Es tut mir leid Jump. Deine Fassungslosigkeit kann ich nachvollziehen. Ich wünsche Dir die Kraft auszusteigen. Lasse dir einen dicken Drücker hier.
Beiträge von lütte69
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Ich glaube das nennt man Kapitulation
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Liebe Jana, hier ist ja mächtig was los und es sind so viele wertvolle Ansätze bei. Für mich tritt die Ohnmacht jetzt langsam in den Hintergrund seit ich bei meinem Handeln und Denken mein Wohlbefinden als Maßstab anlege. Was fühlt sich für mich gut und richtig an. Ich kann sein Handeln und Denken nicht beeinflussen. Ich kann 1000 Erwartungen an ihn haben und nicht eine wird erfüllt. Ich kann aber mein Denken und Handeln steuern. Mir hat da wirklich die Beschäftigung mit meinem inneren Kind geholfen und ich habe mit kurzen Meditationen angefangen. Das alles ist ein langer Prozess und ich stecke mitten drin, aber es hilft mir dabei, den Fokus auf mich zu richten.
Sonnige Grüße und gute Nacht
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Und ich fürchte, es geht da gar nicht um ihn. Ich will einfach, dass da jemand ist, der mich liebt..
... und genau da geht es lang. Mir hat Stefanie Stahls Buch "Das Kind in dir muss Heimat finden" sehr geholfen, mich besser zu verstehen. Ist längst noch nicht alles gut, aber der Weg ist klar.
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Hej Zabou, bin ja auch eine ü50 Nicht-Gazelle und ich komme beim Schwimmen super gut runter. Ich achte auf meine Atmung und beobachte die Luftblasen. Es klappt immer besser, wenigstens für diese Zeit den Kopf frei zu bekommen.
sonnige Grüße Lütte
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Hallo Jana,
Zb es ist aus, weil wir so viel Streit hatten. Stimmt so nicht, wenn ihm was nicht gepasst hat, hat er alleine rumgeschrien. Das ist kein Streit. Und dass wir eh nicht zusammenpassen. Alles völliger bullshit. Mich macht das wahnsinnig. Sollte es nicht, ich weiß. Aber ich kann einfach nicht verstehen, wie jemand sich selbst und mir solche Unwahrheiten einreden kann.
Das ist seine Sicht der Dinge und Du hast deine Sicht. Beides ist in Ordnung und darf so sein. Ich bin da auch dran an diesem Thema. Hab meinen Mann gestern wohl mit einer normal höfliche Absage per WA beleidigt. Zumindest hat er mir das so gesagt und geschrieben. Dann ist das so, ich hätte jedem anderen in der Welt genauso geschrieben und ich denke für den Großteil wäre es auch in Ordnung gewesen. Mein Mann sieht auch andere Gründe für meinen Auszug als ich. Er hat in Bezug auf Alk eine völlig andere Wahrnehmung. Ich hab soooo viele Jahre versucht in trocken zu lieben, es funktioniert nicht. Jetzt ist es vorbei. Er darf sein Leben leben wir er es möchte und ich meins. Ich hoffe, wir bekommen das mit der freundschaftlichen Trennung gebacken. Vorgenommen haben wir uns das jedenfalls.
Warum reicht es mir nicht, dass ICH weiß, wieso diese Ehe zu Ende ist? Wieso muss ich es der ganzen Welt beweisen, dass es nicht meine Schuld ist?
Das ging mir bis vor ein paar Tagen genauso. Aber so what, die Leute denken sich eh ihren Teil. Den Menschen, die mir wichtig sind, hab ich meine Sicht auf die Dinge erzählt, alles andere ist mir ab sofort egal. Ich habe Freundinnen, die mich auffangen und die mir zur Seite stehen. Dafür bin ich so dankbar und es trägt mich mit durch diese herausfordernde Zeit.
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Ich glaube ohne einen fetten Schubser vom Universum verlassen die wenigsten Menschen ihre Komfortzone. Bei mir musste auch erst einiges passieren, bis ich diesen Schritt gewagt habe. Jetzt bin ich mitten drin, manchmal noch ganz schön verloren, aber ich bin eine Optimistin.
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Willkommen in meiner Welt. Aber das Gute ist, ich mach mir seit ein paar Wochen meine Welt, wie sie mir gefällt. Das ist eine ganz große Herausforderung für mich mit Erkenntnissen über mich, die mir nicht gefallen, mit vielen Tränen und einsamen Momenten. Auf der anderen Seite kommt aber auch so viel Gutes in mein Leben, ich erarbeite mir eine neue Sicht auf die Dinge, ich versuch, mich von meinen Schuldgefühlen, meinen Zweifeln und Ängsten zu lösen. Das dauert und ist mit viel innerer Arbeit verbunden, doch es lohnt sich.
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Hallo Jana,
ich hab das Gefühl, du bist gedanklich viel zu weit in der Zukunft. Du steckst gefühlsmäßig ja voll in deiner jetzigen Beziehung, machst dir aber schon Gedanken um zukünftige Beziehungen. Ich möchte zu mir finden, meine Ehe verarbeiten und zufrieden mit mir allein sein können. Alles was dann kommt sind die berühmten Kirschen auf der Torte.
Du bist zutiefst verletzt, das kann ich verstehen. Mir wird immer wieder gesagt, dass unsere Partner unsere Spiegel sind. Also, wo hast du dich selbst in dieser Beziehung verletzt, wo hast Du nicht auf dich aufgepasst? Mir hilft es, die Dinge so zu hinterfragen.
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Nein, nicht hier im öffentlichen. Es ist wirklich sehr persönlich. Ich arbeite am Thema Vergebung. Das kann ich sagen.
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Ich hatte gestern ein krasses Aha-Erlebnis. An dem Thema arbeite ich seit über 2 Monaten. Geduld ist auch nicht mein 2. Vorname, aber in diesem Fall war es Gold wert, dass ich am Thema dran geblieben bin.
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Fühle mich derzeit völlig jenseits von jemanden in den man sich verlieben könnte...
Das geht mir 1:1 genauso. Wenn ich jetzt noch dazu schreibe, dass ich vor 37 Jahren froh war, dass mich mal jemand angeschaut hat und mich wollte, dann sagt das viel über meinen Selbstwert. Aber ich denke, das ist momentan nicht die Frage. Wichtig ist die Beziehung zu uns selbst und ich habe den Eindruck, dass es bei dir genauso ist, wie bei mir. Wir müssen lernen uns selbst anzunehmen. Ich hab im letzten halben Jahr so viel über mich gelernt, über meinen Umgang mit mir, über meine Glaubenssätze. Das ist eine herausfordernde Zeit, die viel Geduld und Mut erfordert, aber ich bin mir sicher es lohnt sich. Wenn ich mit mir im Reinen bin und gut klarkomme, dann "brauche" ich keine Liebesbeziehung zu einem anderen Menschen, dann ist es die Kirsche oben drauf - Du weißt was ich meine, Torte?

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Die Zweifel sind doch normal, Jana. Die hab ich genauso. Gefühlt fliegt mir doch auch alles um die Ohren, obwohl ich diejenige bin, die gegangen ist. Deswegen fühl ich mich aber nicht einen Deut besser. Eine andere Beziehung kommt oder kommt nicht - das zeigt die Zeit. Wichtig für mich ist erstmal die Beziehung zu mir selbst. Da ist gar kein Platz momentan für jemand anders. Es gibt derzeit nur uns zwei - mich & mich.
bei ihm weiß ich wenigstens was ich habe..
Da bekannte Elend zieht im Moment auch sehr an mir. Aber was wären die Konsequenzen? Wenn's gut läuft, steh ich erst in einem Jahr wieder vor dem gleichen Problem wie immer. Ich möchte keine bösen Überraschungen mehr. Wenn meine Ehe eine Chance haben sollte, müssten wir beide an uns arbeiten. Das sehe ich aber nicht, da mein Mann mit sich zufrieden und im Reinen ist - Tatsache. Das darf auch so sein und ich darf mich dafür entscheiden, in meinem Leben einiges anders zu machen. Meine Zeit ist jetzt.
Wir sind nicht mehr ganz fluffig, aber wir sind trotzdem einzigartig und wer weiß, was und wen das Universum uns noch so gönnt. Vielleicht wollen wir aber nach dieser ganzen Entwicklung auch lieber mit uns allein sein. Wir werden sehen.
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Ich sehe das ein bisschen anders. Auch Alkoholiker haben Gefühle, Wünsche und Träume. Es gibt auch Paare die nicht alkoholbelastet sind und bei denen es auch zu unschönen Trennungen kommt. Ich denke eher, dass wir uns unseren Problemen stellen müssen. Wir haben auf Grund unserer Strukturen an diesen ungesunden Beziehungen fest gehalten. Wir sind dabei, uns aus diesen kranken Beziehungen zu lösen. Das tut weh, jedenfalls mache ich gerade die Erfahrung. Ich habe aber die Hoffnung, dass ich stärker, selbstbewusster aus diesem Kampf gehe und vielleicht kann ich eine andere Beziehung auf Augenhöhe und mit gegenseitiger Achtung und gegenseitigem Respekt führen.
Jana, du hast es für wichtig erachtet, dich noch mal zu erklären. Gut, es sollte aber für dich sein und nicht um ihn zu irgendwelchen Reaktionen bewegen. Ich bin dabei zu lernen, dass ich meine Handlungen für mich mache und nicht um mein Gegenüber zu etwas zu bewegen. Dann kann ich ja direkt sagen, ich möchte dieses oder jenes von dir. Ich kann das noch nicht wirklich, ich übe. Es ist ein Prozess und der dauert, wie vieles in dieser Situation.
sonnige Grüße Lütte
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Hallo Zabou,
Ich habe einfach nur Angst. Angst alleine in der neuen Wohnung zu leben ( ich habe noch nie alleine gewohnt ) .
Ich bin auch ü50 und vor 3 Wochen in meine erste eigene Wohnung gezogen. Es ist ein Wechselbad der Gefühle. Die erste Woche war ich wirklich euphorisch und es ging mir richtig gut. Hatte mit dem Einrichten zu tun und ne Menge Ablenkung. Das ließ aber sukzessive nach. Mir geht es momentan nicht so prickelnd, Zweifel und Ängste beschäftigen mich stark. Mein Mann bemüht sich sehr, drückt alle Knöpfe, die ihm einfallen. Mir bleibt immer nur der Gedanke, dass sich nichts ändert so lange nicht auch mein Mann beginnt, sich selbst zu reflektieren. Ich kenne ihn jetzt seit 37 Jahren und ich gehe nicht davon aus, dass er dazu bereit und in der Lage ist. Das ist nicht böse gemeint, es ist eine Tatsache. Würde ich jetzt zurück gehen, halten die Versprechungen und Bemühungen ein halbes oder ein 1 Jahr und dann???? dann stehe ich wieder da mit den gleichen Problemen- eine neverending Story halt. Ich hab mich auf den Weg gemacht. Habe angefangen, mich mit den inneren Kindern zu beschäftigen, hab mich um ein Coaching gekümmert, würde gern noch eine Verhaltenstherapie machen, aber da gibt es keine Plätze in unserer Region. Es dreht sich ne Menge um mich in meinem Leben. Trotzdem ist es keine leichte Zeit. Die gemeinsamen Jahre haben mich ja geprägt und es ist schwer, aus diesen Mustern auszusteigen. Wahrscheinlich erwarte ich auch zu schnell zu viel und bin ungeduldig mir mir, aber ich bin optimistisch, dass ich mein Leben für mich zufrieden gestalten kann.
Hab Mut.
sonnige Grüße Lütte
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Hallo Jana,
ich bin ja die, die gegangen ist. Ich habe es kurz nach Ostern angekündigt und bin dann Mitte Mai gegangen. Es fühlt sich für mich aber keinen Deut besser an. Ich habe ein schlechtes Gewissen, Zweifel und Ängste. Trotzdem weiß ich ganz tief in mir, dass es richtig so ist. Macht alles nicht besser. Ich lese dazu ganz viel und hab mich nach ner Therapie umgeschaut - gibt leider keine Plätze. Hab aber jemanden gefunden, der spirituell unterwegs ist und mir sehr gut auf meinem Weg zu mir helfen kann. Meine Freundinnen unterstützen mich sehr. Wichtig ist nur, dass ich gesagt habe, wie sie mir helfen können. Das hat an diesem Wochenende super geklappt.
Die Wochenenden sind für mich auch sehr schwierig. Da muss ich mich erst rein finden, mir eine Struktur schaffen. Ich mache Dinge, die ich alleine gut und gerne mache eben ein bisschen intensiver. Dann vergeht auch so ein Wochenende. Es kommen auch wieder Wochenenden, auf die ich mich freue.
LG Lütte
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Hallo Jana,
es hat alles seine Zeit. Mir hat unsere Tochter vor 12 Jahren gesagt, dass sie denkt, ihr Vater ist Alkoholiker. Ich war echt von den Socken. Es ging mir zwar nicht gut in meiner Beziehung, aber ich dachte, es müsste alles so sein. Hat sich alles schleichend entwickelt und er hatte ja seinen Job und hielt Haus und Hof in Schuss. Dass es keinen Kuss mehr gab, der nicht nach Alk schmeckte war ja normal. Aber nach dem Gespräch mit unserer Tochter hab ich angefangen, mich mit dem Thema zu beschäftigen. Natürlich hab ich nach Hilfe für ihn gesucht und feststellen müssen, dass das wohl vergebliche Liebesmüh ist und ich mich besser mal um mich kümmern sollte. Ich glaube, dass ist auch noch dein Problem (bei mir übrigens auch) der Fokus liegt noch viel zu oft auf ihm statt auf dir/mir. Ich glaube es ist sehr wichtig, den Selbstwert zu stärken und zu sich zu stehen.
Wünsche dir noch einen gemütlichen Restsonntag.
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Willkommen im Club, liebe Jana. Die Euphorie der ersten Tage ist vorbei und im Moment ist da auch bei mir ganz schön Katzenjammer. Da sind die Verlustängste, der Kontrollverlust, das Verklären der schönen Momente, die mich immer mal wieder zweifeln lassen. Ich weiß, es wird besser, aber der Weg dahin ist nun mal steinig.
Ich bin mir sicher, es lohnt sich durch dieses Tal der Tränen zu gehen. Irgendwann werde ich bei mir ankommen - darauf freue ich mich.
so lange tun wir uns selbst was Gutes.
sonnige Grüße Lütte
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Hallo Jana,
ich hab auch ne Zeit lang versucht, mir die Rosinen rauszupicken, aber das funktioniert nicht. Du bekommst immer das ganze Paket, also die schönen Stunden und die Ausfälle. Wenn's ganz schräg kommt, kann er sich vielleicht gar nicht mehr an seine Worte erinnern oder so hat er es doch gar nicht gemeint. Darauf solltest du auch gefasst sein. Schau auf dich, was kannst Du für dich tun?
Mein Mann macht das immer auf ganz subtile Art und Weise und im Mantel der Liebe und "ich meine es doch nur gut" verpackt. Das macht/e es mir oft schwer, die Dinge dahinter zu erkennen. Mehr möchte ich dazu hier im öffentlichen Bereich nicht schreiben.
Das mit dem Anhänger ist ja schade. Ich war am Samstag gleich nach dem Aufstehen schwimmen und danach habe ich ganz gemütlich gefrühstückt. Das war ein schöner Start ins Wochenende.
sonnige Grüße Lütte
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Guten Morgen Jana,
ich hoffe, es geht dir heute gut. Ich hatte auch ein schwieriges Wochenende. Ich empfinde es so, dass das Alte im Prinzip noch so nah ist und das Neue sich noch nicht etabliert hat. Mein Mann (in diesem Fall der Verlassene) hat auch ein paar Geschütze aufgefahren um mich zu treffen. Ist ihm leider auch gelungen. Aber ich habe das Wochenende überstanden. Hab meine Lehren draus gezogen und weiter geht's.
Was macht die Challange? Hast Du dir was Gutes getan?
sonnige Grüße Lütte