Beiträge von TimeIsAHealer

    Zimttee

    danke fuer die Nachfrage :)

    Ich hab insgesamt 8 Stunden fuer diese Pruefung gelernt und sie war dafuer erstaunlich ok ;)

    Wie es aber wirklich war, werd ich erst demnaechst erfahren, ich bin da aber ganz zuversichtlich.

    Und dass ich obwohl waehrend der Lernerei gestern zweimal mit XY telefoniert habe und er beim Zweiten Mal alkoholisiert war.
    Gestern hat es mich nicht mehr gross irritiert.

    Aber die Pruefung am Dienstag haette ohne das Vorhergegangene Wochenende besser laufen koennen. Aber ist nich mehr zu aendern.

    :)

    Vielen Dank fuer eure Vorschlaege, hoert sich vielleicht dumm an, aber das hilft mir sehr, ich hab momentan grad das Gefuehl, ich bin wie jemand, der Anweisungen braucht....

    @else

    klar werd ich die Gedanken haben ;)

    @Corina

    mit "einfach" meinte ich eigentlich auch eher, dass es die Situation am einfachsten macht im Sinne von, sie nicht verkompliziern oder verschlimmern kann
    Und du hast Recht, es gibt kein "nicht kommunizieren", auch Schweigen ist Kommunikation, nur in dem Falle eben MIR nicht mehr schadende.

    Danke.

    Ja, das stimmt, ich bin auch nicht ganz gesund und ich merke, dass ich ohne das erwartete Telefonat ueberhaupt nicht so richtig die Zeit rumkriege. Sehr schlimme Einsicht.

    Ich glaube ich haette mal wieder seit langem Lust irgendwo in eine Bar mit Musik zu gehen. (natuerlich inzwischen abstinent)

    Leider hat aber heut Abend niemand Zeit, vor allem nicht jetzt grad so spontan.

    Hab jetzt eine Freundin gefragt, mal schaun, ob was zurueckkommt.

    Fuehl mich dann aber auch gleich wieder so abhaengig von anderen, koennte ja auch einfach mal allein was machen, wuerde mir sicher gut tun.

    Haette eigentlich total Lust auf Kino, auch allein, hab eigentlich grad garnicht so grosse Lust auf Gesellschaft und Reden, aber wenn ich dann jm treffe, der mich kennt, ist es mir unangenehm, dass ich alleine bin, ....

    blablabla :D

    Unglaublich, wie man sich alles tot reden kann.

    Naja, ich wart ma ab, ob sie sich meldet und wenn nicht, geh ich noch alleine raus und schau, was sich dann eben in meinem Kopf ergibt :)

    Ich habe keine Hoffnung, dass er morgen ehrlich mit der Aerztin spricht.

    Ich denke er hat auch gestern nur so viel drueber geredet, um sich schon mal auf die Rumlaberei bei der Aerztin vorzubereiten, ich war also gestern sozusagen Mittel zum Zweck, um seine Rolle ein bisjen zu Ueben, sodass es morgen auch ganz bestimmt klappt mit der Rausrederei.

    *Prost*

    @MAtthias

    ich meine ja nur bezueglich der schlechten Leberwerte ;)

    Marion

    Das Gefuehl dass es dir egal ist, ist gleichzusetzen mit Trockenheit?

    Das verstehe ich nicht so ganz....

    Dass mein XY unter dem hin und her natuerlich nicht weniger leidet, ist klar. Doch leider ist der Grund der Probleme ja meiner Meinung nach relativ "leicht" zu erkennen und das Problem relativ leicht in Angriff zu nehmen, das ist ja der Kern der ganzen Abhaengigkeit.....

    Man dreht sich ja doch im Kreis, trennt man sich, hofft man ja innerlich doch irgendwie, dass das jetzt vielleicht was bewirkt, hat Angst, dass derjenige nur noch schlimmer weitermacht etc....

    Irgendwas ist da immer....


    Grazia

    Ja Hilfe zur Selbsthilfe, aber eben nur wenn der Wille zur Selbsthilfe ueberhaupt vorhanden ist.
    Im Grunde ja voellig logisch ....

    sarawen

    Auch ich fuehle mich krank im Kopf, aber schon klarer als noch vor ein paar Wochen...
    Dieses Auf und Ab ist unertraeglich, aber wenn ich drueber nachdenke und es sollte jetzt einen Grund geben, dieses Auf und Ab zu Beenden, waere de rHauptgrund aber wieder mehr ER als ICH, weil ich wieder in dem Denken drin bin, dass ich es fuer ihn dadurch ja auch nur schlimmer mache.

    Ich koennte das ja noch ewig machen... klaaaaaaar ......

    ......................................................................................................


    Bis jetzt ist der Tag STILL verlaufen und ich habe aber immer wieder mit den Gedanken gekaempft, was tue/sage, wie reagiere ich, wenn er sich heute meldet.......

    Das letzte was ich gestern gesagt habe, war, dass er es sich 2 mal ueberlegen soll und wenn er das Problem weiterhin herunterspielen will, dann soll er mich nicht mehr anrufen.

    Ich habe mir ueberlegt, wenn er mich anruft, garkein anderes Gespraech zustanden kommen zu lassen und ihn direkt damit zu konfrontieren?

    ODer ich koennte eben nur wieder ZUHOEREN ohne mich zu aeussern... ich weiss es einfach nicht.

    Ich haette nur so gern, dass es NICHT ausartet und dass es auch zu keinem Gespraech ueber nichts wird.

    ICh weiss nicht so Recht, wie ich jetzt handeln soll, da ich fast sicher bin, dass er sich meldet.
    Vielleicht irre ich mich ja auch....

    Ich moechte nach dieser Woche nicht wieder die 5 Schritte zurueckgehen muessen, die ich jetzt innerlich gegangen bin....

    Habe heut Nacht noch einiges an Gedanken gewaelzt....

    Vielleicht ist nach dieser Woche und nach der Situation gestern der Punkt da, an dem ich den Kontakt abbrechen im Stande bin.. Ich weiss es nicht, aber so habe ich mich heut Nacht gefuehlt...

    Dass ich es einfach nicht mal mehr wissen will, wie es denn dann am Freitag beim Arzt sein wird....

    Diese Gefuehle aendern sich so schnell und jeden Tag denke ich wieder etwas anderes. Ist das normal?

    Stille muss her.

    Einen schoenen Tag wuenscht

    Miriel

    Grazia

    vielen Dank fuer deine Worte.

    Dass sich durch das Forum etwas tut, das merke ich. IN mir.

    Nein, ich habe nicht das Gefuehl mich rechtfertigen zu muessen, es tut gut Geschehenes hier zu teilen, oder auch einfach nur zu schreiben, ein Statement dazu zu lesen oder aber auch einfach nur durch das Niederschreiben nocheinmal zu reflektieren was passiert ist. Oft habe ich solche Situationen wie die gestern Abend oder viele andere viel Schlimmere, danach einfach wieder verdraengt, wenn irgendwas auch nur klitzekleines Positives war.

    Das moechte ich nicht.

    Ich habe Anfang des Jahres mal in ein kleines Buch hineingeschrieben, was ich fuehle, habe dann als es eine "gute" Phase gab aufgehoert und nie wieder angefangen. Das Buch liegt allzeitbereit auf meinem Nachttisch und wird nicht angeruehrt, ich traue mich noch nicht mal zu lesen, was ich damals geschrieben hab, weil ich weiss, dass es nichts Gutes ist.

    Dieses Verdraengen moechte ich unbedingt Abstellen, und ich ich habe das Gefuehl, in dem Moment, in dem ich es TEILE (mehr als in dem Buch) wird es ein Stueck weit realer und das verhindert Verdraengen :)

    Ok, hab ich mich jetzt wieder gerechtfertigt? ;)

    Neeeein, ich kommuniziere :)

    Ja, dass es nach und nach Klick macht, das glaube ich.

    Deine 25 Jahre schrecken mich ab, also sie lassen mich denken, dass ich das aufkeinen Fall will und nicht soweit kommen lassen will. Weiterhin moechte ich keine dritten Personen in Mitleidenschaft ziehen, wobei natuerlich auch jetzt schon mein Umfeln "mitleiden" muss zwangslaeufig, aber es haelt sich in Grenzen, da ich es einfach nicht gross bespreche und immer nur ab und an grob sage, ob's grad ok is oder eben nicht.

    Eine Gedanke beschaeftigt mich aber seit Tagen.

    Es heisst nicht selten, dass man dem Alkoholiker mit Verstaendnis entgegen kommen soll/muss und ihn unterstuetzen soll.

    Dass man einfuehlsam versuchen soll, Gespraeche zu finden, eventuell auch Mithilfe zur Hilfe anbieten soll, um ihm trotz allem zu zeigen, dass er nicht allein in seiner scheinbar auswegslosen Situation ist.

    Klang und klingt fuer mich eigentlich plausibel.
    Nur wo da die Grenzen sind, ist mir ein Raetsel....

    Klar, liegen die Grenzen bei mir aber wie entscheide ich denn ab wann er keine "guten" Gespraeche mehr verdient, bzw. es nichts mehr bringt etc.... ?

    Mein Tag fing wieder STILL an :)

    Mit vielen Gruessen

    Danke fuer eure Beitraege.
    Ihr habt Recht. Hoffnung sollte ich bleiben lassen.

    @else

    Klar, bis heute hab ich irgendwie schon gehofft und nach dem Gespraech heut mittag noch mehr, nach heute Abend aber dann au schon wieder weniger als eh schon (siehe unten)

    Ja, ich glaube, der Check wird ein Sich Rausreden und mit dem Scheiss weitermachen, so wie du es sagst....

    Geraldjin

    Mhh. Gelogen hat mein xy nicht, im Gegenteil er hats schon etliche Male angesprochen, dass er Angst hat, dass seine Leber jetzt kaputt ist. Glaub ich ihm sogar fast, aaaber ich glaube es ist fast egal, was fuer ein Ergebnis rauskommt, ist sie noch halbwegs heile, gibt's wieder keinen Grund was zu aendern, weil es is ja noch nich so schlimm, is sie schon echt geschaedigt, na daaaaaann, bringts ja jetzt eh nichts mehr *plopp* und *prost* (um es ma mit deinen Worten auszudruecken ;) )

    Zimttee

    Nee, ich denke es gibt ziemlich viele verschiedene Moeglichkeiten, warum die Leberwerte erhoeht sein koennen. Bei XY liegt es halt nahe, aber muss natuerlich nicht der Grund sein.

    Dein Alkoholkonsum plus Medikamente belaeuft sich meines Wissens auf 3 Jahre, wobei ich das stark bezweifle.

    Ja und du hast Recht, ein Arzt kann nicht mehr machen, er kann nur versuchen, dem Patienten alle Moeglichkeiten und Hilfestellungen zu geben, das Problem in Angriff zu nehmen, wenn er das moechte. Ich glaube, wenn es immernoch so ist, dass der Arzt nachbohren muss und es eben runtergespielt wird, dann ist der Patient noch lange nicht dazu bereit. So wie mein xy auch nicht.

    (Und dennoch hoffe ich in diesem Moment, dass ich mich doch irre. Naja, vergebens...)

    Zumal:

    Er mich heute Abend nach dem 1. Anruf nochmal angerufen hat.

    ca. 2 Stunden spaeter, und der Alkohol war schon in der Stimme zu hoeren.

    Es ging um Rumlaberei ueber irgendein Thema, das ihn ja beschaeftigt, blabla, und ich solle mich ja frei fuehlen, blabla, ist im Grunde egal um was es ging, da er getrunken hatte.

    Leider habe ich es nicht geschafft aufzulegen, da er nur sehr schwach angetrunken war, hab ich ihm nur am Ende mit auf den Weg gegeben, dass er wenn er mich morgen (oder das naechste Mal) anrufen will, zweimal ueberlegen soll, denn wenn er nicht bereit ist, was zu TUN soll er mich nicht mehr anrufen.

    Es war mir in dem Moment einfach egal, dass er getrunken hatte, ich wollte loswerden, was ich da empfunden hab. Ich hab dann auch noch gesagt, dass das einfach nicht mehr mein Problem ist, er schon lange genug immer sagt, dass ich ja Recht haette usw. und ich mich um mein Leben kuemmere.

    Ich hab ihm auch noch gesagt, dass wenn er so leben moechte, dann kann er das gerne tun, aber ich will auch so leben, wie ich das will und keinen alkoholkranken Partner.

    Ok. Das mal fuers Erste.

    Es ging mir ok damit und ich muss sagen, dass mich das in der Entscheidung mit dem Urlaub abblasen natuerlich bestaerkt.

    Es tut mir leid, dass er es nicht schafft, zu erkennen, dass er Hilfe braucht, da ich weiss, dass er nicht gluecklich ist mit seiner Lebensweise.
    Aber es darf mich wohl einfach nicht mehr interessieren, auch wenn es mir nie ganz egal sein wird, glaube ich.... :(

    War danach ca. 10 min. in einem kleinen Stimmungstief, aus dem ich mich aber auch wieder alleine rausholen und weiterlernen konnte.

    Ich habe das Gefuehl, seit dem Wochenende ist viel IN mir passiert.

    Ich glaube ich habe verstanden, dass ich meinen Teil getan hab (den ich nicht mal haette tun sollen) und dass ich nichts mehr geben muss, darf und will.


    Morgen letzte Pruefung und dann geht's ans Urlaub planen :)

    Ich wuensche euch allen eine gute Nacht.

    Mit vielen Gruessen

    Miriel

    Ja du hast Recht Grazia... aber kannst du dir dennoch vorstellen, dass es in der Situation dann eben doch nicht geht?? :(

    Ich versuche mir ganz oft zu sagen, ok ich "kann" mich noch recht frei entscheiden, ich bin weder durch Ehegelübte noch Kinder an den Mann gebunden, noch wohne ich mit ihm zusammen.

    Ist sicher für manche unvorstellbar, warum das denn so schwierig ist..
    Aber es ist so verdammt schwierig, dass ich es selbst garnicht verstehen kann.
    Aber da muss ich auch zugeben, dass es bei vorherigen Partnern (die nicht getrunken haben) auch oft sehr sehr schwierig war loszulassen.

    Ja und die polnische Trinkkultur oder auch das Bild des Mannes, ja das wurde ihm glaube ich sehr eingetrichtert, aber das ist natürlich trotzdem weder Grund zu Trinken noch Entschuldigung dafür Nicht Aufzuhören.

    Ach....

    Eine Info von heute:

    Der Tag fing wieder still an, ich hab mich den ganzen Tag nicht gemeldet, eben rief er an, nach der Arbeit, sehr lieb, sich direkt gerechtfertigt, dass er nicht früher angerufen hatte (ohne dass ich irgendwas gesagt hab)
    Ich war im Großen und Ganzen fast nur ruhig und er hat geredet.

    Hat auf unser Gespräch gestern angesprochen, dass er es bis auf das Ende trotzdem sehr schön fand, blabla.
    Dann hat er von der Arbeit erzählt usw.

    Hat mich gefragt wie es mir geht, was ich gemacht habe, wie ich mich fühle wg morgen (habe Prüfung) usw.

    Und dann hat er aufeinmal aus heiterem Himmel gesagt, er wäre so froh, dass er am Freitag den Arzttermin hätte, er glaubt wirklich, dass seine Leber in Mitleidenschaft gezogen ist..... aber er hätte ja auch vor Jahren so starke Medikamente genommen und würde ja jetzt immernoch nehmen (er nimmt täglich Anti-Depressiva, relativ starke) und ja, da wär ja natürlich auch der Alkohol und überhaupt würd er seinem Körper ja nichts Gutes Tun mit dem Rauchen, Trinken und Medikamente einnehmen.
    Ja und dann kam nochmal, dass er deswegen wirklich froh ist, da jetzt hinzu"müssen" um endlich zu wissen, wie es denn genau jetzt ist und egal was ihm die Ärztin ja dann sagen würde, das würde er ja machen, also wenn sie sagt, trink das, iss das, blabla, dann mache ich das.... so ungefähr.

    Ich musste mich sehr zurückhalten was zu sagen, hab fast nur wortlos zugehört und dann eben doch gesagt (ich konnte es nicht anders... :/ ), dass er es vielleicht als Chance ansehen kann, den Arzttermin und dass er vor dem Arzt auch nichts schön reden muss, weil der Arzt ja wirklich viel weiß und dass man ja nur eine Lösung finden kann, wenn man auch ausspricht, wie man lebt, wenn man gefragt wird. Dass er das ganze Spektrum in Betracht ziehen soll auch vor dem Arzt und vielleicht nicht NUR die Medikamente. (denn das hat er ja in seiner Erklärung gegenüber mir gemacht) Ich sagte dann, dass er einfach nicht vergessen soll, welche Mengen Alkohol er schon zu sich genommen hat in seinem Leben. Er sagte dann, dass er das Wort Alkohol ja eigentlich garnicht erwähnen wollte, weil wir darüber ja nicht sprechen können.....

    Das Gespräch wurde ja von ihm begonnen, keine Ahnung, warum er so viel erklärt und gesprochen hat, ich hab im Grunde keine Fragen gestellt.

    Er wirkte recht unsicher und meinte dann ständig, dass es ihm leid tut, dass er so viel redet.

    Ich weiß ja auch nicht....

    Das wollte ich nur loswerden.

    Ich versuche grade, nicht viel von mir preiszugeben in Gesprächen, weder über meine Gefühlslage noch über das was ich grade mache, halte mich immer recht sachlich und gehe nicht detailliert auf meinen Alltag oder so ein, genauso wenig frage ich ihn.

    Mmmh.. ok das wars ;)

    Mit vielen Grüßen

    Miriel

    Ich bin gut so wie ich bin! So! :)

    Danke fuer die Umaermelung, koennte man im wahren Leben mal oefters gebrauchen.

    Letztens hat mich ganz unerwartet am Ende der SHG ein aelterer Teilnehmer umarmt und gesagt, dass er hofft, dass ich wiederkomme.

    Zu denken gab mir dann nur, dass ich dadurch direkt haette anfangen koennen zu weinen.

    .....

    Ich glaube selbst hier im Forum kann ich mein vermutlich schon lebenslang bestehendes Co-Abhaengigkeits-Muster einfach nicht ablegen :D

    Schlechtes Gewissen und mangelndes Selbstwertgefuehl wann immer es auch geht :)

    Jetzt hab ich schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich mich in einem Forum mitteile ueber ein Problem, das genau RICHTIG in dem Forum auch was zu suchen hat. Mann, ey, lern ich's noch??

    Ahoi!

    Und nochmal hallo hier liebe Else :)

    Wenn die letzte Hoffnung gestorben ist.. machen wir uns da nicht was vor?

    Ich habe manchmal Angst, dass die Hoffnung erst stirbt, wenn der Mensch stirbt (also im geistigen Sinne), wenn du verstehst..

    Und soweit wollen wir es doch eigentlich garnicht aushalten muessen oder?

    Es freut mich sehr, das was du erzaehlst vom Freibad und ich kennen dieses befreiende Gefuehl, wenn man einfach garnicht darueber denken musste und es einem dadurch einfach viel besser geht.

    Anrufen nach der Arbeit und darueber erzaehlen, wie schlecht es ihm geht... ja das kenn ich sehr gut, findest du nicht auch, es ist unglaublich angenehm, wenn man mal garnicht redet an einem Tag oder an einem Abend? Auch wenn man gleichzeitig irgendwie ein schlechtes Gewissen hat, dass man sich gut damit fuehlt? :D

    "Gegen halb 7 ...Da ist er auch noch nicht betrunken..."

    Es ist schon heftig, was wir akzeptieren!! Das geht doch nicht!

    Ich habe es ja auch so gemacht, aber irgendwann kam mir einfach der Gedanke

    "Und was ist wenn ich nach halb 7 doch nochmal gern ueber etwas reden wuerde, oder gar etwas passiert und ich vielleicht ein offenes Ohr brauche?? "

    Ja, da kann man dann leider nicht mehr auf den Partner zurueckgreifen..weil der ist ja dann abwesend bis zum naechsten Tag. Wie schade!

    Es ist unglaublich, wie sehr wir uns auf dieses Spiel einlassen und es mitspielen.

    Ich weiss, ich bin selbst noch nicht den Schritt gegangen und habe mich geloest, aber das was Matthias bei mir sagte:

    Durch deine Hilfe unterstuetzt du seine Trinkerei.

    Und ich denke auch, durch deine Akzeptanz laesst du ihm ja jeden Freiraum sein Trinken auszuleben, ohne auch im geringsten noch darueber nachdenken zu muessen (also jetzt mal im Alltag und abgesehen von den gezielten Gespraechen darueber) ...

    Und ja. Dadurch verhindern wir im Grunde eine eventuelle Heilung (die natuerlich nicht garantiert ist, auch wenn wir was aendern)

    Wir verhindern eine Heilung beider Parteien.

    Ich glaube, dass (fast) immer der Co-Abhaengige noch die bessere Entscheidungskraft hat, auch wenn es ja nicht selten vorkommt, dass sich letztendlich der Alkoholiker trennt (ich kenne keine Statistiken ;) )

    Ich persoenlich will es ehrlich gesagt nicht so weit kommen lassen, dass ich durch meine ganzen Versuche loszulassen, ihn dazu bringe mich entnervt zu entlassen.

    Dann lieber in Liebe loslassen und in Stille gehen, oder??

    Dass du was fuer dich tust und deine Freizeit gestaltest, finde ich sehr gut, ist mir lange nicht mehr gelungen, fange aber auch wieder damit an, ohne schlechtes Gewissen.

    WIR koennen etwas aendern, ist das nicht toll? :)

    Mit ganz lieben Gruessen und ganz viel Kraft.

    Miriel

    @Matthias

    und wieder muss ich schmunzeln :)
    Deine Formulierungsweise hat was und ja, bringt es natuerlich auf den Punkt.

    In Liebe fallen lassen....und so...

    @else

    Ja.. mir tat es gestern gut, ihn einfach nicht anzurufen etc. ohne das aber vorher zu sagen "Ich werde dich nicht mehr anrufen, blabla"
    Weil ich es einfach so gemacht habe, ohne gross drueber nachzudenken, wenn ich es aber vorher sage, ist der Druck so riesig, es auch wahr zu machen, verrueckt, aber ist so...

    Aber dennoch weiss ich, dass selbst wenn ich ihn nicht mehr kontaktiere einfach sozusagen im Stillen diese kleinen Entscheidungen treffe, wird er mich immer wieder anrufen, ist ja auch klar. Das heisst also, wenn ich wirklich das Suchtmittel (also ihn) weglassen will, was ich sollte, dann kommt irgendwann der Tag, an dem ich sagen muss, dass der Kontakt eben nicht mehr sein kann...

    Es ist aber schlimm, wieviel man sich im Kopf zusammenbrodelt...

    "Ja, ich warte mal noch den Arzttermin am Freitag ab,..... "

    "Ich will jetzt nicht waehrend er arbeitet den Kontakt abbrechen, das muss ich am Wochenende in Ruhe mit ihm besprechen..."

    Alles voelliger Quatsch, da ja alles schon totgesprochen ist.

    Aber gestern hab ich dann auch, als er mich mittags kurz anrief, die Chance genutzt, den Urlaub abzusagen und es war mir egal, dass er grad bei der Arbeit ist, wobei ich mich danach schon dabei erwischt habe zu denken "Hoffentlich kriegt er mit meiner Info jetzt den Arbeitstag noch gut rum"

    Mann mann mann.....

    Was mich momentan schlicht und ergreifend abhaelt irgendwas auszusprechen ist die Angst, es nicht durchzuhalten, was es einfach nur schlimmer machen wuerde, fuer mich. (fuer ihn sicher auch aber egal ;) )

    Und im Stillen gehen, das geht ja doch irgendwie nicht, da der Kontakt von ihm ja auch gewollt ist und ich glaube, wenn ich anfangen wuerde einfach nicht mehr ran zu gehen, wuerde er meine Familie kontaktieren. Ach keine Ahnung.

    Ok, ich wuensche euch allen einen schoenen Tag!!!

    Mit vielen Gruessen und Kraft!

    Miriel

    Guten Morgen!

    Die Voegel zwitschern so nett da draussen, ich hoffe es wird ein genauso netter Tag werden, vielleicht heute mit noch etwas mehr Abstand als gestern.

    Gestern Abend gab es dann kurz vor Schlafenszeit doch noch den Kontakt (durch ihn, ich bin stark geblieben, aber es gab auch keine Absprache oder sowas)

    Ein erstmal neutrales Gespraech ueber Alltaegliches, war angenehm und ging auch nicht um Alkohol. Nur zu Ende hin ging es dann um all die boesen Menschen um ihn herum und da kam eben bei mir die Co-Abhaengige wieder hoch und ich hab ihm wieder Tipps und Ratschlaege gegeben, und dass ihm diese ganzen schwarz-weiss Ansichten nicht gut tun, blablablabla... .meiner Meinung nach kommen auch diese Einstellungen teilweise die er hat, von der Trinkerei. Ist aber auch egal!!! Es ist ja nicht mein BIER!!!! Ich hab aber richtig gemerkt, wie das Gespraech eben abdriftet, zuerst noch eine neckische Diskussion und irgendwann wurde er sehr aergerlich und schnippisch, da ich ihm halt eben nicht zugestimmt habe, wenn er halt eben wieder und wieder sagt, dass er ja der einzige ist, der die Welt versteht....
    Am Ende hab ich aufgelegt, weil er laut wurde, hab ihn dann aber nochmal kurz angerufen, um ihm Gute Nacht zu sagen und dass ich eben so nicht mit ihm sprechen mag.

    Voellig unnoetig das Ganze und war mir eine Lehre. Mir gings danach auch nicht schlecht, ich hab gut geschlafen, aber ich schaue mal, was ich da heute anders mache, falls es nochmal zu einem Gespraech kommen sollte.

    Marylou und Zimttee

    Ja, ich denke, in dieser Gedankenspirale bin ich leider immernoch drin. Aber es wird weniger glaube ich, wenn ich die Entwicklung dieser Gedanken in einer Kurve abbilden muesste, glaube ich war sie so Anfang des Jahres und vielleicht vor 3-4 Wochen am hoechsten Punkt. Also die Gedanken darum, was er ernst meinen koennte und was nicht.

    Im Moment stellt sich so langsam dieses Gefuehl ein, dass ich nicht mehr darueber nachdenken will, was er ernst meint und was nicht und das beginnt schon damit, wenn er mir sagt, wie sehr er mich liebt.
    Ich nehme es auf, empfinde in dem Moment etwas zum Gesagten, lege es dann aber auch schon wieder ab.

    Dass es nicht unbedingt besser wird, wenn er trocken werden wuerde, ja das weiss ich, und ich glaube, dass scheint er auch zu wissen und manchmal benutzt er das (voellig dumm) sogar als Argument in sehr unfairen Diskussionen.

    "Und selbst wenn ich keinen Alkohol mehr trinken wuerde, dann gaebe es sicher ein anderes Problem"

    Er sagt auch sehr oft, dass er von Kind/Jugend an schon krank war (depressiv) und schon immer Probleme hatte und das mit dem Alkohol nicht das Groesste waere.

    Wobei ich das natuerlich anders sehe und er sich da denke ich was vormacht, aber ICH WILL JA GARNICHT MEHR DRUEBER NACHDENKEN ... AAAAH

    Nicht trinken, das kann er schon, wenn ich an seiner Seite lebte (also mal 3 Wochen) hat er keinen Tropfen angeruehrt, nicht weil ich es ihm verboten habe, weil er halt wusste, dass das die Zeit zwischen uns zerstoeren wuerde. AABEER, Entzugserscheinungen waren vor allem psychisch (aber auch teilweise koerperlich) da, aber selbst die hat er versucht durch andere Sachen zu erklaeren.

    Auch wenn er immer wieder verbal zur Einsicht kam, kaempft er doch gegen das Wort Alkoholiker, weil er der Meinung ist, dass diese Menschen sowieso nichts wert sind und in der Gesellschaft ganz unten stehen.

    Ich muss jetzt mal dazu sagen, dass er Pole ist und auch in Polen geboren, dass in seiner Familie alle Maenner trinken, sein Bruder einen sehr viel staerkeren Alkoholkonsum an den Tag legt und eigentlich fast immer betrunken ist, wenn er seinen ihn(meinen Freund) kontaktiert.

    Ach... alles erklaeren nuetzt ja doch nichts.

    Klar, er hat natuerlich wie alle seine Geschichte, seine Ursachen, seine Quellen der Krankheit.... aber alles hin oder her nuetzt nichts. Entweder, er moechte raus oder nicht.

    -Stop-

    Es soll ja mal wieder um mich gehen :)

    Selbst im Schreiben verlier ich mich in diesen Gedanken, von wegen, sie sind weniger....

    Ich weiss nicht, ich glaube, ich sollte vielleicht doch mal in Erwaegung ziehen eine Therapeutin aus der Drogenberatung aufzusuchen (fuer MEIN Problem).... Ich hab wirklich das Gefuehl diese 2 Mal im Monat genuegen nicht, zumal es da oft garnicht darum geht, sondern auch andere Dinge besprochen werden und mich das irgendwie mit dem Problem nicht so richtig weiterbringt. Wobei ich ja versuche, mich selbst weiterzubringen.

    Und hier im Forum hab ich auch in dieser kurzen Zeit schon viel gelernt und hab wirklich das Gefuehl, wenigstens ein bisjen Verzweiflung in Gelassenheit umgewandelt zu haben.. Das ist ja schonmal was.

    Ich schreibe zu viel.

    Heute wird ein guter Tag, ich werde keinen Kontakt suchen. Das ist fuer mich erstmal ein Anfang.