Beiträge von lütte69

    Hallo Jacky,

    da ist ja echt viel los in Deinem Leben. Ich lese raus, dass Du Dich ganz viel mit ihm beschäftigst und Antworten möchtest. Ich hab das Gefühl, dass Dir das enormen Stress bereitet. Wie würde es sich anfühlen, wenn Du versuchst, das los zu lassen, wenn Du davon ausgehst, dass es Vergangenheit ist und Du Dich in den Mittelpunkt stellst. Du hast doch mit der Arbeit, einer neuen Wohnung und Deiner Gesundheit genug Baustellen, die Du zu beackern hast. Und dieses Gelaber von Deinem Mann, dass er sich trennt, weil der Polizist das sagt, ist ja wohl das allerletzte. Hat er keinen A... in der Büx zu sagen, dass er die Ehe nicht mehr will. Das hört sich alles so wischi waschi an und erweckt in mir den Eindruck, dass er voll drauf ist.

    Zitat

    Auch wenn ich in Trennung bin ist es immer noch schwer, weil sich ja nix klärt und ich in der Ehe gerade nichts bewegen kann. Jedenfalls nicht alleine.

    Klar kannst Du, du bist doch schon bei. Mach Nägel mit Köpfen - da bist du doch schon bei. Eigene Wohnung für Dich, eigenes Einkommen für Dich, eigenes Leben für Dich. Und schaff Dir einen Ausgleich zum Stress, tu etwas, was Dir Spaß macht, verwöhn Dich. Das muss ja nix großartiges sein, ein guter Tee/Kaffee, etwas, was Du gerne isst oder mal ein schönes Duschbad, Creme. Wenn Du mit Deinen Freundinnen zusammen bist, kannst Du das zur Freundinnen-Zeit erklären und mit Dir absprechen, dass Dein Mann (als Thema) da nix zu suchen hat. Es soll eine schöne Zeit für Dich sein. Zieh Dein Ding ohne ihn durch. Wenn er dann irgendwann wirklich clean/trocken sein sollte, kannst Du immer noch überlegen, ob Du ihn willst.

    Denk jetzt mal ausschließlich an Dich.

    sonnige Grüße
    Lütte

    So liebe Lilli, er ist jetzt in der Klinik und in allerbesten Händen. Du kannst ihn getrost los lassen und Deinen Urlaub genießen. Ich glaube bei der aktuellen Telekommunikationstechnik kann man sogar Nummern sperren :shock: (war ein Spaß). Aber als ich diese Kontaktsperre damals bei meinem Mann durchgesetzt hatte, ging es mir wesentlich besser. Ich konnte mich auf mich konzentrieren und bekam nicht immer wieder Denkanstöße von seiner Seite.

    Lass es Dir gut gehen.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Guten Morgen liebe Jacky,

    ich hoffe, Du liest hier noch mal und überdenkst Deinen Beschluss, hier nicht mehr zu schreiben.

    Dieser eine Beitrag von Sunshine bringt dich auf die Palme. Kann ich verstehen, er ist sehr direkt. Aber alles andere, was geschrieben wurde, kann diesen Beitrag nicht aufwiegen? Ich durfte durch dieses Forum ganz viel lernen. Zum einen hab ich gelernt, dass Beiträge, die mich die Palme hochjagen, mich in meiner Entwicklung weiter bringen. Sie haben mich zum Nachdenken angeregt. Ich hab versucht raus zu finden, was genau mich stört. Und da komme ich zu dem Zweiten, was ich hier lernen durfte, ich kann einen Beitrag auch Beitrag sein lassen. Wenn ich mich damit nicht auseinander setzen will, muss ich das nicht tun. Ich kenne Dich nicht, ich schreibe Dir von meinen Erfahrungen. Ob Du was für Dich daraus ziehen kannst, liegt nicht in meiner Macht und egal, was Du damit machst, mein Leben geht weiter, wie ich es mag. Ich hab auch sehr direkte Beiträge bekommen und über meine damalige Reaktion, kann ich heute nur schmunzeln. Meine Entwicklung wäre ohne das Forum nicht die Selbe gewesen und gerade die Beiträge, die gepiekt haben, haben mich auf meinem Weg weiter gebracht.

    Ich schreibe sicher nicht so direkt wie Sunshine, aber ich denke, ihre Kernaussage, dass jeder sein Leben in der Hand hat und gestalten muss, unterstütze ich sehr. Ich war damals auch tief in meinen Gefühlen und Ängsten verstrickt, aber als ich ins Handeln gekommen bin, als ich mein Leben wieder in die Hand genommen und Veränderungen vorgenommen haben, ging es für mich Berg auf. Ich habe mir auch professionelle Hilfe gesucht, weil ich mit mir nicht mehr weiter wusste. Hier geistert der Spruch rum "tun muss man tun" - ich kann traurig und wütend sein und das auch eine Zeit ausleben, aber mein Leben geht weiter und ich muss es irgendwann wieder gestalten. Dafür will ich Dir Mut machen, geh raus aus der Wut und dem Selbstmitleid und gestalte Dein Leben neu - ohne Deinen trinkenden Partner.

    Ich wünsche Dir Kraft und Geduld
    sonnige Grüße
    Lütte

    Liebe Mo,

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    Es lässt sich herrlich leicht schreiben. Aber das umsetzten ist so verdammt schwer. Es gibt für mich keinen Vergleich dafür.

    Das ist es, keine Frage. Mir haben da ein paar Bücher geholfen, die Sache mit den Gefühlen neu einzuordnen. Aber da sind ja Muster in uns, die sich in der Kinderzeit eingebrannt haben und die müssen Stück für Stück überschrieben werden. Das ist ein langer Prozess - zumindest empfinde ich das so - der vielleicht niemals abgeschlossen ist. Aber das ist eben unsere Entwicklung, unser Leben. Ich war nach dem Buchlesen auch total motiviert, alles umzusetzen. Aber dann kamen doofen Situationen und es hat nicht funktioniert. Einfach weiter machen, nicht aufgeben - ich hatte so nach 1,5 Jahren das Gefühl, dass sich in mir was verändert hat. Also Geduld haben, immer weiter üben und gut zu sich sein.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Jacky,

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    Bin immer noch verletzt weil er hinterrücks die Scheidung eingereicht hat und das nicht mit mir besprochen hat.

    Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Dich das verletzt. Ich hab meinem Mann damals nur einen Brief geschrieben, als ich von heute auf morgen ausgezogen bin. Das hat ihn auch verletzt, aber anders wäre es mir nicht möglich gewesen zu gehen.

    Ich habe auch nicht den Eindruck, dass er irgendwie motiviert ist, vom Alkohol wegzukommen. Fakt sind doch 2 Tatsachen: Er trinkt und nimmt Tabletten und er hat die Scheidung eingereicht. Was erhoffst Du Dir? Möchtest Du weiter ein Leben mit einem Süchtigen?

    Zitat

    Es quälen mich eher Verlustschmerz, Einsamkeit und ich bin traurig das ich ihm so gleichgültig bin. Ich empfinde es jedenfalls so.

    Ich glaube, diese Gefühle sind da, wenn man verlassen wird. Sie sind nicht schön, aber es liegt an jedem selbst, damit umzugehen, vielleicht sogar die Kraft zum Handeln zu finden.

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    Vielleicht sollte ich das alles nicht persönlich nehmen, denn er ist ja immer noch auf Entzug. Vielleicht kann er sich die ganze Zeit schon um nichts anderes deshalb kümmern.

    Vielleicht gehört es aber auch zu seinem Wesen und was dann? Warum suchst du nach Entschuldigungen für ihn? Ich kann Cadda nur zustimmen. Es hört sich nicht danach an, als ob er irgendwas an seinen Gewohnheiten ändern will. Vielleicht nutzt du diese Chance und kümmerst Dich darum, was Du möchtest, welche Träume hast Du, was möchtest Du erreichen? Sorge dafür, das es Dir gut geht.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Oh man, das hört sich nach Bauchknoten an. Ich glaube da hilft nur üben. Versuchen, sich den Schuh nicht anzuziehen. Sich selbst gerade in solchen Momenten was Gutes tun - eine schöne Tasse Tee und wenn Du Dich auf den Film gefreut hast, dann erst recht gucken. Ich hatte (oftmals hab ich das heute noch) das Problem, dass meine Gefühlslage enorm von seiner abhängig war. Aber das ist doch vom Kopf her gesehen Quatsch. Wenn er schlechte Laune hat/haben will - aus welchem Grund auch immer, ist das sein Problem, da kannst Du Kopfstand machen, im Tütü rum laufen, das liebste Wesen auf der Welt sein - Du änderst das nicht. Also kannst Du gleich dafür sorgen, dass Deine Stimmung nicht mit runter gezogen wird. Ich unterstell ihm keine Absicht, aber unsere Partner kennen uns und wissen, wie wir in bestimmten Situationen reagieren und das nutzen sie halt für sich aus. Funktioniert ja auch andersrum. :lol:

    Ich hoffe, Du konntest trotz allem noch schlafen.
    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Mo,

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    Dieses Gefühl hat sich bei mir so derbe eingebrannt das es die tiefen Verletzungen von damals hervorruft.

    Das sind Gefühle von früher. Ich kenne das auch. Es gibt auch Dinge, die in mir Gefühle hoch bringen, die ich als Kind in bestimmten Situationen hatte. Heute bin ich erwachsen. Ich sage mir das und versuche mit den Situationen anders umzugehen, damit mich eben diese Gefühle von früher nicht mehr so nieder machen. Das gelingt mir leider nicht so oft, wie ich es gern hätte, aber ich übe.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Jacky,

    ich hatte ähnliche Gedanken, wie Aurora, konnte sie nur nicht so ausdrücken. Wie wäre es, wenn Du wütend auf Dich bist, dass Du es so lange zugelassen und mitgemacht hast. Wäre das nicht Motivation zum Handeln? Und wenn Du so richtig wütend sein willst, kannst Du ja raus in die Natur und dort alles raus lassen, da hast Du keine Nachbarn, die das stören würde. Mir haben lange Spaziergänge immer geholfen.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Liebe Lilli,

    Du hast so viel geschafft in so kurzer Zeit. Klar, dass die Gefühle da nicht gleich hinter her kommen. Ich kann mich gut an diese "Allein-Sein"-Momente erinnern, wo ich auf meinem Bett gesessen und Rotz und Wasser geheult habe. Mir gedacht habe, dass es nicht so schlimm war mit ihm, wie jetzt so allein, aber das verging zum Glück irgendwann. Ich hatte viel Arbeit zu der Zeit und war viel unterwegs, hab versucht mich ganz doll abzulenken.

    Lass ihn mal in Ruhe sein Ding machen. Gut für ihn, wenn er die Kurve kriegt. Ihr könnt dann immer noch gucken, ob es wieder passt. Erstmal bist Du wichtig.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Lori,

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    Dies ist ja auch ein Forum für Abhängige, deren Sicht ich verstehen möchte.

    Was ändert es, wenn Du verstehst, warum er säuft? Kaufst Du ihm dann den Alk? Ich wollte ihn auch verstehen, aber ist mir nicht gelungen. Heute weiß ich, dass es auch nicht wichtig ist.

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    Wahrscheinlich mache ich auch so einiges falsch

    Genau und das ist der Grund, warum er säuft (Ironie aus) Wir sind alle nur Menschen und machen Fehler, deswegen wird niemand gezwungen zu saufen.

    Wie schon geschrieben, hat meine Tochter ihre Pubertät auch mit ihrem trinkenden Vater verbracht. Sie war 20, als ich ausgezogen bin und wir haben dieses sehr emotionale Gespräch darüber nach 8 Jahren dieses Jahr im Februar gehabt. Auch wenn sie es sich nicht anmerken lassen, macht diese Umgebung doch was mit ihnen.

    Zitat

    ass er sich dann vollends gehen lässt und schlimmer wird mit ihm.

    Da stellen sich mir doch die Nackenhaare auf. Die Tochter nimmt Rücksicht und übernimmt Verantwortung für ihren Vater und er säuft. Das ist doch total verkehrte Welt. Wie gesagt, ich kenne das aus eigenem Erleben, es war bei uns nicht viel anders. Was ist das für ein Familienleben? Soll eine Familie nicht was sein wohin man gern geht? Wie geht es dir/ihr bei dem Gedanken nach Hause zu müssen? Ich hatte immer einen Knoten im Bauch, ich wollte nicht nach Hause.

    Wir sind die Mütter und tragen/trugen die Verantwortung für unsere Kinder mehr oder weniger allein, weil unsere Männer durch den Alkohol dazu nicht in der Lage sind/waren. Unsere Aufgabe ist es, unsere Kinder zu schützen.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Jschky,

    willkommen im Forum.

    Zitat

    Doch was ich auch versuchte es will einfach nicht werden

    ich glaube, dazu passt dieser Spruch:
    wenn nichts mehr sein kann wie es war, nichts ist, wie du es dir wünschst, und nichts sein wird, wie du es dir erträumst, ist es an der Zeit, neue Wege zu gehen.

    Kannst Du die Scheidung als Chance sehen? Kannst Du ihn los lassen und für dich sorgen, dich umsorgen, so wie du ihn umsorgt hast? Wenn du dir vorstellst, dass Deine beste Freundin deinen Text geschrieben hat, was würdest Du ihr raten?

    Schau auf Dich, sorge dafür, dass es Dir wieder besser geht. Alles was ihn betrifft, liegt nicht in Deiner Macht. Das hast Du ja schmerzlich erfahren.

    Ich wünsche Dir für Deinen Weg viel Kraft und Geduld.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Lori,

    ich kann Dir dazu nur sagen, dass meine Tochter sich auch nichts hat anmerken lassen, aber tierisch gelitten hat. Das kam in einem sehr intensiven Gespräch raus, dass wir im Februar geführt haben. Sie wollen auch nur, dass es uns Müttern gut geht und uns nicht zusätzlichen Kummer bereiten. So war es jedenfalls bei mir. Ich konnte nicht mehr mit dem Konsum meines Mannes leben und bin gegangen. Kein leichter Schritt, aber ich bin heute enorm dankbar, den Mut der Verzweiflung aufgebracht zu haben und diesen Schritt gegangen zu sein. Es war eine katastrophale Zeit für mich, aber sie hat sich gelohnt. Ich führe ein zufriedenes Leben und brauche mir keine Sorgen zu machen, was zu Hause abgeht. Das einzige, was ich mir vorwerfe ist, diesen Schritt nicht schon früher getan zu haben.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Liebe Lilli,

    lass Dich mal von mir umärmeln und virtuell bin ich bei Dir. Ob alles gut wird? Ich hab leider keine Glaskugel, aber Du hast Dein Leben wieder in der Hand und Du hast alle Möglichkeiten, Dein Leben zu gestalten. Erstmal zur Ruhe kommen, durchatmen und raus finden, was Du für Dich tun kannst.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo Harley,

    ob ich die Wellen mit einem Alkoholiker möchte - ich weiß ja nicht. Sicher sind da Wellen in einer Beziehung, das ist meiner Meinung nach das Leben. Das liegt aber daran, dass man selbst nicht jeden Tag gleich drauf ist und es ja auch schöne Ereignisse im Jahr gibt und man mal durch nicht so tolle Situationen muss- als Paar und allein. Meine Beziehung zu meinem trinkenden Mann war nicht gesund und auch da gab es Wellen, mal war mein Bauchknoten sehr stark und manchmal eher weniger stark, aber er war immer da und das Leben war eine Gratwanderung, weil ich nie wusste, was mich erwartet. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich die Zeit für mich allein wirklich brauchte, um mein inneres Gleichgewicht wieder zu finden, wieder meinen Wahrnehmungen zu trauen, meinen Selbstwert zu finden und zu stärken. Warum nimmst Du dir nicht die Zeit und richtest den Fokus mal auf Dich. Du hast doch schon die Erfahrung gemacht, dass es funktioniert und dass es Dir auf keinen Fall schlechter damit geht. Tu Dir was Gutes, unternimm was, was Dir Freude macht, vielleicht wieder Freundschaften aufleben lassen, die auf Grund der Beziehung zu einem Trinkenden vernachlässigt wurden. Und dann schau, ob du mit ihm weiter zusammen sein möchtest.

    Viel Kraft und Geduld
    sonnige Grüße
    Lütte

    Guten Morgen,

    ich bin mir sicher, dass ich zu 90% rieche, sehe oder höre, wenn einer getrunken hat. Da bin ich so sensibilisiert und bei meinem Mann sind es 100%. Das hat diese Zeit neben einem trinkenden Partner mit mir gemacht. Da brauchst Du an Deinem Gefühl absolut nicht zu zweifeln.

    Daumen für morgen sind gedrückt und auf jeden Fall ist alles besser, als neben einem nassen Alkoholiker zu leben.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Liebe Mel, liebe Lilli,

    ich schreibe mal an euch beide, weil die Fragen von Lilli aufgeworfen wurden, aber hier bei Mel im Fädchen stehen.

    Zitat

    Meiner will jetzt nach meinem Auszug eine Therapie beginnen. Aber hält er auch durch? Und wenn ja, wie lange? Fängt das ganze Drama wieder von vorne an, wenn ich wirklich irgendwann zu ihm zurückkehren sollte? Und wieso denke ich eigentlich jetzt über eine Rückkehr nach? Sollte ich mich nicht lieber auf mein eigenständiges Leben vorbereiten und darüber nachdenken?

    Kann und soll er, aber für sich. Ob er durchhält wirst du dann sehen. Ob, wann und wie ich zurück gehe, war mir damals egal. Ich musste raus und mich wieder auf die Reihe kriegen. Musste wieder lernen, mir und meinen Wahrnehmungen zu vertrauen, mich wieder wichtig zu nehmen, musste raus bekommen, was ich vom Leben erwarte und wie ich das erreichen kann. Es ging um mich. Daher bitte den letzten Satz des Zitates nicht als Frage sondern als Aufforderung formulieren. Ja, nimm dein Leben wieder in die Hand und gestalte es wie es sich für dich gut anfühlt, darüber lohnt es sich nachzudenken. Wenn er durch Taten beweist, dass er wirklich seinen Alkoholkonsum einstellt und du zu dieser Veränderung auch Vertrauen hast, kannst Du ja immer noch zurück gehen, wenn ihr das beide wollt.

    Und den Worten eines nassen Alkoholikers kann man meiner Meinung nach nicht trauen. Er hat super von sich abgelenkt und mit dem Finger auf dich gezeigt. Was sind denn deine Ängste bezüglich einer eigenen Wohnung? Bedeutet eine eigene Wohnung nicht auch ein Stück Freiheit, entspannt nach Hause kommen ohne den Druck, was dich eventuell erwartet?

    Wir haben die Souffleuse in uns - unser Bauchgefühl sagt uns doch meist, was richtig ist.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Hallo,

    kann mich Cadda voll und ganz anschließen, diesen Vorschlag wollte ich dir auch machen. Bei dem Gedanken, es hinter ihrem Rücken zu machen beschlich mich ein unangenehmes Gefühl. So hast du ihr gesagt, welche Konsequenzen ihr Trinken nach sich zieht, musst es aber dann auch machen.

    sonnige Grüße
    Lütte

    Liebe Mel

    Zitat

    wollte er sich " mal wieder einen trinken " ganz bewusst.

    Er hat sich bewusst dafür entschieden :( obwohl er weiß, was er alles im Suff anrichtet, obwohl ihr den ganzen Mist schon einmal hinter euch habt. Du hast 2 Möglichkeiten, Du kannst zugucken, wie es wieder abwärts geht oder für Dich handeln, Dich aus dieser Spirale rausnehmen.

    Zitat

    Ich lasse mich einfach treiben. Aber, nutze jede Gelegenheit etwas für mich zu tun. Und mache auch nichts mehr, weil mm das von mir erwartet. Mir ist nicht immer wohl dabei, aber es geht immer mehr.

    Das ist doch schon mal ein guter Anfang. Wobei der Teil des "sich treiben lassens" immer weniger wird und der des bewussten Handelns immer mehr. Dann werden auch die inneren Veränderungen irgendwann spürbar. Und du nimmst dein Leben wieder in deine Hände.

    sonnige Grüße
    Lütte