Beiträge von TimeIsAHealer

    Ich hab ein richtiges Buch gemacht damals, im Fruehjahr, und weisst du was das Nette daran war?
    Ich habe nach einer Weile erstmal gesehen, wieviel ich eigentlich geschafft habe, also so nach 2 Wochen konnte ich dann mal rueckblicken und war zufrieden.
    Oft vergisst man glaube ich auch, was man im Kopfchaos dann doch noch so alles hinkriegt.

    Ich muss jetzt auch loslegen :)

    Liebe Gruesse

    Einen wunderschoenen guten Morgen wuensche ich!

    Gestern Abend hatte ich unglaublich mit "Suchtdruck" zu kaempfen vor dem Schlafen gehen, die Gedanken sind nur so Karussell gefahren ....

    Ich habe mir dann was zum Lesen geholt und mich damit erstmal beschaeftigt.

    Dann hab ich wirklich wieder ein Tagesziel-Buch angelegt. Und heute ist mein erster "vorstrukturierter" Tag.
    Also ich schreibe keine "Plaene", was mir vorgibt, wann ich was mache, ich formuliere einfach nur einige (nicht zu viele) Ziele, um mich daran zu orientieren.

    Meine Ziele sind mitunter manchmal sehr banal, aber es gibt mir das Gefuehl, dass es auch zu schaffen ist.

    Kennt ihr das, dass ihr manchmal auch wichtige Dinge, einfach vergesst? So geht es mir naemlich. Ich hab schon wirklich Dinge vergessen, die man nicht vergessen sollte (v.a. im letzten halben Jahr), Dinge, die ich auch aufgeschrieben hatte, aber eben einfach nicht mehr dran dachte (halt auch nicht auf den gewissen Zettel schaute)
    wie z.B. Termin bei der Bank, Praesentation im Studium (sehr peinlich, da ich wirklich unvorbereitet hinging), usw.

    Kennt jemand dieses extreme Verdraengen (und dadurch wirklich vergessen) ??

    Heute bin ich optimistisch. Habe mir einige Ziele formuliert, das heisst, dass mein Tag auch schon zur Haelfte gefuellt ist :)

    Ich wuensche euch allen einen schoenen Tag!

    Ja. Ich habe absolut keinen Plan.

    Als ich mit XY Plaene schmiedete, war fuer mich alles so klar, aufjedenfall beenden, in den Beruf einsteigen, Ein Leben aufbauen.

    Jetzt ist das Gefuehl wieder wie vorher. Was will ich? Wo will ich hin? Will ich das wirklich? Usw. Ich kann mich nicht auf ein Ziel konzentriern und schiebe es in weite Ferne.

    Vielleicht auch wirklich dieses Verhalten deshalb, um das Ende aufzuschieben, ich haenge auch jetzt schon hintendran, was mich auch wieder echt schlecht fuehlen laesst...

    Ich kann meine beruflichen Plaene natuerlich ohne ihn umetzen, vielleicht sogar noch besser, da ich ja vollkommen frei bin in meiner Wahl (mit ihm sollte ich das aber auch sein.. ha. Co laesst gruessen) ...

    Ich versuche einfach, das zu tun, was ich kann und hoffe, dass es immer weiter geht und ich immer mehr merke, dass ich meinem Ziel ein Stueck naeher komme...

    Ich geh jetzt schlafen, vielen Dank fuer deine Worte.

    Gute Nacht

    Und dann steigt mein Suchtdruck (im Bezug auf XY) auch wieder, weil ich mir so denke, wie schwach ich eigentlich bin, und auch ohne ihn in meinen Verhaltensmustern haenge, wie um alles in der Welt ich von ihm erwarten kann, dass er mal grade alles aendert, und ihn dann damit allein lasse.

    Ich dreh mich im Kreis.

    Im Grunde ueberfordert mich der Alltag.

    Aber vielleicht rede ich mir das auch nur ein.

    Vielleicht liegt das auch daran, dass ich fuer mich noch nie einen eigenen Alltag habe, den ich wirklich nur fuer mich gestaltet habe, da es immer Menschen gab, die ihn gefuellt haben. Da musste ich nichts strukturiern.

    Ich weiss ja auch nicht..

    Mh.

    Ja grade mit Pruefungen habe ich Probleme. Nicht mit Pruefungsangst, eher damit, dass ich mich damit nicht auseinandersetzen will und es am Ende schmeisse, damit gefaehrde ich im Grunde seit Langem meinen Lauf des Studiums.

    Darueber hab ich aber auch schon mit der Beratung gesprochen, weil ich weiss, dass das so nicht weitergehen kann.

    Ich schmeisse oft Kurse, weil ich Angst habe, wovor auch immer, oder mache geplante Pruefungen am Ende doch nicht, weil ich es einfach irgendwie verdraenge. Ich kann das nicht beschreiben, ich kann naemlich nicht sagen, dass ich wirklich unter Pruefungsangst leide...

    So richtig einordnen kann ich das alles nicht.

    Das faengt bei mir halt schon beim Abheften von wichtigen Unterlagen an und hoert beim Essen auf.

    Struktur fehlt mir im Grunde auf ganzer Linie.

    Ich bin mir dessen bewusst, und wuerde es gerne aendern, habe hier und da auch Ansaetze entwickelt, die zu einer Besserung fuehren, aber letztendlich seh ich mich da vor einem Riesenberg.

    Und XY war natuerlich perfekte Ablenkung um mich damit nicht auseinandersetzen zu muessen.

    Jetzt ist er nicht mehr da.

    Ich bin fest entschlossen, mein Leben endlich strukturiert und gluecklich zu leben.

    Ich muss nur noch auf den richtigen Weg kommen..

    Vielleicht erwarte ich auch zu viel.
    Im Grunde lebe ich grad immernoch mit dem Gedanken an XY und der Angst, jeden Tag koennte irgendwas sein.

    Vielleicht sollte ich das erstmal in Ruhe verarbeiten... Das geht alles so langsam irgendwie.. :(

    @Herze

    Danke ja ich versuche den Tag jetzt noch gut ausklingen zu lassen :)

    inbetween

    Da ich studiere, habe ich ja zwischendrin oefters mal frei.

    Jetzt habe ich gerade frei, gehe auch keinem festen Job nach, das heisst, nur ab und an habe ich wirklich Pflichten.

    Es faellt mir einfach schwer, wenn ich keine vorgegebene Tagesstruktur habe (Studienplan waehrend des Semesters oder Praktikum oder fester Job) meinen Tag angemessen zu strukturiern.

    Ich weiss, wieviel ich zu tun haette, erledige jeden Tag hoechstens 1 von 10 Sachen obwohl mehr zu schaffen waere, ich aber schon die 1 Sache als unglaublich Huerde empfinde, zu der ich mich ueberwinden muss.

    Manchmal denke ich, ich bin einfach faul, aber ich weiss, wieviel ich schon gearbeitet habe und deshalb glaube ich daran nicht.

    Mir faellt es sehr schwer, den Tag zu richtig beginnen, denn mein Start in den Tag beeiflusst total, wie er dann weitergeht..

    Auch waehrend des Semesters faellt es mir schwer neben dem Studium noch die normalen anderen Dinge zu erledigen.

    Ich hab im Fruehjahr mal angefangen Tagesziele zu formulieren, das hab ich jeden Abend gemacht und dann auch jeden Abend abgehakt und mich "belohnt"

    Vielleicht sollte ich das wieder machen.

    Ich verdraenge viele wichtige Dinge, die ich eigentlich erledigen muesste oft, bis es fast zu spaet ist.

    Ich weiss ja auch nicht..

    mh

    Danke fuer deine Worte.

    Ich habe immer das Gefuehl, "rumhaengen" ist falsch.

    Und fuehle mich so richtig geknickt am Ende des Tages , eigentlich schon waehrend des Tages.

    Es tut gut zu hoeren, dass das auch mal in Ordnung ist.

    Ich bin froh, wenn ich wieder eine taegliche Aufgabe habe, der ich nachgehen muss.

    Dieses Selbstorganisieren faellt mir unglaublich schwer.

    Den ganzen Tag einfach nichts gemacht.

    Ok 2 Maschinen Waesche.

    Aber ich kann alles andere als behaupten, dass ich mich gut mit mir selbst beschaeftigt hab heut.

    Ich muss zugeben, dass es mir an manchen Tagen einfach so verdammt schwer faellt, sogar das Aufstehen. Und heute war es irgendwie besonders schwierig.

    Und dann habe ich abends immer das Gefuehl, ich haette den ganzen Tag verschwendet, fuehle mich total schlecht und denke mir dann nur, ok dann geh ich am besten heut so schnell wie moeglich schlafen damit dieser Scheiss-Tag endlich rum ist.

    Ich weiss nicht, was das ist und an so einem Tag wie heute sehne ich mich natuerlich nach Zuspruch durch XY...

    So schlimm echt..

    Dass er nicht anders kann. Damit meine ich, dass er in der Sucht, im akuten Zustand und schon garnicht im allkoholisierten Zustand garnicht mehr klar denken kann Herze!!

    Diese Abhaengigkeit kontrolliert ihn.

    Aber gegen die Abhaengigkeit koennte er was tun!! Aber das ist halt eben seine Sache...

    Herze, die Sucht kann ganze Persoenlichkeiten ausloeschen. Leider. Es ist die Realitaet.

    Aber dennoch hat nur ER es in der Hand was zu tun.

    Der Streit kommt auch nicht wirklich wg des Rads. Dir geht es nicht gut! Und das schon laenger als 2 Tage!!

    Tu etwas fuer dich! Und du musst ihm auch garnichts mehr mitteilen, treffe Entscheidungen fuer dich, innerlich. Du musst diese erstmal garnicht mit ihm besprechen.

    Und ihm jetzt irgendwas mitzuteilen ist wie wenn du es deinem Teddybaeren erzaehlst.

    Du willst eine Reaktion von ihm, die er dir nicht bringen wird. Du willst eine Reaktion, weil das eben euer Spiel ist. Aktion Reaktion und umgekehrt. Das ist wie ein Zwang, weil ja auch ohne dieses Spiel aufeinmal garnichts mehr deine Gefuehlswelt fuellt.
    Ausser eben die Gedanken, wie egal du ihm doch sein musst.

    Denke nicht ueber ihn nach oder ueber das, was er denken fuehlen oder sonstwas koennte.

    Wie fuehlst du???

    Mein XY wollte alles mit mir. Ein Leben aufbauen.
    Seine Sucht hat es ihm nicht ermoeglicht. Dafuer verurteile ich ihn nicht, aber deswegen habe ich mich getrennt.

    Schlicht und ergreifend weil ich erkannt habe, dass der Alkohol alles kontrolliert und ich dagegen nicht ankommen kann und auch nicht will.

    Entweder er aendert es fuer sich oder nicht.

    ICH will mein Leben anders fuehren.

    Das ist meine Entscheidung.

    Triff du deine.

    JA, wie Lea sagt.

    Du brauchst dich fuer nichts zu schaemen.

    "Rueckfaelle" haben wir alle hier schon zu Genuege erlitten. Das Wichtigste ist, nicht aufzugeben, auch jetzt weiter nach vorne zu schauen. Deinen Weg nicht zu verlieren!

    Es bringt nichts mit ihm zu diskutieren, vor allem nicht im alkoholisierten Zustand.

    Du musst ihn lassen. Er kann tun, was er will und er hat auch das Recht drauf.

    Mir hat jemand mal den Satz geschrieben "Er hat sogar das Recht auf seine Sucht"

    Du kannst es nicht aendern. Du kannst nur fuer dich aendern, nicht mehr abhaengig zu sein von ihm und seiner Sucht.

    Emotional frei zu sein ist eine schwierige Sache, aber genau das bist du momentan nicht.

    Ich hoffe, du hast die Moeglichkeit schon heute Abend woanders hinzugehen. Einfach nur um aus dem Dunst herauszukommen.

    Auch wenn es dir vielleicht unueberwindbar vorkommt und du denkst, dass du ihn doch nicht so einfach allein lassen kannst, etc.

    Tu es fuer dich! Um fuer dich Raum und Luft zu schaffen.

    Dass er am 1.9. gehen soll, ja ich finde das auch gut.

    Haettest du die Moeglichkeit bis dahin irgendwo anders zu wohnen? Damit du nicht mehr in diesem Kreislauf drin bist und die Konfrontation nicht mehr hast?

    Genau wie Lindi gerade schrieb, dein Mann hat die freie Wahl, die hat er aber auch schon Jahre, diese "freie Wahl" weil er kann ja im Grunde anfangen etwas zu aendern, wann er das will.

    War es aber nicht immer gemuetlich mit der Frau, die ja doch immer bei ihm blieb. Da gab es ja irgendwie doch nie wirklich der Punkt, an dem er haette sagen muessen, SO will ich nicht mehr. Weil irgendwie wars doch immer wieder gut, auch nach 1001 Ausrutschern..

    Aber mach dir mal bewusst, dass auch DU die freie Wahl hast, fuer DEIN Leben, wie du es leben willst, wie du es gestalten willst, wie du dich fuehlen willst !

    Da brauch dich auch keiner vor die Wahl zu stellen.

    Du kannst FREI Waehlen !

    Was waere deine erste Wahl?

    Liebe Irini,

    nein, dass du gerne mit ihm gemeinsam zu einem Gespraech willst, kann ich natuerlich nachvollziehen, aber letztendlich steht da der kontrollierende Gedanke ja doch im Vordergrund.

    Deine Beschreibung von den letzten Jahren laesst erahnen, dass das Alkoholproblem immer unter den Tisch fiel und die Depression immer in den Vordergrund gestellt wurde.

    Sehr schwierig und vor allem sehr schwierig, das umzukrempeln, glaube ich.

    Du wartest auf eine Verhaltensaenderung seiner Seite.

    Warum warten?

    Aendere doch DEIN Verhalten.

    Du wartest im Grunde schon Jahre, dass sich etwas aendert...

    Natuerlich kann die Begleitperson den Partner unterstuetzen, trocken zu BLEIBEN, aber den Schritt, diesbezueglich eine Therapie zu machen usw, der kann NUR VON IHM kommen.

    Dass du schreibst, dass du willst dass er a) den Alkohol kontrolliert oder weglaesst.

    ES GIBT KEIN KONTROLLIERTES TRINKEN, wenn eine Person abhaengig ist.

    Ich habe bei dir immernoch ein wenig das Gefuehl, dass du die Dinge auch ein wenig zu milde ausdrueckst, sie vielleicht auch zu milde siehst.

    Alkoholismus ist eine Krankheit. Man kann etwas dagegen tun, aber eben nur der Kranke selbst kann den 1. Schritt gehen und sich dafuer entscheiden.

    Natuerlich kannst du ihn vor die Wahl stellen, dir muss aber auch bewusst sein, dass er sich fuer den Alkohol entscheiden kann, da er fuer eine Veraenderung diesbezueglich vielleicht noch nicht bereit ist.

    Und dann musst du konsequent sein.

    In der Zwischenzeit kannst du aber anstatt zu warten etwas FUER DICH tun!

    Warum geht es dir seit Jahren nicht gut?
    Wovor hast du seit Jahren Angst?
    Wovor hast du Angst, wenn du dich trennen wuerdest?

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Huhu :)

    Danke Frozen Tears fuer deine Worte. Es ist so lieb, dass du das so benennst, wie du mich siehst, wobei ich in dem Moment garkeinen Stolz verspuere sondern vielmehr kommt mir der Gedanke "Stark? Senkrechtstarterin? Weil ich ihm jetzt komplett den Ruecken gekehrt habe, der Person, fuer die ich Gefuehle habe? "
    Ist natuerlich Quatsch, aber das kommt bei mir halt direkt...

    Mh, also dann hab ich jetzt wohl ein paar weitere Vorhaben.
    Aufraeumen, Waschen, Putzen uuuuuund komponieren :) :) :)

    Mir tut es auch gut zu spielen, aber bis ich mal dransitze dazu braucht es echt immer viel Ueberwindung grade... naja ..

    Heute so wieder mal ein wenig mehr Abstand, mit jedem Tag,... muss ich aber aufpassen, dass ich nicht glaube, ach, jetzt koennt ich ja mal ganz unbefangen anrufen. Bzw. seinen Freund anrufen und fragen, wie es so geht....

    Die Gedanken kommen immer wieder. Ich hoffe es bleibt auch weiterhin nur bei den Gedanken..

    Heut fuehl ich mich so, als wolle ich den ganzen Tag nur schlafen..


    Mit vielen Gruessen

    Liebe Irini,

    herzlich willkommen hier im Forum!! :)

    ....du kommst immer wieder ab und sprichst nur von ihm!!

    DU willst IHN aendern.

    Dass verstehe ich als dein Ziel.

    Aber das kann nicht dein Ziel sein, weil es unmoeglich ist und auch nicht richtig!

    Hast du dir schonmal ueberlegt, was DU fuer DICH aendern kannst?

    Mit vielen Gruessen

    Miriel