Beiträge von Eisbaer

    Hallo,
    danke für deine Bemühung, zu verstehen. Ich poste mal eine Mail, die ich heute an eine Freundin geschrieben habe. Ich beschreibe ihr darin ganz deutlich, wie es mir geht und warum ich soviel gesoffen habe (heutige Erkenntnis). Allerdings bin ich momentan nicht so sehr stolz auf mich - mein Selbstwertgefühl ist nämlich seit Weihnachten komplett im Keller. Obwohl ich aktuell immer noch trocken bin.

    Hi,
    ich glaube, dass ich gestern einen Fehler gemacht habe. Ich bin aufs Rad, um abzuschalten. Dabei habe ich angefangen, mal intensiv über alles und mich nach zu denken. Ergebnis: Frust! Ich habe das Gefühl, dass ich der letzte Volltrottel bin. Du kennst mich ja. Ich bin ja ein "lieber, netter" Kerl, der nie Nein sagen kann. Das ist wohl das einzige, was von früher geblieben ist. Und das wird fleissig ausgenutzt. Ob Ex, Frau, Family, Freunde oder Kollegen. Wenn die alle was von mir wollen, dafür bin ich gut genug. Meine Interessen sind allen Scheiß egal.

    Irgendwie habe ich das Gefühl alles falsch zu machen. In einer Beziehung ist mir Harmonie recht wichtig. Bösen Streit will ich nicht, die meisten Anlässe sehe ich einfach als zu unwichtig an, um sich zu zoffen. So ein klein bisschen aufziehen ist okay, aber ohne die Grenzen des Respekts zu überschreiten. Ich mache Arbeit im Haushalt, auch wenn ich sie manchmal nicht selber sehe und man mir sagen muss, dass das noch gemacht werden muss. Super, ist aber wohl Scheiße. Bin dann wohl der Langweiler oder was auch immer. Muss ja nen Grund geben, wieso sich meine Frau vor damals einen anderen gesucht hat… Auch wenn sie sich wieder für mich entscheiden hat, mich hats fertig gemacht. Mich macht es auch heute noch fertig, weil ich zwar damals verziehen habe, aber so richtig ist das Vertrauen nicht mehr da - vielleicht auch nicht ganz unbegründet. So siehe Weihnachten letztes Jahr, sie war angeblich bei der Schwägerin eingeladen. Ich wohlgemerkt nicht. Ich werde da nicht eingeladen. Plötzlich bekomme ich einen Anruf: Wollte deine Frau nicht kommen, wo bleibt sie? Ich weiß es bis heute nicht, wo sie war - nur dass auf dem Tacho des Autos soviel Kilometer drauf sind, dass es zum Wohnort des damaligen Arsches passt.

    Okay, ich habe in der beschissensten Zeit damals meine Kollegin neu kennen gelernt und mich voll in sie verliebt. Ist auch Scheiße. Kann mit dieser Frau darüber nicht sprechen. Die Gründe lasse ich hier mal außen vor. Bin mir eigentlich auch sicher, dass ich keine Chance habe, oder doch…? Ich versuche, sie mir aus dem Kopf zu schlagen und versuche mich mit der o.g. Situation anzufreunden, damit ich auf diesen Weg vielleicht… und bin dann Weihnachten wieder alleine. Allerdings war meine Frau dieses mal wirklich bei der Schwägerin. Aber die ist wichtiger als ich. Dann immer wieder Situationen, wo ich mir mit meiner Kollegin Hoffnung mache. So, dass ich offensichtlich schon Traum und Realität verwechsle und vermutlich alles falsch verstehe und deute. Ich weiß mittlerweile, was ich will. Ich liebe diese Frau! Nur gibt es keinen Weg dahin. Mein Traum wird nicht in Erfüllung gehen.

    Ich bin persönlich als Mensch für niemanden wichtig. Habe zufällig mit bekommen, wie meine Frau sich über mich unterhalten hat. Ist doch töfte, dass sie im Falle meines Ablebens so abgesichert ist. Witwenrente, Waisenrente von meinem Verdienst sind doch richtig gut. Und mit dem Anteil an meiner Betriebsrente brächte sie dann nicht mehr arbeiten gehen und hätte ausgesorgt. Ist doch toll, dass wenigstens etwas von mir nützlich ist.
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    Meine Ex hat es ja irgendwie auch geschafft, mich gut auszunutzen. Ich habe ihr quasi wärend des Studiums ein gutes Leben finanziert und sie bis zum letzten unterstützt. Dabei hat mich schon die beste Freundin von ihr gewarnt. Hab ich damals abgetan, weil diese auch gleichzeitg Interesse an mir hatte. Die Scheidung, verbunden mit fürchterlichen Stress wegen Unterhalt, Pfändung, Verleumdung usw hat mir dann noch eingebracht, dass ich meinen Kontakt zu allen Verwandten verloren habe.

    Mich kotzt das alles so an, dass ich am liebsten alles hin schmeissen würde aber ich habe seit der Zeit einen unheimlichen Schiss vor erneuten Stress, was Scheidung und Trennung anbetrifft. Ich habe regelrecht Angst davor, weil ich dann niemanden habe, der mir zur Seite steht. Der Schritt wird mir von allen geraten, auch von meinem Doc, weil mich das alles nur krank und kranker macht. Vielleicht wäre es auch wichtig um einen Schritt auf meine Traumfrau zu zu gehen. Aber ich habe Angst davor, dort die nächste Enttäuschung zu erleben und dann komplett ins Loch zu fallen und abzustürzen. Vielleicht tue ich dann ja meiner Frau einen Gefallen. Einen Versuch in der Garage hab ich ja schon hinter mir.

    Ich weiß nicht, was ich machen soll. Vielleicht gibt es jetzt ein klein wenig Verständnis, dass ich angefangen habe, Probleme weg zu saufen. Lässt sich vermeintlich besser aushalten so. Ich möchte das nicht mehr, aber momentan ist es schwer… Vielleicht sollte ich ein paar Drehbücher schreiben. Für RTL und Konsorten. So für "Mitten im Leben", "Verdachtsfälle", "Britt" und so einen Scheiß. Aber irgendwie haben die schon alles von mir abgekupfert. Falls du bis hierhin gelesen hast, vielen Dank für deine Geduld. Ich gehe heute wieder zum Doc. Muss hin. Mich belastet das so sehr, dass ich wieder psychosomatische Probleme habe. Schmerzen, die keinen medizinischen Befund haben.

    Hallo,

    ich möchtes es ändern, ja. Aber ich kann es nicht, da schon der jetzigen Stand eine Riesen Lebenslüge ist, mit der ich nicht klar komme. Und vor der letzten Konsequenz, nämlich Trennung habe ich eine Riesenangst, bedingt durch meine erste Scheidung. Das war ein Trauma, dass ich nicht überlebt hätte, wenn ich damals nicht meine jetzige (von der ich eigentlich trennen müßte) kennen gelernt hätte, die mich immer wieder auf gebaut hat. Damals habe ich aber trotzdem angefangen zu saufen...

    Mir schlägt der Mist mittlerweile so auf den Magen, dass ich morgen zum Arzt muss.

    LG
    Baer

    Hallo allerseits,

    bin immer noch trocken. Das ist auch das einzig positive, was ich aktuell empfinde. Ich habe das Gefühl persönlich an der Situation kaputt zu gehen. Zuhause fühle ich mich einsam, da ich zwar versuche mich mit der Situation abzufinden, aber irgendwie nix investieren oder mich auf etwas einlassen kann. Persönliche Bedürfnisse bleiben total auf der Strecke. Bin oft nachts lange wach und grüble... Es gibt aber ein paar Hoffnungsschimmer am Horizont. Vielleicht... Mir wäre es lieber, wenn ich mit der Wahrheit leben könnte.

    Auf der Arbeit fängt jetzt wieder die schwere Zeit - Weihnachtsfeiern - an. Ich will da nicht mit machen und ich will da auch nicht drüber diskutieren. Auf der Arbeit kann ich mein Alkoholproblem nicht outen.

    LG
    Baer

    Hallo,

    danke für eure Meinungen.
    Ich bin eigentlich Realist und habe solche Aussagen bisher immer für Humbug gehalten. Bis letzte Woche. Bis zu dem Moment, wo ich von der Psychologin mit Dingen konfrontiert wurde, die sie einfach nicht wissen konnte. Nur durch bebachten? Meine Kollegin wa nach ihrem Gespärch im übrigen auch etwas verstört... Sie hat mir aber nichts darüber gesagt. Wir erzählen uns eigentlich fast alles... naja, von fast eben.

    LG
    Baer

    Hallo,

    ich hatte letzte Woche ein Erlebnis der besonderen Art, was mir schwer zu schaffen macht. Was ist da dran... Jetzt plaudere ich auch mehr aus, als ich eigentlich vor hatte.

    Ich war gemeinsam mit meinem Problem (Kollegin) auf einer Fortbildung meines Arbeitgebers. Es ging um das Thema Stressbewältigung. Trainerin war eine ganz außergewöhnliche Dipl. Psych. Sie wollte auch mal mit jedem einzelnen ein 4 Augen Gespräch führen. Als ich dran war, begann das Gespärch mit den Worten: Sie sind innerlich schrecklich zerrissen, finden Sie überhaupt noch Ruhe? Dann hat sie mir lange in die Augen geschaut und ohne mich zu kennen plötzlich 100% mein Problem wieder gegeben. Schwerer Schicksalschlag vor etwas längerer Zeit, innerliche Neuorientierung und dadurch eine persönliche Zerrissenheit, weil ich nicht damit fertig werde. Einerseits Angst vor Verlust und Einsamkeit und zweitens das Problem, welches ich aus verschiedenen Gründen nicht ansprechen kann. Plötzlich überraschte sie mich mit der Aussage, dass das Problem mit im Seminar sitzt. Ich habe ihr dann erst etwas von mir, meiner Situation und von meiner Kur erzählt und dass ich dort den Rat bekommen habe, dass ich versuchen soll mich in meiner alten Situation zu arrangieren... Darauf hin hat sie mir gesagt, dass ich das tatsächlich so machen soll. Ich solle ihr vertrauen, sie wäre nicht nur Dipl. Psych sondern auch ein Medium (???). Ich soll meine mir bekannte Situation dazu nutzen um mich selber wieder zu finden... und darauf vertrauen, dass sich mein Wunsch in einem Zeitraum von 1-2 Jahren erfüllen wird. Wenn ich wieder innerlich erstarkt bin, könne ich mich auch sauber und fair trennen (Aussage: Ihre Frau hat sich schon von Ihnen abgewendet). Meinem Problem gehe es genauso wie mir, sie würde schon etwas ahnen, aber sie kann sich noch nicht lösen. Die Psycholgin spüre aber, dass mein Problem für mich mehr empfindet als ich ahnen würde. Diese Worte sllen mir helfen, nicht mehr zur Krücke Alkohol zu greifen, da ich es nicht nötg habe...

    Was haltet ihr davon? Ich bin momentan ganz durcheinander, weil mich diese langfristige Option eigentlich sehr freuen würde...

    LG
    Baer

    Hallo Karsten,
    du hast es erkannt. Es geht mir nur scheinbar besser. Nur in dem Punkt, dass ich mein Dilemma jetzt definieren kann. Der Ratschlag, der auf Deutsch heißt: Finde dich mit deiner Situation ab ist absolut Scheiße - mir geht es momentan seelisch schlecht. Zumal ich jetzt auch so ein Deja vu habe, mit dem ich zurecht kommen muss. Heute, genau vor 2 Jahren fing mein jetziges Problem an, als mir meine Frau verkündete, dass sie mich verlassen möchte... (was ja nicht passiert ist). Aber das ist der Auslöser für das alles, was danach passierte... Ich habe momentan Kopfkino, aber nicht vom feinsten... Dazu kommen Träume, die wohl meine Wünsche reflektieren und dabei so schrecklich realistisch sind und ich nach dem aufwachen... Kotz.
    Das einzige was ich mir sage, ich kann es noch schlimmer machen...

    Gruß
    Bär

    Hallo Leute,

    bin wieder da.
    Gebracht hat es mir nicht sehr viel. Sogar meine "Gesprächstherapeuten" warfen bei der Lösungsfindung das Handtuch und empfehlen, dass ich versuchen soll, mich abzufinden und die "Zeit heilt alle Wunden Taktik" anwenden soll... Immerhin kann ich meine Situation für mich jetzt besser definieren. Meine erste Erkenntnis ist, dass ich seit der Ehekrise vor 2 Jahren ein ganz mächtiges Problem mit mir habe. Trotz Abwendung der Trennung bin ich nicht glücklich... und geht das so ins Detail, dass ich das nicht veröffentlichen möchte. Ich weiß, dass ich durch diese Geschichte in einem Loch sitze, aus dem ich theoretisch heraus könnte... das Dumme ist nur, dass ein zweites Loch in Form eines tiefen Grabens um das eine ist. Und wenn ich aus dem einen raus bin, falle ich in das nächste. Und da gäbe es nur eine völlig utopische Lösung raus... oder den völligen Absturz, da ich alles aufgeben müßte, was mir wert und lieb ist. Versucht es einfach so hin zu nehmen, weil verstehen könnt ihr es ohne Detailkenntnisse nicht. Daher versuche ich meine Probleme, die mich depressiv machen bildlich darzustellen. Ich soll nun versuchen, es mir Loch eins so erträglich wie möglich zu gestalten... und auf die Zeit setzen. Toll, genau das habe ich doch mit dem Alkohol getan. Immerhin etwas, dass ich kapiert habe, nur wie anders umsetzen???? Wenigstens habe ich momentan absolut keine Gelüste, mir das Loch erträglich zu saufen. Soviel Wille ist da. Habe keinen Saufdruck usw... und auch keine psychosomatischen, eingebildeten Entzugserscheinungen mehr. Hat also ein wenig was gebracht.

    Da ich allerdings momentan stark zu Süssigkeiten neige (vermutlich Ersatz), will ich jetzt anfangen, wieder mehr Sport in Form von Radfahren zu treiben. Vielleicht gibt mir das ja Zufriedenheit zurück.

    LG
    Frank

    Zitat von XXLBaer

    Hallo,

    ich habe gerade einen Anruf bekommen. Kasse hat telefnsich abgenickt, schriftlich kommt wohl noch. Gehe jetzt zum Doc und dann packen. Bin dann mal 4 Wochen weg...

    LG
    Frank

    Rückruf... Gehe zum Doc, aber fahre wohl aber noch nicht heute. Irgedn etwas ist noch nicht bestätigt????

    Hallo,

    ich habe noch keine "richtigen" Erfahrungen... und gehöre zu wohl zu denjenigen, die offensichtlich nach Meinung "harter" Alkohilikern noch nicht so richtig dazu gehören oder eigentlich kein so richtige Problem haben... so zumindest meine Erfahrung aus einer SHG in der hauptsächlich Leute drin sind, die schon ganz unten waren. (Ich werde sie jetzt nach meinem Kuraufenhalt wechseln).

    Aber auch ich möchte einfach mal bestätigen, dass man ohne Hilfe schnell wieder rein rutschen kann, was zum Glück bei mir nicht passiert ist. Bei mir ist es, dass ich nun Dinge aufarbeiten muss, die ich vorher als Probleme einfach weg gespült habe. Diese treten immer heftiger in den Vordergrund und machen mir psychisch dermaßen zu schaffen, dass ich ausbrenne. Da liegt die Assoziation mit dem löschen nahe... Das will ich nicht. Von anderen, die über diesen Punkt hinaus sind, habe ich gelesen, dass die Gefahr der Sorg- und Achtlosikeit aufkommt... oder eben auch wieder Probleme, die sich aber ankündigen.

    Ich hoffe, dass ich mich immer dran halten werde, dass ich mir Hilfe suche, bevor ich mir wieder Bier kaufen gehe.

    Ich bin dann mal für 4 Wochen weg.
    LG
    Frank

    Ich war diese Woche beim Doc. Wegen Suchtgefahr soll ich mir keine Gedanken machen, dass würde er streng überwachen. E möchte, dass ich die Medikamente sowieso nicht all zu lange nehme und hat eine eigenartige Sache vorgeschlagen. Ich soll 4 Wochen auf eine "Kur" und das schnellst möglich. Wichtig: Kein Kontakt zu meinem alten Umfeld. Kein Handy, Keine Post, keine Fotos, keine Besuche von Frau und meinem Problem, nichts von dem was mich belastet soll ich mit nehmen bzw. wird mir dann abgenommen. Quasi Isolation mit Gesprächstherapie. Ich soll in aller Ruhe heraus finden, was ich überhaupt will, was mir meine Gefühle sagen um dann eine Lösung zu finden. Gleichzeitig soll ich stressmäßig zur Ruhe kommen, da viele meiner Beschwerden laut dem Doc psychosomatischer Natur sein können - und z.B. psychische Entzugssymptome auslösen. Anschliessend wird in jedem Fall ein Gespräch mit meiner Frau notwendig, so oder so muss sie dann von meiner Alkoholkrankheit usw. erfahren... Puuuh. Eventuell soll ich schon nächste Woche los, wenn er einen Platz findet. Ich werde das machen, da ich meine psychische Belastungsgrenze nach eigenem Empfinden erreicht - der Doc ment sogar überschritten habe.

    Zitat von Maria


    Der Puffer Alk war weg und somit kamen die Dinge halt hoch. Neue Verhaltensweisen hatte ich noch nicht erlernt oder Möglichkeiten mit Problemen umzugehen - ist doch verständlich - wie auch in der kurzen Zeit?


    Guten Morgen,
    das oben beschrieben Zitat trifft es genau...

    Nein, ich will keinen Rückfall! Ich habe sogar Angst, dass die Tabletten den Alk ersetzen - werde daher bei meinem nächsten Termin mit dem Doc drüber sprechen. Nicht dass ich mir davon die nächste Abhängigkeit antue. Ich habe halt ein Gefühlsproblem, mit dem ich einfach nicht fertig werde. Und nur das schildere ich hier... Es läuft momentan eben nicht rund, bwohl ich körperlich überhaupt keine Schwierigkeiten mehr habe.

    LG
    Bär

    Hallo,

    edit keine fremde Zitate einfügen danke hartmut .

    Es ist unglaublich anstrengend, nach außen hin den fröhlichen zu geben, wenn man seinem Problem täglich in die wunderschönen Augen schauen darf... :( . Das ist übrigens einer der vier Gründe. Ich bin gestern von meinem Hausarzt zu einem Spezialisten überwiesen worden, der mich weiter behandeln will. Ein Vorgespräch hat überraschenderweise gestern noch stattfinden können, da mich dieser Arzt als Notfall aufgenommen hat. Ein Schwerpunkt wird meine Alkohlkrankheit sein, die er hinterforschen möchte. Der andere Grund ist die Depression, die ich in den letzten zwei Wochen entwickelt habe. Laut seiner Aussage ist die nach außen hin gepielte extreme Fröhlichkeit ein nicht ganz seltener Ausdruck einer beginnenden Depression die nicht selten in einem Zusammenbruch endet. Das habe ich dann am Freitag erlebt. Morgens noch witzig spritzig, ist mein Tag dann über Stille vormittags in einem Kreislaufzusammenbruch gegen Mittag geendet. Ich konnte nicht mehr. Momentan ist mir alles egal - Gleichgültigkeit durch Tabletten, die ich bekommen habe. Jetzt habe ich ein wenig Angst, ob diese Tabletten mal den gleichen Problemstellenwert wie der Alkohol haben werden!!!!!!! Früher haben mich die vielen Bierchen so gleichgültig werden lassen, so dass ich damit umgehen konnte. Jetzt überrollt es mich in meiner Nüchternheit mit zu großer Macht. Ich sehe mit immer mehr Klarheit, was ich will (und das das nicht geht) und was ich nicht will (und das geht auch nicht). Bislang bin ich stolz drauf, dem immer noch stand zu halten und NICHTS zu trinken. Das hat mein zukünftiger Arzt im übrigen auch positiv angemerkt. Nur ich denke immer öfter dran, ob es mir mit dem Alk nicht besser ging und frage mich, wofür ich den ganzen Mist eigentlich mache. Ich wünsche euch ein schönes Restwochenende.

    LG
    Bär

    Hallo und danke für den Zuspruch,
    ich kann das Problem nicht mit jemanden besprechen, denn es betrifft die jenige, mit der ich ansonsten eigentlich alles besprechen kann. Nur "das" geht aus vier verschiedenen Gründen gar nicht. Und das ist solcher Mist, dass es mich runter zieht.
    LG
    Bär

    Hallo,
    ich habe jetzt ene sehr schwere Woche hinter mir. Mich holen alte Probleme wieder ein, die nie richtig abgeschlossen waren... Ich fühle mit dem Kopf und denke mit dem Herzen. Mir geht das schon seit längerem so - und manchmal habe ich das Gefühl, ich geh dran kaputt. Früher hat dann besaufen geholfen, jetzt wirds immer schlimmer und niemand kann mir sagen, wie ichs aus dem Kopf kriege. Manchmal kann ich es ein paar Tage verdrängen, aber es holt mich immer wieder ein. Ich bin froh keinen Alk im Haus zu haben... Das könnte gefährlich werden.

    Ansonsten geht es mit gut. Ich kann gut trocken leben, wenn nicht obiges passiert. Einkaufen geht auch besser - so eine einfache Sache, wie eine veränderte Verpackung der Sixpacks und ich dran vorbei und gut ist... Kein verlangen mehr nach dem Zeig in der unbekannten Verpackung. Dafür edit sei dank.

    LG
    Bär

    Hallo und willkommen,
    noch ein Neuling hier ;-))) Tipps und Ratschläge kann ich dir leider nicht geben, da ich selber noch am Anfang stehe (jetzt ca. 5 Monate trocken). Aber ich finde es gut, dass den Weg hier her gefunden hast und freue mich, auch von deinen Erfahrungen zu lesen. Zum Glück hast du die Einsicht noch ihne gesundheitliche Probleme bekommen. Die Peinlichkeiten wird man sich wohl bald nicht mehr erzählen, zumindest wenn du es nun schaffst. Ich drücke dir die Daumen.

    Mein Tipp mit der SHG Gruppe. Sprich vorher mal mit dem Gruppenleiter über deine Trinkgewohnheiten. Ich bin in einer gelandet, in der man meine Alkoholkrankheit eher bagatellisiert, da ich tagsüber nie getrunken habe und "nur" Bier trank... damit ist dir nicht geholfen.

    LG
    Bär

    Guten Morgen an alle,

    ich wolle mich noch mal melden, bevor ich meine nächste Dienstreise antrete...

    Ich war auch bei einer SHG vorstellig und ich denke, ich bin weiter auf der Suche. Diese Gruppe, bei der ich jetzt zwemal war passt whl in der Tat nicht zu mir. Mir wurde ja vom Gruppenleiter vorab schon gesagt, dass er dort fast nur richtig "abgestürzte" Leute hat. So habe ich dann fest gestellt, dass man mir dort tatsächlich unterstellt, eigentlich kein richtiges Alkoholproblem zu haben. Mir geht es doch noch zu gut... Auch der Gruppenleiter vertritt Ansichten, die ich seltsam finde. Man war ja noch nicht auf harter Droge - häääää? Kommt es nicht auf die insgesamt zu sich genommene Menge an Alkohol an?

    Leider habe ich auch das Problem für so eine Gruppe, dass ich als neuling nur erst einmal nur nehmen kann und mangels Erfahrung noch nicht geben kann. Das wurde mir bei meinem 2ten besuch unterschwellig auch so ein bisschen unter die Nase gerieben. Irgendwie ist das ja auch doof - z.B. so en Forum wie dieses lebt ja von Erfahrungsaustausch - aber ich kann momentan nur aufsaugen... und noch nicht viel geben. Ich hoffe das ändert sich noch.

    LG
    Bär

    Hallo,
    ich wollte mich mal kurz melden. Bin aktuell beruflich sehr viel unterwegs, was mir einerseits sehr viel hilft mich ab zu lenken. Jedoch bekommt mir andererseits der Stress und Abends die Einsamkeit im Hotel nicht so gut... Mal so eben an die ba mit de anderen will ich nicht, um nicht in Gruppenzwang zu geraten. Outen geht, wie mehrfach geschrieben aber auch nicht. Ich habe mich jetzt mehrfach dabei ertappt, dass ich geträumt habe, dass ich Alkohol trinke. Das war einmal so real, dass ich morgens schweissgebadet aufgewacht bin. Mir ging es auch böderweise den ganzen tag danach einfach Scheiße - Magenkrämpfe, Durchfall usw... Aber ich bin mir ganz sicher, dass ich nichts getrunken habe!!!!

    Mir wurde jetzt empfohlen, mich mal bei einem Kurs einzutragen, in dem man Entspannungstechniken im Alltag erlernen kann um etwas gegen den beruflichen Stress zu tun. hat da schon jemand Erfahrungen mit?

    LG
    Bär

    Hallo Karsten,

    das ist richtig. Jedoch bin ich berufstätig und ca. von 6 Uhr morgens - 17 Uhr abends außer Haus. Ich rufe da an, um einen Termin zu bekommen, damit ich nicht sinnlos freie Tage verpulvere - die ich jetzt im Sommer immer nur erschwert genehmigt bekomme. Wie schon beschrieben - meine Krankheit möchte ich auf der Arbeit noch nicht öffentlch machen. Zur SHG hin gehen ist möglich - aber man scheint ja nicht unbedingt willkommen zu sein, wenn man die falsche erwischt... siehe mein Beitrag oben ...

    Euer Tipp, dass ich mir bei den Einkäufen ein anderes Geschäft auszusuchen um den Saufdruck beim einkaufen zu meiden hat im übrigen gut funktioniert. Ich hatte diese Woche das erste Mal kein Problem beim einkaufen!!!! Und das, obwohl auch das Geschäft eine Getränkeabteilung hatte. Diese hat mich aber irgendwie "kalt" gelassen.

    Ich hatte jetzt seit längerem wieder einmal eine komplette Woche ohne irgend welche Probleme. Trotzdem und gerade wegen einiger wichtige Beiträge, die ich hier gelesen habe, wie schnell man plötzlich unvorsichtig werden kann, werde ich weiter machen.

    LG
    Bär