Manchmal sollte es auch regelrecht wie bei Gechäftsleuten abgehandelt werden. Mach es dir nicht selbst schwer, indem du darüber hinaus versuchst, doch noch bissel unbewusst maniptlieren zu wollen. Man muss keinen Menschen hassen um Wege gehen zu können. Aber man muss seine Selbstachtung ganz lieb behandeln und konsequent sein.

    "Schwebezeiten" sind Druckzeiten. Ich bin im Moment auch so bissel in einer Schwebezeit, weil alles eingereicht ist und die Warterei bis zum Gerichtstermin sich hinzieht. Ich bin doch bissel nervös (?), eben irgendwie kribbelig oder so.
    Und ich hoffe, ich konnte dir meine Gedanken verständlich und hilfreich schreiben.

    ganz liebe Grüße
    Mora

    Hallo liebe Sonne5,

    husch..hier ein Geschenkpäckchen umarmende und wärmende Sonnenstrahlen für dich ganz alleine!

    Gut das du den erweiterten Zugang beantragt hast, um dich weiter öffnen zu können für Hilfesuche und um Hilfe auch anzunehmen. Einen guten Schritt hast du getan Sonne!

    Schau, nun hast du den Zugang beantragt und einen Therapeutin hast du auch an deiner Seite und dich umsichtig abgesichert. Freu dich über deine Schritte! Es sind alles Teilerfolge!

    Vielleicht kannst du dir nun die einengenden Gedanken bissel zur Seite schieben und tust dir noch etwas Gutes wie z.B. ein duftendes Bad oder beduftest deine Wohnung oder hörst Musik bei der du dich gut fühlst. Was meinst? Könntest du nicht irgendetwas "herauskramschen, wo du weißt das es dir Freude bereitet und du bis jetzt genau dieses so bissel im Moment vergessen hast?


    Zitat

    Nächste Woche wieder Termin bei meiner Therapeutin - nur der Gedanke an diese Person gibt mir Hoffnung und Freude.

    Na das ist doch prima! Heute ist doch schon Samstag und morgen schon Sonntag .....und schwupps ist der Termin da. Und bis dahin verwöhnst dein Körperchen, was kränkelt. Jo?!

    Sonne? Weist was ich dir gern noch schreiben möchte: Mir ist in´s Auge gesprungen, das nur der Gedanke an diese Person dir Hoffnung und Freude gibt. Bitte Sonne, gib acht, das es nicht die Person an sich ist, die dir Hoffnung und Freude gibt, sondern es ist der Inhalt der Therapie, die du mitgestaltest. Das was in der Therapie passiert ist Nahrung für Freude, Lebensmut und weitere Schritte *zwinker

    liebe Grüße und Wünsche für deine Genesung
    Mora

    Zitat

    es macht eigentlich generell spaß, fremde menschen zu irritieren...
    ...irgendwie aber haben die menschen ja eh ein kommunikationsproblem.
    warum eigentlich?

    Hallo Midnight,

    ich bin ein Mensch mit einer eingeschränkten Fähigkeit kommunizieren zu können und ich möchte den Versuch wagen, dir aus meiner Lebenserfahrung eine Antwort zu geben.

    Ich stamme aus einfachen Verhältnissen, einer Familie, in der Alkohol kein Thema gewesen ist. Die ganze Familie trank fast ausschließlich Tee.
    Man könnte geneigt sein, kommt solch ein Mensch mit Menschen mit Alkoholproblemen in Berührung, sieht er deutlich und zieht Konsequenzen. Bei mir war es nicht so. Ich kann auch jetzt sagen, nicht mein Mann und sein Alkoholkonsum führte mich in die co-Abhängigkeit, sondern die Weichen für das co-Verhalten waren bereits in meiner Kindheit gestellt. Ich kann auch sagen, dass mich meine Eltern geliebt haben und nichts schlechtes mir angedeihen lassen wollten und trotzdem ist mein Weg leider nicht gut verlaufen.

    Für zwischenmenschliche Beziehungen ist Kommunikation ein sehr wichtiges Bindemittel. Liebe und Kommunikation bilden die Grundlage für Vertrauen wie auch die Fähigkeit kommunizieren zu lernen und entsprechend anzuwenden.
    Meine Eltern haben mich geliebt, jedoch konnten sie mir nur in einem unzureichendem Maße ab einem Lebensabschnitt eine vertiefte Form der Kommunikations-Fähigkeit weiter weiterentwickeln/festigen.
    Die Kommunikation verlief "oberflächlich", das sich vertiefen im Gespräch, sich dem Mitmenschenvöllig zuwenden und das zarte Urvertrauen weiter ausbauen und festigen erfolgte nur sehr mangelhaft.
    Und so lernte ich es nur sehr eingeschränkt, mich mit meinen Erlebnissen/Träumen/Hoffnungen/Problemen meinen Eltern mitzuteilen. Meine hilflosen Aktionen endeten in hilflosen Reaktionen meiner Eltern.
    Das Vertrauen, mich mit Allem und zu jeder Zeit meinen nahestehensten Menschen öffnen und mitteilen zu können verblieb in einem recht mickerigem Zustand.
    Bedingt durch mehrere Ortswechsel und dem damit verbundenen Verlust eines Freundeskreises und wiederwieder kehrenden Anstrengungen, mich in ein neues Umfeld mit zumeist schon festeren freundschaftlichen Verbindungen einzubringen. Es ist nicht so, das ich keine Freunde fand und es ist nicht so, dass ich nicht ein Plappermäulchen gewesen wäre, jedoch was ich nie erlebt habe, ist eine so richtig tiefe Freundschaft, in der sich über alles ausgetauscht wird.
    Und so wurde ich im gewissen Sinne ein Einzelkämpfer mit einer zusammengezimmerten Vorstellung, was Vertrauen ist und woran ich erkennen kann, das ich einer Person vertrauen kann.
    Mit dieser Vorstellung hatte ich entsprechend auch eine Erwartungshaltung an Mitmenschen, die ich ihnen nicht mitteilen konnte, jedoch immens tief erschüttert wurde, wenn diese Erwartungen zu Bruch gingen.
    Es war ein Teufelskreis. Mein geringes Vertrauen bzw. Verständnis von Vertrauenschrumpfte mit jeder Enttäuschung und immerweniger konnte ich mich wirklich öffnen und kommunizieren.
    Irgendwann begann ein kleines "in sich zurückziehen", ein großes Verlangen nach Beständigkeit, Sicherheit, Geborgenheit und Kommunikation wuchs. Ich sehnte mich nach (m)einem Helden/Retter/Beschützer. Nach einem Menschen, zu dem ich hochschauen konnte.
    Ja und er kam. Selbstbewusst, weltoffen und leider im Gepäck einen, ich möchte es als statusentsprechend gewöhnten Genuß von Alkohol bezeichnen. Es irritierte mich, innerlich lehnte ich es ab, jedoch das Aschenputtel ihren Prinzen gefunden hatte, lies die Skepsis und alles andere abmurksen.
    Als der Alkoholkonsum mir ekelig wurde, rebellierte ich innerlich, versuchte auszubrechen, fühlte mich schäbig, was jedoch nicht zustande kam war Kommunikation. Vorwürfe, ja. Verweigerungen, ja. Stolz, ja.
    Manipulation, ja, Kontrolle, ja. Sozialer Rückzug auf ein Minimum, ja. Aber keine Kommunikation darüber.
    Meinen Aktionsradius, Kontakte zur Umwelt zog ich immer weiter zurück. Kommunikation über meinen Lebensbereich wurde zur Vertrauensfrage.
    Es gibt im Leben Erlebnisse/Geschehnisse die sehr tiefe Wunden reißen und die nicht wurklich verheilt waren. Das schleppte ich auch noch mit mir herum.
    Mit dem Tod meines Sohnes brachte mich an einen Punkt, wo ich auch mit zum Teil unbedachten Äißerungen, mit Urteilen/Vorunrteilen und Verurteilungen konfrontiert wurde, wo nicht nur mein kümmerliches Vertrauen fast ganz verschwand, sondern ein fast grenzenloses Misstrauen wuchs. Meine Vorstellungen, was/wann und wem ich vertrauen konnte wuchsen in´s skuriele.
    Kommunikation mit Mitmenschen war zu einem Zeitpunkt nicht nur zur Vertrauenssache geworden sondern gipfelte in eine eigene Existenzberechtigung.
    Witzeleien oder Spötteleien, wie sie als "normal" betrachtet werden, ließen mich manchmal fast zu Verachtung und Hass verleiten. Und doch sehnte ich mich nach Nähe, Geborgenheit etc, ich sehnte mich danach jemanden vertrauen zu können/mich anvertrauen zu können. Tja und umsomehr schlägt dann der "Klammervirus" zu. Als ich erlebte, das ich mich öffnen durfte, habe ich nicht nur die Schleusen so weit geöffnet, das diese Menschen fast weggespült wurden, ich habe auch immens begonnen zu klammern, weil ich dachte: wenn du diese Menschen verlierst, gehst du ein Mora.
    Vetrauen füllt mich langsam , beginnt langsam auch als Kommunikation aus mir herauszufließen. Es ist wie eine ganz zartes Pflänzchen noch, aber es wird wachsen. Es wird eine kräftige Pflanze.

    Midnight, kannst du jetzt ein wenig verstehen, das, wenn ein Mensch kaum Worte hat, wenn ein Mensch nicht aufgearbeitet hat, was sein Inneres so krank macht/gemacht hat, das dieser Mensch garnicht in der Lage ist, wirklich zu kommunizieren? Das es eine Vielzahl, eine Summe/ein absoluter Fadenfitz ist, was in mir steckte mit sozialem wie auch gesellschaftlich und politischen Hintergrund?
    Das schier ein Unmögliches mit Iritation versucht wird? Das auch deine Erwartungshaltung an eine Reaktion von Menschen im schlimmsten Fall auch ganz massiv "nach hinten losgehen kann"?

    lg
    Mora *die dich jetzt umarmt

    Ich habe vor einiger Zeit als Nichtregistrierte die Seiten hier gelesen und begonnen alles das herauszuschreiben, was, auch aus meinen Erinnerungen heraus, für mich zutrifft.
    Die Liste wurde immens lang und ich wurde immer geknickter. Ich fühlte mich immer schäbiger. Und das Gefühl in mir kam wieder immens hoch, was ich fühlte als ich mit der Tatsache konfrontiert war: Mora, du bist eine Co. Dieses Gefühl, eine Co zu sein, ließ mich in eine Minderwertigkeit abrutschen, die ich bis dato so noch nicht erlebt hatte. Ich hatte das Gefühl anderen Menschen zurufen zu müssen: Bleibt weg von mir, ich bin eine Co. Ich bin nicht fähig oder kaum fähig eigenverantwortlich zu leben und schmarotze euch aus, um überleben zu können. Was für ein scheußliches Gefühl beherrschte mich damals!
    Als dieses Gefühl nun wieder beim aufstellen der Liste hochkrabbelte,legte ich sie zur Seite und las sie zu einem späteren Zeitpunkt nocheinmal. Ohne aufgewühlte Emotionen. Dann, erst dann als ich sie ohne diese aufgewühlten Emotionen gelesen habe, konnte ich alles zu einem Päckchen packen und abgeben. Und einfach nur Dankbarkeit empfinden, das ich dieses alles lesen durfte,erkennen, herausarbeiten konnte und (!) das ich es für mich als mein Ich annehmen konnte. Das ich annehmen konnte war wie ein großes Geschenk, denn so oft konnte ich so vieles nicht annehmen. Ja und es zog eine Ruhe ein, weil ich mich freute, trotzdem geliebt zu sein.
    Und ich freue mich über jedes Teilchen was ich auf der Positivseite hinzufügen konnte und kann.

    Danke

    Mora

    Zitat

    Und das ist wieder nirgendwo abgeschrieben, sondern nur für euch.

    Danke Ganymed28 für dieses wundervolle, was du erlebst und das du uns daran teilhaben lässt!

    Alles Gute dir!

    lg
    Mora

    Liebe Bluebird,

    auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum.

    Bluebirth, er setzt körperliche Gewalt ein wie auch psychische Gewalt (Schweigen ist auch Gewalt). Die Hemmschwelle ist schon so tief, das die Frage erlaubt ist: Wieviel Achtung und Respekt hat dieser Mensch vor dir und deinem Leben?

    Matha hat es treffend geschrieben, wenn du nicht aussteigst wird aus dem Drama ein Horrorfilm.
    Die Gewalt, verläuft spiralförmig mit Tendenz nach unten und sie wird dich mitreißen und kaputt machen, wenn du nicht aussteigst.

    Gedächtnisausfälle werden sich häufen, Gewalt wird in immer kürzeren Abständen eskalieren und du wirst dich selbst soweit einschränken, das du kaum noch atmen kannst.
    Die Spirale kann nur er unterbrechen, wenn er dazu absolut gewillt ist.
    Du solltst jedoch schleunigst eine sehr deutliche und konsequente Grenze setzen.

    lg
    Mora

    Zitat

    Ich gehe seit einiger Zeit ins Fitness Studio, es tut mir sehr gut, ich fühle mich besser, dass es mir gelungen ist, etwas NUR für mich zu machen.

    Ja Akka, es tut gut und ist so schön etwas für sich zu tun! :D

    Ich gehe seit über einem Jahr wieder regelmäßig zum Aqua-Fit und es tut mir sehr gut.
    Es ist zum einen gut, eine feste Konstante zu haben, eine Art Regelmäßigkeit hat damit Einzug gehalten und das empfinde ich angenehm.
    Dann ist auch der körperliche Aspekt, das Wissen mit anderen netten Menschen gemeinsam etwas Gutes zu tun und ich liebe auch, das Körpergefühl zu erleben. Vorallem die Koordination wieder auf Trab zu bringen und mich in Schwerelosigkeit zu bewegen. Diese Schwerelosigkeit inspiriert mich immer wieder und immer mehr, irgendetwas auszuprobieren.

    Körpergefühl....ich habe nach etwas zögern das Angebot angenommen, die Zweitmaschine von meinem Sohn zu fahren. Früher war ich leidenschaftliche Motorradfahrerin und hatte den Helm dann weggelegt. Nun habe ich ihn wieder herausgekramscht und bin wieder auf die Piste :D Und es war sofort wieder da, das wundervolle Gefühl. Der Wind, die Sonne und das Körpergefühl, Schwerkraft verlagern, leichter Druck und die Schlangenlinien flutschten, die Kurven ein Genuß...es war so wundervoll und alles war wieder da und so schön!
    Mit meinem Sohn habe ich eine kleine Tour gemacht und als ich den langen Lulatsch auf seiner großen Maschine so fahren sah, dachte ich an die Zeit, als er bei mir am Rücken klebte und wir so durch die Gegend fuhren. Sohn und Mutter on tour :D Hach war das schön!

    lg
    Mora

    Hallo Silke,

    es freut mich dich wieder zu lesen, ja es freut mich und ich habe gehofft dass du nach dem Geburtstag deiner Mutter wieder schreibst.

    Zitat

    .... aber gestern war es nicht so, dass ich weinend in meinem Bett lag, ich war arbeiten und das war gut so, irgendwie ne Ablenkung suchen ist gut.

    Gut Silke! Ein Schritt nach vorn! Wunderbar!
    Was meinst, könnte dieser Tag, das was du an diesem Tag fühlst nun so formuliert werden:
    Ich kann mich jetzt an den Tag der Geburt meiner Mutter erinnern, ich kann an diesen Tag ihrer gedenken als einen Tag, wo ein für mich wertvoller Mensch geboren wurde. Das denken an diesen Tag der Geburt und mein ganz tiefes Inneres wird an diesem Tag nicht mehr durch schlimme und negative Gedanken kaputtgemacht.
    Ich habe es mit Liebe geschafft, meine Mutter ein kleines Stück loszulassen.

    Könnte es jetzt so formuliert werden?


    Zitat

    Ich weiß auch gar nicht, wie ich es beschreiben soll, ich suche Ausreden, dass ich diese Hilfe gar nicht nötig habe, aber letzten Endes weiß ich auch, dass es Unsinn ist.

    Weist Silke, ich schätze sehr deine Ehrlichkeit und Offenheit. Dir gegenüber wie auch allen anderen hier. Du bist ein wundervoller Mensch!


    Zitat

    Es ist ja nicht nur der Konsum meiner Mutter, der mich in meinen Erinnerungen so belastet.
    Es belastet mich so viel, all diese schrecklichen Dinge, die passiert sind, all dieses drum herum.

    Ja, es war in deinem Eröffnungsposting deutlich zu lesen. Du hast sehr schlimmes durchgemacht Silke *ich umärmel dich jetzt einfach mal

    Zitat

    Ich muss dazu sagen, dass ich im Alter von 16 Jahren schon einmal eine Gruppentherapie in Anspruch nahm.
    Habe sie aber nach ca 4 Sitzungen wieder abgebrochen, weil ich mich wie ein kleines Kind fühlte, die Gruppe bestand auch nur aus meiner Schwester und mir.
    Sonst niemand, weil keiner kam.
    Ich mag nicht zum reden gezwungen werden, ich höre auch einfach mal gerne zu und da hatte ich das Gefühl ich muss.
    Ich hab es nur als Zeitverschwendung in Erinnerung.

    Das was du hier geschrieben hast, hatte ich mir fast gedacht.
    Silke, unterliege nicht einer selbsterfüllenden Prophezeihung!. Weil es damals nicht fruchtbar war, klappt es jetzt auch nicht...damals wurde ich nicht verstanden und erhielt keine Hilfe wo ich doch noch so jung war, wieso sollte mir jetzt einer wirklich helfen wollen, wo ich doch nun eine Frau bin, die schon so viel geschafft hat....etcpp.

    Schiebe nicht die Schuld für eigene Verantwortung im Heute auf andere. Tue es bitte nicht, es schadet nur dir selbst.

    Silke, es gibt Psychologen, die eine Spezialisierung auf Traumabehandlung vorweisen. Ich möchte dir an´s Herz legen: Suche dir einen solchen Psychologen/Psychologin/Psychotherapeuten/in.
    Du darfst zur Psychotherapie mehrere Erstgespräche erfahren, bevor du dich auf einen Therapeuten/in, bei der/dem du dich gut aufgehoben fühlst dann auswählst.

    Investiere und habe Geduld. Es kann durchaus eine Geduldsprobe werden, denn es kann durchaus schwierig sein, einen Termin zu ergattern und dieser kann dann durchaus auch nicht wirklich zeitnah liegen. Du hast Kraft und Liebe und Geduld Silke. Lasse es dir selbst einmal zukommen. Werde für dich aktiv! Liebe dich selbst so sehr, das du auch Schritte gehst, die wesentlich unbequemer sind, wie sich nur abzulenken. ok?


    Zitat

    Ich brauche jemanden, der mir in den Hintern tritt und mich dazu drängt eine Therapie in Anspruch zu nehmen.
    Ich bin generell ein unglaublich antriebsloser Mensch, unglaublich faul.
    Bin nicht sehr stolz drauf.

    Silke, ganz im Ernst, möchtest du wirklich ein verbales "in den Hintern treten"??? Möchtest du wirklich so zur Schnecke gemacht werden, das du auf dem Zahnfleisch in Überschallgeschwindigkeit zu einem Therapeuten rast? Möchtest du das?
    Oder ist diese Aussage als ein kleiner Versuch zu werten, die Eigen-Verantwortung auf andere abzuschieben?


    Zitat

    ...... aber ich bin gut im Verdrängen,.....

    Silke, ich möchte dir etwas schreiben.
    Ich kenne es, wenn ein Anruf mitten in der Nacht alles bisherige in Stücke zerreisst.
    Ich weiß wie es ist, in völliger Ohnmacht mit Obduktion und Identifikation konfrontiert zu werden.
    Ich habe es erfahren, wie es ist, wenn sich in letzter Kraft ärtl. Hilfe gesucht wird und es letzendlich zum Fiasko wird.
    Ich kenne es, das dieses dann in falschem Stolz und selbsterfüllender Prophezeihung geendet ist.
    Es war mein Sohn Silke. 20 Jahre jung. Ich konnte ihm nicht helfen. Er hat sich für einen kalten Drogenentzug entschieden und sich dann das Leben genommen.

    6 Jahre war ich danach "stark" und "gut im Verdrängen". 6 Jahre lang habe ich nur zugedeckt und unter diesem Mantel ist so viel innerlich vergiftet worden, soviel kaputt gegangen ehe ich mich aufgerafft habe, mir kompetente Hilfe vor Ort zu suchen. Ich schrieb es bereits: die Wartezeit dann war eine Herausforderung an meine Konsequenz, ich habe es jedoch nicht bereut!!


    Zitat

    Es ist ja nicht nur der Konsum meiner Mutter, der mich in meinen Erinnerungen so belastet.
    Es belastet mich so viel, all diese schrecklichen Dinge, die passiert sind, all dieses drum herum.

    Geh Silke, suche dir die beste Hilfe der Welt ! Schnapp sie dir!!!!


    lg
    Mora

    Hallo Antilope,

    ich freue mich mit dir, das nun eine räumliche Trennung vollzogen werden kann.


    Zitat

    Es interessiert mich auch nicht, ob er nun trinkt oder was er tut. Ich bin erst einmal erleichtert, dass wir uns so schnell und ruhig einigen konnten.

    Ich brauche erst einmal Abstand.
    Trotzdem versuche ich, alles in Ruhe mit ihm zu besprechen und das geht ja auch nur, wenn er nicht getrunken hat.

    Dass ich so reagieren kann, das hätte ich vor ein paar Wochen auch nicht gedacht.

    Du hast eine Menge Schritte geschafft Antilope!


    Zitat

    Irgendwie steht man so kurz nach der Trennung immer noch auf der Kippe. Aber ich habe mir vorgenommen ....nur nicht umfallen.

    So wie ich es erfahren habe: Es ist die Zeit der vielen kleine Schritte, es ist eine Zeit des vieles an kleinem oder großem Loslassen , vieles an kleinem oder größen Zulassen, die Zeit sich selbst wieder zu finden und sich neu zu entdecken.
    Mit einem räumlichen Abstand können die Blicke klarer, eine, ich möchte es als eine intensiverere Zeit der Eigen- Reflexion setzt ein. Eine Zeit, in der sich mit den W-Fragen aus einer etwas anderen Perspektive auseinandergesetzt wird. Es setzt aber auch eine Zeit ein, die eine "neue" Selbstachtung wachsen lässt und es kann auch eine Zeit werden, in der eine Achtung und Respekt vor anderen Menschen reift, ohne dabei gezogene Grenzen nach altem Schemata diffus zu verschieben.
    Freue dich auf diese Zeit Antilope! Sehe das Gute und baue dieses aus. Hüte dich vor Spekulationen, hüte dich vor der Selbsttäuschung und Eigenlüge. Wenn dich Zweifel/Selbstzweifel packen wollen, verdränge sie nicht sondern entlarve sie mit den W-Fragen.
    Mit einer räumlichen Trennung hast du Ruhe und Zeit für dich, wie auch deinen privaten "Schutzraum" Gefühle/Emotionen ungestört und vorallem unversteckt zu erleben, ja eigentlich erst einmal alle so richtig kennenzulernen.
    Kleine Schritte, nahe Ziele Antilope. Großes und Machtvolles lassen stolpern, Selbst-Zweifel aufkommen und verführen zum Klammern.

    Gewalt ist Gewalt, ob körperlich oder psychische. Keines der Beiden ist besser oder schlechter. Keines von Beiden berechtigt mehr oder weniger sich davon zu distanzieren. Es war gut Antilope, das du die Grenze gezogen hast!

    Jeder hat auf seinem Weg seine ganz individuellen, ganz prägnanten Punkte in seiner Entwicklung/seine "Knotensprenger". Weisst Antilope, für mich persönlich war u.a. ein ganz großer Knotensprenger: das Vergeben,
    Sich selbst vergeben und weisst Antilope, ich habe innerlich geschlottert wie Espenlaub als ( nach einem längerem Gespräch über Abhängigkeit und meine Co-Abhängigkeit) ich mich bei meinem Mann für mein Verhalten entschuldigt habe wie ich auch ihn gesagt habe, das ich ihn vergebe. Als es raus war, war ich unendlich befreit.

    Und weißt Antilope, nachdem sich die Euphorie über meine kleine Wohnung gelegt hatte, sozusagen Normalität einzog, ich habe extrem viel geschlafen :)

    lg
    Mora

    @ Antilope

    Hallo Antilope

    Zitat

    ich befinde mich ja auch in der Trennungsphase. Mein Bekanntenkreis ist eher klein und so bin ich gezwungenermaßen alleine unterwegs. Außerdem möchte ich mich nicht wie ein Anhängsel fühlen.
    In meinem Thread habe ich ja schon von meinen positiven Erfahrungen im Umgang mit neuen Kontakten berichtet.

    Ich habe in deinem Thread gelesen Antilope. Du bist eine bemerkenswerte Frau! Hut ab!
    Ich wünsche dir von ganzem Herzen auf deinem weiteren Weg Ruhe und Frieden in deinem Herzen, wie auch liebevolle Konsequenz!

    Zitat

    Ich denke, weniger Gedanken machen, ob das nun klappt mit dem Smalltalk oder nicht, das ist das Zauberwort.

    Jepp! Weniger Gedanken machen! Ein weiterer Schlüssel und ganz ehrlich, das ist bei mir so bissel das Übel, das ich diesen Schlüssel wohl eher weit unten in einer XXL-Damentasche verkramscht halte.

    Zitat


    Einfach entspannen und und unverkrampft durch die Welt gehen.
    Glaube mir, alles andere ergibt sich von selbst. Unsere Mitmenschen spüren auch, wenn etwas rüberkommt.

    Es ist ja auch so, dass es Dir nicht alleine so geht. Dein Gegenüber hat evtl. das gleiche Problem und ist froh, wenn ein Gespräch in Gang kommt.
    Wer den Ball zuerst wirft, spielt doch dann eigentlich gar keine Rolle.

    Und es ist einfach immer wieder ein tolles Gefühl für mich, mit wild-fremeden Leuten über Gott und die Welt zu reden. Das ergibt sich dann meist von ganz alleine. Im Cafe, oder z.B. bei einem Spaziergang, wo ich unterwegs eine sehr nette Frau traf, die auch alleine unterwegs war.

    Solche Begegnungen sind echte Bereicherungen für mein Leben.

    Ich habe auch schon öfters ganz alleine in einem Cafe auf der Terrasse gefrühstückt, aber die Kommunikation war auch da möglich. Ob es nun spielende Kinder sind, die herumtoben oder Personen am Nachbartisch. Irgendwie ergibt sich immer eine Gelegenheit für einen Smalltalk.

    Weisst Antilope, als ich motiviert von Melanies Beitrag diesen Smalltalk unter die Lupe nahm, mir dann Zweifel kamen ob ich überhaupt in dieser Form der Kommunikation gehemmt bin, Aurora die Ermutigung zur Authendizität schrieb und dann deine Entspannungsempfehlung rutschte bei mir nach vorn, wie oft ich doch einfach schwätzel. Diese Plaudereien sind garnicht so das Problem!
    Danke Antilope!

    Zitat

    Schade nur, dass ich das nicht mit meinem XY so erleben konnte. Aber es macht unwahrscheinlich glücklich und stärkt das Selbstbewusstsein, auch wenn man alleine ist.

    Es hat nicht sein sollen, das wir dies mit dem Mann erleben, mit dem wir durch ein Eheversprechen verbunden waren/oder noch sind und wie unsere Vorstellungen fürdie Ehe das Leben waren.
    Wir haben ein großes Geschenk bekommen Antilope: Wir dürfen das Leben mit all seinen großen und kleinen Wundern ganz neu erleben und Ruhe finden. Das ist doch ein ein wunderbares Geschenk :)
    Auch wenn es Momente gibt, wo das Gefühl sich einschleicht/einschleichen will alleine zu sein, Antilope, ich war früher einsamer und fühlte mich mehr allein gelassen, wie jetzt. Was meinst´? War/Ist es bei dir auch so?

    lg
    Mora

    Aurora

    Hallo Aurora

    Zitat

    Ich kann es gerade nicht besser beschreiben. . Ich hoffe, du kannst was mit meinem Beitrag anfangen.

    Aurora, du hast einen ganz tollen Beitrag geschrieben!! Selbstverständlich kann ich, und ich denke auch andere Menschen können aus deinen Worten eine Hilfestellung entnehmen!

    Danke auch dir für die Anerkennung, wohin ich bis jetzt auf meinem Weg tippeln durfte /konnte! Es hat gut getan!

    Weisst was ich aus deinen Worten sinngemäß ganz fest an micht gedrückt habe: authentisch sein. Ein Generalschlüssel für ein gutes Leben! Danke Aurora!!!

    lg
    Mora

    @ Melinak

    Hallo Melanie

    Zitat

    früher war es schwierig für mich. ich dachte damals, smaltalk bringt mir nichts, ich bekomme keine wichtigen informationen also lohnt sich der "aufwand" nicht, ich war viel zu sehr mit anderen unwichtigen hilfeleistung geben beschäftigt gewesen. war ich doch ausgebrannt vom helfen. daher liess ich das auch.

    Nun habe ich meine frühere Plauderei unter die Lupe genommen und weisst was, ganz nüchtern betrachtet war es bei mir fast periodisch..bis halt der große Absturz kam: ich nahm mich viel zu wichtig bei den Plaudereien oder ich nahm mich völlig zurück/klinkte mich regelrecht von Plaudereien aus. Beide extremen Reaktionen waren Schutzreaktionen. Die eine um mein ramponiertes Selbstwertgefühl aufzumöbeln und beim anderen Extrem bloß keine Aufmerksamkeit darauf zu lenken, was im Argen lag.
    Parallel mit der Zuspitzung meiner Co-Abhängigkeit verlor ich ganz einfach auch "den Anschluß" um überhaupt mitplaudern zu können. Ich hatte meinen Fokus nur auf mein unmittelbares Umfeld und meine unmittelbaren Probleme und ja, auch auf mein Wunschdenken gelegt und hab kaum etwas von dem mitbekommen, was um mich herum denn so alles geschieht.
    Hinzukam, das, bedingt durch die Konzentration auf mein problematisches Umfeld die Konzentration für andere Dinge des Lebens einfach "flöten" ging. Wenn ich etwas von "außen" aufschnappte", vergaß ich es recht bald wieder (sofern es nicht in irgendeiner Art und Weise meinem Problem dienlich gewesen wäre).
    Im Prinzip habe ich mich in meiner Abhängigkeit nicht nur emotional eingemauert, sondern auch in der Wahrnehmung meiner Umwelt.
    Ist schon ganz übel, was so in der Abhängigkeit passiert!


    Zitat

    wie wichtig smaltalk ist kannst du nachlesen. kommunikation ist ein gebiet auf dem ich lange zeit grossen aufholbedarf hatte. da lief durch meine coabhängigkeit einiges schief.

    Ich habe nachgelesen :) mit dem Resultat: Sag mal Mora, bist´jetzt eigentlich im Smalltalk gehemmt oder in der Konversation? ..und mein analysieren begann schon wieder :roll:

    Melanie, beim nachlesen und ich bin mir jetzt nicht sicher ob es auch hier im Forum erwähnt wurde: gewaltfreie Kommunikation incl. Literaturhinweis.
    Die Auseinandersetzung mit dieser ist ein wichtiger Schlüssel für jegliche Kommunikationsform. Ich erinnerte mich beim lesen an ein Kommunikationstraining. Ich sollte mir das Kommunikationstraining und diese Literatur doch noch einmal zu Gemüte führen.

    Danke für den Input Melanie!

    Zitat

    smaltalk bedeutet für mich heute eine form der entspannten unterhaltung, die ich wieder leben kann. wichtig um soziale kontakte nach aussen haben zu können, positive reaktionen von menschen mir gegenüber zu erleben und auch wieder vertrauen, das lange zeit kaputt war, zu menschen aufzubauen.

    hey super, ich freue mich mit dir!


    lg
    Mora

    @ Linde

    Hallo Linde,


    Zitat

    Du bist schon ganz schön weit gekommen!

    Linde, dieser Satz hat richtig gut getan und ich habe eine richtige warme Freude gespürt. Danke!


    Zitat

    Fühlst du dich zum Smalltalk verpflichtet?

    Nein, ich fühle mich nicht dazu verpflichtet.


    Zitat

    Vielleicht kannst du ja in kleinen Schritten die Gespräche so verändern, daß es wieder für dich paßt?

    Linde, ganz ehrlich, ich habe bei diesem Satz ein recht ungutes Gefühl.
    Kontrolle und Manipulation ist eines, was ein Co meisterlich trainiert und anwendet um zu überleben. Und gerade das möchte ich nicht: Kontolle und manipulieren.
    Einbringen in Gespräche: Ja
    Manipulation dahingehend, das die Gespäche so verlaufen wie ich es gern hätte; so zu lenken das hauptsächlich meine Erwartungen erfüllt werden; Gespräch manipulieren damit ich wichtig bin: Nein

    Oder habe ich die deinige Aussage im Satz völlig missverstanden?


    lg
    Mora

    Vielen Dank für eure Willkommensgrüße und eure Offenheit, ich habe mich sehr darüber gefreut :D

    Es sind gute Inputs zum nachdenken!

    Ich lese mir alles noch einmal in Ruhe durch/durchdenke und schreibe dann.

    lg
    Mora

    Hallo Silke,

    danke für dein Vertrauen!

    Silke, du schriebst:

    Zitat

    also, das ding ist, dass ich genau weiß, dass ich prof. hilfe brauche, ich will sie auch in anspruch nehmen, jedoch fehlt mir der letzte schritt, theoretisch weiß ich, dass es wichtig ist, dieses letzten schritt, der weg zur hilfe , aber ich weiß nicht, was mich abhält

    Du weißt im Grunde, das du, nur du dich selbst davon abhälst....
    Richtig?


    Silke, wie fühlst du dich?


    Ganz herzliche Grüße an dich
    Mora

    Liebe Silke89,

    ich habe deinen Beitrag gelesen und wenn es dir recht ist, fühle dich ganz lieb und fest umarmt >:D<

    Ich habe über das was du und auch dein Bruder erlebt habt lange nachgedacht. Es sind eine Menge traumatischer Erlebnisse.

    Silke? Dürfte ich dich fragen: Hast du dir prof. Hilfe vor Ort gesucht?


    lg
    Mora