Ich dachte am Anfang auch öfters, dass mein „Tiefpunkt“ vielleicht gar nicht „tief genug“ wäre. Ich habe am Anfang den Fehler gemacht, mich mit anderen zu vergleichen. Und da gab / gibt es natürlich viele, die „schlimmer“ dran waren als ich.
In meiner realen SHG, in der ich am Anfang war, wurde das oft sogar so ausgedrückt (dass meine Trinkmenge ja „nicht so schlimm“ gewesen sein dass ich ja weder Job noch Führerschein verloren hätte).
Inzwischen sehe ich es so, dass für mich nur wichtig ist, was ICH denke und fühle. Für mich persönlich war mein Tiefpunkt erreicht, ich konnte mich nicht mehr im Spiegel anschauen und mir war klar, dass ich vom Alkohol loskommen möchte und muss. Und das sehe ich heute (nach über 10 trockenen Jahren) immer noch so.
Der Tiefpunkt ist meiner Erfahrung nach individuell und wie es anderen ergeht und ergangen ist, ist unwichtig.