Beiträge von lütte69

    Hallo Anneliese,

    mir ging es damals auch so, dass ich auf dem Bett in der anderen Wohnung gesessen habe und wie ein Schlosshund heulte. Ich hab für mich so viele große Dinge in kurzer Zeit einfach nur mit dem Kopf entschieden. Da war klar - naja, mir erst nicht so - dass das Gefühl irgendwann auch mal an die Tür klopft und raus will. Ich finde, dass ist auch in Ordnung so. Du solltest Dir die Zeit zum Trauern nehmen. Es ist ein großer Traum geplatzt, ein Lebensplan - ich finde, da muss man erst mal mit klar kommen. Es ist nur wichtig, sich nicht in der Trauer zu verlieren und den Lebensmut nicht zu verlieren. Es liegt ja auch eine große Chance in diesen gravierenden Veränderungen.

    Ich wünsche Dir, dass Du die sonnigen Momente genießen kannst.

    LG Lütte

    Seepferdchen, ich stell dir jetzt mal Fragen, die Du nicht hier beantworten musst, einfach nur mal als Anregung. Bist Du mit Dir im Reinen? Magst Du Dich selbst gut leiden? Findest Du dich ok? Denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich das, was ich über mich denke auch ausstrahle. Ich wollte immer everybodies darling sein und war enttäuscht, wenn Leute mich nicht so mochten oder mit mir nicht zurecht kamen. Dieses ständige Bemühen um Anerkennung, darum gemocht zu werden hat die wirkliche Lütte versteckt, ich wurde ausgenutzt und war unglücklich. Ich war nicht authentisch. Ich bin ein fröhlicher, sehr menschenfreundlicher Typ, aber ich kenne inzwischen auch meine Grenzen. Ich sag nicht mehr zu allem Ja und Amen. Das war ein steiniger Weg zu mir selbst. Ich weiß, dass ich Ecken und Kanten hab - auch wenn ziemlich rund bin :lol: - aber ich komm gut mit mir zurecht, ich weiß, was ich möchte und was nicht und ich steh für mich ein. Und wenn ich das schaffe, dann kann das jeder.

    Sonnige Grüße

    Lütte

    ..... für dich dreht sich doch auch alles um ihn. Du kannst da aber aussteigen und den Fokus auf dich richten. Was möchtest Du? Sich selbst wahrnehmen, seine Bedürfnisse und Grenzen wieder neu kennenlernen ist ein wichtiger Schritt.

    sonnige Grüße

    Lütte

    Liebe Seepferdchen,

    es ist sicher keine Kritik, die hier geäußert wird, es sind Lebenserfahrungen und Denkanstöße. Was meinst Du, wie es mir damals ging. Nach so manchem Beitrag war ich echt gefrustet. Am Ende hat sich rausgestellt, dass es bei mir war, wie bei den meisten anderen. Heute nach 10 Jahren, sehe ich das alles auch aus einer anderen Perspektive. Ich war auch verzweifelt, hatte doch alles gemacht, damit wir glücklich sein können, aber mich selbst dabei absolut aus den Augen verloren. Hab alles dem Trinken meines Mannes unter geordnet. Er sollte aufhören und mir sollte es dann besser gehen - so war meine Hoffnung. Das ich auch meine Anteile hatte, hab ich zuerst nicht sehen wollen/können - ich war doch die Gute in dem Spiel. Aber so war es ja nicht. Wir sind dort hin gekommen wo wir waren, weil wir eben so waren wie wir waren. Wenn sich in meinem Leben aber was ändern soll, dann muss ich dafür sorgen, dass es passiert. Ich kann mein Leben verändern, ihm die richtige Richtung geben und das zu jeder Zeit.

    Ich möchte Dir Mut machen, wieder positiv in die Welt zu gucken und Spaß am Leben zu haben. Richte dein Augenmerk auf deine Bedürfnisse, sorge dafür, dass es Dir gut geht.

    sonnige Grüße

    Lütte

    Hallo Seepferdchen,

    du schreibst bei vielen anderen, wie es dir geht und wie du dich fühlst, dass du einsam bist und du kommst mir ein bisschen hoffnungslos vor. Aber du hast es doch in der Hand, dein Leben zu gestalten, du musst nicht bei deinem Mann bleiben. Du kannst doch raus in die Welt. Wenn ich das richtig verstanden habe, wohnst du in einer großen Stadt. Da gibt es doch bestimmt viele Angebote für Senioren - von Sport über Kultur bis hin zu Handarbeiten o.ä.. Sicher kostet es erstmal Überwindung alleine los zu stiefeln, aber es ist doch alles besser, als dem Partner zuzuschauen, wie er vor sich hin vegetiert. Wenn der Wohnungsmarkt angespannt ist, dann ist es vielleicht möglich, die gemeinsame Wohnung so einzuteilen, dass jeder seinen Bereich hat und du dich nur noch um deins kümmerst und seins bei ihm lässt. Ich glaube, es gibt Möglichkeiten, nur muss man sich selber bewegen, es nimmt einen niemand an die Hand - so zumindest meine Erfahrung.

    Ich wünsche Dir, dass Du die Kraft findest, darauf zu schauen, was dir gut tut und was Du ändern kannst und dann auch den Mut, das zu tun.

    sonnige Grüße

    Lütte

    vor längerer Zeit habe ich auch zu meinem Mann gesagt das ich ihm vielleicht nicht mehr gut tue. Ich erwarte wahrscheinlich doch zu viel und habe wie viele andere Co-Abhängige wohl auch das "Helfer Syndrom". Dadurch setze ich ihn natürlich auch unter Druck und mache es vielleicht nur noch schlimmer.

    Von daher ist die Trennung eventuell wirklich besser. Für mich sowieso.

    Das hab bei einem anderen User von Dir gefunden. Ich hab das Gefühl, dass Du sehr darauf schaust, es anderen Recht zu machen, für andere da zu sein und dich dabei übersiehst. Wie gesagt, war ich auch mal so unterwegs. Heute versuche ich nicht gleich ja zu schreien sondern mich zu fragen, will ich das wirklich? Wenn ich was für andere tue, dann mit einem ja gerne, ansonsten versuche ich wirklich nein zu sagen. Damit hab ich dann auch kein schlechtes Gefühl, wenn ich andere um was bitte oder wenn jemand nein zu mir sagt. Das klappt natürlich nicht immer, aber wenn, dann ist es ein tolles Gefühl.

    sonnige Grüße

    Lütte

    Du kämpfst und kämpfst. Es wird nicht honoriert.

    Kämpfst du freiwillig oder hat der andere dich darum gebeten? Ich war vor 10 Jahren genauso unterwegs. Aber wenn ich den Kampf nicht für mich kämpfe und auf Anerkennung von außen warte, kann das schon mal in die Hose gehen. Besser ich kämpfe für mich, damit es mir gut geht - als Angehörige musste ich den gesunden Egoismus erstmal wieder lernen.

    sonnige Grüße

    Lütte

    Ich habe das Gefühl ganz langsam ersticken zu müssen. Und es tut sehr, sehr weh!

    Das glaub ich, liebe Seepferdchen. Aber es gibt Wege da heraus. Sie sind nicht leicht und bei mir waren sie mit ganz viel Gefühlschaos verbunden, aber es ist zu schaffen. Wichtig ist, dass Du den Fokus wieder auf Dich richtest. Was möchtest DU? Und im 2. Schritt diese Dinge dann umsetzen.

    Ich habe auch eine große Affinität zu Schweden und kann dich gut verstehen. Vielleicht tut dir die Zeit ohne ihn mal ganz gut, um zur Ruhe zu kommen und dir über einiges klar zu werden.

    sonnige Grüße

    Lütte

    Herzlich willkommen Seepferdchen,

    Ich hoffe, dein Mann ist inzwischen wohlbehalten zu Hause angekommen. Dein Mann trinkt zu viel und du fühlst dich dann in seiner Nähe unwohl, wenn ich das richtig verstanden habe oder? Wir Angehörigen meinen es ja immer nur gut, aber gut gemeint, ist nicht immer gut gemacht. Oft übertreten wir dabei Grenzen und übernehmen Verantwortung, die nicht unsere ist. Was ich als erstes hier lernen durfte ist, dass ich meinen Mann nicht trocken legen kann, sondern, dass er das selber wollen muss. Das war ne harte Nuss für mich.

    Ich wünsche dir hier einen guten Austausch.

    Sonnige Grüße

    Lütte

    Hallo Eldamalu,

    Zur letzten Frage - wohl eher nicht. Zwischen dem letzten und dem ersten Bier liegt der Entzug.

    Mein Mann hat auch ein eher aufbrausendes Temperament. In Saufzeiten hat er rumgebrüllt und es ging auch mal was kaputt. Ohne Alkohol ist sein Temperament kein völlig anderes und er kann sich schon mal laut ärgern, aber es geht nix mehr zu Bruch und er ist nicht mehr verbal verletzend oder beleidigend.

    Du stellst die Vermutung an, dass du alles auf den Alk schiebst, aber wenn die Entgleisungen deines Mannes nicht vom Alkohol her rühren, kannst du dir ein zufriedenes Leben an der Seite eines Mannes mit solchen Charakterzügen vorstellen? Es geht dir nicht gut in der Beziehung. Das ist meiner Meinung nach der springende Punkt.

    Sonnige Grüße Lütte

    Für mich, in meinem Fall war sie es. Ich hätte an seiner Seite nie die Ruhe gefunden, um zu mir zu finden. Bei ihm bleibend hat es doch für mich nicht funktioniert, also musste ich etwas anders machen. Ich bin gegangen, natürlich auch mit der Hoffnung, dass sich bei ihm was tut. Für uns beide hat es am Ende funktioniert. Wir konnten getrennt voneinander anfangen gesund zu werden, unser Leben wieder selbst in die Hand nehmen. Wir sind noch/wieder zusammen und zufrieden, aber wir haben eben beide an uns gearbeitet und unser Zusammenleben ist anders als vorher. Diese räumliche Trennung war für mich und ihn aber ausschlaggebend. Daher meine Tendenz zur räumlichen Trennung. Was am Ende dann bei raus kommt, zeigt die Zeit.

    sonnige Grüße

    Lütte

    Hallo Nila, ich bin mit mir und meinem Kind im Reinen. Es ist nur traurig zu sehen, dass die Beziehung zum Papa nicht so ist, wie mein Kind sich das wünscht. Aber ich weiß auch, dass nur die beiden das lösen können. Ich gucke halt mit meinen Erfahrungen auf die Lebensgeschichte der Neuankömmlinge. Der Titel von meinem 1. TB war "Alles nicht so schlimm? ". Ich war klatschnasse Co als ich hier aufschlug und hab so gedacht und gefühlt wie die meisten Neuen hier. Für mich war die räumliche Trennung der beste und wichtigste Schritt. Ich hab uns beiden die Chance gegeben gesund zu werden. Was dann aus der Beziehung wird, kann man dann ja entscheiden, wenn beide trocken sind. Nur erst einmal musste ich die Verantwortung für meinen Mann zurück geben und die Verantwortung für mein Leben wieder in meine Hände nehmen. Für mich liegt darin auch der Schlüssel - sich aus einer abhängigen Beziehung zu lösen, sich selbst zu akzeptieren, zu lieben und sein eigenes zufriedenes Leben zu gestalten. Das war für mich ein steiniger Weg mit viel Gefühlschaos, der erst mit meinem Auszug wirklich begann, aber er hat sich gelohnt.

    Sonnige Grüße

    Lütte

    Liebe Eldamalu,

    du bist doch hier gelandet, weil es dir nicht gut geht in deiner Beziehung. Warum bleibe ich in einer Beziehung, die mir nicht gut tut? Bin ich abhängig? Bei mir war es so. Ich habe diesen ganzen Zirkus jahrelang mitgemacht und habe noch nicht mal gewusst, warum es mir so dreckig ging. Es war doch alles normal und wie immer. Er ging zur Arbeit und hatte Haus und Hof in Schuss und trotzdem fühlte ich mich immer unwohler, hatte Angst vor dem, was mich erwartete, wenn ich nach Hause kam. Hab mich ganz auf ihn eingestellt, um ja keinen Ärger zu provozieren und ihn noch unzufriedener zu machen als er schon war. In dem Maße wie ich begann, mich zu verändern, veränderte sich mein Leben. Heute, 10 Jahre und viele Tränen und Ängste später geht es mir gut und ich bin mit meinem Leben zufrieden. Ich will damit sagen, dass Du die Verantwortung für dich und dein Leben (und das deiner Kinder) hast und nicht für ihn. Schau darauf, dass es dir wieder gut geht.

    sonnige Grüße

    Lütte

    Liebe Nila,

    du bist hier doch nicht ohne Grund aufgeschlagen. Etwas piekst in deiner Beziehung. Als ich hier aufschlug war ich am Boden und mein Kind hatte genug mitbekommen, dass es für's Leben geprägt wurde. Im Nachhinein ist mir klar, dass ich ihm das hätte ersparen können, wenn .... Das sind aber eben meine Erfahrungen. Ich kenne die Situation bei dir nur hier vom Schreiben und mehr nicht. Du bist die Mum und weißt, was für deine Kinder das Beste ist.

    sonnige Grüße

    Lütte

    Hallo Eldamalu,

    willkommen im Forum. Mir ist das hier aufgefallen:

    Dann hat er sich ebenfalls vor kurzem am Steuer vor mir und den Kindern eine Dose Bier aufgemacht, beim Fahren im Verkehr.

    Ich habe nichts gesagt!

    Ich wollte keinen Streit.

    Aber das ist schon echt heftig.

    ... und du fragst Dich, ob Du übertreibst? Das ist ein absolutes NO-GO. Um nicht einen Unfall zu provozieren, war es wahrscheinlich gut, dass du nix gesagt hast, aber ansonsten ist doch klar, wer bei ihm an welcher Stelle steht. Da braucht es wohl keine großen Worte mehr.

    sonnige Grüße

    Lütte

    Hm, habt ihr beide, Petra und Nila mal bei den EK's gelesen? Ich weiß nicht, ob es der richtige Weg ist, mit Kindern beim trinkenden Partner zu bleiben. Allein, ok - deine Entscheidung, aber mit Kindern finde ich das sehr bedenklich. Mein Kind (damals 13 oder 14 Jahre alt) hat mich mal gebeten zu gehen und ich bin geblieben. Heute weiß ich, dass es ein Fehler war.

    sonnige Grüße

    Lütte

    Hallo, Traumgeplatzt und Api,

    ich mag keine Lakritze und lehne sie generell ab. Ist schon krass, was in unseren Köpfen so los ist oder? Es sollte doch normal sein, keinen Alk zu konsumieren - es ist ein Nervengift. Ich brauche keine Argumente/Ausreden/Rechtfertigungen, wenn ich nicht trinken will/mag.

    sonnige Grüße

    Lütte

    da finde ich es um so wichtiger, dass Du dir deine Freiräume schaffst - Dinge ohne ihn zu machen. Vielleicht einfach mal nach der Arbeit in ein Café oder einen kleinen Spaziergang nur für dich machen. Mit diesen Kleinigkeiten hat es hier schon oft begonnen.

    Ich wünsche Dir Kraft, Geduld und Mut.

    sonnige Grüße

    Lütte