Ich meinte nicht, wochenlang krankgeschrieben zu Hause zu sitzen. Mein Tip (das war mein Weg und für mich wars die einzige Chance, wenns für dich anders ist dann mach es anders):
Ich hab meine Chefin angerufen und ihr gesagt, mir sei klargeworden daß ich Alkoholiker bin und lange krank sein werde, etwa ein halbes Jahr. Am nächsten Tag war ich beim Hausarzt umd hab mir eine Überweisung für einen "qualifizierten Entzug" geholt. Das sind 3 Wochen im Krankenhaus, und "qualifiziert" bedeutete daß dort eine Sozialberatung existierte die mir bei der Beantragung einer Langzeittherapie sehr sehr geholfen hat.
Die LZT dauerte 4 Monate. Dort kann man neue Fundamente legen - wenn man Offenheit mitbringt. Auch bei drohender Arbeitslosigkeit danach wird dir dort geholfen. Das Leben geht immer weiter, auch ohne Job. Und trocken ist es ein Leben. Naß nur eine Existenz.
Das alles war ein gewaltiger und auch angstmachender Schnitt. Klar... aber es hat mich zu mir selbst zurückgebracht. Ich hatte eben keine andre Wahl mehr. Ich kann gut verstehen wenn du Angst hast, einen solchen Schritt zu gehen. Aber: hast du was zu verlieren? Und was hast du zu gewinnen?
Wenn du das abwägst: du lebst doch in einem Albtraum. Der Job überfordert (klar wenn man trinkt), du kannst das loswerden und gesund werden (der Alptraum endet und vor allem die Lügen und das Doppelleben das so fertigmacht), und du kannst neu starten...
Du hast die Chance alles zu gewinnen, und du verlierst nur einen Haufen Belastungen.
Tja so sahs für mich aus... hat 3 Monate Suchtberatung gebraucht um das einzusehen damals und meine Ängste zu überwinden. Natürlich wollte ich nicht als krank und s hwach dastehen. Natürlich wollte ich so tun als wäre ich Herr meines Schicksals.
Erst als ich das alles aufgeben konnte, sagen konnte "ich kann nicht mehr", erst als ich den Mut hatte die weiße Fahne zu hissen, war ich befreit und konnte wieder erahnen was Glück aus sich selbst heraus sein könnte...
Ich weiß nicht was aus meinen Erfahrungen für dich paßt. Nimm dir das was sich gut anfühlt. Und dann geh deinen Weg. Spring ins Unbekannte wenn das was da ist nix mehr taugt: vergiß nicht, zu verlieren haste nix nur zu gewinnen...
Job?! Puuuh... Erstmal leben lernen, arbeiten kannst du imer noch...
Glück und Kraft, wie gesagt, pust ich dir mal rüber. Bin irgendwie sicher du schaffst das.
LG