Hallo John,
als ich deine Geschichte las, fühlte ich mich zurückversetzt. Auch die fliegende Flasche kenne ich. Habe dabei seinen Compibildschirm gekillt. Alle meine Vorredner/Schreiber haben aus Erfahrung geschrieben. So, wie auch ich. Du und Deine Tochter benötigt Hilfe. Nur so bist du in der Lage Herr deiner selbst und der Sicherheit deines Kindes zu werden. Im Moment bist du frustriert, verunsichert und unfähig logisch und konsequent zu handeln. Um dir Informationen und Rat zu holen bist du hier goldrichtig. Lies dich durch unsere Berichte und du wirst sehen, es wird dir ein Kronleuchter aufgehen und als logische Konsequenz daraus kannst du dir Step by Step Hilfe nehmen.
Gruß, Broti
Beiträge von Broti
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Hallo
indem du DIR hilfst, deinen Focus auf dich richtest, bekommst du Abstand zu ihm. Damit hilfst du ihm indirekt. Direkte Hilfe zieht dich weiter runter und löst eine Abwehrreaktion von ihm aus. Dann hat er einen Grund zum weitertrinken.
Aus deinen Worten lese ich das du sehr starke Gefühle für ihn hegst. Deshalb tun dir auch seine Äußerungen so weh. Sie treffen dich sehr und machen dich traurig. Du bist, solange du ihm direkt helfen müchtest nunmal sein Alibi. Das bedeutet, das er über deine Aktionen neue Gründe geliefert bekommt um angeblich "trinken zu müssen". Durch deine Aktionen dreht sich alles um ihn, deine Gedanken kreisen ständig um seine Person und um seine Befindlichkeit. So leid es mir tut, aber dein xy hat eine Geliebte und die wird er wegen dir nicht so leicht aufgeben. Wenn du um deinen Mann kämpfen willst, musst du zuerst mit deinem inneren Schweinehund kämpfen und all das nicht mehr tun, was du bisher getan hast. Tu was für dich, geh zum Frisör, lass dich verwöhnen, alles was du tun willst, tu es. Kümmere dich um dich selbst, besuch Freunde, such dir Hobbies, nimm deine Freundin und geh zum Sport......was dir einfällt. Tu es. Damit stärkst du dein Selbstvertrauen und das ist eine gute Basis und Kampfposition gegen die Geliebte. Und vor allem ist es wichtig für dich. Es macht den Kopf frei. Mit Abstand lässt sich alles weitere zudem besser überblicken. Wir Angehörigen kämpfen einen aussichtslosen Kampf, wenn wir den Kampf für einen geliebten Menschen kämpfen, den er eigentlich selber kämpfen muß. -
hallo und guten Morgen,
mit dem gesunden Menschenverstand ist Alkoholismus nicht vereinbar. Ihm auf dieser Ebene zu helfen definitiv nicht machbar. Du musst ihn vor vollendete Tatsachen stellen. Er muß zur Abwechslung mal mit deinen Aktionen klarkommen. Du bist umgezogen- eine Reaktion auf seinen Alkoholkonsum und die daraus resultierenden Fehlverhalten und Entgleisungen. Du hast die Nr. gewechselt- eine Reaktion auf seine verbalen Attacken am Tel. So, nun agiere mal zur Abwechslung. du möchtest nachts schlafen- mach das Tel. aus. Du hast Angst, wenn er mit Selbstmord droht, oder es latent andeutet- ruf die Polizei, schildere die Aussage, die kümmern sich, sind sie zu verpflichtet. Du bist nicht an seinem Trinkverhalten schuld. Aber du bist sein Alibi, solange ihr euch an dem Alkoholismus reibt, kann er dich als Grund vorschieben und dir den schwarzen Peter aufs Auge drücken. Steig du aus dem Spiel aus und fängst ein neues an, nach deinen Regeln. Und lass ihn außen vor- nur wer konsequent nüchtern ist, darf mitspielen
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Hallo,
ich lebe - wieder- mit meinem xy. Dieses Verlassen war ein echter Schock für ihn. Auch als die Kinder ihre Umzugskartons an ihm vorbei nach draußen in den LKW trugen, Es war für ihn ein Schock. Die komplette Familie trennte sich von ihm. Er war ganz allein in dem Riesenhaus. Wir haben ernst gemacht mit den Ankündigungen. Konsequenzen gezogen. Zum Schluss sagte ich ihm noch, das ich ihm gerne helfe, ihn unterstütze, beim trocknen. Aber seine Sucht nicht mehr unterstütze oder beachte. Das ich mit den Jungs ein alkfreies Leben aufbaue und wenn er bereit dazu ist gerne dazukommen kann, vorausgesetzt, er hält es mit Hilfe Entgiftung und Therapie durch. Arzttel. Nr- Suchtberatungsnr. hab ich ihm in die Hand gedrückt. Dann war ich weg. Alle seine Ärzte, die ihn behandeln z.Z. wegen anderer Erkrankungen habe ich informiert, ebenso sein berufliches Umfeld (wir sind selbständig). Sein Arzt hat unsere gesamte Familie unter seine Fittiche genommen, sodaß ich für mich eine Therapie sofort beginnen konnte. Seit diesem Tag trinkt mein xy nichts mehr und nach sechs Wochen bin ich wieder eingezogen, mit ganz klaren, strukturierten Vorstellungen und ganz klaren Abmachungen, an die jeder sich halten muß. Unser Haus ist alkfrei. Mein Mann hat alles entsorgt in unserem Beisein. Ich musste sogar lachen, als er aus Ecken, an die ich nie gedacht hätte ,Pullen herauszauberte und sie ungeöffnet in den Mülleimer warf. Auch in der Küche wurde ausgemistet und Branntweinessig entsorgt. Pralinenschachteln mit ungewissem Inhalt wurde an die Nachbarn verschenkt. Wir haben seitdem einen imensen Gesprächsbedarf und nutzen ihn auch. Vieles ist bei mir zerbrochen und er muß es sich anhören und verarbeiten. Da er im betrunkenen Zustand vieles getan hat, was Vertrauen und Liebe kaputtgemacht hat, haben wir noch einen langen Weg vor uns- aber wir gehen zusammen- ich gehe nun auch eigenständig und baue Selbstvertrauen und Eigenliebe auf. Stück für Stück.
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Hallo und herzlich willkommen,
den ersten Schritt hast du erfolgreich geschafft, du teilst dich uns mit. Du suchst Antworten. Was möchtest du denn so wissen?
Gruß, Broti
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willkommen im Kreis
alle meine Vorschreiberinnen haben alle ihre Erfahrungen aufgeschrieben, um dir aufzuzeigen, was passieren WIRD. Nicht, was evtl. passieren könnte. Um ihm zu helfen bist du hier? War ich auch!! Dieser Alkoholismus ist das mieseste, was einem passieren kann. Es ist eine Krankheit, ja. Nachdem ich mich zunächst auf Infosuche ins Netz begeben hatte und hier mit massig Info und Ratschlägen überhäuft wurde und dann im Kopf Ordnung schaffte, du kannst gerne mein Fädchen dazu lesen, bemerkte ich, das es der falsche Ansatz ist, ihm zu helfen. Man muß sich von der Person und ihrer Krankheit distanzieren, auf Abstand gehen und sich auf sich selbst konzentrieren. Ja, wenn es sein muss auch trennen, räumlich.
Nachdem ich Schritt für Schritt die Anweisungen und Tipps befolgte und für mich bejahen konnte, lichtete sich vieles. Heute ist mein xy seit 5Wochen trocken. Mit Hilfe seiner Ärzte, die immer für uns da sind, wohne ich sogar wieder zu Hause. Es ist noch ein langer Weg vor uns. Wahrscheinlich Jahre. Wieso wir? Weil ich erkannt habe, das auch ich Hilfe brauche. Seine Alkoholkrankheit ist der Nährboden für meine Co-Erkrankung. Er ist gesprächsbereit und willens sich helfen zu lassen, ich bin es auch. Das ist die Grundeinstellung, um diese Krankheiten zu stoppen, anders geht es nicht. Und es muß von jedem Erkrankten selbst kommen, sich helfen zu lassen und durchzuhalten. Es wird zu einer Lebensaufgabe. Ich wünsche dir alles alles Gute -
Hallo Mattias,
wollte mal so schauen was es neues gibt. Und da les ich doch mal gerne bei dir rein. Guten Abend, hatte heute mal gerade einen Moment Zeit und schau mal im Forum bei dir vorbei. Handyfotos mach ich auch gerne, da hab ich dann von den schönen Momenten länger was von und kanns mit anderen teilen.
Bis dann, Gruß, Broti -
Hallo meine liebe Mitzu,
endlich habe ich auch wieder ein bißchen Zeit um im Forum zu lesen. Seit ich ausgezogen bin, hat sich vieles verändert und ich hatte keine Zeit um hier vorbeizuschauen. Deinen Treat habe ich heute aber als erstes gesucht und angeklickt, weil ich trotz allem immer mal am Tag an dich denke. Mitleid wird dir in deiner Situation hier definitiv nicht helfen.
Diese Provokationen auf beider Seiten zeigt mir, das dein Mann seine Grenzen abstecken will, wie weit er bei dir gehen kann.
Deine Reaktion darauf, nämlich zu bleiben und "nur" zurückzuschlagen, ohne klare Konsequenzen für ihn, nämlich aus der Wohnung zu fliegen, bzw. alleine in der Wohnung zu versauern, weil du ratzfatz ausziehst, zeigt ihm, das er hemmungslos weitersaufen kann und DARF!!!!! Mit deiner Reaktion sicherst du dir einzig und allein eine Weiterführung der häuslichen Gewalt, die im Laufe der Zeit immer brutaler wird und dazu führt, das du immer schwächer wirst, hoffnungsloser und es dir immer schwerer wird aus diesem Teufelskreis herauszukommen. Er wird immer brutaler und energischer werden im abstecken seiner Grenzen. Das ist nun mal so - Immer einen Schritt weiter. Erst wenn du Nägeln mit Köpfen machst, gebietest du ihm Einhalt. Ich weiß nicht mehr, was ich dir noch raten kann. Ich weiß, das der erste Schritt der gefürchtetste ist. Aber aus eigener Erfahrung, liebe Mitzu, weiß ich, er ist auch der befreiendste. Ich wünsche dir, das du das auch erfahren kannst. Gruß. Broti -
Hallo Lindi,
das, was du schreibst, klingt sehr nach der typischen Aufregung vor dem eigentlichen Startschuss. Ich denke, da ging es mir vor ein paar Wochen nicht anders. In der Regel ist nun mal der Mann der "Besserverdienende" hier in Deutschland. Aber dennoch wirst du merken, wenn die ersten Möbel stehen und du die erste Nacht in der neuen Wohnung geschlafen hast, das sich vieles von "allein" regelt. Zu einem selbstbestimmten Leben gehört nunmal auch Disziplin und wenn du die Stützräder nicht mehr am Rad hast, wirst du alleine das Gleichgewicht beim Fahren halten müssen. Lieber ein bißchen weniger, als auf die Stützräder eines Menschen zurückgreifen, der es einem im betrunkenen Zustand aufs Butterbrot schmiert. -
Hallo Seelchen,
ja, verbrannte Erde das kenne ich. Bei meinem Vater war es auch so, das Gefühl. Keins mehr da. Und als das Telefon klingelte vor 1 1/2 Jahren und mir mitgeteilt wurde, das er betrunken eine Treppe heruntergestürzt war und starb, war da nicht mal Trauer. Nichts.
Wie du deiner Mutter helfen kannst? Indem du Dir hilfst. Learning by doing. Lass sie teilhaben an deinen Unternehmungen. Erzähl ihr von dem was du machst. Leb dein Leben. Erklär ihr in den Worten, die sie erreichen, die sie verstehen kann, was da abläuft. Ohne Druck und Hektik. Es muß selber bei ihr Klick machen.
Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen. Hab mal aufgeschrieben, wie ich so machen würde, wenn ich noch eine Mutter hätte -
Hallo Tascha,
alles was du jetzt nicht tust, ist zu deinem Nachteil. Alles was du jetzt sagst, mußt du konsequent durchführen, sonst ist auch das zu deinem Schaden. Du hast ein Recht auf körperliche Unversehrtheit. Nimm dir dieses Recht. Er nimmt sich das Recht zu saufen. Pass auf dich auf
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Hallo Silberkralle,
deinen Treat hab ich hier als allerersten hier geöffnet und gelesen. Deine Überschrift war so treffend. Mein xy hat auch den ersten Teil so drauf. "ICH DOCH NICHT ". Mal schauen, wann er soweit ist bis zu dem Teil deiner Überschrift "Klar, ich".
Du hast so aus dem Bauch heraus geschrieben und ich hab mir sooo viel davon mitnehmen können. Das zum Thema Rückmeldung. Wenn ich was von dir bei mir lese, freu ich mich. Kriegst jetzt auch immer bei dir ne Rückmeldung von mir, ok?
Und bloß nicht aufhören -
Hallo Susy,
herzlich willkommen hier.
Stell deine Bedürfnisse nicht hinten an oder begrab sie womöglich. Du hast dich schon auf so viele Kompromisse eingelassen. Die werden aber mit der Zeit untergraben, wenn du dich auf weitere Zugeständnisse einlässt. So wie Silberkralle schon sagt: Nägel mit Köpfen machen. Das gilt für dich genauso, wie für deinen Mann. Du bist die Nüchterne, mach du den Anfang.
Gruß, Broti -
Hallo Seelchen,
das ist ja ein süßer Nickname. Herzlich Willkommen hier. Schön, das du zu uns gefunden hast. Lies dich hier in Ruhe durch die "Geschichten". Du bist hier genau richtig -
Hallo Zimttee,
verworfen hat xy nichts. Er hats nicht kapiert. Es gibt keine ambulante Entgiftung. Sowas wird stationär gemacht. Die ganzen Medis, die er dort bekommt etc, damit kann man nicht nach Hause fahren. Er hats ganz einfach noch nicht geschnallt. Meister der Verdrängung und des Selbstbetruges. -
Ihr Lieben,
herzlichen Dank für eure Antworten. Lieb von euch, mir eure Ideen und Vorschläge mitzuteilen. Ich habe mich dazu entschlossen dort hin zu fahren. In meinem Haupttread hab ich alles geschrieben, warum. Diesen hier wollte ich eigentlich als Umfrage sehen. Warum das nix geworden ist trotz anklicken, weiß ich auch nicht. -
Es ist doch zum Mäuse melken!!!!
Da denkste, du bist auf dem Weg und plötzlich merkst du, du steckst wieder voll in Co-Verhalten. Guuuut, das der behandelnde Arzt was von Co-Verhalten versteht. Kompromissloses Verhalten hat er von mir gefordert. Ey Ey Kapitän, wird gemacht. Maschinen Stop. !!!!
Ich hab doch geschrieben, das xy ab Montag eine Entgiftung macht. Schön und gut. xy rief mich an, hat erzählt, das er ab Montag eine ambulante Entgiftung macht. Bis dahin, schön und gut. Aber dann??? Mach ich mir nen Kopp wie das gehen soll. Ambulante Entgiftung????? Hinfahren, Zurückfahren mit Medis im Hirn?? Wie soll das gehen?? Also telefoniere ich mit xy. Frage nach. Kriege als Antwort: Doch das geht, ich will abends zu Hause sein. Spätestens da hätte ich doch merken müssen, das er schon wieder an den Knöpfen spielt. Aaaaaber nein. Broti grübelt und grübelt. Und weil xy sagte, der Arzt will uns am Dienstag gemeinsam sprechen, hab ich gerade bei dem Arzt angerufen, um mich zu erkundigen, ob das richtig ist mit dem Termin und ob das Gerede mit der ambulanten Entgiftung stimmt. Termin stimmt. Aber ambulante Entgiftung FEHLANZEIGE. Nachdem ich wortreich erklärt habe, worum es mir geht, sagte der Arzt mir, ich solle mich geschmeidig nach hinten lehnen und bei mir bleiben. Er würde das mit xy klären, wenn er Montag in der Praxis aufschlägt zu seiner "ambulanten Entgiftung". Und ich solle KOMPROMISSLOS am Dienstag zu dem gemeinsamen Gespräch kommen -
Ich hab eine Frage an diejenigen unter uns, die mit ihrem xy schon eine Entgiftung, bzw Therapie hinter sich haben, oder gerade dabei sind.
Mein xy fängt am Montag eine Entgiftung an und am Dienstag, hat er gesagt, möchte sein Arzt uns beide sprechen. Was kommt da auf mich zu? -
Seit gestern ist alles ein bisschen lockerer, es ist sogar angenehmes Klima gewesen. Es wird.
Am Montag geht xy zur dreiwöchigen Entgiftung nach Dortmund ambulant. Warum ambulant, keine Ahnung. Er hat sich drei Wochen Urlaub genommen, also könnte er das Ganze stationär machen. Aber ist sein Ding. Am Dienstag will mich sein Arzt mit dabei haben, wegen der anschließenden Reha. Mal schauen. Auf jeden Fall sehe ich das ganze mit reichlich Abstand. Durch meine Unabhängigkeit hier bin ich zu nichts verpflichtet. Ich werde auch mit dem eigenen Wagen zu dieser Besprechung fahren, obwohl xy meinte, wir könnten doch gemeinsam fahren. Pustekuchen. Sylvii bleibt bei sich -
Hallo Ihr Lieben,
ach hätte ich das doch alles schon Jahre früher durchgezogen!! Dann würde es mir besser gehen. Wer weiß!. XY hat angeblich keinen Schluck mehr getrunken. Und trinkt wohl weiterhin nicht mehr. Ich hab ihm alles erklärt, wie gefährlich ein kalter Entzug ist blablablablablabla, aber er ist nicht einsichtig und gedenkt, das alleine hinzukriegen. Am Freitag hat er beim Hausarzt angerufen und wollte hin, aber der hat ab da Urlaub angefangen und ins Krankenhaus zur Notaufnahme wollte er nicht. Nun ja, am Montag muß er sowieso nach Dortmund zu seinem anderen Arzt und der weiß ja Bescheid.
In drei Wochen zieht mein zweiter Sohn aus, um in Siegen zu studieren. Mit seinem Kumpel und dessen Eltern haben wir uns gestern eine Wohnung dort angeschaut und es war sehr bewegend für mich, als ich sah, wie die beiden Burschen mit der Vermieterin per Handschlag den Mietvertrag besiegelten. Nun gehts also los. Wieder ein Sohn flügge.
Seitdem wir hier im Haus wohnen, war er mir sehr nahe und wir hatten viele gute Gespräche. Ich freue mich, das er es so gut getroffen hat und er wird seinen Weg gehen. Seine Herzlichkeit, Freundlichkeit und sein robuster Humor werden mir unter der Woche fehlen. Aber die Burschen kommen an manchen Wochenenden zu Besuch, weil sein Kumpel nicht auf meine Küche verzichten möchte
Mein jüngster Sohn bereitet mir erhebliche Kopfschmerzen. Er rebbeliert und gibt mir zu jeder passenden Gelegenheit Kontra und bezichtigt mich nichts richtig gemacht zu haben. Wegen mir hätte er alles daheim aufgeben müssen und dort wäre alles schöner gewesen. Er tut mir leid. Ich tu mir auch leid. Gut, das mein mittlerer jetzt bald wegzieht, denn er versucht zu vermitteln, wenn die See mal wieder stürmisch ist. Er zeigt auch am meisten Co-Verhalten von den Kindern. Aber ich muß da alleine durch mit meinem Jüngsten.
Der Kurze hat dann die Wohnung oben für sich ganz alleine und weil er sehr dominant ist und sogar seinen älteren Bruder runterputzt, weil dieser handwerklich nicht so begabt ist, wie er selbst, kann er sich an der Bude nach herzenslust austoben und es sich zurechtschustern nach seiner Fasson. Er ist überdurchschnittlich begabt/intelligent wie es im fachchinesisch heißt und deswegen ist es für mich, bzw. uns Normalos schwer, Zugang zu seiner sensiblen Gemütslage Zugang zu finden. Das geht oft nur über den kognitiven Weg, obwohl sein Herzchen so klein ist.