Beiträge von TimeIsAHealer

    Mir ist mal grad (in der vielen Zeit, die ich zum denken habe ;) ) noch was eingefallen, was ich mal noch loswerden wollte.

    Im Allgemeinen bejaht er immer, dass er ein Problem hat und nimmt dabei sogar das Wort Sucht in den Mund.

    Immer wieder aber sagt er solche Dinge wie, wenn es sich rausstellen sollte, dass er wirklich alkoholabhaengig ist, dann will er mir das fuer mein Leben nicht zumuten.

    Ist das nur dummes Gelaber oder glaubt er wirklich noch daran, dass er das alleine in den Griff bekommen kann?

    Ja,

    seelischer Kontakt und das taeglich, den haben(hatten) wir auch, auch wenn wir uns nicht so oft sehen.

    Mich schockiert es im Nachhinein, wie abhaengig man selbst dann ist, wenn man garnicht zusammen lebt. Das finde ich unglaublich.

    Ich habe in deinen Beitraegen gelesen, dass du selbst auch Betroffene bist. Meinen Glueckwunsch zu deiner Staerke!

    Fuer mich ist es sehr angenehm zu wissen, dass du beide Seiten kennst.

    Irgendwie komisch, weil ich immer denke, ER muesste nur einmal mit einem trockenen Alkoholiker sprechen und er wuerde verstehen, aber das ist ja voelliger Quatsch.... leider.

    Heute Abend das erste Mal einfach so ohne Absprache mal keinen Kontakt... irgendwie angenehm und ich habe enorm viel Zeit und weiss garnicht was ich machen soll ;)

    Ich sollte es wohl einfach geniessen und mal wieder das machen, was ich glaube ich seit fast einem halben Jahr nicht gemacht habe (ernsthaft! faellt mir grade erst auf!!)

    Gitarre spielen.

    Mann, da freu ich mich jetzt drauf.

    Ich wuensche dir auch einen schoenen Abend.

    Mit vielen Gruessen und vielen Dank!

    Mira

    Ich glaube meine Mutter wusste das, als sie ihn das erste Mal sah, da hatte ich es noch garnicht realisiert...

    Im Januar war fuer mich dann alles sehr klar und ich habe aber dennoch noch eine Weile gebraucht, bis ich es aussprechen konnte, man ist ja auch immer wieder im Zweifel, ob man wirklich richtig liegt, mit der "Vermutung"

    Er hat aber auch schon recht frueh auf meine Gespraeche mit verbaler Einsicht reagiert, es im Grunde nie abgestritten, eher bejaht und auch selbst immer mal wieder angesprochen.

    Was natuerlich meine Hoffnung mehr staerkt als schwaecht, wenn von ihm selbst die Gespraechssuche ueber das Problem kommt.

    Dennoch ist es inzwischen so, dass wir auch fast garnicht mehr darueber reden, denn es sind alle Gespraeche gesprochen, um es "klar" zu machen, um was es geht.

    Inzwischen, wenn ich es nochmal anspreche, wird er direkt komisch und es kommen manchmal solche Aussagen wie "Ja ich bin suechtig, worueber sollen wir noch reden?"

    Das finde ich sehr schade, weil es ja nicht um mich geht und das ich gern stundenlang ueber seine Sucht philosophiere.

    Naja, den Schritt muss er eben machen, professionelle Hilfe hat er manchmal in Erwaegung gezogen aber eben auch nur muendlich.

    Freitag ist ein Arzttermin wg Leberwerte, die bei der Blutuntersuchung schlecht waren.

    Was er damit macht, ist seine Sache. ICh sehe es natuerlich als Chance, aber ob er das auch so sieht...

    Er weckt mich morgens auf, wenn ich frueh raus muss (mit dem Telefon), schickt mir sehr sehr liebe Paeckchen,...

    Das ist denke ich eben das, was er geben kann. Aber mehr eben nicht. Wirklich etwas TUN.

    Es macht mich traurig. Ich habe lange viel mehr gehofft als im Moment. Ich habe ihm auch gesagt, dass ich keine Zukunft mit ihm sehe so.

    Er macht den Schritt, den ich fuer noetig halte nicht.

    Und deshalb komme ich einfach an den Punkt, dass sich nichts aendern wird und ich deswegen einfach nicht mehr hoffen will.

    Weil es nur weh tut.

    Hallo liebe Marion,

    vielen Dank fuer deinen Beitrag.

    Ja, ich denke wir leiden beide.

    Noch mehr bevor ich gesagt habe, dass ich SO nie mit ihm zusammen leben will.

    Denn ich glaube, als ich das ausgesprochen habe, ist bei ihm auch sehr viel Druck gewichen, den er hatte, irgendwas zu schaffen, was er irgendwie nicht hinkriegt zu schaffen.

    Richtig getrennt habe ich mich nie, es auch nie angedroht oder so.

    Aber ich weiss fuer mich, ganz unabhaengig wie ihm es mit der Situation geht, dass ich es SO nicht will und deswegen irgendwann die Konsequenz her muss.

    Wie lange ist denn deine Trennung her und hast du garkeinen Kontakt mehr gehabt?

    Dass du immernoch Hoffnung hast, ist echt ... aber natuerlich kann ich es nachvollziehen... leider..

    Also, Zukunftsplaene hatten wir auch sehr viele, wollten zusammenziehen, er wollte sich einen Job in meiner Stadt suchen etc.
    Hunderte Sachen hatte er vor, nichts davon gemacht.
    Aber erstmal war das Er zieht zu mir, wenn er eine Arbeit hat, das erste Ziel.
    Bis mir eben klar wurde, dass er garnicht dazu in der Lage ist. Und ich auch nicht.


    Diese Zukunftsplaene habe ich mit meiner Aussage, wie du sie auch gemacht hast, dass ich SO mit ihm niemals zusammen leben werde, auf Eis gelegt.

    Trennung als Loesung sah ich sogar schon vor einem halben Jahr das erste Mal, als er seinen Fuehrerschein verlor und jeden Tag trank.

    Es waren 2 Monate richtig schlimm, ich war psychisch und auch gesundheitlich total am Ende.

    Mhh. ich glaub das war so der erste Tiefpunkt und ich glaube jetzt befinde ich mich im zweiten, nicht auf Grund einer akuten Situation sondern auf Grund der Erkenntnis glaube ich.

    Aber im Grunde passieren staendig (unter Alkohol) irgendwelche Dinge, Ausbreuche,....
    Denn er wird manchmal aggressiv, keine Koerpergewalt, aber verbale und das ist auch schon genug...

    Und das letzte Wochenende war ganz schlimm, Freitag vertrunken, dadurch Samstag und Sonntag voellig in extremen Ringkampfgespraechen verbracht. 48 Stunden im voelligen Delirium hab ich mich gefuehlt und innerhalb diesen hab ich mich hier angemeldet.....

    Ja das nur so in groben Zuegen, mag jetzt auch nicht zu viel schreiben in deinem Thread liebe Else ;)

    Ich habe heute den geplanten Urlaub fuer naechste Woche abgesagt, ohne Begruendung, aber die brauchte er auch nicht, er hat es sehr ruhig angenommen, da er ja weiss, um was es geht. (Hoffe ich jedenfalls)

    Meine Hoffnung ist natuerlich auch noch lange nicht gestorben.

    Aber ich weiss dennoch, wie sehr meine Psyche und auch meine Gesundheit unter der ganzen Situation schon gelitten haben und immernoch leiden. Und das darf ich mir selbst doch nicht zumuten!?

    Wie siehst du das denn mit der Zukunft?
    Du machst ja im Kopf letztendlich doch noch Plaene (wenn eben alles irgendwann mal gut ist.... irgendwann... vielleicht doch....) oder??

    Hat er denn mal irgendwas in die Richtung gemacht, sein Problem in Angriff zu nehmen?

    Ist er denn sonst psychisch "stabil" ?
    (welcher Alkoholiker ist das schon - sicherlich keiner aber dennoch die Frage.. )

    Leider ruft er mich an, wenn er getrunken hat, manchmal auch, wenn er schon weiss, dass er trinkt und er trinkt dann, waehrend ich dran bin (was ich oft erst dann merke, wenn die Stimmung halt anders wird).

    Ich lege in der letzten Zeit immer haeufiger auf, wenn ich merke, dass er getrunken hat, dann ruft er wieder an.
    Ich habe Freitag das Handy ausgemacht, dann hat er am Ende meinen Vater und meine Schwester angerufen! Das war das erste Mal, dass es so weit kam.

    Ich bin froh, dass ich das Problem bei meiner Familie recht offen auf den Tisch gelegt hab, sonst waere ich spaetestens jetzt in grosser Erklaerungsnot gewesen, aber auch so ist es nicht gerade toll..... :(

    Mhh...

    Komme heim und eine bedrueckende Stimmung macht sich breit. Vielleicht weil ich normalerweise um die Uhrzeit immer mit ihm kommuniziere?

    Nun draengt sich mir natuerlich auch direkt die Frage auf, war es richtig den Urlaub abzusagen?

    Die positiven Gefuehle sind halt ja auch noch da.

    Verdammt.......

    Aaaaaber..... ich bleibe bei meiner Entscheidung. Was auch immer sich fuer positive Sehnsuechte einstellen sollten.

    Basta.

    Das erinnert mich so sehr an meine eigene Sache.

    Aber ehrlich gesagt, ich will kann mir nicht vorstellen, dass ich das rein psychisch noch 1 Jahr aushalte oder laenger.... :(

    Aber du scheinst ja den fuer dich guten Weg gefunden zu haben, das finde ich gut, denn im Grunde hat ja doch jeder seinen eigenen Weg, damit umzugehen, zu reagiern und zu handeln.

    Ich finde es sehr ehrlich, dass du schreibst, dass deine Hoffnung noch immer da ist und du nicht an Trennung denkst.
    Vermutlich ist auch grade das wichtig, dass man seine eigenen Moeglichkeiten, die man hat, kennt..

    Ich kenne es zu gut, in der Hoffnung zu verbleiben.... und in der Woche gute Distanz zu haben... Aber was ist das fuer ein Leben??? :(

    Das Weinen, sich schlecht fuehlen und einem Recht geben, auch das so bekannt..... nur leider eben nie Taten darauf gefolgt.

    Den Satz, der dich traurig macht, der macht zu Recht traurig.

    Aber ist es nicht dann noch mehr Grund, es zu lassen?

    Ich habe es ja auch recht lange jetzt so gehalten wie du. Aber im Grunde habe ich irgendwann einfach Angst bekommen, dass es dadurch niemals auch nur im geringsten veraenderbar sein wird, wenn ICH es nicht aendere...

    Ich weiss auch nicht, das mit der Trennung ist ja fuer mich auch so eine Sache, die ich am liebsten verdraengen wuerde...

    Ruft er dich denn dann auch grundsaetzlich nicht an, wenn er trinkt?

    Denn solche Abmachungen habe ich auch schon versucht zu treffen, es wurde sich dann aber eben nicht immer daran gehalten...

    Und wie ist es wenn ihr euch seht? Trinkt er da garnichts?

    Macht ihr auch gemeinsame Urlaube oder seht euch einfach nur am Wochenende?

    Sorry fuer die vielen Fragen, wenn ich es irgendwo nachlesen kann, gerne, weiss nur grad nicht wo.

    Interessiert mich sehr, da unsere Ausgangssituationen so aehnlich sind.

    Mit vielen lieben Gruessen


    Miriel

    Vielen Dank fuer eure Beitraege!!!

    Der Tag heute ist irgendwie so anders. So gut.

    sarawen

    Ja ich glaube, Trennung ist Trennung, Gespraech ist Gespraech und Trennungs-Gespraech gibt es einfach nicht :)

    Sollte ich mir wohl hinter die Ohren schreiben.

    Grazia

    Schuldgefuehle... schlechtes Gewissen.. und das wie lange schon gegenueber jedem und allen nur nicht mir selbst gegenueber.

    Dein Bild mit dem Kind ist ein gutes und gefaellt mir, um leichter Entscheidung zu treffen.

    Gehen ohne ein Wort zu sagen, ja im Grunde ist es vielleicht das, was mir selbst am besten taete.

    Nur der Erklaerungs, Rechtfertigungs und Kampfesdrang ist da eben immernoch so automatisch in irgendeiner Ecke im Gehirn.

    Aber einfach im stillen und in Liebe los (bzw. fallen) lassen, empfinde ich fuer mich selbst glaube ich als besser, anstatt mit Troeten und Fanfaren den Abmarsch einzulaeuten, so wie ich es ja nicht erst einmal gemacht und dann aber nicht WAHR gemacht habe......

    Stille. Das ist das, wonach ich mich sehne.

    @Matthias

    hihi, dein Beitrag laesst mich schmunzeln :)

    Mhh. Also ich glaube, ich wehre mich eigentlich nur noch gegen die Hilfe bzw. Ratschlaege die von meinem Umfeld (Freunde, Familie) kommen.

    In der SHG fuehl ich mich sehr wohl, verstanden, aber auch wird kritisch reflektiert.

    In der Beratung kommt meine Co-Abhaengigkeit (leider?) ein wenig zu kurz, da es aber auch nicht der Hauptgrund (damals, als ich es selbst auch nicht so genau wusste) war, warum ich hin bin. Das heisst also, es geht viel um nicht, aber nicht aktiv darum, aus der Co-Abhaengigkeit rauszukommen.
    Aber im Grunde ist das glaube ich garnicht schlecht.
    Die Beratung ist ja wirklich nicht haeufig, gibt mir immer wieder Denkanstoesse, aber ich muss sagen, dass ich gerne jede Woche ginge, eigentlich wuerde ich mir wuenschen, dass ich eine stationaere Aufnahme bewilligt bekaeme, aber vielleicht bin ich dafuer nicht krank genug. Habe aber dennoch sehr oft das Gefuehl, es im Alltag einfach nicht mehr zu schaffen und das beginnt halt schon beim Aufstehen.

    Mal schauen wie das weitergeht.

    Und das mit dem einfach mal schreiben, was mir im Sinn ist, tut echt gut, auch wenn ich mir vielleicht dann so vorkomme, als wuerde ich mit mir selbst reden :) Tu ich ja nicht, ich teile es ja immerhin mit euch.

    Zimttee und Geraldjin

    Ja ich fahre wenn dann allein.
    Kloster ueberlege ich mir nochmal, wobei ich es fast wie eine Kurzzeittherapie ansehe.

    Frankreich - ja, erzaehlen koennte ich ihm das ja trotzdem nicht, also kann ich schon, aber verstanden wird das sicher nicht. Aber wenn ich es nicht erzaehle, halte ich ihm was vor, aber warum nicht?
    Aber warum was vorenthalten?
    Warum ueberhaupt drueber nachdenken? :D


    Heute der Tag ist irgendwie anders. Irgendwie gut.
    Hat gut angefangen, ist gut weitergegangen und fuehlt sich irgendwie nett an.

    Ich wollt noch eine Sache erwaehnen.
    Er und ich hatten geplant in Urlaub zu gehen zusammen naechste Woche fuer 2 Wochen. Gebucht war da noch nichts, aber das war auch nicht noetig.

    Ich habe das heute offiziell abgesagt, als er mich anrief um mir fuer meine Pruefung Glueck zu wuenschen.

    Er fand es ok, es stand ja schon laenger im Raum, ob wir das ueberhaupt noch machen, an dem Punkt, an dem wir jetzt sind (oder ich jetzt bin) und jetzt habe ich die Entscheidung ausgesprochen.

    Es fuehlte sich ok an, ein wenig schmerzhaft, aber doch richtig.

    Ich hoffe, dass ich bei meiner Entscheidung bleibe!

    Mit vielen Gruessen aus dem sonnigen Sueden Deutschlands :)

    Miriel

    Noch ein kurzer Gedanke, vielleicht teile ich mich auch zuviel mit aber es tut gut meine Gedanken zu teilen mit Menschen, die sie verstehen..... :/

    Gerade habe ich einem guten Freund (von dem ich mich natuerlich sehr abgewandt habe) geschrieben, der mir schon lange angeboten hat, ihn mal in Frankreich (da lebt er momentan) besuchen zu kommen.

    Ich hoffe, ich handele nicht zu ueberstuerzt. Abgesehen davon schwingt natuerlich schlechtes Gewissen mit, wenn ich mir ueberlege, ich gehe einen anderen Mann nach Frankreich besuchen, allein schon, dass ich das in Erwaegung ziehe macht mir ein schlechtes Gewissen gegenueber meines Partners.

    Muss ich das haben? Muss ich diese Dinge sagen?

    Ich erinnere mich selbst:

    . Ich treffe Entscheidungen innerlich ohne sie mit ihm zu besprechen, denn dann sind es nicht mehr meine eigenen Entscheidungen fuer MICH .

    Mmmmh

    Hallo else1234!

    Wie geht es dir denn inzwischen, es ist ja schon wieder einen Monat her, seitdem du das letzte Mal gepostet hast.

    Deine Geschichte erinnert mich an meine.

    Ihr lebt nicht zusammen?

    Januar war auch mein erster Tiefpunkt glaube ich.

    Hast du denn inzwischen Hilfe fuer dich gesucht und gefunden?

    Deine Berichte von Anfang an... da schwingt jedes Mal so viel Hoffnung mit.

    Wie auch ich mich seit ewiger Zeit von einem zum anderen Tag, von einer zur anderen Woche, zum anderen Monat - HOFFE. Das ist echt hoffnungsLOS!

    Wie lange geht das denn bei dir schon insgesamt?

    Was tust du fuer dich, kriegst du das wirklich hin obwohl du gleichzeitig Kontakt zu ihm hast?

    Ich musste erkennen, dass ein Reduzieren des Suchtmittels (IHM) wie bei jeder Sucht einfach nicht moeglich ist. Auch ich habe den Schritt der Trennung bzw. des kompletten Verzichts noch nicht gemacht.

    Das Forum gibt mir wirklich Halt, das schon nach ein paar Tagen, und ich habe das Gefuehl, ich kann es schaffen, irgendwie.

    Welchen Weg hast du fuer dich gewaehlt bis jetzt?

    Mit vielen Gruessen und Kraft

    Miriel

    Und im naechsten Moment der Gedanke.

    Wie trenne ich mich, ohne schon im Trennungsgespraech rueckfaellig zu werden oder eben wie nehme ich Abstand von der Person, ohne mich zu trennen, wenn ich die Trennung nicht schaffe.

    Am liebsten haette ich garkeine Gespraeche mehr von jetzt auf gleich,

    - einfach Stille -

    ohne vorher Ankuendigen, Fragen, Darueber Reden oder sonstiges...

    denn ich weiss, entweder es ist das liebevollste vom liebevollsten oder eben
    wenn es um DAS Problem geht das Anstrengendste und Nichts Bringendste und das Sich im Kreis drehenste ueberhaupt...

    Und je laenger ich hier sitze, und je mehr ich seit Wochen realisiere, dass es so nicht weitergehen kann und ich nicht um die Entscheidung herumkommen werde, desto trauriger werde ich.

    Dass ich es mir schuldig bin, mir zu helfen, anstatt jemandem, der nur sich selbst helfen kann.

    Aber auch wenn ich sehr traurig bin, und erkenne, dass ich schon viel zu lange gewartet und gehofft habe, weiss ich doch im gleichen Moment, dass ich mit jeder Sekunde ein wenig mehr lerne, was also heisst dass ich nach der Sekunde immer ein Stueck mehr weiss als vor der Sekunde.

    Das bedeutet also, in diesem (eigentlich jedem) Moment weiss ich ein wenig mehr ueber mich selbst als jemals zuvor, und das gibt mir ein beruhigendes Gefuehl.

    Grazia

    Komplettverzicht auf Suchtmittel ist einziger Weg zur Heilung, muesste ich ja eigentlich wissen....

    Entzug ist somit wohl der erste Schritt.

    Aber das Gefuehl, das nicht alleine zu schaffen, ist sehr stark.

    Zimttee

    Dein Beitrag bringt mich zum Weinen. Warum?

    Deine Geschichte beruehrt, natuerlich umso mehr, weil ich mich darin wieder erkenne.

    Bei deiner Frage mit dem Bier statt Wodka musste ich schlucken... wie dumm ich mir vorkomme, wie verzweifelt ich doch an der Hoffnung klammere... :(

    Trennungsgedanke, ja, ich glaube, ich habe grosse Angst vor den Gefuehlen, die dann GARNICHT mehr da sein koennten. Ich glaube ich habe Angst vor der Leere, die kommen koennte, wobei es im Grunde eine Fuelle an anderer neuer Gefuehle sein koennte ( z.B. wieder frei zu leben)

    Urlaubsplaene. Ich habe mich die Tage ueber ein Kloster informiert in Frankreich, in dem man sich fuer garnicht so viel Geld aufhalten kann.

    Habe auch ueber einen Strandurlaub nachgedacht. Kann mir grade irgendwie schlecht vorstellen MIT jemanden in Urlaub zu gehen, weil ich so viel mit mir selbst klarmachen muss, aber Strandurlaub allein?

    Daher der Gedanke mit dem Kloster, da ist der Tag voll ausgefuellt und man hat sehr viel Ruhe und unter Umstaenden sogar die Moeglichkeit zu einer professionellen Beratung.

    Ist das ein uebertriebener Gedanke?

    Mit dem Gedanken spiele ich ehrlich gesagt schon seit 2 Jahren ( und nicht erst seit ich IHN kenne)
    Vielleicht wirds allerhoechste Zeit?!

    Interessen, Hobbies, habe ich sicherlich, aber ich gehe ihnen nicht nach.

    Erreichen moechte ich, einen Beruf zu haben, um mich selbst versorgen zu koennen. Das ist mein erstes Ziel.
    Denn das habe ich noch nicht erreicht.

    Im Alltag gluecklich ...

    Was mache ich nur fuer mich...

    Ich muss feststellen, dass ich das alles garnicht richtig weiss....

    Hallo liebes Marielchen,

    habe gerade deine Geschichte gelesen...

    Viele deiner Gedankengaenge kennt man natuerlich nur zu gut.

    Dieses Zweifeln, immer wieder in Frage stellen, ob man Recht hat, mit dem was man denkt....

    Es ist doch einfach unglaublich, wie sehr man in diesem Kreislauf versinken kann!! Es macht mich wuetend, dass man so verblendet wird durch solch eine Sucht.

    Und sich dann selbst in der Sucht befindet...

    Verdammt! Kontrolliertes Trinken, beide Worte schliessen sich in der Situation einfach gegenseitig aus, verdammt verdammt.

    Da wuerde ich ihn gern fuer dich so gern einfach nur Schuetteln, Schreien und dann einen kraeftigen Arschtritt verpassen. (sollte ich bei meinem vielleicht auch erstmal ;) )

    Dass du dir Dinge in Erinnerung rufst, finde ich gut, dass du das kannst, bewundere ich!

    Mir faellt es oft schwer, mich an den boesen Freund zu erinnern, wenn er gerade einlullt.

    Ich habe irgendwann begonnen Aufnahmen zu machen im betrunkenen Zustand, nur fuer mich, damit ich nicht vergesse, wer er noch sein kann.

    Weiter so, ich denke auch, dass du den richtigen Weg gehst.

    Frei zu sein!

    Befreundet mit meinem Partner. Im Grunde ist das glaube ich so ein insgeheimes Ziel, dass ich momentan verfolge, da der Kontaktabbruch mir rein in der Vorstellung sehr zu schaffen macht, wobei es sicherlich auch erleichternd waere.

    Wenn da nicht die Abhaengigkeit waere.

    Ich moechte den Kontakt glaube ich auch nicht abbrechen, um nicht einen Rueckfall zu erleiden, den ich ja nicht erleiden kann in dem Mass, wenn ich den Kontakt erst garnicht abbreche. Weil ich dieses Gefuehl des Zurueckgeworfen seins einfach vermeiden moechte.

    Dann lieber Schritt fuer Schritt und richtig.

    Unertraeglich ist es in gewisser Weise im Grunde schon, da ich mich in einer voelligen Abhaengigkeit befinde (das ist mir wenigstens bewusst) und dadurch krank werde/bin.

    Ja, ich bin jung. Psychische Sicherheit, ein sehr gutes Schlagwort :)

    Danke fuer deine letzten Worte, nichts uebers Knie brechen. Manchmal fuehle ich mich so im Handlungszwang, dann habe ich das Gefuehl, es muss jetzt was passieren, jetzt sofort, reagiere dementsprechend panisch, aggressiv oder stimmungsschwankend und das alles fuehrt letztendlich immer nur dazu, dass ich mich noch tiefer ins Loch grabe.

    Ja und vielleicht bin ich dann irgendwann auch die EGOTante.

    Meine Mutter ist das heute auch - laut Papa.

    Auch noch Jahre nach der Scheidung betitelt er sie so und noch schlimmer.

    Traurig.