Beiträge von carolinefeifer

    Diesen Post von 2006 habe ich gefunden und hier kopiert. Er ist nicht an mich gerichtet, hat aber etwas bewirkt.

    Man ist ja plötzlich anders aufgetreten und hat im gewissen Sinne ein ganz anderes Bewusstsein zu Tage gelegt.
    Und das müssen die Anderen auch erst einmal lernen im Umgang mit dem Betroffenen.

    Meine Familie wurde schon früh über meine Alkoholkrankheit informiert. Meine Abstinenz wurde positiv angenommen und respektiert, dass es bei Feierlichkeiten keinen Alkohol bei mir gibt. Und meine Veränderungen und Gespräche an denen ich mich dann eingebracht habe, wurde auch positiv aufgenommen. Ich habe mich immer mehr wohler gefühlt und meine Veränderungen angenommen, weil meine Veränderung positiv aufgenommen wurde. Mein Umfeld veränderte sich auch. Es wurde weniger getrunken. Das hat mir gut getan und unsere Familie kam sich wieder näher.

    So nach 13 Jahren muss ich gestehen, dass es irgendwie nachgelassen hat. Nich bei mir, aber bei meiner Familie. Die Alkoholsucht ist nicht mehr so verinnerlicht. Es wird nicht mehr so ernst genommen; habe ich den Eindruck. Die Feierlichkeiten sind ja nicht sehr oft. Schon wegen Corona, aber wenn

    wir dann mal zusammen kommen, komme ich mir schon blöd vor, zu erwähnen, dass ich nicht trinke. Dann kommt ein, aja stimmt.

    Das streßt manchmal.

    Es ist auch die nächste Generation unterwegs. Und leider auch ganz häufig der Satz "mir ist es lieber sie trinken zu Hause als im Park".

    Alkoholsucht ist leider kein Thema mehr.

    Es macht einfach traurig. Das in der eigenen Familie zu sehen.

    Guten Morgen.

    Meine Ängste sind mir im Augenblick ziemlich heftig angegangen. Dem werde ich mich jetzt stellen; bzw. habe ich begonnen.

    Ich bin häufiger draußen, auch wenn es kalt ist. Mein Umfeld und mein zu Hause war und ist Alkoholfreie. Meine Gedanke versuche ich durch Meditation

    und Yoga streßfrei zu halten. Leider geht das nicht jeden Tag.

    Was ich hier mitnehmen kann, tue ich durch lesen. Beginne die Threads von 2008 bis heute zu suchen. Da gibt es soviel, was mir geholfen hat und es

    bestimmt wieder tun wird. Eine gute Erinnerung " es ist gut auch wenn nicht alles Gut ist".

    Nicht Kämpfen, annehmen und leben.

    Schönen Tag wünscht Caro

    Guten Morgen.

    Gestern habe ich hier viel zu viel geschrieben. Immer stark zu sein, fällt mir im Augenblick nicht leicht.

    Ich habe sogar vergessen, mich gestern hier abzumelden. Bin spazieren gegangen um meinen Kopf frei zu bekommen.

    Der wenige Austausch den ich hatte, war auch nicht gerade gut für mich. Mein Arztbesuch gestern hat mir gut getan.

    Da konnte ich ein wenig los lassen. Heute kann ich auch noch mal zu Gespräch gehen.

    Streß abbauen und das eine vom Anderen trennen.

    Hat irgendwie den Touch das du einen Rückfall als Alternative im Kopf hast.

    Kann das sein? Durch Streß? Damit muss ich mich auseinander setzen. Alkohol ist keine alternativ um Streß abzubauen.

    Nicht das physische, das ist lange her, sondern die psychische Loslösung.

    Ich glaube da muss ich etwas tun. Das ist wieder aufgetaucht.

    Ich brauche einen Austausch und auch Wege aufgezeigt. Vielleicht anderen als vorher. Denn ich habe mich ja auch verändert.

    Danke

    Gruß Caro

    Hallo Cadda, Hallo Hartmut,

    spontan kann ich erstmal nur sagen; die Angst kam ohne Ankündigung und ohne sie näher zu definieren.

    Ich musste eure Fragen mehrmals lesen, um zu difinieren; in mich gehen.

    Oder läuft diese Angst schon immer mit?

    Wenn ich ganz in mich gehe, muss ich ja sagen. Eine Angst war wohl schon immer da, in der Kindheit, im Berufsleben, als alleinerziehende Mutte, als

    Hamster im Arbeitsrätchen, da war der Alkohol gut um die Angst zu unterdrücken. Ich war schon immer ein introvertierter Mensch, konnte nie auf

    Menschen zu gehen, sei den Vorträge halten. Alkohol, so meinte ich, machte mich zu einen sozialumgänglichen und mutigen Menschen.

    Ich verlor die Angst. Meinte ich.

    magst Du beschreiben, warum Du solche Angst vor einem Rückfall hast?

    Mein Tiefpunkt half mir den Schritt ohne Alkohol zu gehen und ich fand hier her. Das lesen bei den Langzeittrockenen zeigte mir, dass es auch ohne Alkohol geht aber auch was passiert, wenn ich weiter trinken würde. Ich hatte wirklich Glück. Die Erkenntnis, was aus mir geworden wäre, machte mir das 1. Mal Angst vor einen Rückfall. Ich wusste und weiß es jetzt auch, ich kann nicht mehr aufhören, ich würde sterben.

    Ich habe es geschafft, bis jetzt, mit meinen Ängsten umzugehen. Mein Leben neu aufzustellen und nicht mehr so sein zu wollen, wie andere mich gerne hätten.

    Ich glaube, weiß es aber nicht, dass der Tod meiner Mutter im letztem Jahr etwas auslöste, was ich jetzt nicht mehr mit ihr aufarbeiten konnte.

    Ich bin nicht bei ihr aufgewachsen, sie lebte 19 Jahre mit einem Alkoholiker zusammen, bevor sie sich trennte.

    Als ich sie pflegte hatte ich eine verbitterte Co-Abhängige fremde Frau vor mir. Mehr kann ich jetzt nicht dazu sagen.

    Ich fühle mich an die Anfänge versetzt. Nicht denken, sich bewegen viel trinken und meine Ängste überwinden.

    Ich habe das Gefühl etwas von mir verloren zu haben.

    Mehr geht heute nicht mehr.

    Danke fürs lesen und antworten.

    Gruß Caro

    Guten Abend,

    ich hatte heute einen guten Tage. So wie das Wetter heute; sonnig aber auch etwas regnerisch. Mit Regenschirm ging das.

    Meine starke Angst vor einen Rückfall stößt mich immer wieder mal aus meiner Linie; aus mein aufgebautes - wie ich annehme - gut eingerichtetes Leben.

    Diese Angst steckt seit von Beginn meiner Trockenzeit in mir. Gegen meine Ängste habe ich eine Therapie gemacht und 2017 ging es mir recht gut damit.

    Meine Familie steht hinter mir, kann aber den Umfang, einer Alkoholsucht gar nicht

    richtig erfassen. Bis auf Betroffene.

    Im Dezember 2017 habe ich eine pflegebedürftiges Familienmitglied bei mir aufgenommen und versorgt. Die Zeit dafür hatte ich und auch die Stärke.

    Die Stärke bleibt aber nicht auf Dauer. In dieser Zeit fand ich Unterstützung in der AG für pflegebedürftige Angehörige. Dort konnte ich mich austauschen und meine Ängste verarbeiten und diesen Schutzschirm. Anders kann ich das nicht beschreiben.

    Es half mir, trotz allem Schwierigkeiten, die eine Pflege mit sich bringt, liebevoll zu bleiben und meine Trockenarbeit im Auge zu behalten.

    Letztes Jahr im September verstarb die Person. Zurück blieb Trauer; Schuldgefühl und Angst. Die Kraft ist dabei ganz schon raus, nicht die Geistige aber die Körperliche. 2019 hatte ich noch einen Unfall und kann seit dem nicht mehr richtig Sport machen.

    Joggen geht nicht mehr, schnelleres Gehen habe ich heute wieder ein wenig geschafft.

    Die Gruppe fehlt mir. Seit Corona konnte wir uns nicht mehr treffen. Heute hatte ich ein gutes Gespräch. Ich kann zwar nicht mehr zur Gruppe gehen, aber Kontakte können wir pflegen, wenn auch wenig; Zeitmangel.

    Ich fühle mich wohl stark und habe auch meine Glücksmomente, durch die ich Kraft schöpfen kann.

    Die Angst eines Rückfalls bleibt, wenn viele Dinge auf einmal auf mich zustürzen.

    Ich achte auf meine Gedanken, denn nur sich führen mich zu Handlungen, die ich nicht

    möchte.

    Gruß Caro

    Hallo Hartmut,

    Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Wo liegen die sonstige Probleme für einen aktiven Austausch?

    Ich galube es liegt nicht daran sich nicht austauschen zu wollen. Nach einer gewissen Zeit und genügend Informationen geht es in die Tiefe.

    So war es bei mir. Das möchte man vielleicht nicht mit der Öffentlichkeit teilen.

    Oft kann sich der/die auch nicht mitteilen. Die Informationen hier, sind ja oft geprägt von erschüternden Erfahrungen.

    Dann kommt die Scham. Sich dem zu stellen, ist nicht einfach. Sich da neutral auszudrücken ist nicht immer schwer. Der Gegenüber sieht ja nur

    die Worte und kann auch nur interpretieren. Da führt zu Mißverständnissen.

    Dann lieber nichts mehr schreiben. Ist auch ein Weg. Es fehlt da ein kleiner Wink in die Richtung, weiter zu machen oder Mut zu machen.

    Ist nur meine Meinung

    Gruß Caro

    Hallo und guten Morgen.

    Heute ist ein guter Tag. Ich bin aufgewacht, mir geht es gut. Etwas raus gehen und spazieren. Einen Besuch machen und mich freuen.

    Ich hoffe die S Bahn streikt heute nicht wieder, damit muss ich fahren.

    Ich habe gestern hier viel gelesen. War enttäuscht und traurig.Aber das ist Okay. Das darf auch sein. Mir ist viel durch den Kopf gegangen.

    Warum ich hier wieder gekommen bin und was ich mir erhoffte. Die Annahme, hier wieder anzuknöpfen und mit Hilfe der Gruppe auch

    andere Bausteine zu bewältigen war von mir eine zu hohe Erwartung.

    Es hat sich vieles verändert. Viele sind noch hier und tauschen sich aus. Sind wiedergekommen. Das spricht für Vertrauen in diese Selbsthilfegruppe.

    Deshalb bin ich ja auch wieder hier. Vertrauen. Meine persönliche Gedanken habe ich ja hier hinterlassen. Und das ist gut so. Ich möchte auch weiterhin hier schreiben und mich austauschen, nur nicht ganz so persönlich, dass ist mir zu öffentlich.

    Ich bin seit 13 Jahren trocken und bleibe es auch. Das steht an erster Stelle. Ich habe auch noch meinen Notfallkoffer und die Grundbausteine

    sind mir auch noch sehr gut in Erinnerung geblieben. Nun, der Alkohol ist aber nicht der einzige Baustein, welcher mich wieder hier zurück in die

    Selbsthilfegruppe brachte.

    Neben Alkohol muss ich andere Punkte bewältigen, tiefe Trauer, meinen Unfall, Schuldgefühle ohne wieder in eine

    Depression zu fallen. Meine Annahme die Gruppe könnte mich auch dabei unterstützen, war wohl falsch.

    Und auch das ist Okay.

    Ich werde mal schauen, nach einer Gruppe, die sich und Maskenpflicht trifft oder Online da ist. Mit der Zeit werde ich bestimmt auch dort

    vertrauen. Bitte nicht Mißverstehen, ich suche keine anders Forum. Das wird hier meine einzige Selbsthilfegruppe sein und bleiben.

    Ich werde nur nicht alles hier lassen und nicht so oft schreiben.

    Ich hoffe, das geht so weit in Ordnung.

    Baustellen konnte ich mir nicht aussuchen, aber einen Weg finden, damit zu leben.

    Ich wünsche euch einen schönen Tag und bleibt gesund.

    Gruß Caro

    Hallo Sue,

    ich erinnere mich auch an dich. :) Es freut mich , dass du noch hier bist.


    In erster Linie bin ich ja für mich hier. 13 Jahre trocken leben hinterläßt Spuren. Positives aber auch negatives. Das Negative für mich, sind die Eindrücke,

    die ich hinterlassen habe, bei Personen aus meinem Umfällt, als ich noch trank.

    Ich hatte die Möglichkeit und die Kranft, mich dem zu stellen. Es war nicht einfach aber nötig.

    Mein Umfällt besteht heute und jetzt, aus meiner Familie. Davon ist eine gegangen.

    Leider sind auch 2 gute Freundinnen gegangen, die ich in den letzten 4 Jahren kennen lernen durfte.

    Das alles macht etwas mit mir. Es verändert mich und die Sicht auf die Dinge. Wieder Gut machen kann man nichts. Man kann auch die Vergangenheit

    nicht ändern, sich aber dem Stellen. Nicht um Pluspunkte zu sammel, sondern anderen zu helfen.

    Leider kann ich nicht zum Unsiversum sagen - Hallo ich habe es begriffen, schick mich zurück - , zu spät.

    Ich hatte die Möglichkeit, mich meiner Vergangenheit zu stellen. Dafür bin ich Dankbar.

    Caro

    Hallo und ein guten Tag.

    Ich konnte mit den alten Titel nicht mehr soviel anfangen. Er passt zu 2011. Heute habe wir 2021 und meine letzten Jahre waren trocken aber nciht einfach.

    Zwei Themen würde ich gerne hier hin mitnehmen.


    Das ist vom Oktober 2017


    Nach langer Zeit hier zu schreiben ist immer wieder ungewöhnlich für mich. Einiges ist bekannt, anderes wieder vollkommen neu. Wie Personen oder Eindrücke oder auch einfach Erfahrungen.

    Selbst für mich gibt es jeden Tag immer wieder noch etwas dazu zu lernen. Sei es um mich selbst weiter zu bringen oder auch immer noch von Anderen etwas neues zu erfahren, zu erlernen.

    Dazu kommen die vielen Eindrücke, die ich mitnehme, wenn ich auf anderen Seiten lese.

    Die Fremden Personen rücken dann ein wenig näher und werden zu Bekannten, Wegbegleiter und irgendwann vielleicht zu Freunden; auch

    wenn es virtuell ist.

    Das bewegt mich, auch nach einer Pause, immer wieder hier zurückzukommen. Die Pausen brauchte ich, um soziale Kontakte zu knüpfen (fern vom Alkohol) und um nicht immer nur am PC zu sitzen und zu lesen, sondern auch um die gewonnenen Erfahrungen zu leben.

    Das tat ich allerdings erst nach einem Jahr trocken sein. Hier fühlte ich mich sicher und gut aufgehoben so 2008 als ich mich hier anmeldete.

    Ich war bzw. bin (heute auch noch) ja nicht mehr abgestumpft, sondern eigentlich neu geborene worden, die ohne Alkohol sich wieder neu erfinden oder das eigentliche "Ich" kennen lernen musste, um am Leben wieder teilzunehmen.

    Mein wieder kommen

    Hallo guten Tag.

    Lang, lang ist es her . Seit 01.05.2008 trocken und bis heute geblieben. Habe mich mit vielen Tiefs und Hochs ins Jahr 2021 geschoben, gelebt oder wie immer ich es beschreiben soll. Ich bin Älter geworden; auf jeden Fall. Noch immer trocken; auf jeden Fall . Klar und Reifer im Kopf ,hmmm, ich lerne immer noch dazu und bin für vieles offen; nur nicht zum Alkohol.

    Hier im Forum konnte ich alle Facetten unserer Krankheit lesen und bei jeden einzelnen miterleben, wie es gut wurde oder nach einem Fall wieder

    neu aufgestanden wurde. All das half mir, ohne Alkohol zu leben, nein falsch, zu leben. Den mit Alkohol ist kein Leben.

    Den 1. Schritt trocken zu werden, tat ich wegen oder für meine Tochter. Den 2. Schritt für mich, weil ich Leben wollte.

    Jetzt sind viele Tiefs und Hochs hinter mir und ich bin noch im Leben; weil ich trocken geblieben bin.

    Wenn ich in meinem Thread lese, frage ich mich, bin ich das?! Und ja das bin ich und ich freue mich, den Weg gegangen zu sein.

    Das klingt jetzt echt geschwollen. Aber so bin ich. Wenn ich glücklich und zufrieden bin, muss ich es sagen, schreiben oder mitteilen.

    Leider schaffe ich es bis heute nicht jeden Tag die Waage zu halten. Wenn es hoch oder tief geht, dann aber auch gleich ganz hoch oder tief.

    Aus meinen Hochs habe ich mich glücklich und zufrieden gemacht und die Tiefs konnte ich mit klaren Kopf bewältigen. Die Abstinenz hilft mir

    dabei, Probleme anzugehen und zu bewältigen. Der nächste Tag sieht ganz anders aus, wenn es klar ist.

    Ich bin eine positive denkende und lebende Person geworden. Dabei haben mir ganz viele hier im Forum geholfen.

    Ich bin dankbar wieder hier zu sein. Leider konnte ich mich wegen anderer Baustellen hier nicht mehr austauschen. Ich hatte keine Zeit dazu.

    Auch nach so langer Zeit Pause, wünsche ich mir einen Austausch.

    Danke

    Hallo Hartmut,

    ich bin mir gar nicht sicher ob ich jemanden helfen kann, sich selbst zu helfen. Die Entscheidung etwas anzunehmen

    oder mitzunehmen, liegt doch bei jedem selbst.

    Vielleicht liege ich da auch falsch. Mir geht der Satz - ein Kranker kann keinen Kranken helfen - noch im Kopf herum und bleib bei dir.

    Den Sinn dahinter habe ich für mich erst später gesehen.

    Ich nehme heute an, dass es darauf ankommt, wie weit ich mich mit meiner Krankheit auseinander gesetzt habe.

    Als ich mich hier anmeldete, war ich zu nächst überfordert. Ich musste erstmal verstehen, was da mit mir passiert ist.

    Was der Alkohol mit mir macht, wie er es macht und was zu meiner persönlichen Veränderung führt. Und was für mich

    wichtig war, wo Alkohol enthalten ist. Der 1. Schritt auf zu hören, half mir nicht weiter. Ich musste ja erst mal

    verstehen, wer da in meinem Kopf die Sucht auslöst. Ich musste verstehen und annehmen, dass ich Krank bin und es keine Heilung gab. In dem Zustand konnte ich keinen Kranken helfen. Also blieb ich bei mir. Stabilisieren, um die Kontrolle wieder zu finden.

    Das Wissenswerte darüber fand ich hier, bei den länger Trockenen. Ich wusste nun was in meinem Körper passierte wenn ich trank. Warum ich mich veränderte und was die Sucht auslöste.

    Ich habe lesen können, wie es anderen ergangen ist. Das half mir dabei stärker zu werden, meine Scham zu überwinden und die Gefühle zuzulassen, die auf mich zu kamen. Der Wille, da nie wieder hinzukommen ist auch aus den hier lesen entstanden.

    Nur muss es ja so bleiben.

    Auch dabei fand ich hier Unterstützung und Hilfe.

    Ich möchte aber auch erwähnen, dass neben dem Forum hier auch eine Therapie, persönlicher Austausch in einer Gruppe oder anderes wichtig ist. Jeder Verändert sich ja mehr und mehr. Die eigentliche Persönlichkeit, die man nicht mehr wahrgenommen hat, kommt ja an die Oberfläche.

    Ich musste lernen damit umzugehen.

    Mit der zeit erkannte ich, dass ich kein extrovertierter Mensch bin. Auf Andere zuzugehen konnte ich nur, wenn ich etwas

    getrunken habe. Das war aber nicht ich, dass war der Alkohol.

    Heute weiß ich und kann auch damit umgehen, das ich ein introvertierter Mensch bin.

    Und das ist gut. Und ist richtig so. Es ist für mich nicht wichtig die fröhlichste oder Beste zu sein.

    Meine eigene Persönlichkeit wieder gefunden zu haben, mir selbst helfen zu können, konnte ich hier lernen.

    Das Richtzeug zu weiteren Schritte habe ich hier gefunden. Hilfe zur Selbsthilfe.

    Es ist nicht einfach und es wird nie einfach sein, nur wird es mit der Zeit kein Kampf mehr.

    Die Gelassenheit und Achtsamkeit und Dankbarkeit nehme ich aus der Philosophie des Buddhismus.

    Ich hoffe, ich habe das Thema nicht verfehlt. Weniger ist ja manchmal mehr. Ich finde aber so viel Freude darin, mich mitzuteilen. :oops:

    LG Caro

    Hallo Hartmut,

    ich war eine stille Trinkerin. Zu Hause, zu nächst zum abschalten, dann zum betäuben der Gefühle und bei meinem Höhepunkt, zur Streßbewältig.

    So nahm ich an. Ich hatte keinen so großen Verlust von Arbeit, Beziehung oder Haus. Kann eigentlich gar nicht so sagen, wie diese Tiefpunkt sind.

    Mein Tiefpunkt, oder besser ausgedrück, was mich dazu brachte endgültig aufzuhören bzw 13 Jahre trocken zu bleiben, etwas, was mich tiefer

    traf.

    Ich habe immer mal wieder aufhören wollen, es mal 1 oder 2 Wochen geschafft; alles ohne Therapie oder Hilfe anzunehmen.

    Erst als mir gesagt wurde, dass ich nicht mehr ich sei, mich zum negativen verändert habe, mit mir nichts mehr anzufangen sei, habe ich mal zu gehört.

    Das war mein persönlicher Tiefpunkt.

    Erst dann habe ich mir Hilfe gesucht. Da war mein Arzt in den 1. drei Wochen und das Forum hier. Die Erfahungen der länger trockenen halfen mir

    durchzuhalten, stark zu werden. Es war und ist nicht einfach. Ich hatte viel Glück.

    Ich kann bis heute nicht erklären, warum es gerade diese Aussage war, die mich veranlasste aufzuhören. Es hatte mich eben sehr tief getroffen.

    Ich glaube jedes Leben sagt irgendwan, bis hier her und nicht weiter. Dann sollte jeder die Kotrolle wieder übernehmen.

    Ich bin Dankbar für alles schöne, was ich von da an erleben durfte.

    Moin Dante

    Schön das du auch hier bist. :)

    Bert Brecht ..... die Mühen der Ebenen. Ja, dass passt.

    Mich beeinflußt heute das Wetter. Regen und kalt. Macht mich trüb. Die Nachrichten machen mich traurig .

    Dinge die ich nicht ändern kann , brauchen Gelassenheit. Das geht nur mit einen trockenen Kopf.

    Guten Morgen AmSee :)

    Danke für deinen Besuch.

    Freude zu haben empfinde ich immer mehr als Glücksmomente. Ich bin Dankbar für jeden Moment.

    Es gibt so Wenige die das zur Zeit erleben.

    Jede Erfahrung hat mich und mein Morgen verändert.

    Ich habe heute Morgen festgestellt, dass mein Thema gar nicht mehr zu meinem heutigen "Ich" passt .

    Leider habe ich den Vorschlag von Alex, ein neues Thema zu wählen verpasst. Das hole ich noch nach. :)

    Bis zum nächsten Mal

    Hallo guten Tag.

    Lang, lang ist es her . Seit 01.05.2008 trocken und bis heute geblieben. Habe mich mit vielen Tiefs und Hochs ins Jahr 2021 geschoben, gelebt oder wie immer ich es beschreiben soll. Ich bin Älter geworden; auf jeden Fall. Noch immer trocken; auf jeden Fall . Klar und Reifer im Kopf ,hmmm, ich lerne immer noch dazu und bin für vieles offen; nur nicht zum Alkohol.

    Hier im Forum konnte ich alle Facetten unserer Krankheit lesen und bei jeden einzelnen miterleben, wie es gut wurde oder nach einem Fall wieder

    neu aufgestanden wurde. All das half mir, ohne Alkohol zu leben, nein falsch, zu leben. Den mit Alkohol ist kein Leben.

    Den 1. Schritt trocken zu werden, tat ich wegen oder für meine Tochter. Den 2. Schritt für mich, weil ich Leben wollte.

    I

    Jetzt sind viele Tiefs und Hochs hinter mir und ich bin noch im Leben; weil ich trocken geblieben bin.

    Wenn ich in meinem Thread lese, frage ich mich, bin ich das?! Und ja das bin ich und ich freue mich, den Weg gegangen zu sein.

    Das klingt jetzt echt geschwollen. Aber so bin ich. Wenn ich glücklich und zufrieden bin, muss ich es sagen, schreiben oder mitteilen.

    Leider schaffe ich es bis heute nicht jeden Tag die Waage zu halten. Wenn es hoch oder tief geht, dann aber auch gleich ganz hoch oder tief.

    Aus meinen Hochs habe ich mich glücklich und zufrieden gemacht und die Tiefs konnte ich mit klaren Kopf bewältigen. Die Abstinenz hilft mir

    dabei, Probleme anzugehen und zu bewältigen. Der nächste Tag sieht ganz anders aus, wenn es klar ist.

    Ich bin eine positive denkende und lebende Person geworden. Dabei haben mir ganz viele hier im Forum geholfen.

    Ich bin dankbar wieder hier zu sein. Leider konnte ich mich wegen anderer Baustellen hier nicht mehr austauschen. Ich hatte keine Zeit dazu.

    Auch nach so langer Zeit Pause, wünsche ich mir einen Austausch.

    Danke

    LG Caro

    Hallo Correns,

    ich danke dir. Ich finde bei dir immer noch Anregungen zum Nachdenken.

    An dem auf Kurs halten, muss auch ich immer wieder arbeiten. Auch ich stoße immer wieder auf neue Eindrücke bei mir. Ich selbst ändere mich ja beim trocken bleiben und an mir arbeiten. So muss ich immer Achtsam sein.

    Gerade jetzt, habe ich feststellen müssen, dass sich mein Suchtgedächnis auch mal meldet, wenn ich etwas ändern möchte oder sich etwas ändert in meiner Lebenssituation. Auch wenn es positiv ist. Dann muss ich dies aufräumen. Nasse Gedanken erst gar nicht aufkommen lassen ist für mich wichtig.
    Im laufe der Zeit und durch meine Erfahrungen bin ich ganz schön sensibel geworden. Ich habe mehr Mitgefühl entwickelt. Da ist es manchmal gar nicht so einfach, hart und diszipliniert mir gegenüber zu bleiben.

    Ist es nicht schwerer mit den Gedanken an eine Trinkpause? Wird dann nicht davon ausgegangen, dass es bald wieder umkippt und man wieder anfängt?


    Ich denke eigentlich nie, dass es eine Trinkpause ist. Ich brauche das Stätige, das Jetzt für mich.
    Ich bin trocken und will den nassen Zustand nicht zurück und dafür tue ich etwas.

    Der Weg ist das Ziel; jeder auf seinen :)

    Ich wünsche dir eine schönen Abend.

    Gruß nach Stuttgart.
    Caroline :wink:

    Die Sonne scheint in Berlin und ich wünsche euch einen schönen Tag.

    Hallo Correns,

    danke für deinen Besuch. Dein Eindruck hat mich nachdenklich gemacht.
    Wusste nicht genau was du mir sagen wolltest.
    Ich bin trocken und du willst es werden, aus den Augen aus den Sinn und das ich keinen Austausch brauche.
    So habe ich es jetzt mal wahrgenommen.
    Darauf hin habe ich mich selbst noch mal gelesen und auch bei dir.

    Wir beide sind eigentlich genauso lange hier . Ich schrieb im geschützten Bereich, du im offenen. Und erst jetzt haben wir uns gegenseitig wahrgenommen. Wir haben alle das gleiche Ziel, trocken zu bleiben, nur jeder mit seinem Weg.

    Du hast deinen Weg gefunden und bist wohl auch immer noch auf einen guten Weg. Also würde ich mal annehmen, du bist trocken. Bis zum 14.10.2012 habe ich bei dir gelesen. Da fragst du „wer hält mich auf Kurs“ gleich mit deiner
    Antwort, das Forum. Die Frage finde ich gut und habe sie mir gestellt.

    Ich bin trockene Alkoholikerin und jeden Tag darauf bedacht, trocken zu bleiben. Ein aus den Augen aus dem Sinn, gibt es eigentlich bei mir nicht. Da halte ich mich auf Kurs. Wie ich es tat, ist mein Weg.
    Dazu nahm und nehme ich alles was ich hier an Hilfe und Wissen und Erfahrung und Austausch gefunden habe/finden werden und änderte mein Leben, mein Umfeld und mein zu Hause.
    Das trocken Leben ist einfach mein Leben geworden, auch mit Hilfe dieses Forum.

    Wenn ich hier nicht schreibe und es als Pause bezeichne, heißt nicht, dass ich nicht hier bin.
    Auch ich benötige und bedarf des Austausches, lässt sich aber nicht immer hier bewerkstelligen.
    Dazu kamen noch andere Baustellen, die ich mir nicht ausgesucht habe, ich aber in den letzten Jahren meine volle Aufmerksamkeit widmen musst. Die Achtsamkeit habe ich aber nicht verloren.
    Trocken zu Leben ist bei mir in Fleisch und Blut übergegangen. Ob es beim Einkaufen ist oder in der Freizeit oder bei Medikamenten, ich schaue erst auf die Inhaltsstoffe, dann kaufe ich es. Bei mir zu Hause gibt es keinen Alkohol, auch nicht bei Feiern. Wenn ich zu einer Feier gehe, sind es meistens Familienfeiern. Wenn es zu arg mit dem Trinken wird, gehe ich. Das tue ich seit ich trocken wurde. Es ging langsam immer mehr in mein Leben über.

    Ich habe mir jetzt die gleiche Frage gestellt. Wer hält mich auf Kurs: An erster Stelle ich. Den nur ich kann das
    erste Glas verweigern oder trinken. Nein, zu sagen ist mein Wille und die Hilfsmittel hole ich mir hier oder wo
    immer ich es finden kann. Es muss mir nur helfen.

    Dies ist mir so eingefallen, zu Correns Nachricht. Es hat mir geholfen, mich mal an meine Anfänge zu erinnern und wie es war. Ich möchte damit keinen Belehren oder Abwerten. Es ist schön wieder mal Andere Wege zu lesen.
    Und es ist gut hier zu sein.

    Danke

    LG
    Caroline

    Hallo Schatzmeister. Auch ich wünsche dir ein schönes Wochenende.
    Danke für deinen Besuch auf meinen Seiten.

    Nach langer Zeit hier zu schreiben ist immer wieder ungewöhnlich für mich. Einiges ist bekannt, anderes wieder vollkommen neu. Wie Personen oder Eindrücke oder auch einfach Erfahrungen.
    Selbst für mich gibt es jeden Tag immer wieder noch etwas dazu zu lernen. Sei es um mich selbst weiter zu bringen oder auch immer noch von Anderen etwas neues zu erfahren, zu erlernen.
    Dazu kommen die vielen Eindrücke, die ich mitnehme, wenn ich auf anderen Seiten lese.
    Die Fremden Personen rücken dann ein wenig näher und werden zu Bekannten, Wegbegleiter und irgendwann vielleicht zu Freunden; auch
    wenn es virtuell ist.

    Das bewegt mich, auch nach einer Pause, immer wieder hier zurückzukommen. Die Pausen brauchte ich, um soziale Kontakte zu knüpfen (fern vom Alkohol) und um nicht immer nur am PC zu sitzen und zu lesen, sondern auch um die gewonnenen Erfahrungen zu leben.

    Das tat ich allerdings erst nach einem Jahr trocken sein. Hier fühlte ich mich sicher und gut aufgehoben so 2008 als ich mich hier anmeldete.

    Ich war bzw. bin (heute auch noch) ja nicht mehr abgestumpft, sondern eigentlich neu geborene worden, die ohne Alkohol sich wieder neu erfinden oder das eigentliche "Ich" kennen lernen musste, um am Leben wieder teilzunehmen.

    Es dauerte einige Zeit, Jahre bis ich die warnenden Gefühle meines Körpers wieder verstehen konnte. Vor einigen Tagen hatte ich wieder mal so ein Gefühl.
    Es war Sturm und mein Balkon hatte darunter gelitten. Blätter, Sträucher und meine Blumentöpfe waren wüst verteilt.
    Als ich die Unordnung sah, fühlte ich das gleiche in meinem Kopf.

    Dies kommt immer mal wieder vor und gehört auch zu mir. Dann weiß ich, dass mein Körper ruhe will, nicht mehr denken und nicht mehr fühlen, nicht müssen und nicht mehr wollen. Nicht mehr Fragen und nicht Schämen, nicht mehr Grübeln warum, weshalb, wieso.
    Ich ziehe mich dann in mich zurück, verweile und komme hier her zurück.
    Das lesen und schrieben tut mir gut und hilft mir, zurück zu finden an die Anfänge.
    Die Schritte zu wiederholen, die mich damals stützten und mir halfen trocken zu werden und zu bleiben, bis ich stabil bin.

    Über das Warum denke ich nicht nach, ich fühle mich nur gut damit.

    Sorry an die, die es für geschwollen halten, was ich hier schreibe.
    Da bin ich und so mag ich mich und komme weiter.
    Ich glaube, das ist wichtiger als Vorurteile.

    :D:D:D

    LG
    Caroline