Beiträge von lütte69

    Hallo,

    melde mich mal wieder. Ich wohne noch zu Hause, nur ist in mir viel Verwirrung und Unsicherheit. Er trinkt weiterhin nicht, trotzdem ist das Zusammenleben nicht so, wie ich es mir vorstelle. Wir sind beide ziemlich dünnhäutig und bei Streits verfalle ich ganz schnell in alte Muster und zieh mich zurück. Bin mir nicht über meine eigenen Wünsche und Bedürfnisse klar und kann sie demzufolge auch nicht äußern. Das muss ich erst wieder lernen. So wie ich auch lernen muss, dass meine Wünsche und Bedürfnisse eine Berechtigung haben und ich deswegen kein schlechtes Gewissen haben muss. Mir ist in der Theorie immer so viel klar und mein Gefühl kommt nicht hinterher. Manchmal hab ich das Gefühl, dass ich mich mit allem übernommen habe, aber es wird schon werden. Ich muss mich nur wieder finden.

    LG Lütte - auf einem guten Weg

    Hallo Matthias,

    Zitat von silberkralle

    da das ding ja eher so ne art "computer" is war meine guteste der meinung; sie fast das ding nich an - war wieder ne harte gelassenheitsübung für mich - aber s is soooooooo einfach zu bedienen, dass ich jetzt schon wieder um de fernbedienung betteln darf.
    matthias

    Man(n) sollte mit seinen Wünschen vorsichtig sein - sie könnten in Erfüllung gehen :wink: .

    Schönes WE
    Lütte

    Hallo,

    wieder ist ein Monat vorbei, ein neues Jahr hat begonnen. Wir hatten ein sehr harmonisches Weihnachtsfest mit guten Überraschungen und tollen Geschenken. Silvester war sehr ruhig, wir haben den Jahreswechsel sogar verschlafen. Wieder zu Hause zu sein tut gut und ist auch meist gut. Nur manchmal gibt es verbale Sticheleien, die mich aufschrecken, wo ich mich frage, ob ich mir was vor mache. Die Angst vor seinem Rückfall ist derzeit sehr präsent in mir, es ist einfach mein Gefühl - kein gutes.

    Ich wünsche allen ein gesundes 2013
    LG Lütte

    Hallo,

    es ist wohl mal wieder an der Zeit ein paar Gedanken hier zu lassen. Ich wohne seit 6 Wochen wieder zu Hause. Er war an meiner Seite, als ich in einer schweren Zeit jemanden brauchte. Er trinkt weiterhin nichts und es fühlt sich gut an. Wir haben wieder gemeinsame gute Erlebnisse und das wichtigste ist, dass ich wieder lerne, mit ihm zu reden, auch über schwierige Themen ohne den berühmten Knoten im Bauch. Es ist nicht nur eine rosa Wolke, aber wir sind sehr aufmerksam und achtsam miteinander.

    Lütte

    Hallo Miasia,

    ich habe da richtig Glück, hab eine sehr preisgünstige eigene Wohnung (war bereits möbliert), die ich wieder aufgeben kann, wenn ich das will. Gibt's bei Euch Ferienwohnungen, die z.Zt. vielleicht nicht so doll gebucht sind - da kann man sich mit den Vermietern auch oft günstig einigen, hat erst mal Abstand und Ruhe, um zu einer definitiven Entscheidung zu kommen. Wie gesagt, ich habe zum Glück keinen Druck, denn auch nach 3 Monaten hoffe ich immer noch, dass er zur Einsicht kommt, eine Therapie macht und wir goldene Hochzeit feiern können :shock::roll::wink: . Daher habe ich auch noch Angst, der Wohnung meine persönliche Note zu geben, denn ich glaube dann hätte ich mich entschieden. Ich hock so richtig zwischen den Stühlen, aber das ist mir lieber als auf seinem Schaukelstuhl zu sitzen.

    Die Gedanken, Zweifel und Einsamkeit begleiten mich natürlich weiterhin, aber ich hab nicht den Stress, mich jeden Tag gegen ihn abzugrenzen, zu schauen, wie gerade seine Laune ist und zu überlegen, wie seine Worte gemeint sind. Da leb ich jetzt schon ruhiger und ich kann mein Ding durchziehen.

    LG Lütte

    Hi Miasia,

    na, ich denke so ganz entspannt war Dein Urlaub doch nicht und Du hast recht, er nimmt Dich nicht ein bisschen ernst :cry: . An Deinem Geburtstag saufen und den Weg zum Bahnhof zeigen, finde ich schon sehr grenzwertig.

    Hast Du Dir mal überlegt, was Du wirklich möchtest und was davon in der derzeitigen Situation umsetzbar ist?

    Konsequent sein ist wichtig. Würde es denn funktionieren, dass Du den Raum verläßt, wenn er trinkt und auch nicht mehr mit ihm sprichst? Ich denke, Du musst Taten zeigen, denn Deinen Worten glaubt er nicht. Bei einigen hat es auch geholfen, wenn sie nicht mehr mit ihren Partnern über Alk gesprochen haben. Wäre bei mir nicht gegangen, da wir wenig darüber gesprochen haben. Nachdem mir meine Situation bewusst war, hab ich gleich die ganz harten Geschütze aufgefahren. Ich fühlte mich aber einfach zu schwach, mich in seiner Gegenwart abzugrenzen und deswegen musste ich gehen - für mich.

    Wünsche Dir viel Kraft
    Lütte

    Huhu Nici,

    Du schreibst mir aus der Seele. Es ist ja noch alles relativ frisch bei mir und ich ertappe mich oft genug, dass ich denke "er müsste doch" oder "wenn ich ...." - aber ich merke es schon und kann versuchen, mich zu stoppen. Das sehe ich schon als Fortschritt an. Momentan machen mein Mann und meine Tochter weit weg 1 Woche Urlaub und ich hab den unwahrscheinlichen Drang Mäuschen zu spielen und zwischen den Beiden zu vermitteln. Geht aber nicht - zum einem zu weit weg :wink: und sie sind beide erwachsen und der Urlaub ist ihre Entscheidung, also müssen sie es mit sich aushalten. Trotzdem bin ich in Gedanken viel bei Ihnen.

    Ja, wir haben auf unserem Weg zu uns noch 'ne Menge zu lernen und zu fühlen.

    LG Lütte

    Hallo Jürgen,

    mit diesen Ausführungen kann ich viel mehr anfangen und stimme Dir auf Grund leidvoller Erfahrungen zu. ABER wir sind hier, weil uns etwas bewusst geworden ist und wir in Aktion gegangen sind. Das ist auch wieder was Gemeinsames und was Gutes.

    Wünsche allen Foris ein rückfallfreies WE
    Lütte

    Hallo,

    der Titel hier hat mich einfach zum Lesen animiert. Mit vielem kann ich mich identifizieren, die These mit der Sucht in der Ursprungsfamilie halte ich für etwas gewagt, weil ich das so nicht von mir sagen kann. Zu der folgenden Aussage muss ich meine spontanen Gedanken hier lassen, weil sie etwas in mir auslöst:
    Ich wünsche allen Co-Abhängigen, daß sie bald von Ihrem IAS-Syndrom ( Ich Arme Sau Syndrom ) wegkommen, ... auch Alkis.

    Das hört sich für mich gönnerhaft und herablassend an und hat mich doch sehr nachdenklich gemacht, denn IAS-Syndrom hört sich für mich so nach Opfer an. Sicher gab/gibt es Phasen, in denen ich unglücklich, einsam bin, mit der Welt hardere, aber hat das nicht jeder? Wenn ich hier so bei den Co's lese, empfinde ich nicht, dass sich der Großteil als Opfer sieht. Opfer hat für mich was machtloses und so hören sich die meisten von uns meiner Meinung nach nicht an. Sicher schreibe auch ich viel von ihm und was der Alk mit uns macht, bin unsicher, voller Zweifel, aber ich setz mich damit auseinander, entwickel was, verwerf es vll. wieder, aber es bleibt im Fluss und ich will was verändern und nicht Opfer sein. So empfinde ich auch viele EKA's, die hier schreiben, die als Kind ja schon machtlose Opfer des trinkenden Elternteils sind, aber auch die bewegen sich und etwas in ihnen. Das gleiche denke ich zu den hier schreibenden Alkis. Sie verändern doch auch sich und ihr Leben und sind nicht mehr in der IAS-Rolle. Jedenfalls hat dieser Satz 'ne Menge Mißmut in mir hervorgerufen, was ja mein Problem ist, aber ich musste es trotzdem mal loswerden.

    LG Lütte

    Hallo,

    nach 3 Wochen mal wieder ein kleines Lebenszeichen von mir. Wir leben noch getrennt, haben auf meinen Wunsch hin kaum Kontakt. Es ist nicht einfach für mich, weil ich mich immer noch zwischen Baum und Borke fühle. Ich mag mich noch nicht häuslich neu einrichten und gestalten, weil immer noch die Hoffnung der Rückkehr in mir ist. Ich tue einiges für mich, was ich vorher vernachlässigt habe, aber ich fühl mich auch oft allein. Trotzdem fühle ich mich auf dem richtigen Weg - dem Weg zu mir. Ich weiß nicht, ob ich den Schritt gegangen wäre, wenn ich vorher gewusst hätte, was da an Gefühlen auf mich einstürzt und zu verarbeiten ist. Es arbeitet ganz viel in mir und ich habe für mich die richtige Begleitung (auch dieses Forum) auf meinem Weg gefunden. Auch wenn es schwer ist, bin ich immer noch der Meinung, dass es sich lohnt.

    LG Lütte

    Liebe Miasia,

    weißt Du, ein ganz kleiner, aber wirkungsvoller Schritt der Abgrenzung wäre, nicht mehr mit ihm über Alkohol zu reden. Sein Leben, seine Entscheidung - er hat das Recht zu trinken, wenn er das will. Er kennt doch Deine Meinung dazu. Du hast alles gesagt, jetzt ist es an ihm. Da musst Du nix androhen, was Du eventuell nicht halten kannst. Geh nach Hause, wenn er trinkt. Das musst Du Dir doch nicht antun, egal ob bei Schwiegereltern oder sonst wo. Zeig Deine Grenze.

    Die Sache mit dem Patenkind sehe ich da schon kritischer. Mal Hand auf's Herz, würdest Du Dein Kind bei einem Alkoholiker in die Ferien schicken???????? Wie würdest Du Dich in dem Fall, dass auf Grund seines Alkoholkonsums was passiert und Du niemandem etwas gesagt hast, fühlen. Sag Deiner Schwester offen unter 4 Augen, wie es Dir im Moment an seiner Seite geht und sprich mit ihr über Deine Zweifel und Sorgen bezüglich der Ferien Eures Patenkindes bei ihm. Was die Mutter dann entscheidet, ist ihre Angelegenheit. Sie trägt die Verantwortung für das Kind. Es gehört zu uns Co's, dass wir uns für alles und jeden verantwortlich fühlen. Sind wir aber nicht!!!!!!!

    Wünsche Dir viel Kraft und Geduld
    LG Lütte

    Liebe Miasia,

    herzlich willkommen im Forum.

    Auch wenn Du es nicht lesen magst, Du kannst alles für ihn, gegen ihn mit ihm tun - es wird sich nichts ändern. Du kannst was für Dich tun und es wird sich was ändern. Ich wusste auch nicht, wie ich mich in unserem Haus abgrenzen sollte, konnte mir das nicht vorstellen, also hab ich meine Konsequenzen gezogen und bin vor 2 Monaten gegangen. Er trinkt seit diesem Tag nicht mehr. Er geht seinen eigenen, nicht den von mir erhofften, Weg, aber er geht ihn trocken. Ich denke nicht, dass das ohne meinen Auszug geklappt hätte. Ich habe immer gesagt, dass ich gern mit ihm Silberhochzeit feiern würde, aber nur trocken. Durch den Alkohol ist natürlich eine Menge zwischen uns kaputt gegangen, aber wir haben jetzt wieder eine Chance, die wir vorher nicht hatten. Wichtig für mich ist Geduld und dass ich wieder lerne, mir zu vertrauen. Denn nur wenn ich stark bin, kann ich diese Stärke auch weiter geben.

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, Geduld und Ausdauer
    LG Lütte

    Hallo,

    heute mal wieder ein paar Zeilen von mir. Gestern war "Jahrestag" - vor 3 Monaten hab ich mich angemeldet und vor zwei Monaten bin ich ausgezogen. Es hat so lange mit einem neuen Eintrag gedauert, weil mein XY mir im Rechner hinterher spioniert hat und mich hier gefunden hat. Ich wusste eine Zeit lang nicht, wie ich damit umgehen soll, daher auch so wenig Engagement von mir hier. Ich halt es nun mit dem Sprichwort: "Der Lauscher an der Wand hört seine eigene Schand." Er war sehr geknickt und hat von Vertrauen, Ehrlichkeit und Fairness geredet. Meine ersten Gedanken dazu "Oh Mann, was hast du da angerichtet, er fühlt sich schlecht und du bist schuld" - NEIN - so ist es nicht. Ich hab in diesem Forum geschrieben, weil ich mit der Situation nicht mehr klar gekommen bin und einen Ausweg für mich gesucht habe. Dieser Weg fühlt sich immer noch richtig für mich an und ich bin für die Unterstützung, die ich hier erhalten habe und erhalte sehr dankbar. Ich wohne immer noch nicht wieder zu Hause. Er trinkt nicht mehr und treibt viel Sport, was ich auch gut finde. Leider habe ich noch nicht das Gefühl, dass in ihm wirklich was klick gemacht hat. Ich weiß, dass er für seine Gedanken und Gefühle selbst verantwortlich ist.

    Es ist nicht leicht für mich und besonders das Allein sein macht mir zu schaffen. Ich bin unsicher ob ich mich ablenken oder die Gefühle und Gedanken raus- und zulassen soll. Aber es ist mein Weg. Ich habe die Hoffnung auf ein wieder Zusammenleben nicht aufgegeben, aber ich weiß, dass es dauern wird.

    Wenn ich als CO etwas lernen musste, ist das Geduld, Geduld, Geduld..... !

    LG Lütte

    Huhu Papi,

    danke für das Kraftpaket. Kann ich echt gut gebrauchen. Mit dem Gehen allein ist es ja nicht getan. Das merk ich jetzt. Der Weg ist lang und ich brauch 'ne Menge Ausdauer und Geduld, aber auch Zeit zum Innehalten und Reflektieren.

    Um mal das Phrasenschwein zu bedienen: " Das Leben ist nicht einfach"

    LG Lütte, die am Laufen ist :wink:

    Huhu Broti,

    na dann auch von mir ein herzliches Willkomen in der Villa :wink: . Wir hatten ja schon mal im offenen Bereich kurzen Kontakt :wink::wink: .

    Mir ging es wie Dir. Das ganze Ausmaß meines "Unglücks" ist mir erst durch die vielen Recherchen und das Forum bewusst geworden. Hier hab ich aber auch schon ganz viel Offenheit, Zuspruch und kritische Meinungen bekommen, die mir auf meinem Weg sehr helfen. Ich hoffen, du findest hier, was Du suchst.

    LG Elke