Beiträge von sue05

    Ich dachte am Anfang auch öfters, dass mein „Tiefpunkt“ vielleicht gar nicht „tief genug“ wäre. Ich habe am Anfang den Fehler gemacht, mich mit anderen zu vergleichen. Und da gab / gibt es natürlich viele, die „schlimmer“ dran waren als ich.

    In meiner realen SHG, in der ich am Anfang war, wurde das oft sogar so ausgedrückt (dass meine Trinkmenge ja „nicht so schlimm“ gewesen sein dass ich ja weder Job noch Führerschein verloren hätte).

    Inzwischen sehe ich es so, dass für mich nur wichtig ist, was ICH denke und fühle. Für mich persönlich war mein Tiefpunkt erreicht, ich konnte mich nicht mehr im Spiegel anschauen und mir war klar, dass ich vom Alkohol loskommen möchte und muss. Und das sehe ich heute (nach über 10 trockenen Jahren) immer noch so.

    Der Tiefpunkt ist meiner Erfahrung nach individuell und wie es anderen ergeht und ergangen ist, ist unwichtig.

    Sollte es schief gehen heißt es aufstehen Krönchen richten und das ganze nochmal von vorne.

    Für mich klingt das so, als hättest Du definitiv noch nicht kapituliert, so ein bisschen nach dem Motto „wenn es klappt, ist gut, wenn nicht, macht es auch nichts“.

    Willst Du überhaupt wirklich ein (dauerhaft) abstinentes Leben führen? Für mich kommt das nicht glaubhaft rüber?

    Wir haben uns geeinigt: wenn er es respektiert, dass ich keinen Alkohol trinke werde ich zu seiner Trinkerei auch nichts mehr sagen.

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich das bei Dir richtig verstanden habe: Du und Dein Partner lebt zusammen? Dann wäre also auch Alkohol bei Euch zu Hause (wenn Dein Partner zu Hause trinkt)?

    Das ist, so die Erfahrung, eine gänzlich ungünstige Voraussetzung um trocken zu werden.
    Kennst Du unsere Grundbausteine schon? (Sonst kann sie einer der Moderatoren sicher verlinken). Ein alkoholfreies Zuhause ist eine der Grundvoraussetzungen um sich ein abstinentes Leben aufzubauen.

    Sonst hast Du ja den Alkohol ständig vor der Nase? Wie stellst Du Dir das auf lange Sicht vor?

    Wenn, wie Du schreibst, Du Dich und Deine Gesundheit als oberste Priorität siehst, kannst Du da vielleicht nochmal nachjustieren.

    Viele Grüße Sue

    Kennst Du die HALT Regel?

    Hungry, angry, lonely, tired

    Wenn einer dieser Zustände vorherrscht, ist die Gefahr groß, dass sich Suchtdruck meldet.

    Daher am besten immer darauf achten, dass dem entgegen gewirkt wird.

    Hallo erstmal, Berry.

    Das ist aber mutig.

    Ich würde eher von leichtsinnig sprechen.

    Eine „Konfrontationstherapie“, wie Du sie versuchst, endet in den meisten Fällen mit einem Rückfall. Aus welchem Grund sollte ich als Alkoholikerin mir jeden Tag den Alkohol anschauen?

    Ich habe mich für ein alkoholfreies, abstinentes Leben entschieden. Und da hat Alkohol absolut nichts mehr verloren.

    Wie sieht es denn bei Dir aus? Was ist Dein eigentlicher Wunsch / Dein Ziel? Willst Du wirklich ein dauerhaftes alkoholfreies Leben, also wenn Du mal ehrlich in Dich rein hörst?Solange Du Dich dem Alkohol so näherst, erkenne ich da keine Ernsthaftigkeit.

    Hast Du die Grundbausteine schon gelesen?

    Viele Grüße Sue

    Hallo Steeds,

    herzlich willkommen.

    Du warst ja schon eine recht lange Zeit nüchtern. Wie hast Du Dein nüchternes Leben (im Vergleich zu davor) gestaltet? Und was möchtest Du dieses Mal anders machen bzw. Hast Du vor, etwas anders zu machen?

    Kennst Du unsere Grundbausteine schon? Vielleicht kann sie einer der Moderatoren verlinken?

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch hier!

    Viele Grüße Sue

    ich habe das gelesen, aber dieses Familientreffen kann ich nicht ausfallen lassen! Es ist nur 1 x im Jahr und mir sehr wichtig

    So denken tatsächlich sehr viele am Anfang der Abstinenz. Vermutlich, weil ihnen das „Wesen“ der Sucht nicht klar ist. Ein wichtiger Satz ist „nur nicht trinken, reicht nicht“ - die Grundbausteine beinhalten alles, was Du zum Trockenwerden brauchst. Wenn Du es umsetzt..

    Was passiert denn, wenn Du nicht zu diesem Treffen gehst? Und ist das, was passiert, schlimmer als wieder zu trinken?

    Wie meinst Du das, „zu früh mich damit zu konfrontieren“? Ist die Frage ernst gemeint 🤔

    Wenn ich das richtig verstehe, trinkst Du seit 2 Tagen nicht mehr? Du befindest Dich also mitten im Entzug.

    Jetzt auf ein Treffen zu gehen, an dem „ordentlich Wein getrunken“ wird, wäre ziemlich das Ungünstigste, was Du tun kannst.

    Hast Du Dir mal die Grundbausteine durchgelesen, die Dir verlinkt wurden?

    Wir empfehlen (aus eigenen Erfahrungen!) solche Treffen/Veranstaltungen, bei denen Alkohol keine unerhebliche Rolle spielt, im ersten Jahr der Abstinenz konsequent zu meiden.