Liebe Irini,
nein, dass du gerne mit ihm gemeinsam zu einem Gespraech willst, kann ich natuerlich nachvollziehen, aber letztendlich steht da der kontrollierende Gedanke ja doch im Vordergrund.
Deine Beschreibung von den letzten Jahren laesst erahnen, dass das Alkoholproblem immer unter den Tisch fiel und die Depression immer in den Vordergrund gestellt wurde.
Sehr schwierig und vor allem sehr schwierig, das umzukrempeln, glaube ich.
Du wartest auf eine Verhaltensaenderung seiner Seite.
Warum warten?
Aendere doch DEIN Verhalten.
Du wartest im Grunde schon Jahre, dass sich etwas aendert...
Natuerlich kann die Begleitperson den Partner unterstuetzen, trocken zu BLEIBEN, aber den Schritt, diesbezueglich eine Therapie zu machen usw, der kann NUR VON IHM kommen.
Dass du schreibst, dass du willst dass er a) den Alkohol kontrolliert oder weglaesst.
ES GIBT KEIN KONTROLLIERTES TRINKEN, wenn eine Person abhaengig ist.
Ich habe bei dir immernoch ein wenig das Gefuehl, dass du die Dinge auch ein wenig zu milde ausdrueckst, sie vielleicht auch zu milde siehst.
Alkoholismus ist eine Krankheit. Man kann etwas dagegen tun, aber eben nur der Kranke selbst kann den 1. Schritt gehen und sich dafuer entscheiden.
Natuerlich kannst du ihn vor die Wahl stellen, dir muss aber auch bewusst sein, dass er sich fuer den Alkohol entscheiden kann, da er fuer eine Veraenderung diesbezueglich vielleicht noch nicht bereit ist.
Und dann musst du konsequent sein.
In der Zwischenzeit kannst du aber anstatt zu warten etwas FUER DICH tun!
Warum geht es dir seit Jahren nicht gut?
Wovor hast du seit Jahren Angst?
Wovor hast du Angst, wenn du dich trennen wuerdest?
Mit vielen Gruessen
Miriel