Hallo Christrose!
Als mein Ex Mann in stationärer Behandlung war, würde ich nach einigen Wochen auch eingeladen, zu so einem Paargespräch. Ich bin hingegangen. Es war natürlich seine Therapeutin, aber sie war mehrfach erstaunt über meine Sichtweisen und Erinnerungen. Manches wich doch sehr von seinen Erzählungen ab.
Ein Angehörigenseminar haben wir dann auch besucht, im Rahmen der Therapie. Gemeinsam. Auch unsere Kinder hatten teilnehmen können, aber wollten es nicht. Beide waren auch noch mitten in der Pubertät und wollten nicht vor fremden reden.
Ich weiß nicht ob das alles sinnvoll war. Die Therapeuten haben so noch einiges erfahren was sie von ihm nicht gehört haben. War das hilfreich?
Ich weiß es nicht
Aber ich weiß wie unwohl ich mich bei jedem Besuch in der Klinik gefühlt habe. Ich wollte da nicht hin, fühlte mich aber verpflichtet zur " Mithilfe", denn ich habe ja jahrelang auf so eine Therapie gehofft.
Ich finde deine Entscheidung gut. Du fühlst dich damit nicht gut, du gehst nicht hin. Im Nachhinein hatte ich auch gern so gehandelt.
Ich habe ihm eine Chance geben wollen, er hat ja endlich aufgehört zu trinken. Wie könnte ich da die Beziehung beenden.
Heute weiß ich dass ich da schon besser die Trennung ausgesprochen hatte. Aber ich war in meiner Therapie noch nicht so weit. Ich war noch nicht in der Lage dazu. Das kam dann vor 4 Jahren. Ohne akuten Alkoholkonsum, das war vorbei. Aber zu spät war es trotz allem. Ich habe es nur noch lange nicht gesehen, oder sehen wollen.
LG Clärchen