Beiträge von Lena40

    Hallo Lantern,

    herzlich Willkommen im Forum und Glückwunsch zu deiner Entscheidung keinen Alkohol mehr trinken zu wollen!

    Ich gehe jetzt seit 2 Jahren regelmäßig zu einer SHG und ich fühle mich da sehr wohl und vor allem gut aufgehoben- mittlerweile sind auch Freundschaften entstanden, welche ich nicht mehr missen möchte.

    Ich kann gut verstehen, das da bei dir eine gewisse Hemmschwelle ist, mir ging es damals ganz genauso- aber du brauchst wirklich keine Angst davor zu haben, und auch schämen brauchst du dich nicht. Dort sind alle wegen der selben Erkrankung, der Alkoholkrankheit und jedes Gruppenmitglied ist irgendwann zum 1. Mal in die Gruppe gegangen und somit wissen sie, wie es dir geht und werden versuchen, dir deine Angst/ Unsicherheit zu nehmen.

    Ich habe am Anfang noch nicht soviel von mir erzählt, sondern erstmal zugehört, beobachtet und alles auf mich wirken lassen, und das war auch völlig in Ordnung. Ich denke, es ist auch wichtig, sich selbst und der (jeweiligen) Gruppe eine gewisse Zeit zu geben und nicht vorschnell zu entscheiden, ob es passt oder nicht. Wenn man sich bei einer Gruppe gar nicht wohl fühlt, ist es natürlich völlig legitim nicht weiter dahin zu gehen und sich noch weitere Gruppen anzuschauen.

    Ich denke es gibt soviele unterschiedliche Gruppen, welche jede für sich ein eigenes Konzept/ Gestaltung der Gruppenstunden hat, da ist bestimmt auch für dich die "richtige und passende " dabei. Ich habe damals über die Suchtberatung der Diakonie von den Terminen erfahren und bin dann einfach mal hingegangen.

    Probier es einfach mal aus- ich wünsche dir dabei viel Glück :wink: ...

    Herzliche Grüße, Lena

    Hallo Michael,

    herzlich Willkommen hier im Forum und Glückwunsch zu deinem Entschluss ein abstinentes Leben führen zu wollen! Kennst du schon die Grundbausteine? Mir haben sie gerade am Anfang meiner Trockenheit sehr geholfen, sie waren für mich eine wichtige Orientierung.

    Was mich noch interessiert: warst du schon bei deinem Hausarzt oder bei der Suchtberatung? Und hast du evtl. vor, eine Therapie zu machen?

    Ich wünsche dir viel Kraft und einen guten Austausch hier,

    liebe Grüße, Lena :wink:

    Liebes Forum,

    ich habe also mit 30 Jahren meine 1. Gesprächstherapie angefangen, Auslöser war der tragische Tod eines Ex-Freundes als Folge seines Alkoholismus. In der Therapie ging es zum einen um dieses Erlebnis und zum anderen um meine traumatischen Erfahrungen in meiner Kindheit. Ich habe auch Alkohol zum Thema gemacht, doch ich habe damals von einem Problem gesprochen und noch nicht davon, das ich krank bin. Das konnte ich mir damals noch nicht eingestehen, ich weiß nicht, ob es der Therapeut hätte sehen müssen? Vielleicht hat er gedacht, wenn er mich damit konfrontiert, das ich nicht wieder komme und die Therapie abbreche.

    Ca. 3 Monate nach dem Todesfall, habe ich angefangen in einem Kiosk zu arbeiten- da ich die letzten Jahre nur Aushilfsjobs gemacht habe (teilweise auch nicht angemeldet)- war das für mich eine deutliche Verbesserung. Es gab mir eine Struktur, genau wie auch die Therapie und das tat mir gut. Doch an meinem Alkoholmissbrauch hat sich nichts geändert.

    In diesem Jahr lernte ich auch meinen letzten Partner kennen, mit dem ich dann 10 Jahre zusammen war. Ich war total verliebt und ich fühlte mich sehr geborgen und sicher bei ihm- er gab mir großen Halt. Ich habe dann meine Therapie für 1 Jahr unterbrochen, ich kann nicht mehr genau sagen warum. Ich denke, ich wollte einfach mal glücklich sein und das geniessen und mich nicht mit diesem ganzen "Schweren" auseinandersetzen. Wir sind nach ca. 9 Monaten zusammen gezogen, er war für mich meine große Liebe. Nach ca. 1 Jahr habe ich die Therapie wieder aufgenommen, insgesamt ging sie fast 3 Jahre. Sie hat mir schon gut getan, ich habe endlich einmal über alles von früher gesprochen, doch ich habe die ganze Zeit weiter getrunken und heute glaube ich, das sie deshalb nicht wirklich helfen konnte. Innerhalb der Therapie bin ich auch das 1. Mal in meinem Leben in eine psychosomatische Klinik gegangen, für 6 Wochen. Da habe ich auch nicht getrunken und der Aufenthalt hat mir sehr gut getan, doch als ich wieder zu Hause war, bin ich schnell in mein altes Verhalten zurück gefallen. Dazu ist noch wichtig zu wissen, das auch mein Partner viel getrunken hat. Mit der Zeit hatten wir ziemlich viele Probleme innerhalb unserer Partnerschaft, doch ich habe ihn sehr geliebt und immer wieder um unsere Liebe gekämpft- bis es nicht mehr ging. Ich habe lange gebraucht, um mich aus dieser Beziehung zu lösen- nach 10 Jahren habe ich mich dann von ihm getrennt.

    Erst durch diese Trennung konnte ich mich auf meinen Weg in die Trockenheit machen- das ist jetzt fast 2,5 Jahre her und ich bin mittlerweile auf einem sehr guten Weg unterwegs und ich tue alles dafür, um nicht von meinem Weg abzukommen. Meine Trockenheit steht an erster Stelle, sie ermöglicht mir, die 2. Hälfte meines Lebens selbst zu bestimmen und mir ein neues, erfülltes, glückliches und zufriedenes Leben aufzubauen. Schritt für Schritt und in meinem eigenen Tempo....ich habe alle Zeit der Welt!

    Ganz liebe Grüße von Lena :wink:

    Danke Frank!

    Hallo zusammen,

    ich schreibe noch ein bißchen weiter aus meinem Leben, es tut mir gerade gut, das zu tun. Dabei kann ich einiges nochmal verarbeiten und ich bin froh, das ich mittlerweile soweit bin, dies nüchtern- ohne Betäubung, ohne Schleier- zu schaffen und aushalten zu können.

    Um meinen 30. Geburtstag herum ist etwas Tragisches in meinem Leben passiert. Ich hatte in diesen ganzen Jahren natürlich auch einige Beziehungen und Partnerschaften, u.a. war ich am Ende meiner Bauzeichnerlehre ca. 1/2 Jahr mit einem jungen Mann zusammen, zu dem ich eine Art Seelenverwandschaft gespürt habe. Leider habe ich nach kurzer Zeit gemerkt, das er hochgradig Alkoholiker war und deshalb habe ich mich schon nach so kurzer Zeit wieder von ihm getrennt. Das habe ich gemacht um mich zu schützen, jedoch hatte er immer einen Platz in meinem Herzen behalten. Wir haben uns dann einige Jahre aus den Augen verloren...doch irgendwann haben wir uns zufällig wieder getroffen und wir hatten wieder lockeren Kontakt zueinander. Ich habe schnell gesehen, das es ihm sehr schlecht ging und er so gut wie keine Freunde mehr hatte. Er hat öfters versucht mit dem Trinken aufzuhören und ich habe dann versucht ihn zu unterstützen und für ihn da zu sein. Ich habe ja selbst viel getrunken, doch das war kein Vergleich zu dem, was und wie er getrunken hat. Klingt vielleicht paradox....er hat ca. 2 Flaschen Wodka am Tag getrunken, jeden Tag....ich habe ca. 5-6 Bier oder 1 Fl. Wein getrunken, 2-3x in der Woche....naja...ich habe versucht ihm zu helfen, er konnte immer zu mir kommen, doch damals wusste ich im Grunde gar nichts über unsere Krankheit, sonst hätte ich ihm gesagt, das er zum Arzt oder in die Klinik muss. Ich habe halt versucht ihn emotional zu unterstützen....dies ging einige Monate, zwischendurch hat er dann doch immer wieder getrunken, dann habe ich ihn auch bei mir nicht in die Wohnung gelassen. Es war schlimm für mich zu sehen, wie es stetig mit ihm bergab ging, ich war so hilflos. Irgendwann kam der Zeitpunkt, das ich ihn nicht mehr telefonisch erreichen konnte, nach ein paar Tagen bin ich zu ihm gefahren, doch es hat keiner aufgemacht. Ich fing an, mir große Sorgen zu machen, da war so ein unbestimmtes, ganz ungutes Gefühl im Bauch....was sich dann leider auch bestätigte. Kurz vor meinem Geburtstag bekam ich die Nachricht, das er tot ist, das er 1 Woche tot in seiner Wohnung gelegen hat....das zog mir den Boden unter meinen Füßen weg, ich war total im Schockzustand...damit konnte ich überhaupt nicht umgehen...

    Die Todesursache war multiples Organversagen, damals wusste ich wie gesagt noch viel zu wenig über die Alkoholkrankheit und konnte das alles gar nicht richtig einordnen- ich wusste nicht, ob er sich totgetrunken oder vielleicht sogar das Leben genommen hat und ich bekam auch keine Informationen, ich war ja keine Angehörige. Erst seit ich mich mit meiner Krankheit beschäftige, weiß ich bzw. vermute ich, das er einen kalten Entzug gemacht hat und dabei dann gestorben ist. Und das ist tragisch. Er wurde nur 32 Jahre alt.

    Kurz danach bin ich dann endlich mit meiner 1. Therapie angefangen, allerdings noch nicht primär wegen Alkohol, sondern wegen dieser Geschichte und wegen meiner traumatischen Kindheitserlebnisse.

    Pause...Gruß Lena

    Liebe Seidenraupe, liebe Lea, liebe Mitleser,

    danke euch Beiden für eure lieben Worte, das tut mir so gut, da fühle ich mich gesehen und das ist ein gutes Gefühl!

    Wo war ich stehen geblieben....ja, also bei mir zu Hause war einfach alles anders, nichts war normal. Mit 15/16 Jahren habe ich dann, wie viele andere Teenager auch, meine ersten Erfahrungen mit Alkohol gemacht. Und ich habe von Anfang an anders getrunken als die anderen, ich habe gemerkt, das der Alkohol mich locker und scheinbar selbstbewusster macht. Vor allem konnte ich so wenigstens mal für ein paar Stunden alles vergessen, verdrängen und einfach mal Spass haben. Doch schon damals kannte ich da keine Grenzen und es kam auch da schon zu sogenannten Filmrissen. Auch meine Selbstverletzung habe ich mir unter Alkoholeinfluss zugefügt. Doch leider war mir das damals nicht wirklich bewusst, ich denke es war ein verzweifelter Versuch, vor der Realität und der Situation zu Hause zu fliehen....mit fatalen Folgen, was ich aber erst viel zu spät erkannt habe.

    Das Schlimmste daran war später für mich, das ich mich dafür gehasst habe, das ich im Prinzip dasselbe gemacht habe wie mein Vater....ich habe den gleichen Weg gewählt, wie er es mir vorgelebt hat...ich habe gesoffen. Eigentlich hätte ich es besser wissen sollen und er hätte ein abschreckendes Beispiel für mich sein müssen....ich weiß bis heute nicht, warum ich auch in die Sucht geraten bin. Ich habe großen Respekt vor den Menschen, die auch in einer Familie mit Alkoholismus aufgewachsen sind und die gerade deshalb den Alkohol meiden oder ganz abstinent leben.

    Doch ich bin in die Sucht geraten und dies hat mein weiteres Leben bestimmt. Ich habe verschiedene Ausbildungen angefangen, zweimal nach 1 Jahr abgebrochen und die dritte als Bauzeichnerin dann abgeschlossen, dafür habe ich ca. 6 Jahre gebraucht und ich war da dann 23 Jahre alt. Trotz meinem Alkoholmissbrauch habe ich zumindest nicht aufgegeben und alles hingeschmissen- nein ich habe immer weiter gemacht und am Ende mein Ziel (Berufsabschluss) erreicht. Nach diesen langen, anstrengenden Jahren war ich total erschöpft und ich war auch ein bißchen naiv und habe geglaubt, jetzt wo ich meinen Gesellenbrief habe, kann mir eigentlich nichts mehr passieren....ich dachte, ich gönne mir eine kleine Pause und danach wollte ich dann durchstarten und anfangen als Bauzeichnerin zu arbeiten. Das war ein großer Fehler- ich habe angefangen in den Tag hinein zu leben und ich habe immer mehr getrunken. Hinzu kam, das ich die Dinge in meiner Kindheit überhaupt nicht verarbeitet habe- solange ich meine Ausbildungen gemacht habe, konnte ich diese Dinge gut verdrängen, ich brauchte meine ganze Kraft und Konzentration dafür. Doch ohne Beschäftigung und mit dem hohen Alkoholkonsum kam alles wieder an die Oberfläche....spätestens jetzt wäre es an der Zeit gewesen, eine Therapie zu machen und meine Geschichte aufzuarbeiten. Doch das habe ich damals nicht sehen können und ich bin immer mehr in eine Scheinwelt aus Alkohol, auch Drogen, Party und Feiern hinein geraten.

    Das ging einige Jahre so, zwischendurch habe ich immer mal wieder irgendwelche Aushilfsjobs gemacht, eine zeitlang habe ich in meiner Stammkneipe hinterm Tresen gearbeitet. Irgendwann habe ich mir gar nichts mehr zugetraut, mein Selbstwert war gegen 0 und der Alkohol hatte mich immer fester im Griff. Mittlerweile war ich mir dessen sehr wohl bewusst, doch ich hatte einfach keine Kraft aus diesem Teufelskreis auszusteigen.

    Dann ist etwas Tragisches in meinem Leben passiert, das war kurz vor meinem 30. Geburtstag....da schreibe ich das nächste Mal weiter, merke gerade, das es ganz schön anstrengend ist...

    Wünsch euch einen schönen Sonntag, lg Lena

    So hier bin ich nochmal....

    Weiß gar nicht recht, wo ich anfangen soll, mir gehen 1000 Gedanken durch den Kopf...

    Also, für mich sind Geburtstag, Weihnachten und Silvester sehr schwierige Tage, da ich in meiner Vergangenheit, angefangen in meiner Kindheit viele negative und traurige Erfahrungen gemacht habe. Ich bin mit einem alkoholkranken Vater und einer Co-abhängigen Mutter aufgewachsen, ich habe noch einen autistischen Bruder, welcher schon sehr früh in ein Heim für behinderte Kinder gekommen ist. Da war ich 6 Jahre alt und ich habe ihn sehr vermisst, er war auf einmal einfach nicht mehr da und ich habe ihn nur noch 2-3 Mal im Jahr bei Besuchen gesehen.

    Bei mir zu Hause herrschte der Aklohol und leider auch oft die Gewalt. Es gab keine Sicherheit, keine Geborgenheit und keine Fürsorge....ich musste halt zusehen, wie ich zurecht komme. Mein Vater hat meine Mutter häufig verprügelt und ich musste dies mit ansehen- immer wieder. Ich hatte ständig Angst um sie und ich wusste nie, was mich erwartet, wenn ich nach Hause komme. Manchmal war ich wie gelähmt, manchmal habe ich versucht Hilfe zu holen. Auf jeden Fall war da kein Platz für mich und meine (kindlichen) Bedürfnisse. Mein Vater hat oft damit geprahlt, das er ein Befürworter der antiautoritären Erziehung ist, ich empfand das als Sarkasmus pur. Mein Gefühl war, das ich ihm scheißegal bin, es gab für mich keine Grenzen, keine Liebe und keine Erziehung. Mit 15 kam es bei mir zu selbstverletzendem Verhalten, ich habe mir meine linke Hand mit Zigaretten verbrannt, das war ein einziger Schrei nach Hilfe. Aber auch das wurde unter den Teppich gekehrt, ich bekam eine Brandsalbe und musste mich damit selbst versorgen. Es hat Monate gedauert, bis es halbwegs heilte. Und es erinnert mich heute noch an diese schlimme Zeit, an meine totale Verzweiflung damals.

    An Weihnachten gab es einige Jahre keinen richtigen Weihnachtsbaum, sondern einen selbstgebauten aus Holz, welcher nur mit viel Phantasie an einen Weihnachtsbaum erinnerte. Der sah so blöd aus, den hatte mein Vater gebaut, sollte wohl irgendwie "stylisch" sein- keine Ahnung. Und ich habe mich immer so darauf gefreut, wenn wir am 1. Weihnachtstag zu Oma und Opa gefahren sind, da gab es nämlich einen richtigen Weihnachtsbaum. An Weihnachten wurde oft noch mehr getrunken als sonst, ausserdem konnte ich mich dem Ganzen an den vielen freien Tagen nicht entziehen. Das einzig schöne waren die Geschenke, dafür hat meine Mutter gesorgt, aber alles andere war nicht wirklich schön. Mit Silvester verhält es sich ähnlich.

    Ich habe mich immer für meinen Vater geschämt, weil er säuft und gewalttätig ist, weil ich ihn als ungepflegt wahr genommen habe, weil er so (Gefühls) kalt ist, so unnahbar und ichbezogen und vor allem, weil er so anders war- so anders als andere Väter. Ich bekam nur eine scheinheilige Anerkennung, wenn ich gute Noten in der Schule hatte, und in der Grundschule war ich immer Klassenbeste und damit hat er dann bei seinen Kumpels oder in der Kneipe angegeben....ja er hat mich auch öfters mit in die Kneipe genommen. Und da ich mich so für ihn geschämt habe, wollte ich auch keine Freunde zu meinem Geburtstag bei mir haben. Und wenn ich jemanden eingeladen habe, habe ich immer gehofft, das er erst spät nach Hause kommt, damit meine Freunde ihn nicht sehen, und das war Anspannung pur, leider keine positive...

    Bei uns war einfach nichts normal, alles war anders, alles war schrecklich...ich habe mich immer nach Normalität gesehnt, nach Liebe, Freude, Wärme, Fröhlichkeit, Geborgenheit und Sicherheit....nach einer normalen Kindheit....

    mach hier mal ne Pause, Gruß Lena

    Hallo Lea, hallo Heike,

    lieben Dank für euer Feedback, das tut mir gerade echt gut :D. Ich bin heute viel draussen gewesen, war mit dem Rad unterwegs, habe eingekauft und bin dann noch eine Runde spazieren gewesen. Dabei habe ich meine Gedanken schweifen lassen und es geht mir etwas besser. Jetzt habe ich schön gekocht, bzw. steht ein Paprika-Sahne-Gulasch auf dem Herd und schmort vor sich hin, dazu gibts Kartoffeln, das werde ich mir gleich schmecken lassen.

    Lea, du schreibst/fragst:

    Zitat

    Gab es bei dir auch eine Folge von Anspannung, Ausgelassenheit etc.?

    Vielleicht hat das Beisammensein bei dir auch tiefer gehende Gefühle wachgerufen? Trauer über etwas, was du verloren (geglaubt) hast?

    Das sind wichtige Fragen und darüber habe ich heute viel nachgedacht, doch jetzt möchte ich erstmal in Ruhe essen und ich denke, ich werde im Laufe des Abends noch etwas dazu schreiben. Ich glaube dazu möchte ich ein bißchen mehr ausholen, damit ihr mich besser verstehen könnt...

    Soweit für s erste, herzliche Grüße Lena

    Liebes Forum,

    jetzt hat das neue Jahr angefangen...

    Ich habe einen schönen Silvesterabend verbracht, wir haben lecker und reichlich gegessen, viel geredet, gespielt und uns um 0:00 Uhr gemeinsam das Feuerwerk angeschaut. Danach haben wir noch weiter gespielt und so gegen 2:00 Uhr haben sich meine Gäste verabschiedet. Bis dahin war alles gut. Doch als ich dann auf einmal alleine war, fing es an mir gar nicht mehr gut zu gehen. Irgendwie hätte ich so losheulen können und ich wusste gar nicht, wie mir geschieht oder was mit mir los ist. Und ich weiß es bis heute nicht und das macht mir ganz schön zu schaffen. Ich habe in der Nacht noch bei einem meiner Gäste angerufen und wir haben noch recht lange geredet, danach ging es mir etwas besser. Doch irgendwie komme ich da nicht richtig raus und das macht mir ein bißchen Angst.

    Es fühlt sich so an, wie ein depressiver Schub, so von jetzt auf gleich, ganz plötzlich aus dem Nichts....ich kenne mich mit Depressionen nicht wirklich aus und denke nicht, das ich schonmal welche hatte. Ich habe schon einiges darüber gelesen/ gehört, war aber noch nicht selbst davon betroffen, wenn dann evtl. mal depressiv verstimmt. Ich kann das gerade gar nicht einordnen und bin ziemlich verunsichert. Auf jeden Fall habe ich zur Zeit keine Energie, könnte nur schlafen und bin unterschwellig irgendwie traurig und hoffnungslos- das gefällt mir überhaupt nicht.

    Am 06.01. habe ich wieder Therapie und ich werde es meiner Therapeutin erzählen, ich hoffe sehr, das ihr etwas dazu einfällt. Vielleicht habe ich auch doch mehr Angst vor den Themen, die ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe, als es mir bisher bewusst war?? Tja, ich weiß es einfach nicht und das bereitet mir Sorge.

    Kennt von euch jemand sowas oder kann mir jemand von euch etwas dazu sagen?

    Stehe total neben mir.... Grüße, Lena :?

    Hallo Tina, Hallo Frank,

    ganz lieben Dank für eure Rückmeldungen, darüber habe ich mich sehr gefreut! Ich war vorhin noch einkaufen, habe auch sonst soweit alles fertig, naja nur noch bißchen sauber machen und morgen Früh hole ich noch frisches Baguette...also Silvester kann kommen. Morgen nachmittag mache ich dann einen leckeren Salat und den Rest bringen die anderen mit. Ich freue mich auf einen schönen, entspannten und gemütlichen Silvesterabend.

    Ich wünsche allen hier einen guten Rutsch und alles Liebe und Gute für s neue Jahr! Lasst es euch gut gehen ihr Lieben... :D

    Herzliche Grüße, Lena :wink:

    Guten Abend liebe Mitleser,

    ich möchte mich gerne nochmal vor dem Jahreswechsel bei euch melden und als erstes wollte ich mich einmal beim Forum und allen die dazu beitragen ganz herzlich bedanken!! Dieses Forum ist ein wichtiger Bestandteil in meinem Leben und auf meinem Weg in die Trockenheit geworden- und das soll auch so bleiben. Es hilft mir, neben einigen anderen Dingen, auf meinem Weg zu bleiben und das bedeutet mir sehr viel....DANKE dafür :D .

    Ich habe die Weihnachtstage schön verbracht, auch wenn es vorher doch noch sehr stressig wurde. Ich nehme gerade diese Zeit viel bewusster wahr und vor allem komme ich mir Schritt für Schritt näher, was für mich richtig ist bzw. wie ich eigentlich zu Weihnachten stehe....früher habe ich immer versucht, es irgendwie zu überstehen oder zu ignorieren und ich fand Weihnachten einfach schrecklich. An diesen Tagen habe ich immer sehr viel getrunken und oft endete es im Chaos. Heute bin ich in der Lage, mich darauf und auf mich einzulassen und ganz bewusst in mich hinein zu spüren, was für mich passt. Das wird noch ein längerer Prozess sein, aber ich habe ja alle Zeit der Welt und ich bin auf einem guten Weg.

    An Silvester habe ich dieses Jahr, das 1. Mal überhaupt in meinem Leben, Gäste bei mir zu Hause- es werden 3 liebe Menschen zu mir kommen und wir werden ganz ruhig, entspannt und natürlich ohne Alkohol den Abend miteinander verbringen. Es gibt ein kleines Buffet mit vielen leckeren Sachen, alkoholfreie Getränke, Tee und Kaffee, Nachspeise und Schokolade und Knabberkram. Wir haben einige Spiele besorgt und ich freue mich auf einen harmonischen Abend. Für mich ist das auch mal wieder eine gute Übung, so ähnlich wie an meinem Geburtstag dieses Jahr. Bin gespannt wie ich mich dabei fühle, ich freu mich schon drauf!

    Mein Jahresrückblick fällt sehr positiv aus- es gab natürlich Höhen und Tiefen- doch insgesamt war es ein gutes Jahr für mich. Ich habe viel für mich erreicht und geschafft und ich konnte in für mich wichtigen Bereichen für Klarheit sorgen. Dies waren u.a. folgende Dinge:

    - Wohnzimmerrenovierung
    - 1. Mal seit langer Zeit meinen Geburtstag gefeiert
    - Balkonsanierung
    - Abschlussgespräch mit meinem Ex
    - Kündigung meiner Arbeit im Kiosk
    - 1 Woche Berufsorientierung im BfW

    Für nächstes Jahr steht meine Berufsorientierung an 1. Stelle und dafür nehme ich mir soviel Zeit, wie ich brauche...ich werde mich da nicht unter Druck setzen (lassen). In der Therapie wird es weiter in die Tiefe gehen und ich bin gespannt, was ich da noch so für Erkenntnisse haben werde. Mehr steht nächstes Jahr nicht an, ausser weiterhin trocken zu bleiben, achtsam durch s Leben zu gehen und nach Möglichkeit glücklich und zufrieden zu sein.

    Wünsche euch ein schönes WE, ganz liebe Grüße, Lena :wink:

    Hallo zusammen,

    ich wünsche euch schöne, besinnliche und entspannte Weihnachtstage...geniesst die Zeit und lasst es euch gut gehen! Für mich ist es jetzt das 3. Mal, das ich die Feiertage trocken erleben darf und dafür bin ich sehr dankbar....so kann es weiter gehen...

    ganz herzliche Grüße von Lena :wink:

    Liebe Samsara,

    ich wünsche dir schöne, besinnliche und entspannte Weihnachtstage. Ich finde es gut, das du diese Zeit ohne Internet und in Stille verbringst, da kann ich noch viel von dir lernen....ganz soweit bin ich noch nicht, doch ich mache mir sehr viele Gedanken über Weihnachten und den Jahreswechsel und bin dabei, in mich hinein zu hören, was da für mich passt und was ich für mich richtig finde. Es ist ein Prozess und erstmal ist es für mich am wichtigsten, das ich trocken bin- und dieses Jahr verbringe ich zum 3.Mal Weihnachten und Silvester ohne Alkohol, dafür bin ich sehr dankbar. So darf es weiter gehen...

    Dir eine schöne Zeit, herzliche Grüße von Lena :wink:

    Hallo zusammen,

    ich habe einen neuen Salat ausprobiert: Feldsalat mit roter Beete, Nüssen (Cashews) und Schafskäse, dazu gab's Kartoffelrösti mit Sour Creme....war sehr lecker :D

    Ja, mit den Zubereitungszeiten haut das bei mir auch nie hin, bin wohl die 3. im Bunde der lahmarschigsten Köche und Hausfrauen hier....Hauptsache es macht Spaß und schmeckt...

    LG von Lena :wink:

    Hallo Atze,

    auch von mir herzlichen Glückwunsch nachträglich zum Geburtstag :D ! Ich wünsche dir alles Liebe und Gute für dein neues Lebensjahr, vor allem das du weiterhin auf deinem Weg der Trockenheit bleibst.

    Herzliche Grüße, Lena :wink:

    Hallo Xsa,

    herzlich willkommen hier im Forum!

    Es ist auf jeden Fall eine gute Entscheidung, das du dich jetzt hier mit uns austauschen möchtest- mir war und ist dieses Forum eine große Hilfe gewesen, mittlerweile ist es für mich ein ganz wichtiger Eckpfeiler in meiner Trockenheitsarbeit geworden (andere sind zB. meine SHG, meine Therapeutin, gute Freunde).

    Auch das du eine ambulante Therapie machst finde ich gut, mich würde interessieren, wie lange du diese schon machst? Bei mir war es auch so, das ich (noch) nicht körperlich abhängig war, doch gerade die psychische Abhängigkeit sollte man nicht unterschätzen. Aber ich denke, das tust du auch nicht.

    Am Anfang ist es meiner Meinung nach mit am wichtigsten, das man sich eingestehen kann, das man alkoholkrank bzw. Alkoholiker/in ist. Ich habe sehr lange dafür gebraucht, doch erst als ich es mir wirklich ehrlich eingestehen konnte, war es mir möglich geworden, mir Hilfe zu holen und den Weg in die Trockenheit zu gehen.

    Und was ich auch sehr wichtig finde, ist zu lernen, Geduld zu haben. Dies war auch für mich nicht leicht, aber es ist machbar...

    Achja, was mich noch interessieren würde....wie geht dein Mann mit deiner Krankheit um? Ist euer Haus alkfrei?

    Ich wünsche dir ein gutes Ankommen hier und freue mich mehr von dir zu lesen!

    Herzliche Grüße, Lena :wink:

    Hallo Seidenraupe, Atze, Matthias, Correns, Bruce, Frank, Wacholderfrau, Schnuffig und alle anderen, die hier bei mir lesen,

    ganz lieben Dank an euch, für eure Glückwünsche!! Darüber habe ich mich seeeehr gefreut :D . Ja 2 Jahre sind schonmal eine gute Basis, sie sind sozusagen mein Fundament für alles, was ich noch vorhabe in meinem Leben.... wie sagt Matthias immer so treffend : "Trockenheit ist nicht alles, aber ohne sie ist alles nichts"....genau so sehe ich es auch. Für mich heisst das, nicht nachlässig werden, sondern dran bleiben.

    So meine Woche der Berufsfindung im BfW habe ich hinter mir und ich bin um einige Erfahrungen reicher. Die Woche war mega anstrengend, ich bin jeden Tag um 4:30 Uhr aufgestanden und war immer erst um 17-18 Uhr wieder zu Hause. Aufgrund einiger psychischer Belastungen/ Probleme bin ich noch nicht in der Lage Vollzeit zu arbeiten, ich traue mir maximal 25-30 Std. in der Woche zu- und ich bin froh, das ich diese Woche geschafft habe. Ich habe großen Respekt für die Menschen, die das leisten können und tagtäglich tun, doch für mich war das eindeutig an meiner Belastungsgrenze bzw. geht das mal eine kurze Zeit, aber langfristig würde ich das nicht schaffen. Und das ist mit vielen Vorurteilen in der Gesellschaft verbunden, doch ich schäme mich nicht mehr dafür. Es hat seine Gründe, warum die Situation bei mir so ist und ich sehe es auch nicht mehr ein, warum ich mich dafür rechtfertigen sollte. Wichtig ist, das ich auf mich schaue und heraus finde, was für mich gut ist und wo meine Grenzen sind. Doch manchmal ist das nicht gerade leicht in unserer Gesellschaft und man wird schnell in eine pauschale Schublade gesteckt. Dies war u.a. auch einer von vielen Gründen, warum ich getrunken habe...ich habe mich oft als Versagerin gefühlt, weil ich nicht so leistungsfähig war/bin, wie es allgemein erwartet wird. Ich habe mich als nicht vollwertig bzw. nicht "richtig" empfunden und dieses Gefühl habe ich versucht wegzutrinken, denn damit ist es mir sehr schlecht gegangen. Aber das ist Vergangenheit....jetzt bin ich nüchtern und ich habe gelernt, mich so anzunehmen wie ich bin, mit meinen Stärken und mit meinen Schwächen. Ich gucke nicht mehr danach, was allgemein erwartet wird, sondern ich gucke auf mich und versuche herauszufinden, was ich für Bedürfnisse und Wünsche habe, damit es mir gut geht. Ich stelle gerade fest, das mein Threadtitel "Mein Weg zu mir" wirklich passt...

    Ich wünsche Allen ein schönes 3. Adventswochenende, lg von Lena :wink:

    Guten Abend,

    nächste Woche findet für mich eine Berufsfindung im BfW in Bookholzberg statt, ich bin gespannt, was da passiert bzw. ob sich da evtl. eine neue Perspektive für meine berufliche Zukunft ergeben kann. Ich versuche da gelassen zu bleiben und nicht zuviel zu erwarten, damit die Enttäuschung, falls da nicht soviel bei rum kommt, nicht so groß ist. Mal sehen ob mir das gelingt....aufgeregt bin ich trotzdem.... Auf jeden Fall muss ich morgen um 4:30 Uhr aufstehen, hoffe ich komme gut aus den Federn.

    Morgen bin ich auch genau 2 Jahre trocken, darüber freue ich mich sehr :D! Ich habe viel verändert, Neues gelernt, Altes losgelassen, Dinge ausprobiert und ich bin dabei, mich nocheinmal neu kennen zu lernen....ich hoffe sehr, das ich diesen Weg weiter gehen kann, dafür ist es wichtig weiterhin am Ball zu bleiben, was meine Alkoholkrankheit betrifft, sprich nicht nachlässig oder leichtsinnig zu werden.

    Wünsche allen einen guten Start in die neue Woche,

    Bis bald, herzliche Grüße Lena :wink:

    Hallo zusammen,

    ich habe mir jetzt die neuen Möbel gekauft und auch noch einen schönen Tisch aus Metall mit einer Glasplatte erstanden, die letzten 3 Tage haben wir alles aufgebaut....und was soll ich sagen, ich bin super glücklich und freue mich sehr, es sieht ganz toll aus!!

    Dann habe ich von einem Freund ein selbstgemachtes Adventsgesteck geschenkt bekommen, auch noch in meinen Farben dekoriert (blau und Silber), so das ich heute sogar eine Adventskerze anzünden kann....das hatte ich noch nie, da ich eher schlechte Erinnerungen an Weihnachten habe und irgendwie immer versucht habe, diese Zeit mehr oder weniger zu ignorieren. Und jetzt versuche ich einfach mal nachzuspüren, was für mich passend ist, also die Adventszeit und Weihnachten mal ganz neu für mich zu gestalten und zu entdecken. Auf jeden Fall freue ich mich darauf... :D

    Wünsche allen einen schönen 1. Advent! LG Lena :wink:

    Hallo Verena,

    ich mache mir ein bißchen Gedanken, ob bei dir alles in Ordnung ist? Es ist schon eine ganze Weile her, als du hier das letzte Mal geschrieben hast....Ich hoffe sehr, das es dir gut geht und ich würde mich freuen, mal wieder von dir zu lesen.

    Schicke dir liebe Grüße, Lena

    Hallo Frank, hallo zusammen,

    ich möchte euch nur kurz erzählen, das ich mir übermorgen endlich neue Möbel fürs Wohnzimmer kaufen werde. Eigentlich wollte ich das schon im Sommer machen, aber dann kam unvorhergesehen diese Balkonsanierung dazwischen, und das hat alles ein bissel durcheinander gebracht. Jetzt ist es endlich soweit und ich freue mich schon total darauf....da ich keine üblichen "Schrankwände" mag, habe ich mich für eine Vitrine (oben Glas, unten Schubladen), eine Fernsehbank und ein kleines Regal entschieden....alles aus Massivholz und in weiß gebeizt. Ich mag es lieber kleinteiliger, luftig und offen und Anfang des Jahres habe ich ja mein Wohnzimmer komplett renoviert und in weiß und hellem orange gestrichen. Bisher habe ich viele Möbel aus Holz, doch ich denke, das dazu auch weiße Möbel gut passen- ich mixe gerne Altes und Neues. Bin gespannt...

    In meiner Therapie habe ich ja jetzt schon einige wichtige Dinge bearbeitet und das Abschlussgespräch mit meinem Ex war sozusagen die letzte große aktuelle Baustelle, die ich gut bewältigt habe. Jetzt geht es in die Langzeittherapie über, und es wird nochmal mehr in die Tiefe gehen und da kommen dann Themen wie zB. mein Vater, Liebe und Partner, mein Bruder, meine Mutter, Gefühle, Kindheit, "Verborgenes", Träume und soetwas dran. Diese Dinge und meine berufliche Orientierung sind meine Themen für das nächste Jahr....ich konnte in diesem Jahr in einigen Bereichen für Klärung und Klarheit sorgen und ich freue mich auf das, was kommen wird. Es wird nicht immer leicht oder einfach sein, aber erst jetzt verstehe ich den Satz..." der Weg ist das Ziel"...

    In diesem Sinne, bis bald Lena :wink: