Ich wuensche mir, wieder frei zu sein.

  • Miriel, ich glaube, dass jede andere Frau in Deienr Situation sich wünscht, betet stark genug zu sein, um sich von diesem Mann trennen zu können.
    Und Du hast es getan. Du bist in der Tat eine sehr starke Frau.Verwechsle es nicht mit Deinen Gefühlen. Denke jetzt nicht, weil Du diesen Trennungsschmerz verspürst seist Du ein schwacher Mensch. Solcher Trennungsschmerz ist absolut normal. Deine ganze Person, dein Herz, Deine Gedanken, ... müssen sich jetzt auf eine neue Situation umstellen. Das macht zunächst mal Angst denn keiner weiß was kommen mag.
    Aber hast Du erstmal wieder Vertrauen gefaßt in Dir selbsz wirst Du sehen, wie diese Unscherheit sich bald in Lust auf was Neues, Neugier, Spaß am Leben und nihct zuletzt 'freiheit' um wandelt. Wenn Du nur positiv denkst und Dir selbst eine Chance dazu gibst. Aber Du bist ja auf dem besten Wege dahin. Nur noch ein klein wenig Geduld.

    Übrigens finde ich Abwaschen udn Aufräumen eine sehr gute Übung bei Trennungen. Ich bekomme immer regelrecht eine Putzfimmel. Symbolisch ist es wohl das Bedürnis alte Spuren auszulöschen, sich reinigen und Platz für Neues zu schaffen. Fensterputzen bedeutet auch sich eine neue Sicht zu schaffen.

    Da Du ja auch eine musikalische Person zu sein scheinst nutze deine Stimmung doch dafür ein paar schöne sentimentale Stücke zu kreieren. Ganz was eigenes. Ich denke, dass aus solchen Momenten die überzeugendsten Werke entstehen. Lass Deine Seele sprechen. Künstlerisches Schaffen, sich selbst auszudrücken ist äußerst befreiend.
    In Malerei, Musik, Tanz, Poesie usw kann man seine ganzen Emotionen hineinlegen und sich so auf einer ganz anderen ebene noch einmal verständlich machen. Oft reichen Worte nicht, das auszudrücken was man fühlt.

    Du bist in meinen Augen nicht nur eine sehr starke Frau sondern eine regelrechte Senkrechtstarterin. Hut ab.

  • Huhu :)

    Danke Frozen Tears fuer deine Worte. Es ist so lieb, dass du das so benennst, wie du mich siehst, wobei ich in dem Moment garkeinen Stolz verspuere sondern vielmehr kommt mir der Gedanke "Stark? Senkrechtstarterin? Weil ich ihm jetzt komplett den Ruecken gekehrt habe, der Person, fuer die ich Gefuehle habe? "
    Ist natuerlich Quatsch, aber das kommt bei mir halt direkt...

    Mh, also dann hab ich jetzt wohl ein paar weitere Vorhaben.
    Aufraeumen, Waschen, Putzen uuuuuund komponieren :) :) :)

    Mir tut es auch gut zu spielen, aber bis ich mal dransitze dazu braucht es echt immer viel Ueberwindung grade... naja ..

    Heute so wieder mal ein wenig mehr Abstand, mit jedem Tag,... muss ich aber aufpassen, dass ich nicht glaube, ach, jetzt koennt ich ja mal ganz unbefangen anrufen. Bzw. seinen Freund anrufen und fragen, wie es so geht....

    Die Gedanken kommen immer wieder. Ich hoffe es bleibt auch weiterhin nur bei den Gedanken..

    Heut fuehl ich mich so, als wolle ich den ganzen Tag nur schlafen..


    Mit vielen Gruessen

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Den ganzen Tag einfach nichts gemacht.

    Ok 2 Maschinen Waesche.

    Aber ich kann alles andere als behaupten, dass ich mich gut mit mir selbst beschaeftigt hab heut.

    Ich muss zugeben, dass es mir an manchen Tagen einfach so verdammt schwer faellt, sogar das Aufstehen. Und heute war es irgendwie besonders schwierig.

    Und dann habe ich abends immer das Gefuehl, ich haette den ganzen Tag verschwendet, fuehle mich total schlecht und denke mir dann nur, ok dann geh ich am besten heut so schnell wie moeglich schlafen damit dieser Scheiss-Tag endlich rum ist.

    Ich weiss nicht, was das ist und an so einem Tag wie heute sehne ich mich natuerlich nach Zuspruch durch XY...

    So schlimm echt..

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Huhu Miriel,

    so dünnhäutige Tage, an denen ich am liebsten die Decke über den Kopf ziehen würde, die habe ich auch immer wieder.
    Ich glaube, man hat sie mit oder ohne Partnerschaft oder Trennung. – Mich begleiten sie jedenfalls schon sehr lange.
    Vielleicht sind es aber auch Tage, an denen unterschwellig etwas in einem passiert, das jetzt noch nicht an die Oberfläche kann, so eine Art Verpuppung, aus der man anders hervorgeht.
    So eine verpuppte Raupe tut auch nichts außer rumhängen. Aber irgendwann ist sie dann ein schöner Schmetterling. – Manches passiert im Stillen.

    Ich finde, sich ab und an mal hängen lassen ist in Ordnung.
    Viele Liebe Grüße!
    Lea

    If you know where you stand
    then you know where to land ...

  • mh

    Danke fuer deine Worte.

    Ich habe immer das Gefuehl, "rumhaengen" ist falsch.

    Und fuehle mich so richtig geknickt am Ende des Tages , eigentlich schon waehrend des Tages.

    Es tut gut zu hoeren, dass das auch mal in Ordnung ist.

    Ich bin froh, wenn ich wieder eine taegliche Aufgabe habe, der ich nachgehen muss.

    Dieses Selbstorganisieren faellt mir unglaublich schwer.

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Liebe Miriel,

    ich drück Dich einfach mal unbekannterweise.
    Halt Dir vor Augen, was Du in den letzten Tagen/Wochen schon alles geleistet hast. Da darf man einen Tag auch mal einfach nur rumhängen und nix tun. Inbetween hat einen sehr schönen Vergleich gefunden. Eine Entwicklung die im Stillen von Statten geht...auch wenn es sich im Moment so gar nicht so für Dich anfühlen mag. Du bist so viele chritte gegangen, die jetzt vielleicht auch mal in Ruhe sacken müssen.

    Ich wünsch Dir einen ruhigen Abend ohne schlechtem Gewissen und dass es Dir morgen wieder besser geht.

    P.S. Tausend Dank Dir für Deine Worte heute!!!!

    Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass es einen Sinn hat - egal wie es ausgeht.

  • @Herze

    Danke ja ich versuche den Tag jetzt noch gut ausklingen zu lassen :)

    inbetween

    Da ich studiere, habe ich ja zwischendrin oefters mal frei.

    Jetzt habe ich gerade frei, gehe auch keinem festen Job nach, das heisst, nur ab und an habe ich wirklich Pflichten.

    Es faellt mir einfach schwer, wenn ich keine vorgegebene Tagesstruktur habe (Studienplan waehrend des Semesters oder Praktikum oder fester Job) meinen Tag angemessen zu strukturiern.

    Ich weiss, wieviel ich zu tun haette, erledige jeden Tag hoechstens 1 von 10 Sachen obwohl mehr zu schaffen waere, ich aber schon die 1 Sache als unglaublich Huerde empfinde, zu der ich mich ueberwinden muss.

    Manchmal denke ich, ich bin einfach faul, aber ich weiss, wieviel ich schon gearbeitet habe und deshalb glaube ich daran nicht.

    Mir faellt es sehr schwer, den Tag zu richtig beginnen, denn mein Start in den Tag beeiflusst total, wie er dann weitergeht..

    Auch waehrend des Semesters faellt es mir schwer neben dem Studium noch die normalen anderen Dinge zu erledigen.

    Ich hab im Fruehjahr mal angefangen Tagesziele zu formulieren, das hab ich jeden Abend gemacht und dann auch jeden Abend abgehakt und mich "belohnt"

    Vielleicht sollte ich das wieder machen.

    Ich verdraenge viele wichtige Dinge, die ich eigentlich erledigen muesste oft, bis es fast zu spaet ist.

    Ich weiss ja auch nicht..

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Hmm – manchmal habe ich solche Phasen auch, die du da beschreibst. Bei mir liegt es dann meistens tatsächlich daran, dass ich an irgend etwas herumknabbere, ohne mir dessen wirklich bewusst zu sein. Wenn ich mir dann etwas Ruhe gönne, dann kommt es meistens auch an die Oberfläche, dann kann ich mich damit auseinandersetzen und dann ist es auch wieder gut.
    Du schreibst, du müsstest eigentlich andere Dinge tun – wie wichtig sind die denn? Hast du dich selbst/ein Prüfungsergebnis oder etwas anderes Wichtiges schon einmal durch so eine Phase des Aufschiebens gefährdet? Wenn nicht, dann würde ich mir da keinen so großen Kopf drum machen.
    Klar kann man immer irgend etwas „Nützliches“ tun – aber man muss nicht. Finde ich. :wink::wink:

    If you know where you stand
    then you know where to land ...

  • Mh.

    Ja grade mit Pruefungen habe ich Probleme. Nicht mit Pruefungsangst, eher damit, dass ich mich damit nicht auseinandersetzen will und es am Ende schmeisse, damit gefaehrde ich im Grunde seit Langem meinen Lauf des Studiums.

    Darueber hab ich aber auch schon mit der Beratung gesprochen, weil ich weiss, dass das so nicht weitergehen kann.

    Ich schmeisse oft Kurse, weil ich Angst habe, wovor auch immer, oder mache geplante Pruefungen am Ende doch nicht, weil ich es einfach irgendwie verdraenge. Ich kann das nicht beschreiben, ich kann naemlich nicht sagen, dass ich wirklich unter Pruefungsangst leide...

    So richtig einordnen kann ich das alles nicht.

    Das faengt bei mir halt schon beim Abheften von wichtigen Unterlagen an und hoert beim Essen auf.

    Struktur fehlt mir im Grunde auf ganzer Linie.

    Ich bin mir dessen bewusst, und wuerde es gerne aendern, habe hier und da auch Ansaetze entwickelt, die zu einer Besserung fuehren, aber letztendlich seh ich mich da vor einem Riesenberg.

    Und XY war natuerlich perfekte Ablenkung um mich damit nicht auseinandersetzen zu muessen.

    Jetzt ist er nicht mehr da.

    Ich bin fest entschlossen, mein Leben endlich strukturiert und gluecklich zu leben.

    Ich muss nur noch auf den richtigen Weg kommen..

    Vielleicht erwarte ich auch zu viel.
    Im Grunde lebe ich grad immernoch mit dem Gedanken an XY und der Angst, jeden Tag koennte irgendwas sein.

    Vielleicht sollte ich das erstmal in Ruhe verarbeiten... Das geht alles so langsam irgendwie.. :(

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Im Grunde ueberfordert mich der Alltag.

    Aber vielleicht rede ich mir das auch nur ein.

    Vielleicht liegt das auch daran, dass ich fuer mich noch nie einen eigenen Alltag habe, den ich wirklich nur fuer mich gestaltet habe, da es immer Menschen gab, die ihn gefuellt haben. Da musste ich nichts strukturiern.

    Ich weiss ja auch nicht..

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Und dann steigt mein Suchtdruck (im Bezug auf XY) auch wieder, weil ich mir so denke, wie schwach ich eigentlich bin, und auch ohne ihn in meinen Verhaltensmustern haenge, wie um alles in der Welt ich von ihm erwarten kann, dass er mal grade alles aendert, und ihn dann damit allein lasse.

    Ich dreh mich im Kreis.

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Oh je, das kann ich mir vorstellen, dass dir das wie ein Riesenberg vorkommt. Ich hatte so eine Aufschieb-/Verdräng-Phase ganz kurz vor meiner mündlichen Abschlussprüfung (vorher nicht), mit der das Studium dann tatsächlich komplett zu Ende ging. Ich habe dann letztlich doch alles gut über die Bühne gebracht und die Kurve gekriegt. Im Nachhinein betrachtet, glaube ich, wollte ich das Ende einfach ein bisschen weiter hinauszögern und hatte auch etwas Angst vor dem, was nach dem Studium kommen würde. Es war dann alles halb so wild und hat sich prima gefügt.
    Weißt du denn schon genau, was du nach dem Studium machen willst oder hast du schon Aussicht auf einen Arbeitsplatz?
    Vielleicht könnte es dir helfen und etwas die Anspannung nehmen, wenn du dich mit der Zeit nach dem Studium intensiv beschäftigst? Damit, was dann sein soll und was realistisch umsetzbar ist?
    Was mir auch in die Richtung gehen zu scheint, ist, dass du mal erzählt hast, dein Freund und du, ihr hättet auch gemeinsame berufliche Zukunftspläne gehabt. Die sind ja dann auch erst mal passé ... könntest du diese Pläne auch ohne ihn umsetzen?
    Ich glaube einfach, ein konkreter Plan für die Zeit nach dem Studium erhöht die Motivation, es zu Ende zu bringen (ist ja nun auch einfach eine schöne Zeit) und die letzten Hürden zu nehmen.

    If you know where you stand
    then you know where to land ...

  • Ja. Ich habe absolut keinen Plan.

    Als ich mit XY Plaene schmiedete, war fuer mich alles so klar, aufjedenfall beenden, in den Beruf einsteigen, Ein Leben aufbauen.

    Jetzt ist das Gefuehl wieder wie vorher. Was will ich? Wo will ich hin? Will ich das wirklich? Usw. Ich kann mich nicht auf ein Ziel konzentriern und schiebe es in weite Ferne.

    Vielleicht auch wirklich dieses Verhalten deshalb, um das Ende aufzuschieben, ich haenge auch jetzt schon hintendran, was mich auch wieder echt schlecht fuehlen laesst...

    Ich kann meine beruflichen Plaene natuerlich ohne ihn umetzen, vielleicht sogar noch besser, da ich ja vollkommen frei bin in meiner Wahl (mit ihm sollte ich das aber auch sein.. ha. Co laesst gruessen) ...

    Ich versuche einfach, das zu tun, was ich kann und hoffe, dass es immer weiter geht und ich immer mehr merke, dass ich meinem Ziel ein Stueck naeher komme...

    Ich geh jetzt schlafen, vielen Dank fuer deine Worte.

    Gute Nacht

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Einen wunderschoenen guten Morgen wuensche ich!

    Gestern Abend hatte ich unglaublich mit "Suchtdruck" zu kaempfen vor dem Schlafen gehen, die Gedanken sind nur so Karussell gefahren ....

    Ich habe mir dann was zum Lesen geholt und mich damit erstmal beschaeftigt.

    Dann hab ich wirklich wieder ein Tagesziel-Buch angelegt. Und heute ist mein erster "vorstrukturierter" Tag.
    Also ich schreibe keine "Plaene", was mir vorgibt, wann ich was mache, ich formuliere einfach nur einige (nicht zu viele) Ziele, um mich daran zu orientieren.

    Meine Ziele sind mitunter manchmal sehr banal, aber es gibt mir das Gefuehl, dass es auch zu schaffen ist.

    Kennt ihr das, dass ihr manchmal auch wichtige Dinge, einfach vergesst? So geht es mir naemlich. Ich hab schon wirklich Dinge vergessen, die man nicht vergessen sollte (v.a. im letzten halben Jahr), Dinge, die ich auch aufgeschrieben hatte, aber eben einfach nicht mehr dran dachte (halt auch nicht auf den gewissen Zettel schaute)
    wie z.B. Termin bei der Bank, Praesentation im Studium (sehr peinlich, da ich wirklich unvorbereitet hinging), usw.

    Kennt jemand dieses extreme Verdraengen (und dadurch wirklich vergessen) ??

    Heute bin ich optimistisch. Habe mir einige Ziele formuliert, das heisst, dass mein Tag auch schon zur Haelfte gefuellt ist :)

    Ich wuensche euch allen einen schoenen Tag!

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Hallo und guten Morgen,

    ich kenne das in letzter Zeit auch.

    Früher gab es das so gut wie nicht.

    Sogar in Alk Zeiten, war alles in meinem Kopf.

    Jetzt ist es als ob mein Gehirn manchmal nicht mehr kann.

    Oder ist es die Seele.

    Vielleicht eine Mischung von beidem.

    Finde ich super deinen "Tagesplan" ich habe auch einen und muss darum jetzt schnellstens loslegen. :)

    Ganz liebe Grüße, ich bin gespannt wie es dir damit gehen wird.

    Pack mer´s

    Marion

  • Ich hab ein richtiges Buch gemacht damals, im Fruehjahr, und weisst du was das Nette daran war?
    Ich habe nach einer Weile erstmal gesehen, wieviel ich eigentlich geschafft habe, also so nach 2 Wochen konnte ich dann mal rueckblicken und war zufrieden.
    Oft vergisst man glaube ich auch, was man im Kopfchaos dann doch noch so alles hinkriegt.

    Ich muss jetzt auch loslegen :)

    Liebe Gruesse

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Hallo Time,
    das mit dem Problem Verdraengen/Vergessen von wichtigen Sachen....ohje, das kenn ich. Und das hat mir in meinem Leben sehr geschadet. Bin ja etwas aelter als Du, hatte also schon mehr Gelegenheit Mist zu bauen ;(

    Bei mir steht dahinter der Wunsch "nicht fuer das Ergebnis verantwortlich zu sein"....oder auch ein Perfektionsanspruch.
    Klingt jetzt erst mal paradox, oder?
    Ganz einfach. Wenn ich sagen wir mal eine Pruefung habe, dann schiebe ich das Lernen raus bis zum geht-nicht-mehr....und hangel mich mit ach und Krach durch. Das logischerweise maessige Ergebnis.....kann ich dann prima vor mir selbst rechtfertigen....ich haette es ja viel besser gekonnt, wenn ich nur etwas mehr gelernt haette. Die fuer mich schlimmstmoegliche Variante, mich echt nach besten Kraeften vorbereitet zu haben (ehrlich) und dann TROTZDEM ein maessiges Ergebnis zu bekommen, die hab ich immer vermieden.

    Und dieses Prinzip kannst Du bei mir in allen Bereichen verfolgen. Dass ich weiss, wie das bei mir funktioniert, heisst leider noch lange nicht, dass ich es besser mache. Aktuell hab ich mir grad wieder einen Behoerdensch...ans Bein gehaengt, der nicht haette sein muessen, wenn ich vorher.....usw.

    Das sind Themen, die ich fuer wesentlich fruchtbarer halte, sichj damit zu beschaeftigen als....naja, Du weisst.

    Was uebrigens auch ein Grund (bei mir) war, so lange in einer Alk-Beziehung festzuhalten. DIE Super-Ausrede fuer alles! Ich koennte ja viel besser, waer ganz toll, hatte mein Leben total im Griff, wenn, ja wenn das Geschoepf an meiner Seite nicht grad mal wieder das Auto zerbombt haette oder ...oder....oder....

    Alibi! Alibi! Alibi!
    Gruesse, Lindi

  • Hallo Miriel,
    JA, das kenne ich 1 zu 1. Diese Probs mit der Struktur oder dem Einhalten von Prüfungen. Hab auch schon sooo viele kurz vorher abgesagt, weil ich dachte, doch nicht gut genug vorbereitet zu sein. Und das ist, so ist mir nun bei einer Beratung klar geworden, nichts anderes als Prüfungsangst. Zu viel Perfektion, zu selbstkritisch und eben Angst, in der Prüfung zu versagen, dass Prüfer einen für unfähig halten und man das dann eben schriftlich bekommt oder eben die eigenen Erwartungen nicht erfüllt.

  • Guten Morgen ihr Lieben,

    Vielen Dank fuer eure Beitraege!

    Lindi

    Ja, bei mir hat es auch schon Probleme gegeben wg meiner Aufschieberei und Verdraengerei, z.B. dass ich Dinge nicht bezahlt hab, nicht, weil ich das Geld nicht hatte, nein,weil ich es einfach verdraengt hatte, und letztendlich war es dann verschwunden aus meinem Kopf.....

    Deine Deutung dieses Verhaltens mit dem "maessigen Vorbereiten - maessiges Ergebnis" finde ich recht interessant, ich mache es genauso und ja letztendlich kann ich immer danach sagen "Ich weiss ja, dass ich haette besser sein koennen, wenn ich ein wenig mehr gemacht habe, aaber "will" ich ja garnicht, mir reichts ja so"

    Ja, ich beschaeftige mich jetzt seit der Beziehung mit XY auch wirklich viel mit den ganzen Sachen und will es auch gerne aendern fuer die Zukunft. Wobei ich sagen muss, dass ich zwischendurch auch viele Phasen ohne Partner hatte und mich auch da nicht mit meinen eigenen Problemen beschaeftigt habe, irgendwie kam das erst jetzt, und zwar wie der Schlag!
    Aber vielleicht hatte ich in den Solo-Phasen auch immer andere Leute, um die ich mich gekuemmert habe ( Ich vermute mal so war es..)

    Zimttee

    Mh, ja.. also ich bin bei mir immernoch nicht davon ueberzeugt, dass ich Pruefungsangst habe.

    Das Gefuehl ich bin zu wenig vorbereitet habe ich eigentlich nie, weil ich mir ja einrede, ich wollte ja nicht mehr machen. Richtige Angst vor der Pruefung hab ich nicht und meist schmeiss ich die Pruefung auch schon raus, bevor ich anfange zu lernen, es ist ein wenig absurd.

    Mein Psychotherapeut sagt, dass es sich auch um Angst im Allgemeinen handeln koenne, weil sich das bei mir auch auf andere Bereiche und nicht nur Pruefungen erstreckt. Auch das liegt wohl in der Kindheit, dieser ganze Angstkram. Ich weiss nicht, ich bin ja ein wenig skeptisch demgegenueber, dass alles in der Kindheit ankert....

    Als Kind hatte ich immer Angst, irgendwas zu tun. Eigentlich vor allem. Karussell zu fahrn, zu Geburtstagen zu gehen, zum Reitunterricht zu gehen, etc. alles war immer mit einer anfaenglichen grossen Angst verbunden, die auch oft so gross war, dass ich es letztendlich nicht machen konnte.
    Obwohl die Situation, wenn ich mich ihr stellte auch immer bewies, dass es garnicht schlimm ist, war die Angst dennoch jedes Mal da.

    Und genau die gleichen Gefuehle habe ich heute immernoch.

    Frueher nannte man das dann "Lampenfieber", mein Psychotherapeut nennt es "massive Angst".

    Naja. Da darf ich jetzt wohl mal drueber nachdenken.

    ........................................................................

    Gester war ich 4 Stunden mit dem Rad unterwegs und es hat einfach gut getan :)

    Als ich heimkam, rief mich der Freund von meinem XY an. Ich ging auch dran.

    Verwunderlicher Weise hat er erstmal garnicht ueber XY gesprochen, nur gefragt, wie es mir geht, etc. Wir haben ein bisjen geredet und irgendwann fing er dann doch an, zu erzaehlen, dass mein XY immernoch nichts trinkt und fest entschlossen waere, das durchzuziehen.

    Sie waeren sogar zusammen weggegangen in eine Bar (was ich fuer ziemlich bescheuert halte) und auch da haetten sie beide nicht-alkoholische Getraenke getrunken und auch da haette er nochmal fest entschlossen zum Ausdruck gebracht, dass er nichts mehr trinken will.
    Der Freund nannte es "sich der Angst stellen", also dieses in die Bar gehen.

    Ich habe nur gesagt, dass es mich freut wenn es meinen XY gut geht. Mehr nicht.
    Ich habe aber sofort gemerkt, wie meine Knoepfe wieder anfingen zu wackeln, ich gerne gefragt haette gerne gefragt, ob mein XY denn auch wie er gesagt hatte, zu einer SHG geht, ob er sich einen Psychologen gesucht haette, usw,

    Bei mir war nur der Gedanke "Einmal zum Arzt gegangen und jeder denkt, alles ist gut oder was?! "

    Dann war das Gespraech auch schon vorbei. Der Freund meinte noch, dass er im Januar/Februar evtl in meiner Gegend zu tun haette und dass er mich dann aufjedenfall besuchen kaeme
    (also der Freund)

    Keine Ahnung was ich davon halten soll, von dem ganzen Gespraech. Aber ich lasse es einfach mal so stehen.

    Heute muss ich spontan arbeiten, eigentlich sollte ich froh sein. Bringt Geld, lenkt mich ab, ich seh andere Leute, etc.

    Aber so richtig froh bin ich nicht. Kommt sicher, wenn ich dann am Arbeiten bin :)

    Ich wuensch euch einen guten Tag :)

    Miriel

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

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