Beiträge von Marie04

    Hallo Maumaumanu!

    Ich bin Manu. Mutter von zwei Kleinkindern, 1+3. Mein Mann ist Alkoholiker.

    Du steckst wirklich in einer unglücklichen Situation weil deine Kinder noch so klein sind.

    Er hat grade den körperlichen Entzug in einer Klinik durch und ist seit einer Woche wieder zu Hause.

    Wenn er nur einen Entzug gemacht hat und nichts weiter unternimmt wie z.B. eine Selbsthilfegruppe oder eine weiterführende Therapie zu besuchen wird das wahrscheinlich nichts.

    Vorher hat er ein Jahr lang heimlich getrunken. Er ist auch depressiv. Ich dachte lange, dass er dissoziiert.

    Wenn er depressiv ist ist trinken tabu denn Depressionen und Alkohol putschen sich gegenseitig hoch. Wenn er Medikamente gegen Depressionen einnimmt können sie bei gleichzeitigem Alkoholgenuss nicht richtig wirken.

    Ich wollte damals nur, dass er nicht heimlich trinkt. Das hat sich aber wiederholt. Irgendwann hab ich dann richtig viel verstecken Schnapps gefunden. Da hab ich das erste Mal gefordert, dass er nicht trinken darf, wenn er bei uns bleiben will. Vergeblich.

    Alkoholiker trinken oft heimlich, einmal weil sie Diskussionen aus dem Weg gehen wollen und andererseits wollen sie ihren wirklichen Konsum geheimhalten. Den Angehörigen erzählen sie oft Lügengeschichten damit sie keine Konsequenzen spüren müssen. Aber wenn du Drohungen aussprichst und nicht ins Handeln kommst nimmt er dich nicht mehr ernst.

    Ich mochte die Kinder nicht mehr mit ihm allein lassen. Jetzt, wo ich die Wahrheit kenne, bin ich so unfassbar wütend.

    Ich würde die Kinder auch nicht mit ihm alleine lassen, hast du denn niemanden der zeitweise auf die Kinder aufpasst? Auf Dauer ist es für die Kinder schädlich wenn sie in so einer Umgebung aufwachsen müssen.

    Nun hat er jedenfalls diesen Entzug gemacht und behauptet, er trinke nicht mehr. Ich glaube ihm kein Wort.

    Ich wäre da auch sehr mißtrauisch ihm gegenüber. Aber du kannst es nicht verhindern daß er wieder trinkt und dich wiederum anlügt. Ich verstehe deine Verzweiflung ging mir auch nicht anders. Ich habe das viele Jahre mitgemacht und ertragen und immer wieder gehofft daß er aufhört zu trinken. Aber letztendlich habe ich mich getrennt, ich merkte daß mich dieses Leben krank gemacht hat.

    Du hast nur ein Leben und 2 kleine Kinder ob du das auf Dauer aushalten willst steht auf einem anderen Blatt. Aber leider kann man den Partner nicht trocken legen auch wenn man sich noch so bemüht. Nur wenn es bei ihm Klick macht besteht eine Chance daß er aufhört.

    Hallo tajo!

    Hallo, mein Mann ist seit jahrzehnten alkoholkrank. Wir sind fast 30Jahre verheiratet...

    Ich war mit meinem Mann 32 Jahre verheiratet als ich mich endlich getrennt habe. Mein Mann war Quartalstrinker die Abstürze wurden immer häufiger, zum Schluß war er täglich betrunken. Ich war am Ende mit meinen Kräften als ich mich getrennt habe.

    Ich war nun beim Anwalt, weil ich das Trennungsjahr eingeläutet habe.

    Das ist ein guter Entschluß von dir irgendwann ist einfach Schluß! Ob er das wahrhaben will ist nicht dein Problem sondern seins, was erwartet er noch nach so vielen für dich unglücklichen Jahren? Daß du noch mit ihm unter einem Dach wohnst ist sehr unglücklich, da wirst du nie zur Ruhe kommen. Besteht denn keine andere Möglichkeit daß du ausziehen kannst?

    Er verspricht seit Jahren eine Therapie zu machen, aber leider passiert nichts.

    Das kenne ich auch was mir mein Mann immer wieder versprochen hat, solange er sich ernsthaft keine Hilfe sucht wird das sowieso nichts.

    Beim letzten Versuch mit dem Trinken aufzuhören, hat er im kalten Entzug gekrampft.

    Das passiert häufiger bei einem kalten Entzug und kann tödlich enden, aber mein Mann hätte das auch einfach abgetan. Er hat oft kalt entzogen und letztendlich daran verstorben da waren wir aber schon getrennt.

    Ich werde täglich bis aufs Übelste beschimpft und rausgeschmissen.

    Versuche möglichst schnell da wegzukommen, wie soll es denn funktionieren wenn du da wohnen bleibst? Du warst doch beim Anwalt frage doch den was dir so zusteht.

    ER hat immer Ausreden und Lügen parat.

    Wenn ich für jede seiner Lügen und Ausreden einen Euro bekommen hätte wäre ich jetzt richtig reich.

    Hallo Maumaumanu,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Leider ist es so, dass sich viele Geschichten der Angehörigen bei uns im Forum ähneln.

    Und es ist so, dass nur der Alkoholkranke die Sucht stoppen kann. Du kannst im Grunde nichts tun, nur dafür sorgen, dass es Dir besser geht.

    Für den Austausch mit den anderen Teilnehmern klicke den folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben.

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in "Erste Schritte für Angehörige" verschieben.

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Lissi2025.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Hallo Lissi,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe.

    Mit Deinem Problem bist Du bedauerlicherweise nicht allein. Leider können wir Angehörige nichts ausrichten wenn der Suchtkranke nicht will.

    Für den Austausch mit den anderen Teilnehmern klicke folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben. Dann wirst Du freigeschaltet und Dein Thema in den Bereich "Erste Schritte für Angehörige" verschoben.

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, tajo.

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    Hallo Tisha!

    Es wird, wie beim letzten Mal, ein ziemlicher Akt werden. Ich bereue es, ihm die Chance gegeben zu haben. Bin wieder auf das Gerede reingefallen. Mein Fehler, ich weiß.

    Du kannst es ja kurz und bündig machen, ihm einen Termin nennen wann er raus sein muß und wenn er nicht geht läßt du das Wohnungsschloß auswechseln. Zuviel reden bringt eh nix das führt nur zu unangenehmen Diskussionen die dich wiederum belasten.

    Du mußt dich nicht immer wieder erklären, er weiß doch was Sache ist.

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Kaa.

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    Hallo Frankenstein!

    Nach dem ich einige Beiträge gelesen habe, bin ich jetzt ziemlich verzweifelt.

    Die Fülle der Beiträge erschlägt einen am Anfang. Lasse doch erstmal sacken, du musst ja nichts übers Knie brechen. Ich bin auch eine Angehörige, mein Mann hat viele Jahre getrunken. Am Anfang nur ab und zu aber im Laufe der Jahre wurde es immer mehr.

    Ich war viele Jahre verzweifelt und nichts was ich gemacht habe hat ausgereicht damit er etwas unternimmt um seine Sucht in den Griff zu bekommen. Irgendwann war ich nur noch depressiv und hatte das Gefühl das Leben zieht an mir vorbei. Ich habe mich immer mehr zurückgezogen weil ich mich auf Festivitäten total geschämt habe wenn er wieder total betrunken war.

    Meine Frau hat während ihrer 2 Jahrigen Krebsbehandlung angefangen zu trinken.

    Das mag ja sein aber das ist doch kein Grund um zu trinken, im Gegenteil. Der Organismus braucht dann die Kraftreserven für andere Dinge, nicht für den Alkohol.

    Ich habe Angst , daß mir alles entgleitet.

    Es liegt leider nicht in deiner Macht etwas gegen ihre Sucht zu unternehmen. Es ist ihr Ding und ihre Verantwortung der sie sich stellen müsste. Ich bin nach vielen Jahren in denen ich mich erfolglos bemüht habe gegangen, denn ich war am Ende meiner Kräfte.

    Hallo Tisha!

    Nach sehr vielen Entgiftungen und einer Langzeitteraphie muss ich so langsam einsehen, dass alle Hoffnungen und Bemühungen vergebens zu sein schein.

    Ich kenne das - ich habe so lange gehofft und wurde jedes Mal wieder enttäuscht. Trotzdem konnte ich lange nicht loslassen und dachte wenn ich mich besonders anstrenge wird er einsehen daß zuviel Alkohol nicht gut für ihn ist. Es drehte sich alles nur noch um das Thema Alkohol, es beeinträchtigte irgendwann mein ganzes Leben.

    Wer selber nicht wirklich will, wird nicht aufhören.

    Das ist eine wichtige Erkenntnis und die einzige Wahrheit nur der Süchtige selber kann bestimmen wann er etwas verändern kann und will. Viele kommen nicht zur Einsicht und erreichen auch nie ihren Tiefpunkt.

    Ich kann nun sagen, dass ich dieses Leben nicht mehr möchte.

    Das kann ich voll und ganz verstehen das Leben ist zu kurz um es auf diese Weise zu verbringen.

    Auch ich habe Fehler in der Zeit gemacht, viele auch unbewusst.

    Wer macht denn keine Fehler das ist doch menschlich aber oft werden diese Fehler und seien es Lappalien herangezogen, daß weiter getrunken wird. Du bist auf einem guten Weg indem du einsiehst daß du ihm nicht helfen kannst. Er wird dich sonst immer tiefer in seine Spirale abwärts mitreissen.

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Tisha.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Hallo BigSquirrel!

    Wir hatten ein langes Gespräch und sie ist da auch reflektiert und versteht meinen Standpunkt. Für mich ging es nur noch alkoholfrei sowie mit Therapie weiter. Beidem stimmte sie zu.

    Es geht beides einmal alkoholkrank zu sein und sich einsichtig zu zeigen. Viele Alkoholiker versprechen das Blaue vom Himmel und handeln doch nicht indem sie die nötigen Schritte einleiten und ihre Sucht angehen. Mein Mann war auch anfangs Quartalstrinker, er hat auch Trinkpausen gemacht und alles mögliche versprochen um dann wieder richtig zuzuschlagen. Ich glaube daß sie guten Willens war aber die Sucht war doch stärker.

    Bzgl. Therapie hat sie scheinbar ihrer alten Psyhologin geschrieben, die sie auch gerne wieder empfangen wird im Juni, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Besser wäre es gewesen sie wäre zu ihrem Arzt gegangen und hätte ihm ihr Problem geschildert oder sie hätte eine Beratungsstelle für Suchtkranke aufgesucht um ganz speziell Hilfe zu bekommen. Beratungsstellen gibt es z.B. bei der Caritas in vielen Städten.

    Wie schon öfters geschrieben wenn der Suchtkranke nicht selber richtig davon überzeugt davon ist daß mit seinem Konsum etwas nicht stimmt wird sich nichts ändern auch wenn du es noch so möchtest oder forderst.

    Hallo Esteban!

    Willkommen hier im Forum, es wird sich bald der für dich zuständige Moderator bei dir melden.

    In der Zwischenzeit kannst du im blauen Balken "Artikel" anklicken dort findest du einige interessante Beiträge.

    Hallo Nika!

    Ein herzliches Willkommen hier im Forum. Ich bin auch eine Angehörige und schon lange hier. Wenn dein Mann nicht einsieht daß sein Alkoholkonsum nicht okay ist stehst du leider auf verlorenem Posten was seine Sucht betrifft.

    Je mehr du auf ihn einredest umso mehr wird er sein Problem vor dir vertuschen wollen. Mein Mann hat mich über seinen Konsum ständig angelogen und heimlich getrunken. Ich habe mich dann immer mehr mit seinem Konsum beschäftigt auf ihn eingeredet, ihm gedroht ihn zu verlassen, habe mich total zurückgezogen weil ich mich geschämt habe. Er hat immer häufiger und immer mehr getrunken das ist der normale Verlauf der Alkoholkrankheit wenn die Sucht nicht gestoppt wird.

    Dieses ständige Kreisen um sein Problem hat mich letztendlich krank gemacht. Er hat mir ja auch immer versprochen er hört auf zu trinken und ich habe immer wieder gehofft daß er wirklich etwas unternimmt und bin immer wieder enttäuscht worden. Es ist ja nicht möglich eine gute Beziehung zu führen wenn einer der Partner trinkt. Nach vielen Jahren bin ich ausgestiegen, ich konnte einfach nicht mehr.

    Nun muß es ja nicht immer so enden aber Liebe kann an der Sucht nichts ändern. Ich habe die Erfahrung gemacht daß der Alkohol für ihn wichtiger war als meine Person. Heute geht es mir wieder gut und ich bereue nur daß ich nicht viel früher ausgestiegen bin.