Ich wuensche mir, wieder frei zu sein.

  • Ich glaube, es ist sehr schwer für uns, uns ein Recht einzugestehen wichtiger als alle anderen zu sein. Für uns wichtiger.
    Wir wurden ja dazu erzogen, sich hintenan anzustellen, alles andere war ja bäääh.

    Dass das nicht immer geht ohne andere zu verletzen, ist leider so. So ist das im Leben.

    Ich habe es mit meinem Schuldgefühlen nicht ausgehalten. Da half nur Augen zu und durch.

    Wenn Du gehen willst ohne ein Wort zu sagen.
    Das geht, warum denn nicht?.
    Wenn das dir gut tut, mach es.
    Das musst auch gelernt sein und geübt sein.
    Stell Dir vor, Du bist Dein eigenes Kind, was hättest Du dann für sich getan?

    Da, wo du nur eine Spur im Sand siehst, da habe ich dich getragen...

  • glück auf miriel

    Zitat von TimeIsAHealer

    Verdammt, ich fange an, Selbstgespraeche im Forum zu fuehrn haha

    schreib nur - und wenn s dir nur hilf, zu ordnen was da in deinem kopp "rumherschwirrrrrrrrrrt".
    stimmt s, was ich meine erkannt zu haben? - selbst wenn du nich an ihn denkst, denkst du an ihn.
    (nich an ... denken is unmöglich - denk mal nich an n eifelturm ... :P )

    denk an was anderes, denk an dich - sorg dafür, dass es dir gut geht!

    wehrst du dich gegen die hilfe die du bekommst (4x gruppe 2x "profi" im monat)? weil du weißt, das du n inteligentes mädel bist? und weil du denkst: "ich muß das auch anders/besser (alleine) geregelt bekommen"?

    du weißt ne menge (fast alles) über deine "krankheit/abhängigkeit" und du weißt ne menge (fast alles) über seine "krankheit/abhängigkeit" ...
    vergiss, was du über seine "krankheit/abhängigkeit" weißt - es geht dich nichts an!
    sorg dafür, dass es dir gut geht!

    schöne zeit

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Hey Miriel!

    Das ist echt eine tolle Chance! Nach Frankreich- wow.
    Warum machst du dir solche Gedanken darum, ob du da überhaupt hin darfst? Er ist doch ein normaler alter Bekannter und nicht der Ex oder der potentielle nächste Freund. Ich finde es total normal, dass man als Frau auch männliche Bekannte haben kann. Hab ich auch, u.a. auch einen besten Freund, mit dem ich mich ab und an alle 2-3 Wochen treffe. Mein Freund vertraut mir da- und er hat auch keinen Grund zu zweifeln.
    Ich glaube, du machst dir da echt mehr Gedanken um eine Reise, die du bloß in Erwägung ziehst, als dein Partner sich darum, was er dir antut, wenn er weiter trinkt.

    Das ist jetzt wirklich mal Zeit nur für dich- mit Sommer, Sonne und anderen Gedanken. Das würde dir gut tun- und darum geht es hier doch! =)

  • ich find das auch

    auf nach Frankreich
    mal was anderes,
    nichts vergeistigtes
    sondern einfach nur Urlaub

    wenn ich könnte würd ich mitkommen ;)

    Du fährst doch alleine, da ists das beste Freunde zu besuchen
    sonnst ist Urlaub vielleicht doch etwas einsam.

  • Vielen Dank fuer eure Beitraege!!!

    Der Tag heute ist irgendwie so anders. So gut.

    sarawen

    Ja ich glaube, Trennung ist Trennung, Gespraech ist Gespraech und Trennungs-Gespraech gibt es einfach nicht :)

    Sollte ich mir wohl hinter die Ohren schreiben.

    Grazia

    Schuldgefuehle... schlechtes Gewissen.. und das wie lange schon gegenueber jedem und allen nur nicht mir selbst gegenueber.

    Dein Bild mit dem Kind ist ein gutes und gefaellt mir, um leichter Entscheidung zu treffen.

    Gehen ohne ein Wort zu sagen, ja im Grunde ist es vielleicht das, was mir selbst am besten taete.

    Nur der Erklaerungs, Rechtfertigungs und Kampfesdrang ist da eben immernoch so automatisch in irgendeiner Ecke im Gehirn.

    Aber einfach im stillen und in Liebe los (bzw. fallen) lassen, empfinde ich fuer mich selbst glaube ich als besser, anstatt mit Troeten und Fanfaren den Abmarsch einzulaeuten, so wie ich es ja nicht erst einmal gemacht und dann aber nicht WAHR gemacht habe......

    Stille. Das ist das, wonach ich mich sehne.

    @Matthias

    hihi, dein Beitrag laesst mich schmunzeln :)

    Mhh. Also ich glaube, ich wehre mich eigentlich nur noch gegen die Hilfe bzw. Ratschlaege die von meinem Umfeld (Freunde, Familie) kommen.

    In der SHG fuehl ich mich sehr wohl, verstanden, aber auch wird kritisch reflektiert.

    In der Beratung kommt meine Co-Abhaengigkeit (leider?) ein wenig zu kurz, da es aber auch nicht der Hauptgrund (damals, als ich es selbst auch nicht so genau wusste) war, warum ich hin bin. Das heisst also, es geht viel um nicht, aber nicht aktiv darum, aus der Co-Abhaengigkeit rauszukommen.
    Aber im Grunde ist das glaube ich garnicht schlecht.
    Die Beratung ist ja wirklich nicht haeufig, gibt mir immer wieder Denkanstoesse, aber ich muss sagen, dass ich gerne jede Woche ginge, eigentlich wuerde ich mir wuenschen, dass ich eine stationaere Aufnahme bewilligt bekaeme, aber vielleicht bin ich dafuer nicht krank genug. Habe aber dennoch sehr oft das Gefuehl, es im Alltag einfach nicht mehr zu schaffen und das beginnt halt schon beim Aufstehen.

    Mal schauen wie das weitergeht.

    Und das mit dem einfach mal schreiben, was mir im Sinn ist, tut echt gut, auch wenn ich mir vielleicht dann so vorkomme, als wuerde ich mit mir selbst reden :) Tu ich ja nicht, ich teile es ja immerhin mit euch.

    Zimttee und Geraldjin

    Ja ich fahre wenn dann allein.
    Kloster ueberlege ich mir nochmal, wobei ich es fast wie eine Kurzzeittherapie ansehe.

    Frankreich - ja, erzaehlen koennte ich ihm das ja trotzdem nicht, also kann ich schon, aber verstanden wird das sicher nicht. Aber wenn ich es nicht erzaehle, halte ich ihm was vor, aber warum nicht?
    Aber warum was vorenthalten?
    Warum ueberhaupt drueber nachdenken? :D


    Heute der Tag ist irgendwie anders. Irgendwie gut.
    Hat gut angefangen, ist gut weitergegangen und fuehlt sich irgendwie nett an.

    Ich wollt noch eine Sache erwaehnen.
    Er und ich hatten geplant in Urlaub zu gehen zusammen naechste Woche fuer 2 Wochen. Gebucht war da noch nichts, aber das war auch nicht noetig.

    Ich habe das heute offiziell abgesagt, als er mich anrief um mir fuer meine Pruefung Glueck zu wuenschen.

    Er fand es ok, es stand ja schon laenger im Raum, ob wir das ueberhaupt noch machen, an dem Punkt, an dem wir jetzt sind (oder ich jetzt bin) und jetzt habe ich die Entscheidung ausgesprochen.

    Es fuehlte sich ok an, ein wenig schmerzhaft, aber doch richtig.

    Ich hoffe, dass ich bei meiner Entscheidung bleibe!

    Mit vielen Gruessen aus dem sonnigen Sueden Deutschlands :)

    Miriel

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • @Matthias

    es geht viel um MICH Beratung, nicht dass du denkst, es ginge viel um nichtS :D

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Ich kann nicht mehr richtig schreiben.

    IN DER Beratung

    Meine Güte :)

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Komme heim und eine bedrueckende Stimmung macht sich breit. Vielleicht weil ich normalerweise um die Uhrzeit immer mit ihm kommuniziere?

    Nun draengt sich mir natuerlich auch direkt die Frage auf, war es richtig den Urlaub abzusagen?

    Die positiven Gefuehle sind halt ja auch noch da.

    Verdammt.......

    Aaaaaber..... ich bleibe bei meiner Entscheidung. Was auch immer sich fuer positive Sehnsuechte einstellen sollten.

    Basta.

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Hallo TimeIsAHealer,

    mein Ex hat mich sogar darum gebeten, dass diese Trennung nun endlich die endgültige sein wird, sollte es denn so sein müssen.

    Auch die andere Seite leidet ja oft mit, zumindest ist es bei uns so.

    Nun habe ich nicht wegen seiner Bedürfnisse alle Lebenszeichen abgebrochen, sondern wegen den meinigen.

    So wie es garcia bei "mir" formuliert hat ist es .
    Auch ein kleines Lebenszeichen kann unglaublich viel Kraft kosten.

    Nun lebe ich ohne Lebenszeichen, aber auch ohne diese dauernde auf- und ab Gefühle was die Beziehung betrifft.
    Und ich merke dadurch oft was mir die letzten drei Jahre eigentlich entgangen ist durch meine Abhängigkeit zu ihm.

    Klar bin ich oft traurig, manchmal sogar deprimiert, aber auch das legt sich oft wieder nach kurzer Zeit oder am nächsten Tag, und das unbeschwerte Glücksgefühl das ich jetzt eben auch wieder kenne, da entsteht nur durch mich, gehört nur mir und ich brauche nicht mehr ihn dazu um das zu erreichen.

    Ich leide immer noch, obwohl ich weiss, dass es der richtige Weg ist.

    Mir ist auch klar, dass es kein Recht auf Leidensfreiheit gibt im Leben aber ich versuche dankbar zu sein für die gute Zeit und hoffe, dass dadurch, dass ich mich meinem Kummer stelle, irgendwann eine Weiterentwicklung stattfindet, die zumindest die Depressionen überflüssig machen wird.

    Gegen Trauer habe ich nichts einzuwenden.

    Gegen Glück aber auch nicht ;) :) .

    Ganz liebe Grüße schicke ich dir und ich wünsche uns allen tapferen "Schneiderlein" hier, dass unsere Tage immer ruhiger und heller werden.

    Marion

  • Hallo liebe Marion,

    vielen Dank fuer deinen Beitrag.

    Ja, ich denke wir leiden beide.

    Noch mehr bevor ich gesagt habe, dass ich SO nie mit ihm zusammen leben will.

    Denn ich glaube, als ich das ausgesprochen habe, ist bei ihm auch sehr viel Druck gewichen, den er hatte, irgendwas zu schaffen, was er irgendwie nicht hinkriegt zu schaffen.

    Richtig getrennt habe ich mich nie, es auch nie angedroht oder so.

    Aber ich weiss fuer mich, ganz unabhaengig wie ihm es mit der Situation geht, dass ich es SO nicht will und deswegen irgendwann die Konsequenz her muss.

    Wie lange ist denn deine Trennung her und hast du garkeinen Kontakt mehr gehabt?

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Hallo Miriel,

    ich kann es gar nicht so genau sagen wie lange es her ist, dass wir keinen Kontakt mehr haben, es ist wie beim Alkohol, es interessiert mich einfach nicht und dadurch verlieren die vergangenen Tage oder Wochen an Bedeutung.

    Aber ich schätze mal so an die fünf Wochen ?

    Wir hatten keine klassische Beziehung, dadurch dass wir beide in ziemlich festen Lebensumfeldern stecken und auch die räumliche Distanz da ist, trafen wir uns höchstens einmal die Woche.

    Anderweitigen, intensiven seelischen Kontakt gab es aber jeden Tag.

    Hab´nen schönen Abend und eine gute Nacht.

    Marion

  • Ja,

    seelischer Kontakt und das taeglich, den haben(hatten) wir auch, auch wenn wir uns nicht so oft sehen.

    Mich schockiert es im Nachhinein, wie abhaengig man selbst dann ist, wenn man garnicht zusammen lebt. Das finde ich unglaublich.

    Ich habe in deinen Beitraegen gelesen, dass du selbst auch Betroffene bist. Meinen Glueckwunsch zu deiner Staerke!

    Fuer mich ist es sehr angenehm zu wissen, dass du beide Seiten kennst.

    Irgendwie komisch, weil ich immer denke, ER muesste nur einmal mit einem trockenen Alkoholiker sprechen und er wuerde verstehen, aber das ist ja voelliger Quatsch.... leider.

    Heute Abend das erste Mal einfach so ohne Absprache mal keinen Kontakt... irgendwie angenehm und ich habe enorm viel Zeit und weiss garnicht was ich machen soll ;)

    Ich sollte es wohl einfach geniessen und mal wieder das machen, was ich glaube ich seit fast einem halben Jahr nicht gemacht habe (ernsthaft! faellt mir grade erst auf!!)

    Gitarre spielen.

    Mann, da freu ich mich jetzt drauf.

    Ich wuensche dir auch einen schoenen Abend.

    Mit vielen Gruessen und vielen Dank!

    Mira

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Mir ist mal grad (in der vielen Zeit, die ich zum denken habe ;) ) noch was eingefallen, was ich mal noch loswerden wollte.

    Im Allgemeinen bejaht er immer, dass er ein Problem hat und nimmt dabei sogar das Wort Sucht in den Mund.

    Immer wieder aber sagt er solche Dinge wie, wenn es sich rausstellen sollte, dass er wirklich alkoholabhaengig ist, dann will er mir das fuer mein Leben nicht zumuten.

    Ist das nur dummes Gelaber oder glaubt er wirklich noch daran, dass er das alleine in den Griff bekommen kann?

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Gibt es eine Forum-Co-Abhaengigkeit??

    :D

    Gute Nacht!!

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Hey Mira,

    du steckst noch dolle in der " was denkt er, was sagt er, was tut er, was meint er ernst, was nicht......." - Falle, gell ? ;)

    Diese Gedanken haben sich bei mir vor einem Jahr für ca. 2 Tage zu Zwangsgedanken verschärft, und das war dann der absolute Tiefpunkt.

    Ich persönlich mag gar nicht mit dir zusammen darüber nachdenken, warum und weshalb...... er dies und das....... es ist sowas von müßig, es macht dich kaputt und es darf irgendwann ein Ende nehmen !!!

    Ich kann nur sagen und hier spricht jetzt die Alkoholikerin, ich habe es nicht alleine in den Griff bekommen !
    Immer wieder versucht ja, aber keine Chance.
    Dazu brauchte ich zwei Therapeutinnen, eine co-Abhängigen Gruppe, eine Alki Gruppe, 3 Jahre Forum Selbsthilfe, jede Menge Tiefpunkte, gute Freunde und eine hilfsbereite Familie.

    Dadurch, dass ich jetzt trocken bin hat sich aber sehr viel an meiner Lebenseinstellung geändert.

    Unsere Trennung kam erst nach dem trocken werden.

    Es gibt für dich keine Gewissheit, dass die Beziehung "besser" wird, auch wenn er trocken werden sollte.

    Das nur so als Gedanke.

    Und ja, dieses Forum macht süchtig, aber ohne Kater und dick macht es auch nicht. :)

    Marion

  • Miriel, ich fürchte, dass sich seine Aussagen da auch etwas widersprechen.
    Warum muss sich noch rausstellen, dass er Alkoholiker ist, wenn er es doch schon weiß und zugibt? Wie soll sich das rausstellen?
    Wenn er dir das wirklich nicht zumuten möchte und es ihm so ernst, wie er vorgibt, und auch der Rest der Aussage stimmt, dann würde er nun alles daran setzen, dass "herauszufinden", dir zuliebe. Und nicht bloß davon reden. Da passt etwas nicht :(
    Er ist Alkoholiker, er hat andere Intentionen als du. Du willst, dass er vom Alk loskommt. Seine Aussagen klingen nicht so, als ob er es wirklich ernst meint. Also will er weitertrinken. Die Diskussionen sind zwecklos, so lange ihr nicht die selbe Intention habt.
    Jeden moment, den du über ihn grübelst, machst du ihn wieder zum Mittelpunkt und weichst von dir ab.

  • Guten Morgen!

    Die Voegel zwitschern so nett da draussen, ich hoffe es wird ein genauso netter Tag werden, vielleicht heute mit noch etwas mehr Abstand als gestern.

    Gestern Abend gab es dann kurz vor Schlafenszeit doch noch den Kontakt (durch ihn, ich bin stark geblieben, aber es gab auch keine Absprache oder sowas)

    Ein erstmal neutrales Gespraech ueber Alltaegliches, war angenehm und ging auch nicht um Alkohol. Nur zu Ende hin ging es dann um all die boesen Menschen um ihn herum und da kam eben bei mir die Co-Abhaengige wieder hoch und ich hab ihm wieder Tipps und Ratschlaege gegeben, und dass ihm diese ganzen schwarz-weiss Ansichten nicht gut tun, blablablabla... .meiner Meinung nach kommen auch diese Einstellungen teilweise die er hat, von der Trinkerei. Ist aber auch egal!!! Es ist ja nicht mein BIER!!!! Ich hab aber richtig gemerkt, wie das Gespraech eben abdriftet, zuerst noch eine neckische Diskussion und irgendwann wurde er sehr aergerlich und schnippisch, da ich ihm halt eben nicht zugestimmt habe, wenn er halt eben wieder und wieder sagt, dass er ja der einzige ist, der die Welt versteht....
    Am Ende hab ich aufgelegt, weil er laut wurde, hab ihn dann aber nochmal kurz angerufen, um ihm Gute Nacht zu sagen und dass ich eben so nicht mit ihm sprechen mag.

    Voellig unnoetig das Ganze und war mir eine Lehre. Mir gings danach auch nicht schlecht, ich hab gut geschlafen, aber ich schaue mal, was ich da heute anders mache, falls es nochmal zu einem Gespraech kommen sollte.

    Marylou und Zimttee

    Ja, ich denke, in dieser Gedankenspirale bin ich leider immernoch drin. Aber es wird weniger glaube ich, wenn ich die Entwicklung dieser Gedanken in einer Kurve abbilden muesste, glaube ich war sie so Anfang des Jahres und vielleicht vor 3-4 Wochen am hoechsten Punkt. Also die Gedanken darum, was er ernst meinen koennte und was nicht.

    Im Moment stellt sich so langsam dieses Gefuehl ein, dass ich nicht mehr darueber nachdenken will, was er ernst meint und was nicht und das beginnt schon damit, wenn er mir sagt, wie sehr er mich liebt.
    Ich nehme es auf, empfinde in dem Moment etwas zum Gesagten, lege es dann aber auch schon wieder ab.

    Dass es nicht unbedingt besser wird, wenn er trocken werden wuerde, ja das weiss ich, und ich glaube, dass scheint er auch zu wissen und manchmal benutzt er das (voellig dumm) sogar als Argument in sehr unfairen Diskussionen.

    "Und selbst wenn ich keinen Alkohol mehr trinken wuerde, dann gaebe es sicher ein anderes Problem"

    Er sagt auch sehr oft, dass er von Kind/Jugend an schon krank war (depressiv) und schon immer Probleme hatte und das mit dem Alkohol nicht das Groesste waere.

    Wobei ich das natuerlich anders sehe und er sich da denke ich was vormacht, aber ICH WILL JA GARNICHT MEHR DRUEBER NACHDENKEN ... AAAAH

    Nicht trinken, das kann er schon, wenn ich an seiner Seite lebte (also mal 3 Wochen) hat er keinen Tropfen angeruehrt, nicht weil ich es ihm verboten habe, weil er halt wusste, dass das die Zeit zwischen uns zerstoeren wuerde. AABEER, Entzugserscheinungen waren vor allem psychisch (aber auch teilweise koerperlich) da, aber selbst die hat er versucht durch andere Sachen zu erklaeren.

    Auch wenn er immer wieder verbal zur Einsicht kam, kaempft er doch gegen das Wort Alkoholiker, weil er der Meinung ist, dass diese Menschen sowieso nichts wert sind und in der Gesellschaft ganz unten stehen.

    Ich muss jetzt mal dazu sagen, dass er Pole ist und auch in Polen geboren, dass in seiner Familie alle Maenner trinken, sein Bruder einen sehr viel staerkeren Alkoholkonsum an den Tag legt und eigentlich fast immer betrunken ist, wenn er seinen ihn(meinen Freund) kontaktiert.

    Ach... alles erklaeren nuetzt ja doch nichts.

    Klar, er hat natuerlich wie alle seine Geschichte, seine Ursachen, seine Quellen der Krankheit.... aber alles hin oder her nuetzt nichts. Entweder, er moechte raus oder nicht.

    -Stop-

    Es soll ja mal wieder um mich gehen :)

    Selbst im Schreiben verlier ich mich in diesen Gedanken, von wegen, sie sind weniger....

    Ich weiss nicht, ich glaube, ich sollte vielleicht doch mal in Erwaegung ziehen eine Therapeutin aus der Drogenberatung aufzusuchen (fuer MEIN Problem).... Ich hab wirklich das Gefuehl diese 2 Mal im Monat genuegen nicht, zumal es da oft garnicht darum geht, sondern auch andere Dinge besprochen werden und mich das irgendwie mit dem Problem nicht so richtig weiterbringt. Wobei ich ja versuche, mich selbst weiterzubringen.

    Und hier im Forum hab ich auch in dieser kurzen Zeit schon viel gelernt und hab wirklich das Gefuehl, wenigstens ein bisjen Verzweiflung in Gelassenheit umgewandelt zu haben.. Das ist ja schonmal was.

    Ich schreibe zu viel.

    Heute wird ein guter Tag, ich werde keinen Kontakt suchen. Das ist fuer mich erstmal ein Anfang.

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • hey guten morgen...

    wie du den ablauf erzählst von eurem telefonat -ich muss sagen,das kenn ich auch noch-aus der früheren zeit.auch das alle immer schlecht sind und alle schuld sind ausser ihm.. dieses schwarz weiss denken habe ich auch versucht aus meinem partner rauszubekommen.es bringt nix..ich denke auch,dass es durch diese krankheit ist..

    auch dieses erst auflegen und danach doch noch gute nacht sagen-hab ich früher auch gemacht.

    da wir ja mittlerweile nicht mehr telen wenn er getrunken hat kommt es auch nicht mehr vor . selbst wenn es vorkommen sollte -ich würde es nicht mehr machen.

    ich wünsche dir heute einen sonnigen entspannten und vor allem gedankenfreien tag :)

  • glück auf miriel

    Zitat von TimeIsAHealer

    Ist das nur dummes Gelaber oder glaubt er wirklich noch daran, dass er das alleine in den Griff bekommen kann?


    "dummes Gelaber" nönönönö - das is einer deiner bestfunktionierenden co-knöppe (wie lieb und rücksichtsvoll er doch is ich darf ihn nich untergehn lassen).
    "alleine in den Griff bekommen" klar - nur er - hilfe is gut (arzt, gruppe und und und) nur (verflixt und zugenäht) deine hilfe hilft ihm beim weitersaufen :shock:

    Zitat von TimeIsAHealer

    Gibt es eine Forum-Co-Abhaengigkeit??

    denk ich schon - aber is die gefährlich?

    schöne zeit n geduldsfadenverstärker

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • @Matthias

    und wieder muss ich schmunzeln :)
    Deine Formulierungsweise hat was und ja, bringt es natuerlich auf den Punkt.

    In Liebe fallen lassen....und so...

    @else

    Ja.. mir tat es gestern gut, ihn einfach nicht anzurufen etc. ohne das aber vorher zu sagen "Ich werde dich nicht mehr anrufen, blabla"
    Weil ich es einfach so gemacht habe, ohne gross drueber nachzudenken, wenn ich es aber vorher sage, ist der Druck so riesig, es auch wahr zu machen, verrueckt, aber ist so...

    Aber dennoch weiss ich, dass selbst wenn ich ihn nicht mehr kontaktiere einfach sozusagen im Stillen diese kleinen Entscheidungen treffe, wird er mich immer wieder anrufen, ist ja auch klar. Das heisst also, wenn ich wirklich das Suchtmittel (also ihn) weglassen will, was ich sollte, dann kommt irgendwann der Tag, an dem ich sagen muss, dass der Kontakt eben nicht mehr sein kann...

    Es ist aber schlimm, wieviel man sich im Kopf zusammenbrodelt...

    "Ja, ich warte mal noch den Arzttermin am Freitag ab,..... "

    "Ich will jetzt nicht waehrend er arbeitet den Kontakt abbrechen, das muss ich am Wochenende in Ruhe mit ihm besprechen..."

    Alles voelliger Quatsch, da ja alles schon totgesprochen ist.

    Aber gestern hab ich dann auch, als er mich mittags kurz anrief, die Chance genutzt, den Urlaub abzusagen und es war mir egal, dass er grad bei der Arbeit ist, wobei ich mich danach schon dabei erwischt habe zu denken "Hoffentlich kriegt er mit meiner Info jetzt den Arbeitstag noch gut rum"

    Mann mann mann.....

    Was mich momentan schlicht und ergreifend abhaelt irgendwas auszusprechen ist die Angst, es nicht durchzuhalten, was es einfach nur schlimmer machen wuerde, fuer mich. (fuer ihn sicher auch aber egal ;) )

    Und im Stillen gehen, das geht ja doch irgendwie nicht, da der Kontakt von ihm ja auch gewollt ist und ich glaube, wenn ich anfangen wuerde einfach nicht mehr ran zu gehen, wuerde er meine Familie kontaktieren. Ach keine Ahnung.

    Ok, ich wuensche euch allen einen schoenen Tag!!!

    Mit vielen Gruessen und Kraft!

    Miriel

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

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