Hallo Hartmut,
ich sehe das so wie Du. Finde Deine Unterscheidung der Begrifflichkeiten „Triggern“ und „Mit der Situation umgehen können „ sehr treffend.
Auch nach nun doch schon einigen Jahren Trockenheit ist es bei mir tatsächlich so, dass jede Situation, die ich (in der Vergangenheit) mit Alkohol verbunden habe, triggert. Damit meine ich nicht, dass ich Suchtdruck verspüre (den hatte ich tatsächlich nur einmal so richtig im ersten Jahr), sondern dass die Gedanken sich (meist sehr kurz) um Alkohol drehen. Manchmal direkt in der Situation, manchmal erst später. Manchmal bemerke ich es, manchmal ist es eher unbewusst. Ich persönlich denke, das gehört zur Krankheit dazu. Messe dem auch keine Bedeutung bei, es ist einfach so. Mit den Situationen kann ich umgehen, der Trigger ist dennoch da.
Ich persönlich finde das gut, es lässt mich nicht „vergessen“, dass ich alkoholkrank bin.
VG Sue