Beiträge von Hermann 65

    Hallo,

    Zitat von Anitram

    Jetzt trage ich erstmal die Hoffnung in mir - wiedermal - , daß ich JETZT den Alkohol besiegen werde, egal wie. Er wird NIE WIEDER eine solche Macht über mich besitzen.

    Ich habe für mich erkannt, das es keinen Sinn macht gegen einen übermächtigen Gegner zu kämpfen, ein Kampf den ich nicht gewinnen konnte, ganz im Gegenteil, ich habe vor diesem Gegner kapituliert, im Januar 1995, Gott sei Dank, sonst würde ich wahrscheinlich heute noch saufen, nein, er hätte mich sehr wahrscheinlich in der Zwischenzeit zur Strecke gebracht!

    Kindheitserinnerungen, denke ich, kann man nicht einfach abhaken. Sie können mit 30, 40, 50, 60..... Jahren plötzlich durch irgendwelche Anläße der Auslöser zur Auseinandersetzung mit Ihnen sein.

    Gruß Hermann

    Hallo,

    Zitat von Plejaden

    Ich hoffe, dass ich das hinkriege. Mein Problem ist, dass meine Entschlusskraft wirklich abstinent zu bleiben so wackelig ist wie nie zuvor. Keiner hier glaubt an mich, alle halten das nur für eine alberne Phase, und überhaupt, war doch nicht so schlimm. Komme mir allmählich vor wie der Abstinenz-Rambo, eine gegen alle.

    Diejenigen die bei mir glaubten, es handele sich "nur" um eine vorübergehende Saufpause kamen mir gerade recht! Ich sagte es zwar nicht, aber dachte mir, wegen "Euch" werde ich schon erst recht nicht wieder zu saufen anfangen!

    Ich habe dann irgendwann auch verstanden, was es heißt, für mich trocken zu bleiben, meine Trockenheit nicht von Anderen und deren Launen und Sichtweisen abhängig zu machen!

    Es gab auch "Freunde" die mich wohl gerne hätten wieder Saufen gesehen! Diesen Gefallen tat ich bis heute keinem! Die Spreu trennt sich
    irgendwann zwangsläufig vom Weizen.

    Ich erwarte auch nicht von Menschen zu verstehen, was Sie nicht verstehen wollen oder können. Es gab jedoch Menschen, die mir eines Tages signalisierten, das Sie große Achtung vor mir haben, aufgrund der
    Thematik, alles eine Frage der Zeit.

    Gruß Hermann

    Hallo Elfriede,

    Zitat von Elfriede Lustig

    Was meinst Du mit Voraussetzung und Beteiligung?
    Den nassen Alkoholiker zu verlassen?
    Ich steh auf dem Schlauch...

    Neiiin,..... ich meine damit die Vorrausetzung, wenn beide sich in einer Partnerschaft in etwa zu gleichen Teilen an der Problemlösung beteiligen, an einem Strang zu ziehen, dazu Willens sind, wie es bei Dir offensichtlich der Fall ist, die Chancen sehr gut sind!! [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.cosgan.de/images/smilie/froehlich/a020.gif] ..... [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.cosgan.de/images/smilie/froehlich/e030.gif]

    Lies Dir vielleicht mal diverse Threads aus Sicht der 3. neutralen Person durch!? [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.cosgan.de/images/smilie/konfus/a070.gif]

    Gruß Hermann

    Hallo,

    mir ist eigentlich seit längerem klar, wieso es auch für Angehörige empfehlenswert ist/wäre, bzw. empfohlen wird, vor dem Alkohol zu kapitulieren. Manch eine/r wird jetzt denken, "Hermann spinnt!"...aaber

    Die einen haben den Alkohol im Blut, die anderen im Kopf!

    Von der Erkenntnis, zu kapitulieren, über die Aufarbeitung mit der Thematik, die Krankheit Alkoholismus mit Ihren eigenen Mechanismen zu verstehen, zur Annahme dessen, loszulassen ("in Liebe")!!??, seinzulassen, sich um Sich selbst zu kümmern, neue Denkstrukturen zu erlernen ist es ein weiter Weg, der sich wohl nicht innerhalb ein paar Tagen oder Wochen erledigen läßt!?

    And don´t forget!

    Der Alkohol ist verschlagen, trügerisch und mächtig!

    Es ist viel zu schwer für uns, im Alleingang gegen Ihn "kämpfen" zu wollen.
    Da ich es selbst nicht geschafft habe, warum sollten es dann die Angehörigen schaffen!?
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    weiter geht´s,

    die Erkenntnis vor dem Alkohol zu kapitulieren sollte für Abhängige und Angehörige erkennbar werden!?

    Wenn ich gegen Ihn kämpfe werde ich verlieren! Warum nun Angehörige auch nicht kämpfen sollen? Weil ich selbst genau das Gegenteil tat, wenn man mir sagte, Hermann trinke doch nicht soviel, habe ich vor lauter Wut erst recht gesoffen. Ich wußte es nicht besser.

    Die Mechanismen der Krankheit Alkoholismus zu verstehen, heißt für mich Auseinandersetzung mit der Krankheit um mich und das gilt auch für Angehörige , erst mit Ihren trügerischen Eigenschaften auseinandersetzen zu können. Wenn ich diesem mächtigen „Gegner“ Alkohol gegenüber nicht imstande bin ihm hinter die Kulissen in seine häßliche Fratze zu blicken, habe ich keine Chance. Das gilt m. E. Eindruck auch für die Angehörigen. Oder!??

    In meinen ersten gemeinsamen Treffen dachte ich, jetzt sitze ich dem Feind gegenüber, genau das Gegenteil ist jedoch der Fall, wir saßen und sitzen im selben Boot. Wir haben es mit Alkohol zu tun!!!!

    Und, liebe Angehörigen, glaubt bloß nicht der Trinkende alleine ist „schuld“ weil er ja trinkt!? Ihr habt mindestens eine 50/50 Vorraussetzung und Beteiligung um das Problem Alkohol zu lösen. Wenn ihr glaubt Ihr habt nur 10% Prozent Verantwortung und der trinkende ist 90% Prozent daran „schuld“ dann macht Ihr es euch zwar einfach, aber bringt es euch weiter!?
    Nur 10% Eigenverantwortung für sein eigenes Leben zu übernehmen ist m. E. zu wenig. Ich bin derjenige der für sein Leben verantwortlich ist, sind die Angehörigen auch für Ihr Leben verantwortlich??

    Nasse Gedanken und Verhaltensweisen sind genauso Eigenschaften der Co-Abhängigkeit, wie der
    Abhängigkeit!???? [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.cosgan.de/images/smilie/konfus/a015.gif]


    Loslassen, loslassen heißt für mich dem Alkohol nicht die Stirn zu bieten dann kann er mich auch nicht mehr vereinnahmen! Wenn ich mir das aus Sicht eines Angehörigen betrachten würde:die Verantwortung dem „noch“ Trinkenden zu übergeben, um Ihn soweit zu bringen für Sich selbst etwas zu tun, die Verantwortung für sein Trinken oder Nichttrinken übernehmen zu müssen!???

    Ich habe fertig! [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.cosgan.de/images/smilie/verschiedene/d015.gif]

    Gruß Hermann

    Hallo, [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.cosgan.de/images/smilie/froehlich/e010.gif]

    der einzige Tag für den ich mir vornehme/nahm (in der Anfangszeit), nicht zu trinken ist/war Heute, immer nur für Jetzt und Heute!

    Was hätte es genützt bzw. nützt es mir, daran zu denken wie ich z. B. den
    24.12.2014 Trocken verbringe/n /will/möchte, da ich nicht weiß, was in der Zwischenzeit passiert!!?Es kann ja auch sein, das ich den Tag nicht mehr erlebe. Das sind meiner Meinung nach völlig unnütze Gedanken! Im Übrigen habe ich festgestellt das Die "Nie Wieder Trinken Wollenden" meist kurz nach dieser Aussage wieder verschwinden.

    Warum?
    Als ich noch gesoffen habe, nahm ich mir nach den kapitalen Abstürzen auch immer vor, das passiert mir nie wieder! Das hielt dann meistens gerade mal ein paar Tage und dann brach ich unter dieser Schwerstlast noch mehr ein.

    Denn tatsächlich beginnt jedes Trockenwerden mit der ersten Stunde, der kleinsten Einheit, danach folgt ein Tag.

    Aus einem Tag können jedoch Wochen, Monate, Jahre, Jahrzehnte werden.

    ein praktisches einfaches Fazit für mich ist heute genauso wie in der ersten Zeit meines Neuanfangs:

    "Heute trinke ich nicht!"

    Und morgen ist wieder ein Heute

    Ferner habe ich festgestellt, nachdem sich dieser Gedanke in meinem Verstand festgesetzt hatte, dieser eine sehr wirksame und zufriedenstellende Methode ist, um auch mit vielen anderen Dingen des täglichen Lebens fertig zu werden.

    Gruß Hermann

    Hallo kaltblut,

    [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.cosgan.de/images/smilie/frech/e015.gif] .......... [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.cosgan.de/images/smilie/frech/e015.gif]

    mir fällt gerade ein;

    ... gebe mir die Galassenheit, Dinge hinzunehmen die ich nicht ändern kann,
    den Mut Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit das eine vom
    andern zu unterscheiden.


    und das ganze ein bisschen plötzlich, nicht wahr!?? [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.cosgan.de/images/smilie/konfus/g060.gif]


    Gruß Hermann

    Hallo,

    mir ist eigentlich seit längerem klar, wieso es auch für Angehörige empfehlenswert ist/wäre, bzw. empfohlen wird, vor dem Alkohol zu kapitulieren. Manch eine/r wird jetzt denken, "Hermann spinnt!"...aaber

    Die einen haben den Alkohol im Blut, die anderen im Kopf!

    Von der Erkenntnis, zu kapitulieren, über die Aufarbeitung mit der Thematik, die Krankheit Alkoholismus mit Ihren eigenen Mechanismen zu verstehen, zur Annahme dessen, loszulassen ("in Liebe")!!??, seinzulassen, sich um Sich selbst zu kümmern, neue Denkstrukturen zu erlernen ist es ein weiter Weg, der sich wohl nicht innerhalb ein paar Tagen oder Wochen erledigen läßt!?

    And don´t forget!

    Der Alkohol ist verschlagen, trügerisch und mächtig!

    Es ist viel zu schwer für uns, im Alleingang gegen Ihn "kämpfen" zu wollen.
    Da ich es selbst nicht geschafft habe, warum sollten es dann die Angehörigen schaffen!?

    Gruß Hermann
    Alkoholiker - seit Januar 1995 trocken ohne Rückfall

    Hallo,

    Zitat von Phoenix79

    Hallo!

    Bin gerade aus der Entgiftung raus und habe das Gefühl das ich in den nächsten Tagen auf jedenfall einen Rückfall bauen werde...

    Warum warten, Du kannst doch gleich in die Kneipe gehen......, einfach ausprobieren

    Zitat von Phoenix79

    Muß ich falls dies passieren wird wieder in eine Entgiftung bzgl. Entzugserscheinungen oder hängt das von Menge und Dauer des Rückfalls ab.

    In diesem Fall ist Dir wohl eher geholfen, wenn "man" das ablehnt. Es gibt schon genügend Drehtürpatienten.....

    Kein Scherz übrigens, ich meine das ernst.

    Gruß Hermann

    Hallo,

    wenn der Begriff "Beziehung" und zwar im zwischenmenschlichen Bereich fällt, bin ich immer sehr hellhörig. Seit einigen Jahren lese und höre ich bei diesem Begriff immer sehr genau hin.

    Der Begriff "Beziehung" geht nach meinem bisherigen Urteil immer mit Zerren, Ziehen und Kämpfen überein!!? Nichts halbes, nichts ganzes...

    Eine Freundschaft ist dagegen eine wahre Freude....

    Eine Partnerschaft hinterläßt auch eine positiven Eindruck.....

    und dann gibt es da noch Bekanntschaften.....


    Gruß Hermann

    Hallo,

    wenn ich Mineralwasser (zur Not auch Leitungswasser) trinken möchte, werde
    ich das auch bekommen, egal ob in Tokio, Moskau, New York, New Mexiko, Sydney, auf den Bahamas, in einem bayerischen Biergarten, in Hintertupfingen oder sonstwo! Dazu benötige ich keinen Trick.

    Keep it simple! Ich will ein Mineralwasser

    Gruß Hermann

    Hallo,

    mein persönlicher Tiefpunkt Januar 95, 29 1/2 Jahre alt....ging ich zum 2. Mal in die SHG. Zwischen 2. und 3. Meeting (innerhalb weniger Tage) konnte ich das 1. Glas stehen lassen.Bei den darauf folgenden Meetings bezeichnete ich mich, weil es Alle taten, ebenfalls (mit Klos im Hals) als Alkoholiker. Nach ca. 6 Wochen kam die Überlegung - Ich bezeichne mich als Alkoholiker - aber Trocken - Lieber Alkoholiker und Trocken als kein Alkoholiker und Saufen! Also Trocken bis Heute im ersten Anlauf!

    @ Alexej

    Als ich gesoffen habe, waren die Alkoholiker immer Die Anderen, ich denke man weiß, wen ich meine (die Vorstellung Penner am Bahnhof, Entschuldigung) , typisches nasses Denken zu dieser Zeit.

    Durch die regelmäßigen Treffen, die damit einhergehende Auseinandersetzung mit der Krankheit ließen mich dann auch im Geiste zum Alkoholiker werden. Annehmen, akzeptieren und Umsetzen war die Lösung. Wenn ich das 1. Glas stehen lasse kann ich niemals besoffen werden.


    Aus "medizinischer" Sicht hätte ein Arzt vorher bereits feststellen können, das ich ein Alkoholproblem habe, oder bereits Alkoholiker bin. Aber?....hätte ich es dadurch annehmen können?... ich glaube eher nicht, so wie ich zu dieser Zeit drauf war.

    Die Erkenntnis kam von mir selbst und ich denke, jeder...muß für Sich selbst zu dieser Erkenntnis kommen. Ich bin für mich Trocken geworden.

    Niemand kann für mich oder jemand Anderen entscheiden, ob ich/Er alkoholkrank/Alkoholiker ist oder nicht. Nicht meine Familie, nicht meine Freunde,nicht der Administrator und Moderatoren und Moderatorinnen(@Speedy 53) eines Alkoholikerforums, nicht mein Sportverein, nicht der Bundesgesundheitsminister und auch nicht die Bundeskanzlerin.... etc. etc....

    Diese Erkenntnis ergibt sich im Rückblick, konnte damals natürlich nicht gesteuert werden, ist sozusagen nachgereift, wie es war, was geschah und wie es aus heutiger Sicht ist. War bei mir jedenfalls so!

    @ Alexej

    Nun hast Du mich neugierig gemacht! Ich würde gerne von Dir wissen wollen? Was ist die Wahrheit?



    Zu den Notlügen
    : ein Beispiel

    aus Alkoholikersicht:
    Ich bin an einem Wochentag im Suff versackt, wollte/konnte in diesem Zustand am nächsten Tag nicht zur Arbeit erscheinen, rief im Betrieb an, ich habe die Grippe und der Fuß schmerzt höllisch. Hättest/Hast Du @Alexej in deinem Betrieb angerufen und gesagt, Du hast Dich besoffen und erscheinst Heute deswegen nicht zur Arbeit. Die Wahrheit gesagt!!?? Ich glaube wohl eher nicht, oder...?

    Zu den Notlügen. ein fiktives Beispiel

    aus Sicht eines Angehörigen:
    Die Co-Abhängige Frau ruft beim Arbeitgeber an und sagt Ihr Mann hat die Grippe und sein Fuß schmerzt höllisch, sagt aber nicht, das er besoffen im Bett liegt? Kennt Ihr so etwas ähnliches, Ihr Angehörigen? @ Speedy 53?

    Ist das verständlich?


    Ihr beschäftigt Euch ja meistens mehr mit dem Trinkenden, als mit Euch selbst!? Habt Ihr selber vor dem Alkohol kapituliert? Was geschah, was ist passiert und Wie ist es Heute? Wo gibt es die Lösungen? Im Angehörigenbereich lese ich sehr wenig darüber, vielleicht täusche ich mich auch.

    Ich persönlich möchte mir nicht anmaßen wollen, jemanden als Alkoholiker oder Co-Abhängigen bezeichnen zu wollen. Denn ich kenne oftmals, nicht nur aus meiner eigenen Erfahrung die Reaktionen, die aus Trotz genau das Gegenteil bewirken können. Und zwar real. face to face.

    Ich verstehe die Forumsleitung und die Moderatoren, die sich gegenseitig unterstützen! O. K.

    Ich versuche jedoch eine möglichst neutrale unvoreigenommene , meine Meinung zu schreiben.

    Gute 24 Stunden!

    Puuhhh!!

    Gruß Hermann
    Alkoholiker - seit Januar 1995 Trocken ohne Rückfall

    Hallo,

    Zitat

    Alkoholiker sind die besten Lügner der Welt, dass wird Dir hier jeder Betroffene bestätigen!


    Heute las ich hier in einem Thread diesen Satz.

    Hiermit möchte ich mich von der oben gemachten Aussage distanzieren!


    Als ich noch gesoffen habe, "benötigte" ich sehr häufig Notlügen, um mich aus peinlichen Situationen und "Gründen", die mir häufig im Suff wiederfahren sind, herauszumanövrieren! Allerdings war ich zu diesem Zeitpunkt auch noch "kein Alkoholiker".

    Seit ich Alkoholiker bin, bin ich Trocken ohne Rückfall. Lügen in Bezug auf Alkohol brauche ich Heute nicht mehr. Das Thema Ehrlichkeit ist ein häufiges, interessantes und bearbeitenswertes Thema in meiner SHG.

    Gruß Hermann

    Hallo Falk,

    ich weiß nicht ob Du daneben liegst oder nicht!?

    Alkis(ich spreche von mir) sind sehr schlau!

    Bei mir wäre es nicht angekommen, wenn jemand den Versuch gestartet hätte mir aus seiner Sicht überzustülpen, was ich jetzt zu tun habe und dabei auch noch gemerkt hätte, das derjenige mir nur seine theoretische Möglichkeit vermitteln will, wie die Lösung aussehen könnte! Ich brauchte gemachte Erfahrungen der Menschen!

    Hätte mir in meiner nassen Zeit jemand so geantwortet, wäre ich sehr wahrscheinlich in die Kneipe gegangen und hätte erstmal einen getrunken!
    Das gilt jedoch nur für mich!

    Wie "Der Wanderer" damit umgehen kann und was er daraus machen kann, weiß ich nicht. Der Bauch folgt dem Verstand manchmal nur sehr zögerlich und abwartend!?

    Gruß Hermann

    Hallo,

    als ich noch gesoffen habe, hätte mich kein Arzt, kein Therapeut, keine Suchtberatung, nicht meine Familie und keine Gruppe davon abgehalten zu trinken, da ich ja trinken wollte!

    Erst nach meinem persönlichen Tiefpunkt, begleitet durch meine SHG zu der ich dann ging und mit dem Willen Heute trinke ich nicht, konnte ich das 1. Glas stehen lassen.

    Dieses 1. Glas konnte weder mein Arzt, ein Therapeut, eine Suchtberatung, meine Familie, Freunde, Gruppe etc. etc. ..... für mich stehen lassen.

    Weder in meiner nassen, noch in meiner trockenen Zeit habe ich es erlebt, das mir jemand das Glas/die Flasche in den Mund gesteckt hat und ich diese getrunken habe. Ich war es, der seinen Arm ausgestreckt hat und das Glas genommen hat!

    Die Kosten für meine Trockenheit habe ich selbst übernommen und zwar in der Form, das ich mir damals und heute noch freiwillig und gerne die Zeit nehme in die SHG`s zu gehen um mit den vielen Profis meine Erfahrung, Kraft und Hoffnung zu teilen und versuche Sie an andere weiterzugeben, was mir ebenfalls eine Hilfe ist.
    Eine Spende für den "Hut" nach meinem eigenen Ermessen leiste ich auch gerne. Es hat sich bis Heute gelohnt.

    Gruß Hermann - Alkoholiker - seit Januar 1995 Trocken ohne Rückfall

    Hallo pauly,

    Ich darf nicht vergessen:

    Der Alkohol ist verschlagen, trügerisch und mächtig!

    Mit dem o. a. Wissen und wenn ich das 1. Glas stehen lasse, komme ich aus solchen Situationen gestärkt heraus (jedoch ohne Überheblichkeit) und gewinne dadurch Selbstbewußtsein! Gut finde ich wie Du diese Situation gemeistert hast! Diese Erfahrungen muß "man" machen.

    Gruß Hermann

    Zitat von Meinolf

    Ich finde es sehr schade, daß sich so viele Menschen erst so spät Hilfe holen, weil sie nicht wissen, daß eine genetische Veranlagung für die Alkoholkrankheit verantwortlich ist, und weil sie sich unbegründet dafür schämen, daß sie alkoholkrank sind.

    Das stimmt nicht!

    Gruß Hermann