Hallo!
Wenn Gefahr im Verzug ist, dann gehören Kinder geschützt, egal aus welcher Krankheit heraus sich diese Gefahr ergibt.
Ich wünschte ich hätte meine besser schützen können. Jetzt, sie sind erwachsen, sehe ich was es mit ihnen gemacht hat.
Sie arbeiten hart daran. Ich bin stolz wie sie es schaffen, aber es tut weh dass es nötig ist.
Und ich rede nicht von körperlicher Gewalt.
Ich selbst habe das als Kind auch erlebt, weiß wie es sich anfühlt, was es mit der Seele macht.
Es kann jede Erkrankung schwere Auswirkungen auf die Familie haben. Aber oft ist es eben jahrelanger Psychoterror der in einem Alkoholikerhaushalt herrscht, vieles unterschwellig.
Und man unterschätzt was es mit den jungen Seelen tut.
Man kann seine Kinder nicht vor allem im Leben beschützen, aber ich wünschte von Herzen ich hätte es nicht erfahren müssen, und meine Kinder auch nicht.
In beiden Fällen waren es Väter, gute Menschen, die der Alkohol leider sehr verändert hat.
Aber wie gesagt, das können auch andere Krankheiten.
Uffff....sehr persönliches Thema.....
Der Teufelskreis ist eben das Problem, der Co denkt er kann retten, der Alki verleugnet es. Das ist die Krux, und Leidtragende sind nun mal die Kinder, die in dieser Situation aufwachsen, es nicht anders kennen und Schaden nehmen wenn niemand eingreift.
Genau genommen ist dies in meiner Familie drei Generationen hintereinander passiert, weil keiner den Teufelkreis durchbrochen hat. Bis zu uns, und meine Kinder arbeiten jetzt hart daran diese Familiengeschichte nicht fortzusetzen.
Auch erfolgt die Wesensveränderung ja nur schleichend, oder wie bei meinem Vater nur wenn harter Alk ins Spiel kommt. Dazwischen gibt es trügerische gute Phasen, Hoffnung keimt auf, alles ist doch nicht so schlimm. In diesen Phasen leben die Kinder auf, hängen an dem Elternteil, der Absturz ist dann nur tiefer.....
Da kommt gerade viel hoch.....meine Kindheit, meine Kinder.....
Aber gut dass man da mal wieder ran geht. Auch wenn es schmerzt. Es hilft auch beim Heilen.
Clärchen